Autor: Karla Schwede

  • Hochprozentig – The Westminster Kennel Club Show 2020

    Hochprozentig – The Westminster Kennel Club Show 2020

    Bei der Westminster Kennel Club Show 2020 in New York erhielt die wunderschöne Whippet Hündin GCHG Ch Pinnacle Kentucky Bourbon am Sonntag das BOB, gewann am Montag die Hound Group und stand dann heute Nacht beim Best in Show hinter einem Pudel auf dem Reserve Treppchen. Doch schon eine Woche zuvor hatte sie den all time record der Wunderhündin Starline’s Chanel eingestellt, die bis dahin die am höchsten dekorierte Whippet Hündin ever in den USA war.

    Die Whippet Hündin GCHG Ch Pinnacle Kentucky Bourbon gewinnt die Hound Group bei der Westminster Kennel Club Show 2020 im Madison Square Garden, New York. 2019 war sie auf dem zweiten Platz.

    Show Dog of the Year 2019, Top Hound

    Rekorde sind nun mal dazu da, eingestellt zu werden. Und es ist immer nur eine Frage der Zeit, wann der nächste große Winner kommt. Bourbon, Show Dog of the Year 2019 und Top Hound 2019, ist aktuell die Hündin auf amerikanischem Boden. So wie Collooney Tartan Tease 2018 in Europa. Wo sie auftauchte, holte sie das BOB, die Gruppe und Anfang Februar in Atlanta, Georgia ihr 73. All Breed Best in Show aus 1687 gemeldeten Hunden. Das ist sogar für die Amerikaner breathtaking. (Hierzu gibt es aktuell einen wunderbareren Artikel von Bo Bengston in der Sighthound Review)

    Ich persönlich kann das gut verstehen, denn im Ring sieht sie so wunderbar lässig und selbstverständlich aus. Ohne jede überkandidelte Pose ist sie einfach da.

    Bourbon and Whisky – Geschwister auf der Siegerstraße

    Im ehrwürdigen Madison Square Garden erhielt ihr Bruder Pinnacle Tennessee Whiskey 2018 das BOB und wurde vierter der Hound Group. Aber das Best in Show bei den AKC Nationals 2018 hat diesen – wie ich finde wunderschönen Rüden – weltweit bekannt gemacht. Mittlerweile hat er vier im Whippet Archiv verzeichnete Würfe in Europa, einen in Italien, zwei in Norwegen und einen Deutschland. Insgesamt sind es schon 16 Würfe im zarten Alter von vier Jahren. Wie sich seine Nachkommen entwickeln, ist jetzt noch nicht abzusehen, aber sie werden ganz sicher die Whippetzucht in Europa und natürlich in den USA wesentlich beeinflussen.

    Pinnacle Tennessee Whiskey bei den AKC Nationals 2019.

    Obwohl ich die Qualität der anderen Gruppengewinner nicht beurteilen kann, war Bourbon für mich eine heiße Kandidatin für das BIS. Der letzte Whippet holte diesen Pott im Jahre 1964. Das letzte BIS aus der Hound Group gab es 2011 für den Scottish Deerhound GCH Foxcliffe Hickory Wind. Es wurde also höchste Zeit für einen eleganten Jäger an der Spitze des amerikanischen Show Zirkus. Nun ist es nur das Reserve-BIS geworden. Aber das ändert zum Glück nichts an dieser tollen Hündin.

    Der Pudel Stone Run Afternoon Tea erhält das BIS, Bourbon das Reserve BIS aus insgesamt 2.630 gemeldeten Hunden.

    Herzlichen Glückwunsch an ihre Besitzer Justin Smithey, Cheslie Smithey, Dr. Kenneth Latimer, Judy Descutner, und Nancy Shaw.

  • Der Sperber am Morgen …

    Der Sperber am Morgen …

    Ein Sperber am Morgen macht zunächst einmal einen kalten Popo, wenn man so wie ich im Januar mit der Kamera im Anschlag auf dem Asphalt sitzt, um ihn zu fotografieren.

    Etwa um 8:30 Uhr kam ich mit Mono und Hudson von einer ausgedehnten Sonntagmorgenrunde zurück. Vor dem Tor, das von dem Schuhhandel des ehemaligen Besitzers des Hauses übrig geblieben ist, bemerkte ich im Augenwinkel einen Raubvogel. Da ich mich mit diesen Tieren nicht auskenne, dachte ich an einen Falken. Er hatte eine Taube geschlagen und rupfte sie energisch. Mono bemerkte ihn zum Glück nicht, Hubi jodelte ihn kurz an. Ich dachte nur:“Bis ich die Hunde gefüttert und die Kamera geholt habe, ist er sicher wieder weg.“

    Der Sperber bewacht seine erbeutete Taube. Er kann sie nicht wegtragen, weil sie zu schwer für ihn ist.
    Der Sperber bewacht seine Beute. Er kann sie nicht wegtragen, weil sie zu schwer für ihn ist.

    Jeans auf kaltem Asphalt

    Als Mono seinen letzte Brocken Futter intus hatte, schnappte ich mir trotzdem kurz die Kamera und schlich mich vorsichtig nach draußen. Der Sperber, wie ich nun weiß, war tatsächlich noch da und bewachte seine dicke Taube. Ich setzte mich vorsichtig und rutschte dann ganz langsam näher an ihn heran. Jeans auf Asphalt. Der Vogel (sehr schöne kleine Doku von der BBC) schaute hin und wieder nach mir, ließ sich aber nicht aus der Ruhe bringen.

    "Unser" Sperber ist eine coole Socke. Er hat sich weder von mir noch von dem Rattern der 1D X Mark II stören lassen.
    „Unser“ Sperber ist eine coole Socke. Er hat sich weder von mir noch von dem Rattern der 1D X Mark II stören lassen. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/200 sek., ISO 400, f/2,8

    Tête-a-tête mit dem Whippet der Lüfte

    Ich machte ein paar Probeschüsse und beschloss sehr schnell, dass ich etwas mehr Brennweite gebrauchen konnte. Ich lief also wieder hinein und tauschte das 70-200er gegen das 300er. Der Sperber saß geduldig dort und schaute mich an, als sei ich eine alte Freundin. Keine Passanten, keine Autos störten uns in unserer kleinen Straße.

    Erst als die alte Retriever Hündin unseres Nachbars kam, um mich abzuschlecken, verlor der Vogel die Nerven und versuchte seine Beute wegzutragen. Doch die dicke Taube war viel zu schwer für ihn. Er lies sie fallen und flüchtete auf das Vordach unseres Eingangs. Mein kalter Popo sagte mir ohnehin, dass ich genug Bilder hatte. Ich ließ es also gut sein und freute mich über meine unerwartete Begegnung mit einem coolen Raubvogel.

    Ein Sperber versucht eine Taube wegzutragen. (Kleines Experiment)
    Die Ecke vor der Einfahrt war am Morgen noch recht dunkel, ich wählte also eine lange Belichtungszeit. Bei 1/125 sek. kann ein plötzlich auffliegender Vogel unmöglich scharf werden. Sieht aber trotzdem interessant aus, finde ich. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/125 sek., ISO 250, f/2,8

    Heute weiß ich, dass ich ein Tête-a-tête mit dem Whippet der Lüfte hatte. Sperber sind kleine, wendige und pfeilschnelle Jäger, die in nur zwei Sekunden auf ihrer Höchstgeschwindigkeit sind. Die Taube war ein recht großer Brocken für ihn, denn eigentlich jagen Sperber kleine Singvögel.

    Der Taubenkadaver ist verschwunden und ich bin sehr gespannt ob mein neuer Freund wieder kommt.

    Der Whippet der Lüfte
    Der Whippet der Lüfte. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/200 sek., ISO 400, f/2,8
    Sperber sind pfeilschnelle Jäger.
    Sperber, das weiß ich jetzt, sind gut an ihren langen Beinen zu erkennen. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/200 sek., ISO 400, f/2,8
    Ein Sperber hat eine Taube erlegt.
    Frühstück vor der Haustür. Der kleine Räuber dürfte nach dem Genuss einer Taube pappensatt gewesen sein. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/200 sek., ISO 400, f/2,8
    Federn - Jäger und Beute
    Federn – Jäger und Beute. 1: 1 Ausschnitt. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/160 sek., ISO 400, f/2,8
    Frühstück vor der Einfahrt. Ich habe hier in der Stadt noch nie einen Sperber gesehen.
    Frühstück vor der Einfahrt. Ich habe noch nie zuvor hier in der Stadt einen Sperber gesehen. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/160 sek., ISO 400, f/2,8
    Der Sperber am Morgen …
    Beim Rupfen sind einige Federn an dem metallenen Tor kleben geblieben. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/160 sek., ISO 400, f/2,8
    Der Sperber am Morgen …
    Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/100 sek., ISO 400, f/2,8
    Unser Sperber
    Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/200 sek., ISO 400, f/2,8
    Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/100 sek., ISO 400, f/2,8
    Der Whippet der Lüfte
    Ein stolzes Tier. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/100 sek., ISO 400, f/2,8
    Der Whippet der Lüfte
    Hier ist das Größenverhältnis zwischen dem Sperber und der Taube gut zu sehen. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/125 sek., ISO 250, f/2,8
  • Das typische Merkmal

    Das typische Merkmal

    Kein Mensch gleicht dem anderen. Noch nicht einmal eineiige Zwillinge sind zu hundert Prozent gleich. Ebenso ist es bei Hunden. Aber – ausschließlich äußerlich betrachtet – welches ist das eine typische Merkmal, das ein Individuum so besonders macht? Wie sieht seine ganz persönliche Signatur aus?

    Einzigartig, wiedererkennbar

    Viele Unternehmen haben das eine Signature Piece, das man quasi blind genau diesem Laden zuordnen kann. Burberry hat den Trenchcoat, Chanel das Tweed Kostüm, Hermes das Seidentuch, Lacoste das Polohemd. Unübersehbar, unverkennbar. Es holpert vielleicht ein bisschen, aber was ist eigentlich das Signature Piece meiner Hunde? Bei Mono sind es eindeutig seine Ohren. Sie sind schwarz und perfekt. Aus tausenden von Whippets würde ich Monos Ohren sofort wieder erkennen. Ich habe ikonische Fotos von seinen Ohren, die so unglaublich weich sind aber doch so scharf geschnitten, dass man eine Skulptur aus ihnen gießen könnte. Wie jeder ordentliche Whippet kann er natürlich auch oben ohne, aber mit Ohren ist Mono ganz Mono.

    Das typische Merkmal - Hudson sagt alles mit seinen Augen.
    Das typische Merkmal – Hudson guckt mich und andere Menschen immer direkt an. Er hat weder Scheu noch Hemmungen, ein „Gespräch“ zu führen.

    Das typische Merkmal. Ja, welches denn nun?

    Muss ich ein einziges äußeres Merkmal hervorheben, dann bestach Mr.Clark durch sein Gangwerk und Danny durch seine Linien. Hudson? Ja, Hudson! Ihn macht sein Ausdruck einmalig. Er ist immer wach, aufmerksam und freundlich. Very alert sozusagen. Da haben die Amerikaner schon recht. Dieser Whippet trägt sein Herz in den Augen, denn er spricht mit mir auf seine ganz spezielle, wunderbare Art. Ich kann Missfallen ebenso ablesen wie Freude, Aufregung oder Unsicherheit. All das kann ich in Monos Blick auch erkennen, doch der Chef ist viel reduzierter und subtiler. Hudson hingegen kehrt sein Innerstes ungefiltert nach außen. Seine beispiellose Offenheit erlaubt es, ihn zu lesen wie ein Buch.

    Das typische Merkmal - Hudson sagt alles mit seinen Augen.
    Das typische Merkmal – Hudson sagt alles mit seinen Augen.

    Natürlich haben diese Whippets noch viele andere Qualitäten. Aber ich hatte mir ja zur Aufgabe gemacht, nur ein einziges äußeres Merkmal zu benennen. Das ist nicht ganz einfach, denn als liebender Hundebesitzer sieht man natürlich den ganzen Hund. Sein Charakter und sein Äußeres verschmelzen zu einer untrennbaren Einheit, die ihn zu einem einzigartigen Individuum macht. Aber versuchen kann man das ja mal.

    Das typische Merkmal - Monos Ohren sind einzigartig.
    Das typische Merkmal – Monos Ohren sind einzigartig.
  • Die Canon EOS 1D X Mark III kommt

    Die Canon EOS 1D X Mark III kommt

    Nun kommt sie endlich! Ab Februar 2020 wird die Canon EOS 1D X Mark III im Handel erhältlich sein. Sie wird schneller und leichter sein als ihre Vorgängerin. Und was kann sie noch? Mehr Tempo geht ja fast nicht.

    Die Canon EOS 1D X Mark III kommt. Geht es noch schneller?
    Die Canon EOS 1D X Mark III ist ab Februar 2020 im Handel und wird 7299 Euro kosten. Eine 64 GB CFExpress Card ist inklusive.

    Doch, es geht sehr wohl. Die Mark III macht 16 Bilder die Sekunde. Ihre Vorgängerin konnte nur 14. Immer mit sehr kurzen Belichtungszeiten natürlich. Bei einer 1/10 Sekunde funktioniert das aus schlicht mathematischen Gründen nicht mehr.

    20,1 Megapixel? Da geht noch was!

    Tempo hat mir bei der Canon EOS 1D X Mark II nie gefehlt. Gewünscht habe ich mir immer etwas mehr Auflösung als die alten 20,2 MP, weil ich oft – gerade beim Polo – meine Fotos stark beschneiden muss. Die Canon EOS 5DS R hat mich in Bezug auf Megapixel erfolgreich versaut. Sowas dazwischen habe ich mir erhofft. Dass 50 Megapixel und 16 Bilder die Sekunde nicht geht, ist mir klar. Aber so um die 25 bis 30 hätte ich gut gefunden. Ob das technisch machbar ist, weiß ich nicht, es wäre aber very nice to have. Doch die 20,1MP in der Mark III anstelle der 20,2 MP in der Mark II wundern mich jetzt ein bisschen.

    Die Canon EOS 1D X Mark III kommt. Geht es noch schneller?
    Aus zwei CFExpress Schächten kann ich die Canon EOS 1D X Mark III befeuern. Eines dieser extrem schnellen Medien gibt es beim Kauf dazu.

    CFepress für rasanten Durchlauf

    Interessant für mich sind die neuen Speichermedien, die die Mark III unterstützt bzw. fordert. CFexpress Karten können 800 MB/s schreiben und 1500 MB/s lesen. Das sind Welten im Vergleich zu meinen schon sehr schnellen CompactFlash Cards. Mangel litt ich unter ihnen allerdings noch nie, denn selbst wenn ich an der Rennbahn mal komplett durchgezogen habe, gab es kein nerviges Puffern. Doch bei einer noch höheren Bildrate könnte letzteres natürlich eintreten.

    Außerdem bin ich gespannte, wie Canon den Autofokus des neuen Flaggschiff noch besser machen kann, denn spitze war er schon immer. Ob seine Kontrolle über den neuen Smart Controller besser geht als vorher, muss ich erst einmal testen. Wie sich das Hybridsystem DSLR und Mirrorless anlässt, kann ich natürlich auch noch nicht beurteilen. Ich warte also mit Spannung darauf, sie in die Finger zu kriegen.

    Die Canon EOS 1D X Mark III kommt. Geht es noch schneller?
    Die Canon EOS 1D X Marl III hat WLAN, Bluetooth und alles, was man zum schnellen Übermitteln von Fotos braucht.

    Canon sagt über die EOS 1D X Mark III

    1. Hybrides Kamerakonzept: DSLR kombiniert mit neuesten Mirrorless-Technologien und Videofunktionen aus Cinema EOS Modellen
    2. 16 Bilder pro Sekunde (mit optischem Sucher), bis zu 20 Bilder pro Sekunde (im Live View-Modus mit AF/AE Nachverfolgung)
    3. Maximale ISO-Empfindlichkeit von 819.200
    4. 20,1 Megapixel CMOS Sensor und neu designter Tiefpassfilter
    5. DIGIC X Prozessor
    6. Neues AF-System und Deep Learning AF
    7. 5.5K / 60p interne 12-BIT RAW Aufnahme, 4K DCI bis 60p mit oder ohne Crop
    8. Erste Kamera der EOS-1 Serie mit integriertem WLAN und Bluetooth
    9. Neuer Smart Controller für effizientere AF-Steuerung, beleuchtete Tasten
    10. Verbesserte Akkulaufzeit mit bis zu 2.850 Aufnahmen pro Ladung
    Die Canon EOS 1D X Mark III kommt. Geht es noch schneller?
    Der ultra leichte Body der Canon EOS 1D Mark III wiegt rund 200 Gramm weniger als der der Mark II.

    Hier noch ein paar Keyfacts zur Canon EOS 1D X Mark III:

    Typ – Digitale Vollformat Spiegelreflexkamera
    Zielgruppe – Profis
    Best for – Sport / Action / Reportage
    Gewicht– etwa 937 Gramm
    Sensor – 20,1 Megapixel CMOS Sensor und neu designter Tiefpassfilter
    Pixel effektiv – 20,1 MP
    Bildprozessor – DIGIC X Prozessor
    Autofokus – Neues AF-System und Deep Learning AF
    ISO-Empfindlichkeit – bis 819.200
    Reihenaufnahmen – max. 16 B/s
    Kartenschächte – 2 x CFexpress Card
    Akku – weiß ich noch nicht
    Best with – Sportobjektive
    My two cent – abwarten
    Preis – 7299,- Euro inklusive einer 64 GB CFexpress Speicherkarte

  • Acht Mono-Babies bei de L’âme du Joran

    Acht Mono-Babies bei de L’âme du Joran

    Mono-Babies in der Schweiz – Der Farbverteilung in einem Whippetwurf ist immer wieder spannend. Bei den Whippets de L‘ âme du Joran haben Mono und Bravery (Autumn‘ Love Claim to Bravery) zu Weihnachten einen Wurf hingelegt, der farblich sehr spannend und aufschlussreich ist. Die mendelschen Gesetze manifestieren sich in acht Welpen, die ganz offensichtlich die Gene ihrer Groß- und Urgroßeltern weitertragen.

    Acht Weihnachtssterne

    Die acht Welpen von Autumn’s Love Claim to Bravery und Mono, Conte del Aqua semper-crescendo sind nun fast drei Wochen alt. Vor ein paar Tagen schickte mir ihre Züchterin Susanne Clauss ein paar sehr schöne Fotos von den Kleinen. Vorab vielen Dank an den Fotografen Francois Cobos, der die Farben der Welpen ganz wunderbar eingefangen hat.

    Vier „Blaue“ und vier „Schwarze“

    Im Jahre 2012 habe ich schon einmal versucht zu erklären, wo Monos recht außergewöhnliche Farbe herkommt. Darauf kann ich jetzt zumindest in Teilen aufbauen. Bravery und Mono sind zwei schwarz pigmentierte Whippets, die in einem Wurf von acht genau vier blaue und vier schwarze Welpen produziert haben. Es gibt drei blau pigmentierte Rüden und einen, der exakt aussieht wie sein Vater. Er ist sandfarben mit schwarzem Überflug, schwarzer Maske und schwarzen Ohren. Ein Mono-Klon sozusagen. Zudem gibt es eine blaue Hündin und drei schwarz pigmentierte, die ihrer Mutter sehr ähnlich sind. Das Verhältnis Blau zu Schwarz ist also genau 50:50.

    Herr Mendel lässt grüßen!

    Ich gebe zu, dass ich im ersten Moment überrascht war, im zweiten allerdings genau wusste, woher das dilute Gen kommt. Monos Vater, Ch.Boxing Helena’s Imenitni war blue-fawn. Braverys Opa Fiefoerniek’s Vanderbilt, ein Sohn des legendären Paris Panther, war blau gestromt. Kein Wunder also, dass zwei Whippets, deren Phänotyp zwar schwarz ist, deren Genotyp aber sagt Ich trage auch blau, blaue Welpen zur Welt bringen. Und ich muss sagen, dass der dicke blaue Rüde Ain al Rami, der mit dem Punkt auf dem Po, mir sehr gut gefällt. Und natürlich der Mono-Klon Arrakis allein, weil ich nicht anders kann, als in ihm meinen wunderbaren Cheffe zu sehen.

    Mendel lässt grüßen - Acht Mono-Babies bei L'âme du Joran
    Die mendelschen Regeln manifestieren sich in acht Whippet Welpen.

    Außen gleich Innen?

    Nun sagt man ja, dass die Äußerlichkeiten auf den Charakter der Welpen schließen lassen. Demnach müsste Arrakis, der aussieht wie Mono auch im Kopf wie Mono gestrickt sein. Hier wächst also im besten Falle die nächste Pazifistengeneration heran. Monos Vater Pax „Boxing Helena’s Imenitni“ war ein ebenso netter Charakter wie Monos Mutter Kissy „Jee Bee’s Deep Is Your Love“ heute noch ist. Die blauen Welpen könnten also charakterlich entweder auf den Opa väterlicherseits oder der Uropa mütterlicherseits zurückgehen. Aber das ist pure Spekulation.

    Sieben Brummer und ein Wackelkandidat

    Sicher ist allerdings, dass die acht Welpen von Bravery und Mono bestens umsorgt und wunderbar sozialisiert werden. Das zeigt allein die Tatsache, dass Susanne das Knöpfchen Alzirr nicht aufgegeben hat. Sein Geburtsgewicht lag bei 96 Gramm. Aktuell hat er schon 418 Gramm. Na, wenn das kein Kämpfer ist!

    Es steht fest, dass das Knöpfchen und die dunkel gestromte Almina bei ihrer Züchterin bleiben. Bei ernsthaftem Interesse wendet euch bitte an Susanne Clauss Whippets de L’âme du Joran. Unten mehr Fotos von den Welpen.

  • Hund vor dem Supermarkt geklaut?  Selbst schuld!

    Hund vor dem Supermarkt geklaut? Selbst schuld!

    Immer wieder lese und höre ich, dass Hunde vor Supermärkten weggeklaut werden und auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Dann ist das Geschrei groß. Suchaufrufe in den sozialen Medien flehen den Vierbeiner zurück. Alle sollen mitmachen, teilen, helfen. Ich tue das nicht. Denn allein der Besitzer des Hundes trägt die Schuld am Schicksal seines Tieres.

    Kurz fünf Koteletts und weg ist er!

    Ob Regen, Hitze, Sturm, Hagel, viel zu oft muss ich mit ansehen, wie Hunde vor den Türen unserer hiesigen Supermärkte angebunden und zum Warten gezwungen werden. Manche meistern das sehr souverän, andere wiederum jaulen, heulen, bellen oder starren einfach nur ihrem Besitzer hinterher.

    Während dann Frauchen und Herrchen fünf Koteletts in ihr Plastikkörbchen werfen und noch kurz einen Plausch mit der Nachbarin halten, steckt draußen irgendwer ihren jungen Mops in die Tasche und macht sich mit ihm davon. Vielleicht aus Not, vielleicht aus Raffgier und Skrupellosigkeit oder vielleicht, weil die Freundin gerne einen Mops hätte, er ihn sich aber nicht leisten kann. Völlig egal warum, das Tier ist weg. Und es ist nicht weg, weil die Welt so schlecht ist. Der Mops ist weg, weil sein Besitzer nicht kapiert, dass er die Verpflichtung hat, ihn zu schützen. Aus purer Bequemlichkeit setzt er sein Tier einer Situation aus, die es – in den meisten Fällen – nicht meistern kann und die zudem noch gefährlich ist.

    Hund vor dem Supermarkt geklaut? Selbst schuld!
    Mono und Hudson mussten noch nie allein vor einem Supermarkt warten und ich werde sie auch niemals in diese Situation bringen.

    Versuchslabor oder Kofferaum

    Ich könnte meine Hunde niemals einfach so aus den Augen lassen. Sie müssen ja nicht gleich geklaut werden, aber wer weiß schon, was in der Zeit passiert. Sie könnten von Fremden bedrängt, geschlagen oder getreten werden. Jemand könnte ihnen etwas zustecken. Es gibt so viele kranke Birnen, ich wäre schön bescheuert, meine beiden Whippets an einem Ring neben den Einkaufswagen anzuhobbeln.

    Dem perfekt trainierten Malinois oder Hovawart wird sich ein nicht ganz so dämlicher Dieb erst gar nicht nähern. Ich will den kleinen Rassen nicht absprechen, dass sie zur Not böse beißen können, dennoch sind ganz sicher zumeist ihre friedlichen Vertreter Opfer solcher Diebstähle. Sie landen für einen Fuffi in einem Versuchslabor oder werden auf irgendeinem Markt aus dem Kofferraum verhökert.

    „Bringt mir meine Mandy zurück!“ Ich kann dieses Gejammere nicht ertragen. Wer seinen Hund in einer unsicheren Situation allein lässt, hat jedes Recht verwirkt, auf die böse Welt zu schimpfen.

  • Belcando Langzeittest Weihnachtsedition

    Belcando Langzeittest Weihnachtsedition

    (Werbung) Belcando Langzeittest Weihnachtsedition – Rudolph the red nosed reindeer … ! Nein, es heißt „Renn, Tier!“ Auf den ersten Blick habe ich auch Rentier gelesen, aber Rudolph lebt! Denn in der Weihnachtsdose von Belcando ist schlichte Pute mit Reis und Zucchini.

    „Renn, Tier!“, muss ich keinem meiner Whippets sagen, da sie es bekanntermaßen von ganz allein und aus natürlichem Antrieb tun. Und das tun sie jetzt in der kalten bzw. kälteren Jahreszeit länger und ausgelassener als bei hohen Temperaturen. Logisch. Das heißt, je kälter es ist, desto mehr Energie verbrennen meine Durchlauferhitzer. Und gleichzeitig müssen sie ihren Körper auf 39 Grad hoch heizen.

    Belcando Langzeittest Weihnachtsedition
    Hubi das Renn Tier! Er ist noch jung und sehr lauffreudig, verbraucht also deutlich mehr Energie als der gesetzte Mono.

    Mehr Fett, wenn der Wind von Osten pfeift!

    In meiner Reihe „Der Belcando Langzeittest“ habe ich das schon mehrfach zum Besten gegeben, aber ein weiteres Mal schadet nicht. Whippets – und natürlich auch viele andere Rassen – brauchen im Winter gehaltvolleres Futter, als im Sommer. Vor allem brauchen sie mehr Fett als Energielieferanten. Schließlich haben sie so gut wie keines auf den Rippen und sind dazu noch in ein sehr feines Fell gehüllt, das in etwa die wärmenden Eigenschaften eines Seidenpyjamas hat. Geht ihr mal in einem dünnen Nachgewandt vor die Tür, wenn der Wind von Osten pfeift! Das macht keinen Spaß.

    Dürre Welpen, mopsige Senioren

    Im letzten Winter traf ich eine Frau, die versuchte, einen gerade vier Monate alten Malinois-Bullterrier-Mix mit dem sehr fragwürdigen Inhalt dieser winzigen Aluschalen aus dem Supermarkt grosszuziehen. Das Nassfutter hatte 5 Prozent Fett und bestand im Grunde nur aus Wasser. Und sie wunderte sich, dass der Rüde locker zehn Dosen von dem Zeug am Tag vertilgte und trotzdem nicht zunahm. Andersherum bekommt manch gemütlicher Veteran Trockenfutter, das so gehaltvoll ist, dass man ein Rudel Huskies unter Volllast damit versorgen könnte. Die Speckrollen sind in diesem Falle vorprogrammiert und auch durch kleinere Portionen nicht zu minimieren.

    Belcando Langzeittest Weihnachtsedition
    Mono hat sich kategorisch geweigert, an dem Shooting teilzunehmen. Dabei st er doch sonst so kooperativ!

    Immer schön gucken!

    Es schadet also nie, die Inhaltsstoffe des aktuellen Futters genau zu studieren. Und es schadet noch weniger, den Hund an sich mit Adleraugen zu beobachten. Zu dick? Zu dünn? Ein aufmerksamer Hundebesitzer wird das sehr gut einschätzen können. Mono z.B. nimmt im Winter bei gleicher Menge Belcando GF Finest Lamb (14,5 Prozent Fett, 25 Prozent Protein) wie im Sommer konstant ab. Hudson ebenso. Deshalb mische ich, wenn es kalt wird, Mono etwa dreißig Prozent Finest Croc unter sein Finest Lamb. Hudson, der deutlich aktiver ist als Mono und zuletzt richtig rippig war, bekommt das Finest Croc pur. 20 Prozent Fett und 29 Prozent Protein tun dem kleinen Hibbel gut. Und anstelle des üblichen Toppings gibt es über Weihnachten einen großen Klecks „Renn, Tier!“

    In diesem Sinne, bleibt aufmerksam!

  • Wir sind die ganz normalen Irren.

    Wir sind die ganz normalen Irren.

    Wir sind manchmal chaotisch und manchmal sehr organisiert. Wir sind die ganz normalen Irren, die man überall trifft und die ganz normale irre Sachen erleben. Ob mit oder ohne Hunde, der alltägliche Wahnsinn holt uns immer wieder ein.

    Wir sind die ganz normalen Irren.
    Matschige Gummistiefel

    Den Lift nicht auf dem Schirm

    „Hach, wie hübsch die Beiden!“ Ein Dame versperrte mir den Weg, als ich mich durch den engen Treppenaufgang eines Parkhauses quetschte. Ich hatte zwei ausgepumpte, vermatschte Whippets am Strick, dreckige Gummistiefel an, eine Kamera um den Hals und in der rechten Hand einen gefühlt fünfzig Kilo schweren Sack mit einem italienischen Spaghettitopf darin. Ich grinste müde:“Ja, danke! Die Hübschen wollen jetzt dringend nach Hause.“ Natürlich meinte ich mich selbst, aber das muss man der netten Dame ja nicht so deutlich vor den Kopf sagen.

    Wir sind die ganz normalen Irren.
    Seit dem Abend im Jahre 1921, als Geheimrat von Schattenbach mit einem Eimer „Alpinaweiß fein“ die steile Steintreppe kopfüber hinunter stürzte, spukt es in unserem Keller.

    „Sie haben ja auch zu schleppen! Aber sagen sie mal, das sind doch Windhunde?“ „Ja, das sind Whippets. Gerade sehr hungrige Whippets!“ Mono zog mich die Treppe hinunter und mir schwante, dass ich samt Spaghettitopf und Sechtausendeurokamera gleich lang hin schlagen würde. „Mono, warte!“ „Ist ja auch blöd, mit den Hunden auf Ebene 7 parken zu müssen. Warum nehmen sie nicht den Lift auf der anderen Seite?“ Guter Tip, dachte ich, denn den Lift hatte ich nicht auf dem Schirm. „Beim nächsten Mal dann. Tschüss!“

    Wir sind die ganz normalen Irren.
    Viele Dinge haben noch nicht ihren endgültigen Platz gefunden. Aber das wird.

    Shelley Long und die Kleiderstange

    Bücher stapeln sich. Das Schlafzimmerfenster blickt noch sehr nackt in die Nacht. Aber immerhin habe ich jetzt einen echten, richtigen Kleiderschrank. Ich war außer mir vor Glück, als ich endlich meine Blusen aufhängen konnte, ohne dass die Stange dumpf auf den Boden durchschlug. Lange, elende Tage fühlte ich mich wie Shelley Long in „Geschenkt ist noch zu teuer“. (Die Szene mit dem Negligé wird Fans dieses Films ein Begriff sein.) Als die Stange dann endlich hielt, war das ein in der Tat weihnachtlicher Moment und besser als jedes noch so kostbare Geschenk. Ich hatte Tränen in den Augen.

    Unser Flur ist 11,5 m lang. Viel Platz für Bilder!
    Unser Flur ist 11,5 m lang und endet in der Küche. Viel Platz für Bilder. Allerdings werden wir für Hudson eine Bremszone in der Küche einrichten müssen. Er nimmt im Moment noch etwas viel Schwung, wenn es Futter gibt.

    Bremszone in der Küche?

    In der Küche werden wir für Hudson wohl eine Bremszone einrichten müssen. Durch unseren 11,50 Meter langen Flur kann er nämlich so viel Schwung holen, dass er schon mehrfach seinen Bremspunkt verpasst und stumpf vor den Kühlschrank gerutscht ist. Ich fürchte allerdings, dass eine Sandgrube langfristig keine gute Lösung ist. Hudson wird also wohl oder übel lernen müssen, früh genug den Anker zu werfen. Mono wiederum hatte sehr schnell raus, wie spiegelglatt die Bohlen im Garten sind, wenn das Wetter gewagt hatte, ein paar Tröpfchen Regen zu produzieren. Die dringend nötige Behandlung der Schlinderbahn können wir also ganz beruhigt in den Frühling prokrastinieren.

    Was macht die verdammte Katze in meinem Wohnzimmer?

    Ein mordlüsterner Badezimmerschrank

    Wie erwähnt sind wir die ganz normalen Irren, denen ganz normale menschliche und hündische Missgeschicke passieren. Ein Badezimmerschrank entpuppt sich als katastrophaler Fehlkauf, weil sein Designer nicht damit gerechnet hat, dass der geneigte Käufer eben jenen bei Gelegenheit öffnen möchte, ohne von dem hohen und im Verhältnis viel zu schmalen Möbel erschlagen zu werden. Aber ich weiß, die Gestaltung ist das große Ganze. Wer denkt da schon die schnöde Nutzbarkeit?

    Wir sind die ganz normalen Irren. Sogar der sonst so distinguierte Mono kann sich noch wie ein verrückter Welpe benehmen.

    Unaussprechlichkeiten an den Decken

    Im Wintergarten hängt nach wie vor ein ganz widerliche Lampe in Ascheneimerform, im Bad eine Unaussprechlichkeit aus den späten Achtzigern. Sie macht einen wunderbar grünen Teint ebenso wie die nackte Glühbirne, die mich jeden Morgen im Eingang blendet. Die Kellertreppe ist eine Todesfalle, vor der wir Gäste besonders am späteren Abend nach viel Wein unbedingt schützen müssen. Deshalb wird die Tür zu den Katakomben immer abgeschlossen sein, damit sie nicht mit der des Gästeklos verwechselt werden kann. Ich darf gar nicht daran denken! Aber das sind Kleinigkeiten. Hauptsache die Whippets können uns ganz entspannt und weich gebettet beim Arbeiten zusehen.

    Noch ist unser „Al Fresco“ eine Art Bretterwüste. Aber der Frühling kommt ja bald.
  • Ein Umzug – Alles neu, alles anders?

    Ein Umzug – Alles neu, alles anders?

    Alles neu, alles anders? Gute Frage! Natürlich ist nach einem Umzug alles neu und auch anders. Wir haben noch keinen Herd, aber ein Sofa, viele weiche Decken und Musik. Wir haben viele fliegende Kabel, dafür aber Netz. Erst die Hälfte meiner Lieblingsbilder hängen, aber wir haben die Kartons im Arbeitszimmer auf mittlerweile zwei dezimiert. Es geht also irgendwie voran. Sogar Mono hat sich mittlerweile an die neuen Wege gewöhnt und – wie erwartet – unser Bett für sich entdeckt.

    Ein Umzug- Alles neu, alles anders?
    In den ersten Tagen haben Mono und Hudson mich kaum aus den Augen gelassen.

    Zunächst muss ich mich aber für meine ungewohnt lange Abwesenheit entschuldigen. Ein Umzug unserer Größenordnung ist nicht an einem Wochenende zu wuppen und fordert von Allen alles. Es gab wenig bis gar keine Zeit für Fotos und erst recht keine Ruhe zum Schreiben. Außerdem muss das Netz stabil sein. Das ist verständlicherweise Grundvoraussetzung, um einen Blog pflegen zu können.

    Ein Umzug ist Chaos für alle

    Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Ich hatte versprochen, zu dokumentieren, wie Mono und Hudson mit dem Umzug klar kommen und wie ich ihnen dabei helfe. Die folgenden Punkte habe ich natürlich nicht generalstabsmäßig geplant, sondern in der Situation aus dem Gefühl entschieden.

    Der Hai, der Hai ist immer dabei!
    1. Ich habe sie zu jeder Gelegenheit mitgenommen, damit sie sich in den doch recht weitläufigen Räumlichkeiten orientieren lernen. Sie durften sich überall frei bewegen, auch wenn sie hin und wieder im Weg standen.
    2. Ich habe von ersten Tag ein großes Hundebett deponiert, damit sie einen weichen Patz hatten, während wir strichen, rückten und räumten.
    3. Nachmittags habe ich Mono und Hudson in unserer alten Wohnung ausruhen lassen. Ein bis drei Stunden dort allein zu sein, sind sie gewohnt.
    4. Spaziergänge habe ich um die übliche Uhrzeit gemacht, soweit es mir möglich war. Flitzrunden natürlich auch.
    5. Als die großen Möbelstücke kamen, waren Mono und Hudson im neuen Heim weich und gemütlich unter Verschluss, damit sie den Möbelpackern nicht vor den Füßen stehen konnten. Dort lassen sich zum Glück ganze Trakte absperren.
    6. Mono und Hudson haben die alte Wohnung seitdem nicht mehr betreten und werden es auch nie wieder.
    Ein Umzug- Alles neu, alles anders?
    Dieses Plakat gehört zu meinen Heiligtümern. Ich habe es einzeln in eine Decke eingewickelt und rüber gefahren.

    Zwei Temperamente, zwei Lösungen

    Hudson war und ist cool. Im größten Chaos frass er wie immer, spielte und haute sich hin, wenn er müde war. Zwar beobachtete er genau, aber aus der Fassung brachte ihn das alles nicht. Mono hingegen war verloren. Er ließ mich keine Sekunde mehr aus den Augen, folgte mir überall hin aus Angst abgehängt oder vergessen zu werden. Ich hatte das befürchtet, denn all seine Souveränität vergeht, wenn er sich meiner Anwesenheit nicht sicher sein kann. Der arme Kerl. Er wollte nicht fressen und stand mir immer auf den Hacken, bis ich ihn schließlich zwingen musste, sich einfach mal an einem Ort still hinzulegen. Das half ein wenig.

    Wir erwartet haben sie das Bett für sich entdeckt.

    Einen fast zehn Jahre alten Whippet verpflanzt man nicht so leicht. Das wusste ich. Erst recht nicht einen hoch sensiblen Mono, der jede einschneidende Veränderung auf seine ganz spezielle Weise spiegelt. Hudson ist nicht weniger sensibel, doch sein jugendliches Gemüt macht es ihm leichter. Er nahm die neue Umgebung einfach hin und machte das Beste daraus, denn er ist ein durch und durch positiver Hund, der – so eng er auch an uns gebunden ist – nur wenig Verlustängste hat er. Er ruht einfach in sich selbst.

    Die Küche ist ein Lieblingsort.

    Heute, nach fast zwei Wochen hat auch Mono seinen Rhythmus gefunden. Er weiß wo was ist und spielt sogar hin und wieder ausgelassen. Sein Futter bleibt nicht mehr stehen und er steuert zielsicher unseren Hauseingang an. Es ist schön zu sehen, wie er jeden Tag ein bisschen mehr aufblüht und tatsächlich manchmal ein bisschen albern um die Ecke kommt. Die erste Flitzattacke durch die Küche über den großen Hof in den Wintergarten und wieder zurück hat er auch schon hinter sich. Es wird also.

    Zwei Tonnen Bücher sind noch „drüben“ aber Hauptsache die Donaueschingen-Schleife ist da. Diese Prioritäten wird ein Außensteher niemals verstehen.
    Ein Umzug- Alles neu, alles anders?
    Sogar Mono kann sich mittlerweile entspannen.
    Ich habe der Pergola einen Pony geschnitten.
    Unser großer Hof, zukünftig Garten sieht im Augenblick noch recht armselig aus, aber immerhin habe ich dem wilden Wein schon einmal seinen Pony geschnitten.
  • Was ist denn hier los? Unser Umzug mit zwei Whippets.

    Was ist denn hier los? Unser Umzug mit zwei Whippets.

    Noch ist hier Ruhe. Zwar verschwinden peu à peu alle gewohnten Dinge in dubiosen Pappkartons, doch weder Mono noch Hudson scheint das irgendwie zu beunruhigen. Mono liegt da und beobachtet. Hudson klebt mir allein aus purer Neugier auf den Hacken. Doch wie wird das sein, wenn wir hier die Möbel raustragen? Wie unser Umzug mit zwei Whippets ablaufen wird, werde ich hier akribisch dokumentieren. Denn, wie wir alle wissen, haben diese hoch sensiblen Hunde durchaus gute Antennen, wenn sich große Veränderungen ankündigen.

    Unser Umzug mit zwei Whippets
    Als Mr.Clark 2012 den NRW Cup gewann – Die liebe Frau Schröter hat Jimmys Kopf zwar nicht hundert Prozent perfekt getroffen, doch halte ich diese Zeichnung seit sieben Jahren in Ehren. Im Hintergrund ein Plakat, das im Rahmen der Ausstellung „The Wall“, 1999 im Gasometer Oberhausen in kleiner Stückzahl herausgegeben wurde.

    Meandern im Chaos

    Langsam aber sicher macht sich hier das Chaos breit. Seit etwa zehn Tagen packe ich alles, was wir nicht unbedingt brauchen in Kartons. All meine Preziosen, die ich über Jahrzehnte auf Flohmärkten geschossen oder bei Auktionen erstanden habe, sind weich und sicher in hunderten Metern Küchenrolle gebettet. Auf diesen Kartons steht „Ich“. Niemand sonst außer mir wird sie transportieren. Denn für den Fall, dass auf dem kurzen Weg in unser neues Domizil etwas passiert, auch nur ein Glas zerbricht oder ein Rahmen springt, muss ich niemanden umbringen. Dann trage nur ich allein die Schuld. Das schont die Nerven aller und hält den Familienfrieden zusammen. Nun meandern wir um die Stapel herum und warten sehnsüchtig auf das Go.

    Mono ist cool wie immer. Aber wehe, jemand wagt es, sein Sofa wegzutragen. Dann ist der Teufel los.

    Ein Umzug mit zwei Whippets? Läuft!

    Mono und Hudson haben noch nicht ganz kapiert, was hier abläuft. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an den Tag, als ein altes Sofa ging und später ein neues kam. Mono zettelte einen Sitzstreik an und weigerte sich standhaft, sein Sofa herzugeben. Ich bin sicher, dass sich diese Szene wiederholen wird. Genau deshalb werden die Jungs vom ersten Tag an mitkommen in ihr neues Zuhause. Selbst wenn dort nur zwei armselige Decken liegen während wir Dübel aus dem Wänden reißen und vermutlich tausende Liter weiße Farbe verstreichen. Das wird viel Arbeit, aber wer lässt sich schon 250 Quadratmeter Altbau mit fast vier Meter hohen Decken und Garten entgehen? Naja, Garten kann man das noch nicht nennen, aber der Frühling wird ihn bringen.) Fotos folgen natürlich.

    Auflösungserscheinungen. Wie ist der Umzug mit zwei sensiblen Hunden?
    Auflösungserscheinungen – Seit Tagen meandern wir elegant um Stapel von Pappkartons herum.
    Unser Umzug mit zwei Whippets
    Mein Masken aus Gabun. Sie sind aus federleichtem Pappelholz gefertigt. Jedes Mal, wenn ich sie anschaue, muss ich an Picasso denken. In unserem neuen Heim werde ich einen besonders schönen Platz für sie finden.
    Was ist denn hier los? Unser Umzug mit zwei Whippets.
    Auch Hudson ist noch ganz entspannt. Er hilft indem er zuguckt und jedes einzelne Teil, das ich einpacke begutachtet.
    Unser Umzug mit zwei Whippets
    Die kleineren Bilder passen in die Kartons. Auch das ist einer, den nur ich transportieren werde und sonst niemand.
    Unser Umzug mit zwei Whippets
    Meine französischen Dessertteller. Wehe die fasst jemand an! Jeder einzelne Teller hat an anderes, handgemaltes Motiv: Nüsse, Pflaumen, Erdbeeren, Trauben. Ich habe sie schon sehr lange und liebe sie sehr.