Autor: Karla Schwede

  • Der dicke Charly ist tot! Hoch lebe Charly!

    Der dicke Charly ist tot! Hoch lebe Charly!

    Der dicke Charly ist tot. Mich überraschte diese Nachricht, als ich Mono und Hudson heute Mittag aus dem Auto laden wollte. Charly-Papa schlönzte auf mich zu:“Hast du die Hunde im Auto?“ „Ja, wir waren laufen.“ Er schaute traurig. „Charly ist tot, weißt du?“ „Ach, das ist aber traurig.“ Ich hört mich heucheln, doch eine Sekunde später tat mir der Mann wirklich leid.

    Der dicke Charly war sein Alles. Ein größenwahnsinniger, ohne Regeln groß gewordener, garstiger, aufdringlicher, böser Jack-Russel Terrier – das war der dicke Charly. Aber er war auch ein geliebtes Haustier, das umsorgt und verwöhnt wurde. Locker vierzehn Jahre lang schleppte er sein dickes Bäuchlein täglich vor sich her wie ein Fahne: „Schau her, ich bin der dicke Charly und ich bin der Herrscher der Welt!“ Das glaubte er tatsächlich, denn sein Herrchen hatte ihm das von klein auf eingetrichtert. Er war der Super-Charly. Viele, viele Nachbarn sahen das anders, aber das war seinem Herrchen und vor allem dem dicken Charly völlig wumpe.

    Mr.Clark hat den dicken Charly gehasst wie die Pest.
    Mr.Clark (14.April 2008 – 17.Februar 2014) hasste den dicken Charly wie die Pest.

    Heißes Blut und kalte Hölle

    Seitdem Mr.Clark nicht mehr ist, haben wir zu Charly und seinem Herrchen langsam aber sicher ein deutlich entspannteres Verhältnis aufbauen können. Denn Mr.Clark war nur bei entfernter Sichtung seines Staatsfeindes Nr.1 derart steil gegangen, dass eine Annäherung schlechterdings unmöglich war. Doch an Mono traute sich der dicke Charly nicht ran. Das lag vermutlich auch ganz wesentlich daran, dass Mono ihn schon immer mit einer Verachtung strafte, die die Hölle eingefroren hätte. Er ignorierte die Presswurst auf seine ganz spezielle Mono-Art. „Wag es eine Sekunde, meine Luft zu atmen … !“ Mono wusste schon in jungen Jahren zu deeskalieren. Allerdings musste er auch nicht Mr.Clarks schmerzhafte Begegnung mit Charlys Zähnen machen.

    Ich stand also heute Mittag vor meinem Auto. Mono und Hudson wollten raus, ihren Knabberkram kauen und dann schlafen. Das sah ich an ihren Augen. Charly-Papa zückte sein Handy und zeigte mir ein Video. Muntere Jack-Russel Welpen tobten nebst Mutter durch eine Art Zwinger. Sie sahen wirklich gut aus und ich dachte: „Oh nein! Bitte nicht!“ „Er zeigt auf einen der Welpen: „Guckst du! Das ist Charly.“ „Willst du ihn wieder Charly nennen?“, fragte ich. „Ja!“ Und er schaute so glücklich, dass ich ihm nicht böse sein konnte.

    Mono hat den dicken Charly hat er immer ignoriert. Auch deshalb hat es zwischen den beiden nie Theater gegeben.
    Mono hat den dicken Charly hat er immer ignoriert. Auch deshalb hat es zwischen den beiden nie Theater gegeben.

    Der Herrscher reicht sein Zepter weiter

    Nächste Woche wird Charly-Papa Charly den Zweiten von Gottes Ganden abholen. Diesem Neuanfang könnte ein Zauber innewohnen, denn Mono und Hudson würden dem schwarz-weißen Zwerg auf ihre sehr effektive Whippetart zeigen, wo der Hammer hängt. Mit viel Glück gäbe es keinen zweiten dicken Charly. Die Nachbarschaft müsste ihre Kinder nicht von der Straße holen und läufige Hündinnen nicht einem notgeilem Minirambo die Ohren tackern. Leider, ja leider oder vielleicht Gott sein Dank wird das nicht mehr unsere Sache sein. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Wie alles begann.
    Ja, das war wirklich ekelhaft!
    Manchmal geschehen Wunder.
    Der dicke Charly zieht um … ! Sorry, ich habe nur zwei Fotos von dem bösartigen Rollmops.
    Irgendwie hat er immer dazu gehört.
    Nein, er ist wieder da!
  • Retuschier‘ mir! Der vorsätzliche Betrug am interessierten Betrachter?

    Retuschier‘ mir! Der vorsätzliche Betrug am interessierten Betrachter?

    Iss ja alles so schön bunt hier! Liebe, liebe Nina Hagen, vielen herzlichen Dank für diese Zeile von 1978. Sie ist heute wie gestern so aktuell, dass es fast weh tut. Dein TV kannst du heute eins zu eins auf Facebook übertragen. Schön, bunt, absurd, realitätsfern. Wähle einen weiteren Begriff. Er wird passen.

    Schlangengrube und heile Welt

    Facebook ist entweder die Schlagengrube, in der Hass und Komplexen freien Lauf gelassen wird oder wahlweise die heile Welt. Sie ist so heil, dass Nachdenken verboten ist. Und Nachfragen noch mehr. Sachliche Kritik? Ja bist du denn wahnsinnig! Gerade in der Windhund Community wirst du digital gelyncht, solltest du es wagen, eine noch nicht einmal kritische sondern nur sachliche Frage zu der Darstellung eines Hundes stellen. Ich tat dies neulich, weil ich den Eindruck hatte, dass jemand an einem Foto recht dilettantisch herumgepfuscht hatte, um einen Hund in seinen Umrisslinien vorteilhafter aussehen zu lassen. Natürlich habe ich das nicht so formuliert. Ich bin ja gut erzogen. In Lichtgeschwindigkeit bäumten sich haltlos empörte friends auf und meinten, mich maßregeln zu müssen. So etwas fragt man nicht in der Öffentlichkeit. Das ist grob und unhöflich. Dafür gibt es jetzt aber keinen Keks!

    Retuschier' mir! Der vorsätzliche Betrug am interessierten Betrachter?

    Ich will keinen Keks!

    Ich wollte gar keinen Keks, ich wollte nur eine Antwort. Ich verstehe das nämlich nicht. Warum muss man einem Hund die Rückenlinie retuschieren, warum muss man an seiner Unterlinie herumfrickeln oder den ganzen Körper länger machen? Tut der „Autor“ das, weil er selber nicht von der Qualität des Tieres überzeugt ist und meint, es einem dem Zeitgeist geschuldeten Geschmack anzupassen? Scheint so.

    Und bitte, lasst doch den Mist mit den Showleinen. Jeder Depp sieht, dass der Kopf eines Hundes an einem schmalen Lederriemen hochgezogen wurde. Denn den Einschnitt am Hals kriegen nur die Wenigsten gescheit weg. Und selbst dann verrät die Kopfhaltung die Retusche. Spart euch doch die Arbeit und seid ehrlich. Der Hund hatte eine Leine um. So what? Was ist daran so schlimm? Aber darum geht es mir gar nicht.

    Anstatt sich meiner Frage zu stellen, löschte man das besagte Foto kurz drauf aus der Timeline. Kritik nicht erwünscht. Die heile, schöne Welt ist unantastbar. Blöd nur, wenn man das Tier dann in echt sieht und sich ernsthaft wundert.

    Retuschier' mir! Der vorsätzliche Betrug am interessierten Betrachter?
    Iss ja alles so schön bunt hier! Für Hudson ist das Leben bunt und lustig.

    Topmodels auf vier Beinen?

    Die wenigsten Models auf den Titelblättern der Hochglanzmagazine sehen wirklich so aus, wie sie dargestellt werden. Das ist bekannt. Doch die Mädels und Jungs verkaufen vordergründig Mode, Schmuck, Kosmetik und nur hintergründig sich selbst.

    Ich könnte nun gutwillig sein und die Werbeanzeigen der Worldwide-Dogszene als eine Art populäre Kunstform betrachten, die den komplett durchretuschierten Fotos der Modewelt gleich kommt. Ganz nach dem alten Motto: Der Mensch an sich will betrogen werden. Je schöner, spektakulärer und – um auf Nina Hagen zurückzukommen – bunter desto besser.

    Retuschier' mir! Der vorsätzliche Betrug am interessierten Betrachter?

    Der vorsätzliche Betrug am interessierten Betrachter

    Tatsächlich gibt es einige sehr gut gemachte Montagen, die schmeichelhaft aber nicht verfälschend sind. Allerdings, einen Hund z.B. als potenziellen Deckpartner zu propagieren, trägt mehr Verantwortung in sich, als einen Mantel oder ein Schmuckstücks ins rechte Licht zu rücken. Mit einem Foto des Hundes verkauft der Besitzer/Züchter das Tier selbst, seine Ahnen und seine Gene.

    Narben, Macken oder Flecken? Gerne, wozu ist Photoshop schließlich da. Vor welchem Hintergrund die Tiere stehen, oder ob an ihnen mal eine Leine war, ist mir vollkommen egal. Aber den Hund selbst wie ein Stück Knetgummi in eine wie auch immer gewünschte Form zu drücken, ist in meinen Augen ein vorsätzlicher Betrug am interessierten Betrachter.

  • Der Tag, an dem ich den Kampfmops kugelte

    Der Tag, an dem ich den Kampfmops kugelte

    Da lag er nun der schwarze Kampfmops. Quasi fertig für den Ofen in seine Flexileine eingerollt war er stumpf an der Bordsteinkante abgeprallt und versuchte vergeblich, sich aufzurappeln. Ein keifender Rollbraten, dachte ich.

    Aber wie komme ich dazu, einen Mops mit meinen Boots über des Asphalt zu katapultieren? Das ist im Grunde schnell erzählt. Mono, Hudson und ich kommen um die Ecke, Kampfmops sieht uns, reißt seinem Besitzer die Flexileine aus der Hand, rennt um mich herum und geht ansatzlos auf Hudson los. Warum? Gute Frage. Das weiß kein Mensch.

    Der Tag, an dem ich den Kampfmops kugelte
    Hubi wusste gar nicht, wie ihm geschah, als ihn der wütenden Mops angriff.

    Kampfmops im Anmarsch

    Da ich der festen Überzeugung bin, dass meine Hunde nichts auszufechten haben und ich diejenige bin, die sie zu beschützen hat, musste ich das tobende Tier natürlich abwehren. Und das tue ich ganz sicher nicht mit meinen Händen, sondern nutze meine Füße. Der schwarze Kampfmops versuchte also, Hubi in die Seite zu beißen. Ich schob das recht kleine aber sehr wütende Tier noch recht sanft zur Seite. Schließlich wollte ich ihn nicht ernsthaft verletzen. Doch ein echter Kampfmops lässt sich davon nicht beeindrucken.

    Er kam zurück und versuchte noch einmal Hubi zu packen. Mein Fuß schnellte wieder vor. Diese Mal etwas heftiger. Komplett unbeeindruckt von meiner Gegenwehr schoss er wieder auf Hubi zu. Lernen durch Schmerz, dachte ich. Ich erwischte ihn, hob ihn mit meinen rechten Fuß hoch und lupfte ihn wie einen Fußball von uns weg. Kurz darauf schlug auf den Asphalt unserer zum Glück sehr ruhigen Sackgasse, rollte noch zwei Meter um seine Längsachse und landete mit einem dumpfen Puummp an der Bordsteinkante.

    Nun lag er da, eingerollt in seine Leine und war fest entschlossen, einen neuen Angriff zu starten. Das sah ich in seinen Augen. Doch zu unser aller Glück hatte sein Besitzer endlich die Fassung wieder gefunden und eilte dem schwarzen Teufel zu Hilfe.

    Der Tag, an dem ich den Kampfmops kugelte
    Mono und der Mops freilaufend auf einer Wiese? Diese Szene würde den Begriff Rollmops ganz neu definieren.

    Mit der Pfanne zwischen die Augen

    Ich kenne diese Leute schon sehr lange. Sie sind hinreißend lieb und haben zwei ebenso hinreißend süße kleine Terrier, die Mono und Hudson sehr lieben. Doch seitdem der schwarze Mops dabei ist, gerät jede Begegnung zum Fiasko. Denn der Zwerg flippt komplett aus sobald er einen anderen Hund sichtet. Leider wird er dann nicht reglementiert, sondern nur weiter gezerrt. „Hör mal, ihr müsst dem mal eine gusseiserne Pfanne zwischen die Augen hauen, damit er kapiert, dass er sich so nicht zu benehmen hat.“ Ich war sicher, Mono dazu nicken gesehen zu haben, denn er würde sich den Pöbler sehr gerne mal zu Brust nehmen und den Begriff Rollmops gleich neu definieren.

    Natürlich habe ich das mit der Pfanne nur im übertragenen Sinn gemeint, aber wenn ich sehe, wie diese größenwahnsinnige Kreatur auch noch betüddelt wird, wenn sie gerade versucht hat, einen anderen Hund anzugreifen, dann platzt mir der Kragen. Doch Hubi war unverletzt. Ich ließ es also gut sein.

    Kommunikation ist alles

    Am nächsten Abend lief mir der nette Nachbar wieder über den Weg. Dieses mal ohne den schwarzen Teufel. Er entschuldigte sich tausend Mal, versicherte, dass er vollkommen perplex war und in der Folge falsch reagiert hätte. Sie hätten absolut keine Ahnung, warum der Mops sich derart aufführt und wären mittlerweile völlig verzweifelt. Ich freue mich immer, wenn man so miteinander umgehen kann. Kein Knies, keine bösen Worte. Das schlimmste für die Beiden ist, dass das tobsüchtige Tier sie vollkommen isoliert. Sie müssen sich mit ihm verstecken, wenn ein anderer Hund naht. Was für ein Mist. Da bestellt man einen voll netten, easy zu führenden loriotschen Schoßhund und kriegt einen mordlustigen Ninjarollbraten. Na, wenn das kein Leidensdruck ist!

    (Der Mops auf dem Titelfoto ist der allerliebste Teddy von unserer Nachbarin Josephine. Er ist der netteste Mops auf der Welt und steht nur stellvertretend für den Kampfmops).

  • Der Belcando Langzeittest – Teil 18

    Der Belcando Langzeittest – Teil 18

    (Werbung) Teil18 schon? Das erste Kapitel zu unserem Belcando Langzeittest habe ich im Januar 2016 geschrieben. Seitdem sind meine Whippets begeisterte Futtertester und durchaus zufrieden mit ihrer exponierten Position, denn sie haben jede Menge Abwechselung. So wie in den letzten Wochen, als sie das neue Belcando Adult GF Beef kosten durften.

    Ein Schaufler und ein Nörgler

    Ihre Meinung zu dem neuen, getreidefreien Trockenfutter gingen allerdings zeitweise kräftig auseinander. Premium hin oder her, Mono war das in der Vergangenheit oft genug egal. Er war und ist derjenige, der je nach Laune mit entsetzen Augen in den Napf blickt, sich umdreht und geht. Es ist also nicht immer ganz einfach, ihm etwas Neues anzubieten. Hudson hingegen ist der Bagger im Hause. Manchmal sieht es so aus, als wollte er seine eigenen Rekorde brechen. Die kleinen Bröckchen unseres geliebten Finest Lamb schaufelt er sich rein, ohne zu kauen. Er muss immer anklatschen: Erster!

    Belcando Super Premium Dog Food
    Das Belcando Adult GF Beef ist frei von Getreide und Soja. Es enthält 40 Prozent frisches Fleisch. 60 Prozent des tierischen Eiweißes liefert es aus Rindfleisch und 15 Prozent aus Meeresfisch.

    Die Stücke des Belcando Adult GF Beef sind deutlich größer. Hudson musste tatsächlich kauen, brauchte also viel länger um seine Portion zu verdrücken. Das macht gleich zwei Pluspunkte. Der Schnellfresser muss auf die Bremse treten und pflegt gleichzeitig seine Zähne. Aber Hudson ist nicht das besagte Zünglein an der Waage. Mono war wie immer die Zitterpartie, denn er hatte in Sekundenschnelle beschlossen, dass dieses Futter nicht sein Ding ist. Er lullerte das Topping aus dem Napf und ließ die Brocken liegen.

    Der Belcando Langzeittest - Teil 18 - Belcando Adult GF Beef
    Aus dem Napf nahm Mono das Belcando Adult GF Beef nur unter Protest, aus der Hand hingegen gerne. Versteh einer die Whippets!

    Belcando Adult GF Beef – Und Mono nimmt es doch!

    Doch so schnell gebe ich nicht auf. Ich packte mir eine Hand voll von dem Testfutter in die Jackentasche, um die Brocken auf unserer Flitzrunde als Goodies anzubieten. Und siehe da, aus der Hand nahm Mono die Brocken gnädig an. Einen, zwei, viele, bis er seine hundert Gramm Ration intus hatte und gesättigt war. Hudson stand wie immer trippelnd daneben. Aber der Zwerg würde auch fünfhundert Gramm fressen, wenn ich ihn ließ.

    Es dauerte nur ein paar Tage, bis Mono dann gewillt war, die dicken Brocken auch aus dem Napf zu fressen. Natürlich immer mit dem tollen Mastercraft Topping oder wahlweise mit dem Super Premium aus der Dose. Also, man muss die Ware nur gut verkaufen und passend pimpen, dann nimmt sie auch ein neunjähriger Zweifler begeistert an.

    Fantastic Coat – Sehr erfreulich!

    Mitten in der Testphase Ende September stellte ich Mono noch einmal in der Veteranenklasse aus, in der Hoffnung auf ein drittes CAC für den Veteranenchampion. Der Franzose Christophe Coppel ist ein sehr genauer und strenger Richter. In seinen Bericht schrieb er unter anderem: „Fantastic coat!“ Schön, denn ein schickes Fell hat ein Hund nur, wenn er gesund und gut ernährt ist.

    Mono sieht top aus.
    Mono, 9 Jahre alt, sieht top aus. Das Adult GF Beef hat etwas weniger Fett (13,0 Prozent) als das Finest Lamb (14,5 Prozent). Im Winter müssten wir also auf jeden Fall zu einem fettreicheren Futter wechseln.

    Die Zusammensetzung des Adult GF Beef scheint meinem Senior also gut zu tun. Auch Hubi, noch nicht einmal zwei Jahre alt, sieht fabelhaft aus. Weder Mono noch er hatten bei der Umstellung Verdauungsprobleme. Aber das bin ich von den Belcando Produkten ohnehin gewohnt.

    Eine schöne Erweiterung

    Das Adult GF Beef ist eine schöne Erweiterung des getreidefreien Belcando Sortiments. Jeder empfindliche oder allergische Hund findet hier seinen Gusto und kann ohne weiteres zum Beispiel zwischen Ocean, Poultry und Beef wechseln. Die Größe der Brocken ist in meinen Augen eher für große Hunde geeignet. Oder für Schnellfresser wie Hudson aus oben genannten Gründen.

    Hudson of Little Goblin, 21 Monate alt.
    Hudson verbraucht so unendlich viel Energie, dass er deutlich mehr fressen kann als Mono, ohne zuzunehmen.

    Für Nörgler Mono habe ich immer ein paar Brocken in der Tasche. Ich gebe ihm unterwegs lieber hochwertiges Futter, als irgendwelche Leckerchen. Denn ich kann die Menge dann von seinem Abendbrot abziehen, ohne dass er irgendeinen Mangel hat. Allein der leichte Fischgeruch an meinen Fingern stört ein wenig, aber das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

  • Wehmut – Das war’s mit der Polo Saison 2019!

    Wehmut – Das war’s mit der Polo Saison 2019!

    Das Ende eines Sommers ist immer mit ein bisschen Wehmut verbunden. Denn die nächsten Monate werden regnerisch und kalt. Aber dieses Mal ist das Ende der Saison 2019 auch Durchatmen und endlich mal genau Hinschauen. In den letzten Monaten habe ich tausende von Fotos produziert, die ich sehr gezielt und nicht selten gehetzt nach besonderen Kriterien ausgesucht habe.

    Die Saison 2019 endet, der Herbst bringt Ruhe.

    Der Herbst bringt nun Ruhe. Ich kann genau hinschauen und kleine Perlen heraussuchen, die ich besonders mag. Wie die vom Last Of The Season Cup 2019, die hier nun fast vier Wochen herumgelegen haben, bis ich überhaupt den Kopf frei hatte, mich auf sie einzulassen. Irgendwas ist schließlich immer.

    Kutlay Yaprak beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.
    Kutlay Yaprak (Team Riva) beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.

    Ein sensationelles Wochenende beim Rhein Polo Club

    Das Wochenende beim Rhein Polo Club war sensationell. Die Veranstalter durften sich über Sonne, gute Laune und viele illustre Besucher freuen. Und ich habe wieder in der Wiese gesessen und geblinzelt. Denn die Lage des Platzes ist nunmal so, dass ich vom Mittag bis zum Abend Gegenlicht habe. Würde ich auf die gegenüberliegende Längsseite des Platzes wechseln, hätte ich das Catering, van Laack, die Wein- und Würstchenbuden und die vielen Zuschauer im Hintergrund. Nichts gegen van Laack und Co, aber der Hintergrund meiner Bilder wäre dann derart unruhig, dass ich nicht mehr hingucken könnte.

    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Polo ist ein schneller und harter Sport.

    Gleißendes Licht, donnernde Hufe

    Das gleißende Licht, der wirbelnde Sand, die donnernden Hufe, die aus aller Welt angereisten Profis, die jeden Ball mit dem Messer zwischen den Zähnen verteidigen – es ist immer wieder aufregend, dabei zu sein. Nicht selten musste ich den Rückzug antreten, wenn der Ball genau in Richtung meiner Linse flog.

    Natürlich gibt es immer die besonderen Spieler, die die meiste Action hinlegen, die reiten wie die Irren, brüllen was das Zeug hält und Stunts der Extraklasse mit Links machen. Sie sind die Lieblinge der Fotografen, weil sie Garanten für spektakuläre Bilder sind.

    Der vierzehnjährige Leopold Ludorf im Finale des Last Of The Season Cup 2019. Er hat eine richtig gute Figur gemacht.
    Der vierzehnjährige Leopold Ludorf im Finale des Last Of The Season Cup 2019. Er hat eine richtig gute Figur gemacht.

    Die jungen Wilden

    Beim Last Of The Season Cup 2019 sind mir allerdings die Youngsters besonders aufgefallen. Unfassbar wie gut die Jungs mit zarten vierzehn beziehungsweise siebzehn Jahren reiten können. Eisenhart zogen sie ihr Spiel durch und setzen sich gegen die hoch bezahlten Profis durch. Mit ihrem Spiel konnten sie ganz sicher nicht nur mich beeindrucken. Respekt!

    Javier Damian Balderrama am Ende der Saison 2019 in Düsseldorf.
    Javier Damian Balderrama am Ende der Saison 2019 in Düsseldorf.

    Schwarz-Weiß passt nicht immer

    Mein Instinkt sagte mir mal wieder: Mach alles in Schwarz-Weiß! Doch Polo ist nicht nur ganz viel Action, sondern auch sehr viel Farbe. Ich habe also nur die Bilder in Schwarz-Weiß umgerechnet, bei denen das in meinen Augen auch perfekt funktioniert. So feiere ich mit einer Mischung aus Farbe, Schwarz-Weiß, langen und kurzen Belichtungszeiten das Ende der Saison 2019.

    Vielen Dank für eine aufregende Saison 2019, für nette Gespräche, guten Wein und viel Herzlichkeit. See you next year!

    (I think every reader is familiar with the copyrights. So please, no downloads, no copies. No publications elsewhere! If you are interested in a photo, please feel free to contact me. Anytime gladly.)

    Izmael Iraizoz beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.
    Izmael Iraizoz beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.
    Javier Damian Balderrama und Brad Rainford-Blackett beim Last Of The Season Cup 2019
    Javier Damian Balderrama und Brad Rainford-Blackett beim Last Of The Season Cup 2019
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Lieblingsfoto - Brad Rainford-Blackett
    Lieblingsfoto – Brad Rainford-Blackett
    Kutlay Yaprak beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.
    Kutlay Yaprak beim Last Of The Season Cup 2019. Dieses Foto ist nahezu eine eins zu eins Replik zu dem Titelfoto, das ich für das Imagemagazin des Rhein Polo Club mit genau diesem Spieler geschossen habe.
    Der Brite Tim Ward für das Team Riva beim Last of The Season Cup 2019.
    Der Brite Tim Ward für das Team Riva.
    Javier Damian Balderrama (Team Mercedes Herbrand) kann auch ohne Steigbügel.
    Javier Damian Balderrama (Team Mercedes Herbrand) kann auch ohne Steigbügel.
    Schiedsrichter Jason Dixen hat alles im Blick.
    Schiedsrichter Jason Dixen hat alles im Blick.
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Im Clinch
    Kutlay Yaprak beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.
    Kutlay Yaprak beim Last Of The Season Cup 2019 beim Rhein Polo Club Düsseldorf.
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Gucken und Warten im Schatten.
    Der brasilianische Polo Profi Raphael Oliviera beim Last Of The Season Cup 219
    Der brasilianische Polo Profi Raphael Oliviera beim Last Of The Season Cup 219
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Javier Damian Balderrama für das Team Mercedes Herbrand
    Javier Damian Balderrama für das Team Mercedes Herbrand und Brad Rainford-Blackett für OCULUS 3D
    Javier Damian Balderrama für das Team Mercedes Herbrand und Brad Rainford-Blackett für OCULUS 3D
    Brad Rainford-Blackett für OCULUS 3D
    Brad Rainford-Blackett für OCULUS 3D
    Javier Damian Balderrama für das Team Mercedes Herbrand und Brad Rainford-Blackett für OCULUS 3D
    Javier Damian Balderrama für das Team Mercedes Herbrand und Brad Rainford-Blackett für OCULUS 3D
    Raphael Oliviera und Leonard Wolf für Chopard
    Raphael Oliviera und Leonard Wolf für Chopard
    Divot Stumping - In den Pausen treten die Zuschauer die Löcher auf dem Polofeld zu. Noch nicht einmal die Queen wäre sich zu schade dafür.
    Divot Stumping – In den Pausen treten die Zuschauer die Löcher auf dem Polofeld zu. Noch nicht einmal die Queen wäre sich zu schade dafür.
    Laurenz Gabrin für das Team Brauksiepe beim Last Of The Season Cup 2019
    Laurenz Gabrin für das Team Brauksiepe beim Last Of The Season Cup 2019
    Laurenz Gabrin für das Team Brauksiepe beim Last Of The Season Cup 2019
    Laurenz Gabrin für das Team Brauksiepe beim Last Of The Season Cup 2019
    The Voice Of Polo - Moderator Jan Erik-Franck hat wie immer alles im Griff
    The Voice Of Polo – Moderator Jan Erik-Franck hat wie immer alles im Griff
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Philipp Gesell für Team van Laack
    Der Argentinier Augustin Kronhaus  beim Last Of The Season Cup 2019
    Der Argentinier Augustin Kronhaus
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Wo ist der Ball? Gut, dass wir die Schwerkraft haben, das Teil also irgendwann wieder auf der Wiese landet.
    Ein bisschen Wehmut. Das war's mit der Polo Saison 2019!
    Brad Rainford-Blackett
    Kollege Joss Wehrmann beim Last Of The Season Cup 2019
    Kollege Joss Wehrmann beim Last Of The Season Cup 2019
  • Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM

    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM

    Was schreibe ich über ein Objektiv, das für sich selbst spricht? Mit dem Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM können sich Fotografen im wahrsten Sinne des Wortes erleichtern. Denn die neue Festbrennweite hat im Vergleich zu ihrer Vorgängerin ein ganzes Kilo abgespeckt. Allerdings wiegt ihr Preis recht schwer. Für rund 13.000 Euro bekäme ich theoretisch einen nagelneuen Kleinwagen, aber der macht mir leider keine tollen Bilder. Außerdem wird es niemandem neu sein, dass Technik dieser Klasse nie billig zu haben war. Banal aber wahr: Qualität hat ihren Preis!

    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Whippet beim Coursing im July 2019 – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 100, f/2,8

    Das leichteste 400er der Welt

    Mit dieser Linse adressiert Canon natürlich sehr gezielt Sport- Presse- und Naturfotografen, die an ihr Sujet recht nahe heran müssen, dabei aber auch flexibel sein wollen. Ich fühle mich also sehr persönlich angesprochen. Als ich auf der Photokina 2018 das neue 400mm 1:2,8L IS III USM das erste Mal in der Hand hatte, taten sich in meinem Kopf plötzlich ganz neue Wege auf. Denn das Vorgängermodell war mit seinen fast vier Kilo so schwer, dass ich mit ihm nicht aus der Hand fotografieren konnte. Da ich aber ein Stativ weder an der Rennbahn noch am Poloplatz gebrauchen kann, fiel es für mich aus. Verlockenderweise ist das neue 400er nun ein ganzes Kilo leichter, wiegt mit seinen 2,84 Kilo also nur 400 Gramm mehr als mein geliebtes 300er 1:2,8 IS II USM (in meinen Augen nach wie vor die beste Sportlinse der Welt).

    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Die Rhein Polo Open 2019 – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 100, f/2,8

    Das 400er der neuen Generation kommt zudem nicht, wie ich es von den anderen großen Objektiven gewohnt bin, in einem stoßfesten Hartschalenkoffer, sondern in einer weichen Tasche. Das hat in sofern Charm, als das man sich die lange Tröte unterwegs mal über den Rücken werfen kann. Die großen Koffer bieten zwar viel Sicherheit beim Transport, sind aber sehr unhandlich.

    Linse und Event müssen zusammenpassen

    Seinen ersten Einsatz hatte das 400mm 1:2,8L IS III USM beim Coursing. Das Coursingfeld des WRV Westfalen-Ruhr ist aus fotografischer Sicht keine einfache Location. Egal mit welchem Objektiv, im Grunde bin ich je nach Licht und Sonnenstand immer auf der Suche nach dem perfekten Spot. Zu hell, zu dunkel, zu oben, zu unten. Der Niveauunterschied im Gelände versperrt entweder die Sicht oder produziert eine Aufsicht, die keiner haben will. Mit 400 Millimetern – anstelle von meinen üblichen 300 – konnte ich mich an den kleinen Hang werfen und hatte sodann beide Ebenen im Zugriff. Nach vier Stunden gingen mir die rund 400 Gramm mehr auf der 1D X Mark II schon ein bisschen in die Arme, aber wirklich schlimm war das nicht. Kurze Belichtungszeiten konnte ich locker über die Zeit halten. Und die sind dann auch verdammt gut geworden.

    Nach sechs Stunden am Poloplatz hingegen ging mir bei langen Belichtungszeiten die Puste aus. Da half der fünfstufige Bildstabilisator auch nichts mehr. Aber den schaltet man beim Mitziehen ja ohnehin aus. Auf die Dauer machen sich vierhundert Gramm dann doch bemerkbar, vor allem wenn man wie ich in absurden Körperhaltungen auf der Wiese sitzt und mit 1/60 Sekunde fotografiert. Ein kräftiger Mann wird damit keine Probleme haben. Aber ich bin eben eine Frau, die zwar Übung mit schwerem Gerät hat, deren Kräfte allerdings nicht unbegrenzt sind.

    Nationalspieler Patrick Maleitzke bei den Rhein Polo Open 2019
    Nationalspieler Patrick Maleitzke bei den Rhein Polo Open 2019 – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/80 sek., ISO 100, f/9

    Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM – Ich kann mich fallen lassen.

    Das 400er liefert selbstverständlich und ohne Einschränkungen ab. Es ist sehr schnell, produziert knackige Schärfe und tolle Farben. Es bietet also alles, was ich vom High End erwarte. Und so sollte das auch sein in dieser Preisklasse. Müsste ich hier noch über Schärfe oder Tempo diskutieren, dann wäre das im wahrsten Sinne ein dicker Hund.

    Dieses Objektiv ist in meinen Augen ein reines Profigerät. Und Profis müssen sich blind auf ihr Werkzeuges verlassen können, so wie ein Rennfahrer sein Leben seinem Auto anvertraut. Schließlich gibt es nur die eine Chance. Der Super Bowl, die 24 Stunden von Le Mans, das Finale der Champions League oder die eine Sekunde, in der ein knapp 70 km/h schneller Greyhound durch eine unübersichtliche Kurve donnert, die Technik muss das packen, sonst bist du verloren.

    Afghane beim Coursing
    Ganz nahe dran, wenn nötig. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 250, f/4

    Muss ich beim Fotografieren noch darüber nachdenken, ob meine Kamera überfordert oder mein Objektiv schnell genug ist für einen Adler im Flug ist, dann habe ich ein Problem. Denn dann kann ich mich nicht auf das Wesentliche konzentrieren. Will ich auf den Punkt gute Bilder machen, dann darf die Technik nicht zwischen mir und einem Foto stehen, sondern muss mit mir und meinem Blick verschmelzen. Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM in Kombination mit der Canon EOS 1D X Mark II bietet mir das. Was will ich mehr?

    Unten gibt es mehr Fotos mit den Exif-Daten.

    Der argentinische Polo Profi Joaquin Copello bei den Rhein Polo Open 2019
    Der argentinische Polo Profi Joaquin Copello bei den Rhein Polo Open 2019 – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 100, f/2,8
    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Der argentinische Polo-Star Santiago Cruz Marambio, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/640 sek., ISO 100, f/2,8
    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Salukis beim Coursing – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1250 sek., ISO 160, f/4
    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Die Rhein Polo Open 2019 – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 100, f/2,8
    Azawakh beim Coursing im Juli 2019
    Azawakh beim Coursing – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1250 sek., ISO 160, f/3,5
    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Abreiten beim Rhein Polo Open 2019 – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/80 sek., ISO 100, f/9
    Saluki beim Corusing
    Haarscharf – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1000 sek., ISO 125, f/4
    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Whippet beim Coursing – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1000 sek., ISO 125, f/4
    Nationalspieler Patrick Maleitzke bei den Rhein Polo Open 2019
    Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 100, f/2,8
    Der argentinische Polo-Star Santiago Cruz Marambio
    Santiago Cruz Marambio – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/800 sek., ISO 100, f/2,8
    Test: Das Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM
    Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1000 sek., ISO 250, f/3,5
    Saluki beim Corusing
    Muskelspiel – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1250 sek., ISO 400, f/4
    Die Rhein Polo Open 2019
    Auf den Punkt – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/640 sek., ISO 100, f/2,8
    Whippet beim Coursing
    Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM, 1/1000 sek., ISO 125, f/4

    Keyfacts zum Canon EF 400mm 1:2,8L IS III USM :

    Typ – Festbrennweite Canon L-Serie
    Zielgruppe – Profis / ambitionierte Amateure
    Best for – Sport / Wildlife / Presse
    Gewicht– 2,84 Kilo
    Lichtstärke – 1:2,8
    Bildstabilisator – 5 Stufen
    Filterdurchmesser – 52mm Einsteckfilter
    Durchmesser x Länge – 163 x 343
    Bildwinkel – 5°10′, 3°30′, 6°10′  Grad
    kleinste Blende
     – 32
    Naheinstellgrenze – 2,5 m
    AF-Motor – Ring-USM
    Optischer Aufbau – 17 / 13
    Best with – Canon EOS 1D X Mark II

    My two cent – Tolle Sportlinse für Profis 

    Preis: aktuell 12.999 Euro

  • Die FCI Europameisterschaft 2019

    Die FCI Europameisterschaft 2019

    Drei Tage FCI Europameisterschaft 2019! Eigentlich heißt dieses Event FCI European Sighthound Racing Championship 2019. Dieser Titel ist a bit too long to handle, doch solch epische Breite hatte das Meeting tatsächlich verdient. 392 Windhunde aus 13 Nationen traten am letzten Wochenende beim WRV Westfalen-Ruhr an, um aus ihren Reihen die schnellsten Europas zu finden.

    Volle Felder, blanke Nerven!

    Sechs Greyhounds donnern um die Kurve. Ihre Besitzer stehen starr und fiebern mit. Andere feuern ihre Hunde an, brüllen sich die Anspannung lauthals aus dem Körper. Sie haben Angst um ihre Hunde, die mit locker 65 km/h die schmale Sandbahn umzirkeln. Die Hunde wissen, in der Regel was sie tun. Dennoch, diese Läufe sind riskant. Nur ein Hund muss ins Straucheln geraten und schon reißt er – im schlimmsten Fall – einen oder zwei seiner Mitläufer mit. Das mag sich niemand vorstellen und das ist zum Glück an diesem großen Rennwochenende nicht passiert.

    Jeder, der seinen Whippet oder Greyhound in ein volles Feld von sechs Hunden steckt, weiß um die Gefahr. Die Besitzer der Afghanen oder Barsois und allen Rassen, die bei weitem nicht diesen Speed erreichen, waren ganz sicher auch nervös, doch sind die ganz schnellen Sprinter auf der Bahn, dann schlägt die Anspannung unter die Decke. Einer der Helfer des WRV sagte zu mir: „Das halten meine Nerven nicht aus! Ich habe meinen Hund viel zu lieb, als dass ich ihn dieser Gefahr aussetzen würde.“ Klare Worte.

    Ich beobachte das Renngeschehen schon immer nur von außen, doch sogar mir ist aufgefallen, wie hoch das Niveau und wie eng die Leistungsdichte bei der Europameisterschaft war. Sechs Whippets kommen gleichzeitig ums Eck. Körper an Körper. Es wird geschubst, geknufft und geschoben. Das hat mit einem Trainingsründchen am Wochenende rein gar nichts mehr zu tun. Um so erstaunlicher ist es, wie fokussiert und unbeirrbar sich die Schnellsten ihren Weg aus dem Pulk nach vorne bahnen.

    Finale der Whippet Rüden bei der FCI Europameisterschaft 2019
    Finale der Whippet Sprinter Rüden am Samstag

    Die FCI Europameisterschaft – Manchmal kommt es anders.

    Fotografisch wie sportlich war diese Veranstaltung natürlich sehr interessant. Viele Menschen, viele Hunde, flirrende Spannung! Der Zweite der Magyar Agars wurde nachträglich wegen Raufens auf der Bahn disqualifiziert. Eine der führenden Greyhündinen (Ungarn) flog wegen Pöbelei aus dem Finale. Windspiele entschieden sich, dass sie keine Lust auf Rennen hatten und liefen zurück zur Box. Ein Sloughi aus Finnland lief sauber durch, holte sich aber dann eine extra Flitzrunde im Infield. Gut gelaunt und freundlich spielte er alles an, was ihm in die Quere kam. Seiner Besitzerin ging allerdings recht schnell der Humor aus, da ihr klar war, dass sie den Verkehr aufhielt.

    Whippet am Hasen
    Toll, was der FCI, der WRV Westfalen-Ruhr und der Hauptsponsor Belcando auf die Beine gestellt haben. Es war ein wirklich großes Wochenende.

    Licht und Laune

    Wie üblich habe ich abseits im Sand gesessen und mein Ding gemacht. Das Licht wechselte minütlich zwischen sonnig und bewölkt. Ich musste also nicht selten geduldig und sehr konzentriert warten, bis die Sonnenflecken in meiner Lieblingskurve so waren, wie ich sie gerne habe. Als sich dann genau eine Sekunde nach dem Start der Whippets eine Wolke vorschob, war das zunächst ärgerlich. Aber wann kann ich schon einmal den Luxus genießen, drei Tage lang gleich mehrere Chancen zu haben, genau mein Fotos zu schießen?

    Bei all der Konzentration habe ich mich sehr gefreut, zwischendurch nette Gespräche führen zu können. Und natürlich musste ich wie so oft mitlachen, wenn ein Hund mal wieder durch den Maulkorb beißen konnte und sich sodann standhaft weigerte den Hasen wieder herzugeben. Ich konnte auch mitfühlen und mitfiebern. Aber ganz ehrlich, ich bin froh, dass ich mir diesen Stress mit meinen Hunden nicht antun muss. Meine Nerven hielten das nämlich auch nicht aus.

    Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die sich schon zwei Wochen vor dem Startschuss zur FCI Europameisterschaft 2019 aufgeribbelt haben, um diese Veranstaltungen zu stemmen. Drei Tage wie am sprichwörtlichen Schnürchen muss man erst einmal hinkriegen.

    Jeder wird verstehen, dass ich hier nicht alle Bilder der drei Renntage, sondern nur einen repräsentativen Teil veröffentlichen kann.

    (I think every reader is familiar with the copyrights. So please, no downloads, no copies. No publications elsewhere! If you are interested in a photo, please feel free to write me. Anytime gladly.)

    (Bitte respektiert das Copyright. Keine Kopien, keine Download. Wer Interesse an einem oder mehreren Fotos hat, kann mich jederzeit gerne anschreiben.)

    Whippets auf der Bahn bei der FCI Europameisterschaft 2019
    Die Zwischen- und Finalläufe zogen viele Zuschauer an.
    Windspiele auf der Rennstrecke bei der FCI Europameisterschaft 2019
    Windspiele auf der Rennstrecke bei der FCI Europameisterschaft 2019
    Afghanen auf der Rennbahn bei der FCI Europameisterschaft 2019
    Als die Afghanen liefen, habe ich wohl gepennt oder mich verquatscht. Ich weiß es nicht genau, aber meine Ausbeute ist sehr klein.
    Die FCI Europameisterschaft 2019
    Finnischer Sloughi auf Abwegen.
    Windspiel auf der Bahn bei der FCI Europameisterschaft 2019
    Greyhound auf der Bahn
    Die FCI Europameisterschaft 2019
    Windspiel auf der Rennstrecke
    Windspiel bei der Europameisterschaft 2019
    Whippet auf der Bahn
    Windspiele auf der Bahn
    Magyar Agars auf der Bahn
    Die FCI Europameisterschaft 2019
    Die FCI Europameisterschaft 2019
  • Zandvoort aan Zee – Schön scheußlich!

    Zandvoort aan Zee – Schön scheußlich!

    Beton! Jedes Mal, wenn ich das Meer sehen will, muss ich an ihm vorbei. Heruntergekommene Bettenburgen versperren mir die Sicht. Ich hasse sie. Auf dem Weg zur Strandpromenade von Zandvoort gibt es weder Baum noch Strauch. Überall bröckelt und blättert es. Die architektonischen Idiotien der 60er und 70er Jahren modern vor sich hin. Noch nicht einmal das Palace Hotel hält es für nötig, den Müll aus dem spärlich gesetzten Dünengras zu klauben.

    Kein Baum, kein Strauch! In den 60er Jahren mögen diese Betonburgen eine Art Errungenschaft gewesen sein. Heute sind sie nur marode, heruntergekommen und nur noch hässlich.
    Kein Baum, kein Strauch! In den 60er Jahren mögen diese Betonburgen eine Art Errungenschaft gewesen sein. Heute sind sie nur marode, heruntergekommen und hässlich.

    Benidorm an der Nordsee

    Immer wieder schießt mir die britische Serie Benidorm in den Kopf und sie wird mich in den nächsten vier Tagen nur in kleinen stillen Momenten loslassen. Dabei ist die Innstadt von Zandvoort wirklich hübsch, fast mediterran. In den kleinen Gassen laden Kaffees und Restaurants zum draußen Sitzen ein. Alles ist sehr niedlich und hübsch restauriert. An unserem Häuschen links herum führt eine Straße stadtauswärts. An ihr stehen stolz wunderschöne, teils hochherrschaftliche Häuser als hätten sie rein gar nichts mit den rotten Plattenbauten und den vielen Touristen zu tun.

    Das Palace Hotel in Zandvoort
    Kein Wunder, dass die Best Western Kette ihre Logos von diesem hässlichen Trumm geknibbelt hat. Am Vordach sind die Umrisse noch deutlich zu sehen.

    Dennoch, vier Tage in Zandvoort haben mir gezeigt, dass Ruhe ein kostbares Gut ist und Geschmack nach wie vor nicht diskutabel. Außerdem, wer glaubt, Ende August seine Hunde zu den erlaubten Zeiten (vor 9:00 Uhr und nach 19:00 Uhr) ganz in Ruhe am Strand flitzen lassen zu können, der irrt gewaltig. Jeder, aber auch wirklich jeder der Zandvoort besucht, scheint mindestens einen bis fünf Vierbeiner zu haben. Der Strand ist zwar lang, aber so viele Hunde verteilen sich nicht so leicht. Während unserer Zeit dort habe ich nicht nur eine Keilerei mit ansehen müssen. Fotografieren am Strand war deshalb nahezu unmöglich. Ich musste ständig ein Auge auf die Hunde und ihre Umgebung haben.

    Zandvoort - Am Samstag strömen Menschen zu Hunderten an den Strand.
    Zandvoort – Am Samstag spucken Züge im Halbstundentakt hunderte von Menschen aus, die dann von dem hübschen Bahnhof zum Strand hetzten.

    Verkehrsgünstig gelegen

    Viele werden sich jetzt vor den Kopf schlagen: Mit Windhunden fährt man ja auch nicht nach Zandvoort! Klar und eigentlich wollte ich dort auch gar nicht hin. Doch mittlerweile ist es hier eine schöne Tradition, ein paar Tage am Meer zu verbringen, wenn Tom am Circuit in Zandvoort moderiert. Letztes Jahr hatten wir ein Häuschen in Noordwijk, dieses Jahr sollte es direkt in Zandvoort sein. Mir war nicht ganz wohl dabei, denn es ist ja allgemein bekannt, dass das alte Seebad ein Touristenmagnet ist.

    Zumindest war unser Appartement hübsch, modern und ausreichend groß für uns zwei und die beiden Whippets. Unser kleiner Hof war sonnig aber leider nicht eingezäunt war. Damit kann man sich arrangieren. Die Pension namens Jade liegt direkt hinter dem Bahnhof. Ich weiß also jetzt ganz genau, wann die Züge fahren. Das ist auch was wert. Und, je nach dem wie der Wind stand, konnte ich die Rundenzeiten, die man auf dem Circuit fuhr, aus unserer Küche mit stoppen.

    Das Casino in Zandvoort
    Ich habe noch nie begriffen, was Menschen an Casinos so spannend finden. Sie fressen Geld und verschandeln die Landschaft.

    Zandvoort – Manchmal ist es sogar schön.

    Es war nicht alles schlecht. Das muss ich zugeben. Ganz früh am Morgen konnte ich Spaziergänge mit den Hunden machen ganz ohne Gefahr zu laufen, von einem der komplett geistesgestörten Rollerfahrern umgemäht zu werden. Ich konnte frische Luft atmen und mir die schönen Ecken des Städtchen angucken.

    Unsere Abende in den Strandbars waren fast romantischer Natur und wir haben fabelhaft gegessen. Das stimmt grundsätzlich versöhnlich. Als ich allerdings hörte, dass ein Teilnehmer der über drei Tage angesetzten Motorsportveranstaltung nach dem Genuss einer Seafood-Platte mit Lalülala ins Krankenhaus gebracht werden musste, war mir die Lust auf Schalentiere schlagartig vergangen. Diesen Luxus würde ich mir ausschließlich in unserer Bar gönnen.

    Köstlich! Ein Burger mit einem halben Hummer im "de Haven". Diese Strandbar hat es uns angetan.
    Köstlich! Ein Burger mit einem halben Hummer im „de Haven“. Diese Strandbar hat es uns angetan.
    Hat man die Plattenbauten einmal hinter sich gelassen, dann ist der Blick frei auf die Nordsee.
    Hat man die Plattenbauten einmal hinter sich gelassen, dann ist der Blick auf die Nordsee endlich frei.

    Es ist immer eine Frage der Bedürfnisse

    Es fällt mir schwer objektiv zu sein. Die Stadt Zandvoort hat seine Küstenlinie für immer versaut. So wie es viele andere Seebäder in der Vergangenheit getan haben. Palace Hotel, Center Parc und andere Sünden nehmen dem alten Städtchen nicht nur die Sonne, sondern verderben jede Art von Lebensqualität. Mag sein, dass das den Tagestourist einen feuchten Dreck schert. Er will mit drei Kindern an den Strand. Letztere werden dort auch ganz sicher Spaß haben, weil sie nichts als Wasser und Sand wollen. Aber ich bzw. wir sind dafür nicht gemacht. Das hat mit Arroganz nichts zu tun, denn das Wochenende war richtig teuer. Wir haben für vier Übernachtungen in einem Appartement, das sehr nahe am Bahnhof liegt fast 800 Euro bezahlt. In der Vendée bekomme ich ein Haus am einem Strand ohne Menschen für 1200 Euro die Woche. Der Weg ist allerdings auch weiter. 250 Kilometer versus 1000. Ich nähme die 1000. Immer wieder. Die folgen Fotos sprechen wohl für sich.

    Ohne Arme keine Kekse! Die seit einem Wettbewerb installierten Sandskulpturen passen eher in den sozialistischen Realismus als in ein Strandbad im Jahre 2019.
    Ohne Arme keine Kekse! Die seit dem Wettbewerb „70 Jahre Freiheit“ an der Promenade installierten Sandskulpturen passen eher in den sozialistischen Realismus als in ein Strandbad im Jahre 2019.
    Schön scheußlich - Zandvoort aan Zee
    Alles bröckelt. Für was auch immer dieser Pavillon in den 60er Jahren gut war, heute ist dort eine Trödelhalle.
    Sogar die Niederländische Flagge ist hinüber. Die kleinen, frechen Dohlen gehören übrigens ebenso zu Zandvoort wie der allgegenwärtige Backfischdunst.
    Sogar die Niederländische Flagge ist hinüber. Die kleinen, frechen Dohlen gehören übrigens ebenso zu Zandvoort wie der allgegenwärtige Backfischdunst.
    Nein, keines der Hochhäuser war auch nur ansatzweise schön anzusehen. Die Küstenlinie nahe des Zentrums von Zandvoort ist komplett versaut.
    Nein, keines der Hochhäuser war auch nur ansatzweise schön anzusehen. Die Küstenlinie nahe des Zentrums von Zandvoort ist komplett versaut.
    Zandvoort aan Zee - Schön scheußlich!
    Laterne in scheußlich.
    Zandvoort aan Zee - Schön scheußlich!
    Zandvoort aan Zee – Schön scheußlich!
    Das ist die Rückseite des Gebäudes vom Titelbild. Das Eiscafé hat wohl schon vor längerer Zeit in den Sack gehauen.
    Das ist die Rückseite des Gebäudes vom oben. Das Eiscafé hat wohl schon vor längerer Zeit in den Sack gehauen.
    Das ist das Fenster eines Hauses, das im Schatten der Betonburgen steht.
    Das Fenster eines Hauses im Schatten der Betonburgen.
    Fahrräder an der Promenade von  Zandvoort.
    Auf der anderen Seite liegt Großbritannien.
    Zandvoort aan Zee - Schön scheußlich!
    Zwei Food Truck rollen täglich am Strand entlang. Ihre Dieselfahnen riecht man sogar noch in den Strandbars.
    Zandvoort aan Zee - Schön scheußlich!
    Leinenzwang! Selbst wenn es den über den Tag nicht gäbe, meine Jungs dürften nur eingeschränkt laufen.
    Zandvoort aan Zee - Schön scheußlich!
    Mono im Schatten. Am letzten Wochenende war es sehr warm.
    Eile, Eile! Das niederländische Verkehrskonzept ist auf Radfahrer ausgelegt. Grundsätzlich positiv. Die Rollerfahrer, die die Radspuren dort mitbenutzen dürfen, sind allerdings gewöhnungsbedürftig. In Deutschland würden sie vermutlich keine Woche überleben.
    Eile, Eile! Das niederländische Verkehrskonzept ist auf Radfahrer ausgelegt. Grundsätzlich positiv. Die Rollerfahrer, die die Radspuren dort mitbenutzen dürfen, sind allerdings gewöhnungsbedürftig. In Deutschland würden sie vermutlich keine Woche überleben.
    Kann man mögen, muss man aber nicht. Diese "lustige" Illustration ziert ein Ding von Gebäude, dass das übelste Parkhaus elegant aussehen lässt.
    Kann man mögen, muss man aber nicht. Diese „lustige“ Illustration ziert ein Ding von Gebäude, dass das übelste Parkhaus elegant aussehen lässt.
    Schön scheußlich - Zandvoort aan Zee
    In den 60er Jahren war das vielleicht mal schick. Wenn die Brücke allerdings schon mit Holzpfosten gestützt werden muss, dann mag ich nicht darunter her gehen.
    Selbstportrait mit Whippets - In der Betonmeile zwischen Innenstadt und Strand fühle ich mich wie auf eine, anderen Planeten.
    Selbstportrait mit Whippets – In der Betonmeile zwischen Innenstadt und Strand fühle ich mich wie auf einem anderen Planeten.
    Ich gebe zu, ich bin verwöhnt, aber Menschen am Strand? Das kenn ich aus Frankreich gar nicht.
    Ich gebe zu, ich bin verwöhnt, aber Menschen am Strand? Das kenn ich aus Frankreich gar nicht.
    Zandvoort aan Zee ist das Naherholungsgebiet für das Umland von Amsterdam. Selbstredend ist dort bei gutem Wetter die Molly los.
    Zandvoort aan Zee ist das Naherholungsgebiet für das Umland von Amsterdam. Selbstredend ist dort bei gutem Wetter die Molly los.
  • Sprechen wir über Multitasking!

    Sprechen wir über Multitasking!

    Eine aktuelle Studie brachte mich darauf, endlich einmal laut über das Multitasking an sich und im Besonderen nachzudenken. Frauen können es, Männer nicht. Das war bisher eine ungeschriebene Regel. Nun stellte man fest, ernüchternd aber wahr, dass Frauen wie Männer gleich schlecht sind, wenn sie mehrere Dinge gleichzeitig tun müssen. Mag sein, aber können meine Hunde auch Multitasking?

    Sprechen wir über Multitasking! Mono, neun Jahre alt und nach wie vor ein begnadeter Jäger.
    Mono ist nun neun Jahre alt und nach wie vor ein begnadeter Jäger. Wir Menschen können nur träumen vom dem, was dieser Hund alles gleichzeitig erledigt.

    Entweder kauen oder rennen

    Es gibt sehr viele Bespiele, die sowohl das eine als auch das andere vermuten lassen. Sie können es, andererseits aber auch wieder nicht. Meine Whippets können zum Bespiel nicht fressen und gehen zur gleichen Zeit. Entweder sie kauen oder sie gehen. Beides geht offenbar nicht. Wenn sie dann doch mit einem Leckerchen im Hals losrennen, verschlucken sie sich reproduzierbar. Fressen ist gleich stehen. Ich hingegen kann gehen und essen gleichzeitig ganz ohne mich zu verschlucken. Sprechen und essen geht wiederum nicht. Nicht nur weil es sich blöd anhört. Meine Erziehung schlägt derart zu, dass es mir schlechterdings nicht möglich ist.

    Sprechen wir über Multitasking!

    Gut für einen Umweg – fahren, essen, Schilder lesen

    Mein Mann wiederum, ohne ihm zu nahe treten zu wollen, kriegt das Zusammenspiel von Auto fahren, essen und Schilder lesen nicht hin. Fahren und essen geht. Fahren und Schilder lesen geht. Schilder lesen und essen geht. Aber nicht alles zusammen. Essen im Auto führt also nicht selten zu einem großen Umweg oder einer massiven Geschwindigkeitsüberschreitung. Ich kann bewiesenermaßen fahren, essen und Schilder lesen im gleichen Moment. Ist das Übung oder Talent? Ich denke eher Talent.

    Hudson kann einen Ball im Maul tragen, schnell laufen und gleichzeitig bellen. Dann hört er sich an, als hätte Louis Armstrongs gestopfte Trompete das Tourette-Syndrom, aber er hat weder Erstickungsanfälle noch sonst irgendwelche Einschränkungen.

     Multitasking? Stehen und Spähen. Spähen und Laufen geht nicht.
    Multitasking? Stehen und Spähen. Spähen und Laufen geht nicht.

    Instinktiv durch den Kreisverkehr

    Bedenken wir, dass Hunde über diese Abläufe nicht nachdenken, dann kann man wohl auch nicht von einem bewussten, sondern eher von einer instinktgesteuerten Gleichzeitigkeit sprechen. Und genau dieser Instinkt macht sie so brillant. Sie tun es einfach ohne zeitgleich an etwas anderes zu denken.

    In Bezug auf uns Menschen ist Autofahren ein perfektes Beispiel. Vorgänge wie Gas geben, bremsen, kuppeln müssen wir sehr schnell automatisieren. Denn nur wenn wir nicht mehr über diese Dinge nachdenken, schaffen wir es ohne Beule durch einen Pariser Kreisverkehr. Müssten wir noch überlegen, wo Kupplung und Bremse sind, dann kämen wir nicht weit. Unsere Aufmerksamkeit muss sich schießlich zu hundert Prozent auf die Straße richten. Für mich bedeutet das, dass sobald wir eine Tätigkeit automatisiert haben, also nicht mehr über sie nachdenken müssen, können wir zeitgleich Großartiges leisten. Wir können ohne schwere Schäden durch eben jenen Pariser Kreisverkehr fahren. Genau wie die Whippets, die mit Höchstgeschwindigkeit durchs Unterholz preschen, ohne sich zu verletzen.

    Hudson kann rennen, einen Ball tragen und bellen gleichzeitig.
    Kann Hudson Multitasking? Rennen und mit einem Ball im Maul bellen ist schon nahe dran.

    Gucken, sprinten, fangen …

    Ob erlernt oder angeboren, im Kopf meiner Hunde ist fast alles automatisiert. Nur manchmal sehe ich das berühmte Fragezeichen über ihren Köpfen stehen, bis sie eine oder zwei Sekunde später kapiert haben, was ich will. Da wurde tatsächlich irgendwie nachgedacht. Je mehr Konzentration ihr Tun bzw. eine Aufgabe braucht, desto weniger kann nebenbei getan werden. Intensives Spähen und laufen kriegen sie nur selten zusammen hin. Alle Beine werden erst dann aktiv, wenn das Spähen abgeschlossen und eine mögliche Beute in Sicht ist. Dann läuft alles so, wie ihr Instinkt es befielt. Gucken, sprinten, fangen. In diesem Tunnel gibt es ein Programm, das nur selten einen Zugriff von außen zulässt.

    Mono kann inbrünstig nach Mäusen suchen oder wahlweise auf mich hören. Zugegebenermaßen ist das auch eine Frage des Wollens, aber sein Arbeitsspeicher rödelt auf Mäusesuche derart heftig, dass akustische Signale nicht ganz so schnell oder nicht so gut ankommen wie üblich. Es sei ihm verziehen. Gleich gilt für das Erschnüffeln von Hündinnenpipi.

    Multitasking – manchmal klappt es, manchmal nicht.

    Ich kann nicht gleichzeitig schreiben und telefonieren. Gesprochenes Wort und geschriebenes Wort gehen definitiv nicht gleichzeitig. Allerdings, wenn ich einmal im Flow bin, kann ich ein Telefonat und Bildbearbeitung wunderbar kombinieren. Mit den Bildern bin ich dann zwar langsamer aber es funktioniert. Gucken und Sprechen scheinen also in meinem Gehirn unterschiedliche Bereiche zu belegen.

    Das passt hervorragend zu einer anderen Studie die bereits 2012 in der Zeit besprochen wurde. Intellektuell anspruchsvolle Tätigkeiten gehen nicht gleichzeitig und wenn dann viel langsamer oder schlechter als getrennt voneinander. Multitasking schadet also der Qualität der einzelnen Komponenten. Soviel ist mal klar. Das klingt glaubwürdig und ist für mich in jeder Hinsicht nachvollziehbar. Wenn ich schreibe und mir ständig jemand in den Helm labert, dann komme ich raus aus dem Flow. Das kann einen Wutanfall zur Folge haben, bei dem ich gleichzeitig rumbrüllen, mit den Händen fuchteln und eine Treppe hinuntergehen kann, ohne mir den Hals zu brechen. Multitasking klappt also doch irgendwie. Manchmal.

  • Wild – Das Rhein Polo Open 2019

    Wild – Das Rhein Polo Open 2019

    Sonne, Wolken, Sonne, Wolken. Die Lichtwechsel über dem Platz des Rhein Polo Club Düsseldorf waren fast so schnell wie die Richtungswechsel auf dem Feld. Mein lieber Schwan, waren die Spiele schnell! Das Finale um den Goldcup des Rhein Polo Open 2019, Team Lamborghini gegen Team Aston Martin, setzte dann allem noch einen Zacken drauf.

    Heinrich Dumrath (easybill) und Christobal Durrieu (Leading Buildings)
    Heinrich Dumrath (easybill) und Christobal Durrieu (Leading Buildings) bei den Rhein Polo Open 2019

    Lambos auf vier Beinen beim Rhein Polo Open

    Polo ist immer irgendwie spannend, aber das Niveau dieses Turniers war in Teilen derart hoch, dass mir ein bisschen schwindelig wurde. Virtuose Spieler und atemberaubend schnelle Pferde jagten in einem so irrsinnigen Tempo über das Feld, dass ich manchmal kaum nachvollziehen konnte, wo der Ball gerade war, geschweige denn wer ihn gerade wohin gepasst hatte.

    Philipp Gsell (MacLaren) gegen Team Aermacnovatherm
    Philipp Gsell spielte im Team MacLaren. Hier im Clinch mit zwei Spielern aus dem Team Aermacnovatherm

    Wie schon beim Coursing am letzten Wochenende, hatte ich das neue 400er von Canon dabei. Ich wusste, es würde mir ein bisschen mehr Nähe schaffen und war guter Dinge. Doch durch den dann durchaus engen Fokus hatte ich natürlich keinen Überblick über das komplette Geschehen. Kaum hatte ich mir den Protagonisten zurechtgelegt, donnert er den Ball quer über das Feld und ich musste mit meinem Zielfernrohr wieder auf die Suche gehen.

    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin)
    Der Argentinier Santiago Cruz Marambio ist mit Handycap +6 einer der besten Polo-Profis überhaupt.

    Den perfekten Punkt gibt es nicht

    Zunächst lief ich recht unruhig am Feld auf und ab, um den einen perfekten Fotopunkt zu finden, der, wie ich mir schließlich eingestehen musste, beim Polo schlichtweg nicht existiert. Man muss einfach das nehmen, was kommt. Denn das Spiel ist im höchsten Maße unberechenbar. Zu weit weg, zu nah dran. Im Grunde müsste ich fliegend zwischen drei Kameras mit drei verschiedenen Brennweiten wechseln, um jede Ebene einfangen zu können. Da kann man schonmal in Hektik geraten, aber es hat trotzdem wahnsinnigen Spaß gemacht. Es hat sogar so viel Spaß gemacht, dass ich die zotigen Flachwitze des Moderators erfolgreich ausblenden konnte.

    Die Rhein Polo Open 2019
    Schönes Detail

    Der Wind, der Wind …

    Dennoch habe ich mich ein paar mal richtig verzockt. Obwohl es mir schwer fällt, schiebe ich es nicht auf besagten Moderator. Denn es war zwar nicht mehr so windig, wie am Vortag, aber ein lustiges Lüftchen ging am Sonntag schon noch. So eine riesige Linse wie das 400er ist dann trotz ihrer erstaunlichen Handlichkeit bei langen Belichtungszeiten zwischen 1/40 und 1/60 Sekunde nur sehr schwer hundertprozentig ruhig zu halten. Manch schicker Mitzieher ist mir dabei kräftig in die Hose gegangen. Was mit dem 300er locker geht, geht also mit dem 400er im Zweifelsfall nicht mehr. Das habe ich am Sonntag gelernt. Nun ja, es muss ja nicht immer die höchste Risikostufe sein. Knackige Schärfe bei 1/1000 sek. kann ja auch ganz hübsch sein.

    Der Argentinier Joaquin Copello (Lamborghini)
    Der Argentinier Joaquin Copello (Lamborghini) bei den Rhein Polo Open 2019

    Das ist nur ein kleine Auswahl meiner Fotos. Weitere werde ich bei Gelegenheit veröffentlichen.

    Nun bleibt mir nur noch, mich beim Rhein Polo Club e.V. für die Einladung zu diesem aufregenden Turnier bedanken. Wie immer war die Stimmung überaus locker und freundlich. Ich freue mich schon sehr auf den Last Of The Season Cup im September.

    (I think every reader is familiar with the copyrights. So please, no downloads, no copies. If you are interested in a photo, please feel free to write me. Anytime gladly.)

    Vanessa Schockemöhle und Theodor Tantzen bei den Rhein Polo Open 2019
    Vanessa Schockemöhle (VR Emotions) und Theodor Tantzen (Taittinger) bei den Rhein Polo Open 2019
    Brad Rainford-Blackett (Taittinger) beim Rhein Polo Open 2019
    Brad Rainford-Blackett (Taittinger) beim Rhein Polo Open 2019
    Heinrich Dumrath (easybill) und Christobal Durrieu (Leading Buildings)
    Heinrich Dumrath (easybill) und Christobal Durrieu (Leading Buildings)
    Team Taittinger gegen Team VR Emotions
    Team Taittinger gegen Team VR Emotions bei den Rhein Polo Open 2019
    Der Brasilianer Raphael Oliviera bei den Rhein Polo Open 2019
    Der Brasilianer Raphael Oliviera (easybill) bei den Rhein Polo Open 2019
    Philipp Sommer (Lamborghini) und Philipp Kloot Meijburg (Aston Martin)
    Philipp Sommer (Lamborghini) und Philipp Kloot Meijburg (Aston Martin)
    Nationalspieler Patrick Maleitzke bei den Rhein Polo Open 2019
    Nationalspieler Patrick Maleitzke bei den Rhein Polo Open 2019
    Eduardo Anca (VR Emotios) und Brad Rainford-Blackett (Taittinger)
    Eduardo Anca (VR Emotios) und Brad Rainford-Blackett (Taittinger)
    Heinrich Dumrath (easybill) und Christobal Durrieu (Leading Buildings)
    Heinrich Dumrath (easybill) und Christobal Durrieu (Leading Buildings)
    Santiago Cruz Marambio und Patrick Maleitzke bei den Rhein Polo Open
    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin) und Patrick Maleitzke (Lamborghini) bei den Rhein Polo Open
    Philipp Kloot Meijburg (Aston Martin)
    Philipp Kloot Meijburg (Aston Martin)
    Santos Anca (Taittinger) und Jochen Stargardt (VR Emotions)
    Santos Anca (Taittinger) und Jochen Stargardt (VR Emotions)
    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin)
    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin) im Finale des Rhen Polo Open
    Schöne Details beim Rhein Polo Open 2019
    Noch mehr schöne Details beim Rhein Polo Open 2019
    Im Pulk beim Rhein Polo Open 2019
    Im Pulk
    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin)
    Ich komme mal kurz rüber! Santiago Cruz Marambio (Aston Martin)
    Juan Correa (Leading Buildings)  und Raphael Oliviera (easybill)
    Juan Correa (Leading Buildings) und Raphael Oliviera (easybill)
    Abreiten
    Abreiten beim Rhein Polo Open 2019
    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin)
    Santiago Cruz Marambio (Aston Martin)