Das Wetter war wie bestellt. Nach einem extrem heißen Samstag kamen für 112 gemeldete Hunde am Sonntag endlich Wind und Wolken. Die Bedingungen für das 12.Westfalen Coursing beim Windhundrennverein Westfalen-Ruhr waren also nahezu ideal.
No risk, no fun?
Aber eben nur nahezu, denn die Hitze und die Dürre der letzten Wochen haben das Coursing-Gelände ebenso ausgetrocknet, wie jede andere Wiese in unserer Umgebung. Schon im Vorfeld erfuhr ich, dass viele erfahrene Coursing-Leute ihre Whippets auf keinen Fall auf dem steinharten Boden starten lassen würden. Verständlich, denn wer macht schon gerne sehenden Auges seinen Hund kaputt?
Nur 14 Whippets waren gemeldet. Wohl aus gutem Grund. Ich habe nur den ersten Durchgang fotografiert, aber wie ich hörte, wurde der zweite Durchgang wegen der vielen Verletzungen abgebrochen.
Denn mit ein bisschen Bällchen Werfen auf der Wiese hat Coursing rein gar nichts mehr zu tun. Ernsthaft hetzende Whippets drehen ihren letzten Gang komplett aus. Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie hier beim LCO-Coursing muss man dann natürlich abwägen, wie das Verhältnis von Nutzen und Risiko ist.
Die größeren Rassen, die Afghanen, Deerhounds, Barsois, Salukis und die Irischen Wolfshunde kommen mit Bodenverhältnissen dieser Art besser klar, weil sie sich aus einer nicht ganz so hohen Geschwindigkeit auf den Hasen stürzen. Die verrückten Whippets hingegen bremsen von Hundert auf Null und rutschen dann noch mitsamt dem Hasen ein paar Meter weiter. Ist der Boden hart wie Beton, morden diese Manöver im schlimmsten Falle Ballen und Krallen.
Am Hasen – Afghanen sind Einzelkämpfer. Geht es um ihre Beute, verstehen sie absolut keinen Spaß.
Voll im Tunnel
Über siebzig fertige Bilder habe ich nun zur Auswahl. Das ist zu viel für einen Beitrag wie diesen, ich musste also mal wieder eindampfen. Aber unter welchen Kriterien? Das Coursing kitzelt den Hetztrieb der schnellen Jäger bis zum Anschlag heraus. Whippets jodeln und kreischen vor dem Start, Afghanen sind kaum zu halten, manche Salukis flippen komplett aus. Sie sind schnell, wendig und laufen mit dem unbedingten Willen, die Beute zu erlegen. Nichts, aber auch rein gar nichts kann sie davon abbringen. Genau diesen Tunnel möchte ich zeigen.
Deerhound im Anflug. Dieses Foto musste ich kräftig nachbelichten, da die Ecke, in der der Hase abgeworfen wurde, in den Morgenstunden noch recht dunkel war.
Mag sein, dass der eine oder andere Hund nicht ganz so ambitioniert ist, aber gerade die Whippets gelten – wie oben schon erwähnt – in Windhundkreisen als komplett durchgeknallt. Das kann ich durchaus bestätigen. „Ein Deerhound ist so viel leichter zu handlen.“, sagte eine nette Dame am Sonntag zu mir. Ihr Wort in meinem Gehörgang! Vielleicht sollte ich umsatteln?
Eine fette Gänsehaut jagen mir immer wieder die Salukis über den Rücken. Ihre Art zu laufen ist einfach sensationell. Aus federnden Körpern erwachsen unfassbar weite Sprünge, die auf wundersame Weise der Schwerkraft trotzen. Ihre Eleganz ist einfach überirdisch.
Dieser fast schwarze (oder grizzle) Saluki hat mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper im wahrsten Sinne des Wortes gejagt. Sein Sololauf war atemberaubend.
Neue Linse, neuer Blickwinkel
Das erste Mal habe ich am Sonntag mit dem neuen 400er von Canon fotografiert. Auf diesem Gelände ist es ohnehin nicht ganz leicht, einen idealen Fotospot zu finden, mit einer neuen Linse, also unter neuen Bedingungen, kann die Suche dann schnell zu planlosem Herumgerenne werden. Doch als ich mich einigermaßen eingeschossen hatte, war alles ganz leicht. Ich hatte zwei Punkte, von denen aus ich das komplette Gelände im Zugriff hatte. Was für ein Luxus!
Afghane beim 12. Westfalen Coursing beim Windhundrennverein Westfalen-Ruhr
Lange Brennweite? Kurze Brennweite?
Dennoch, es ist wie beim Polo: Hast du lang, dann kannst du nicht kurz. Hast du kurz, kannst du nicht lang. Ich musste mich also entscheiden und dann notwendigerweise einen Tod sterben. Am Morgen habe ich noch kurz gezuckt und eine zweite Kamera mit einer kürzeren Brennweite fertig gemacht, damit ich zur Not flexibel bin. Doch dann habe ich sie liegen gelassen und mich nur auf die 400 Millimeter konzentriert. Das war eine gute Entscheidung, denn auf einem Coursing-Feld ist das gar nicht mal so lang, wie es klingt. Einige Fotos musste ich kräftig beschneiden, andere sind im vollen Format.
(Ich denke, dass jeder Leser mit den Urheberrechten vertraut ist. Also bitte, keine Downloads, keine Kopien. Wer Interesse an einem Foto hat, darf mich gerne anschreiben, anfunken, anrufen. Jederzeit gerne. Also nutzt die Möglichkeiten der modernen Kommunikation.)
(I think every reader is familiar with the copyrights. So please, no downloads, no copies. If you are interested in a photo, please feel free to write to me. Anytime gladly.)
Probelauf – Am Morgen testet ein Saluki den Kurs auf dem Gelände des Windhundrennvereins Westfalen-Ruhr.Barsoi beim 12. Westfalen CoursingAzawakh Yassan beim 12. Westfalen Coursing in Gelsenkirchen. Salukis am „Hasen“Schni, Schna, Schnappi – wenn Herrchens Outfit perfekt zum Hund passt.Irish Wolfhound
(Werbung) Fettleder und Messing! Eva Emminger kombiniert unter ihrem Lable LeRoiy aktuell diese beiden wunderbaren Materialien zu schicken und extrem langlebigen Halsbändern und Leinen. Sie sind einfach, edel, unkaputtbar und vor allem weich sowohl am Hundehals als auch in der Hand.
Qualität bis ins letzte Detail
Vor Jahren habe ich mal auf einer Messe günstige Leinen aus Fettleder erstanden. Sie waren zunächst weich und lagen recht angenehm in der Hand. Das taten sie allerdings nur so lange, bis ich mit den Hunden vorne dran in einen kräftigen Regenguss geriet. Die Leinen färbten ab. Nicht nur auf meine Hände, sondern auch die Whippets. Dieser Fehlkauf flog also achtkantig in die Ecke. Schlechte Qualität braucht kein Mensch! Gute hingegen schon.
Haltbar und schön – Leder und Messing
Jedes Stück kommt schön verpackt in einem kleinen Staubbeutel
Messing sieht immer sehr edel aus.
Halsband mit passender Leine aus braunem Fettleder mit Messingschnalle und Messingkarabiner von LeRoiy. Die Halsbänder gibt es ab 45,- Euro.
Mono und Hudson im Partnerlook – LeRoiy fertig die Halsbänder auf Maß an.
Eve Emminger verarbeitet unter ihrem Lable LeRoiy nur hochwertigstes Leder, das weder abfärbt noch nach dem ersten Regen oll wird. Ganz im Gegenteil, Halsbänder und Leinen werden im Gebrauch immer weicher und schöner. Jeder, der gutes Leder zu schätzen weiß, wird die Patina, die es im Laufe der Zeit entwickelt sehr mögen. Die Messingelemente sind massiv, schlagen also nicht ab, sondern bleiben ebenso lange schön wie das Leder.
Die perfekte Halsung für den sportlichen Windhund
LeRoiy fertig die Halsbänder natürlich auf Maß und die Leinen in Wunschlänge. Ebenso wie die Slipleinen, die für sportlich ambitionierte Windhunde und ihre Halter nicht nur schön sondern auch wirklich praktisch sind. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie kniffelig es sein kann, einen Whippet zu einem Coursinglauf zu starten. Ihm sein Halsband über den Kopf zu ziehen klappt meistens nicht, weil der Maulkorb im Weg ist. Schnallenhalsbänder sind fummelig, gerade wenn der Hund sich schon in Rage gehüpft hat.
Sehr speziell – Die Coursingleine aus schwarzem Fettleder mit Ringen aus Messing ist ideal für den Windhundsport.
Das klassiches Prinzip
Eva hat das Prinzip der klassischen Slipleinen aufgenommen. Halsung und Leine sind also eine Einheit. Man kann die Leine komplett durch die Ringe ziehen, so wie ich es mache, wenn ich mit Mono und Hudson laufen gehen. In Sekunden habe ich die Leinen runter von den Hunden, aber auch genauso schnell wieder drauf.
Für einen Start beim Coursing zieht man eine Schlaufe durch den Ring und muss dann nur noch los lassen. Das Halsband fällt einfach vom Hund ab. Aber Achtung, die Leine sichert den Hund nur dann, wenn sie unter Zug ist. Als Mono neulich hinter mir her schlurfte, habe ich nicht bemerkt, dass ich ab einem gewissen Punkt nur noch die Leine in der Hand hatte und der Hund nackig hinter mir her zockelte.
Die Slip-Leinen aus Fettleder sind sowohl für den Windhundsport als auch für den Freilauf sehr praktisch.
Meine Hunde haben schon eine ganze Sammlung von Halsbändern aus dem Hause LeRoiy. Sie halten Matsch, Sand und ein Bad im Baggersee ohne zu mucken aus. Allerdings sollte man ihnen hin und wieder etwas Lederfett gönnen, dann bleiben sie viele Jahre schön.
Hupsi, Hudson of Little Goblin, ist nun offiziell und mit vorzüglich im Deutschen Windhundzucht- und Rennverband angekört.
Hudson ist nun knapp neunzehn Monate alt (19.12.2017) und nach wie vor der Clown im Haus. Er ist immer fröhlich, neugierig, aufgeschlossen und sehr verspielt. Sein amerikanisches Temperament quillt ihm täglich aus allen Knopflöchern. Allerdings darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ein sehr sensibler, extrem harmoniebedürftiger junger Whippet ist, dessen will to please sehr ausgeprägt ist. Natürlich muss es auch mal etwas auf den Deckel geben, aber das kommt eher selten vor.
Hudson im Alter von gerade 19 Monaten im Juli 2019.
Das liegt in der Familie
Um das hier mal aufzudröseln, ich habe diesen Whippet nicht ohne Grund ausgesucht. Sowohl seine Mutter Skyborne The Room of My Life, als auch sein Vater Ch.Paddington von Mullewapp bestechen durch ihre Charakterstärke, ihren Sanftmut und ihre Freundlichkeit. Zudem sind beide sehr funktionale und korrekt gebaute Vertreter ihrer Rasse. Nicht zuletzt weiß ich genau, wie liebevoll und verantwortungsbewußt seine Züchterin Liane Bertlich ihre Welpen aufzieht.
7 month old fawn parti colour, a pleasing to the eye puppy with flowing lines, masculine with substance and correct hight, handsome head with good pigmentation and long neck, correct in topline with strength in hind legs and second tight, move easily around the ring. (Puppy-Class vvsp 3)
Sighthoundfestival Donaueschingen 2018, Pauline Oliver /GB
Hudson of Litte Goblin im Alter von sechs Monaten im Juni 2018
Hudson of Little Goblin im Alter von 18 Monaten im Juni 2019
Mai 2019 – Hudson (links) mit seiner Mutter Skyborne The Room of My Life (Mitte, Ch. Aberdeen Remarkable in Paris x Ch.Play A While A Room With A View) und seiner Halbschwester Gianna of Little Goblin (rechts, Ch.Starline’s Christian Louboutin x Skyborne The Room Of My Life), Züchterin: Liane Bertlich, Whippets of Little Goblin
Immer Vollgas über den Acker
Dass körperliche Balance, korrekte Winkelungen, stabile Knochen und Pfoten im Grunde unbezahlbar sind, hat Hudson in den letzten sechzehn Monaten bewiesen. Von klein auf ist er – manchmal ein bisschen kopflos – über Stock und Stein gerannt und hat sich dabei kein einziges Mal verletzt. Natürlich, das zu richtende Iliosakralgelenk hat wohl jeder junge Whippet irgendwann auf dem Zettel.
Energiegeladen – Hudson hat großen Spaß am Flitzen.
Seine Liebe zum Wasser hat Hudson eindeutig von seiner Mutter Ivy geerbt.
Dennoch, trotz einiger Stürze und Überschläge, die mich kurzfristig haben blass werden lassen, hatten wir keine gesprengten Kapseln, keine Bänderrisse, keine Brüche, keine verletzten Krallen, keine Muskelfaserrisse, keine ausgeschlagenen Zähne. Ganz im Gegenteil, Hudson hat sich in dieser Zeit zu einem sehr athletischen, erstaunlich schnellen und wendigen Whippet entwickelt, dessen Körperbeherrschung einem jungen Mono alle Ehre macht. Einzig sein noch kindliches Gemüt hält mich davon ab, ihn coursen zu lassen.
Elegant, athletic puppy in excellent muscular condition, broad back, correct topline, deep chest, correct bone, lovely head and eyes. (Puppy-Class vvsp 2)
Selbstverständlich ist er körperlich noch lange nicht ausgereift. Ich denke, er muss mindestens vier Jahre alt werden bis er endgültig fertig ist. Aber das kennt man ja von den Rüden.
Hudson steht ausschließlich ausgewählten Hündinnen zur Verfügung, die offiziell angekört sind. Sein Körbericht ist beim DWZRV jederzeit einzusehen. Das eingetragene Maß von 53 cm stimmt meines Erachtens nicht, denn er ist nach wie vor deutlich kleiner als Mono, der tatsächlich um die 53 cm gross ist. Aber wir wissen ja alle, dass ein Körmaß eher ein Schätzeisen als ein Präzisionsgerät ist.
Hudson of Little Goblin, geboren am 19.12.2017, Skyborne The Room Of My Life x Cg.Paddington von Mullewapp, Züchter: Liane Bertlich, Whippets of Little Goblin, Deutschland
Hudson hat einen Bremsplatten – Whippets brauchen ihr Leben lang eine gewissenhafte Krallenpflege. Das ist nicht neu. Manch einer lässt seinen Hunden ihre Spikes etwas länger wachsen, andere kappen sie sehr kurz. Gepflegt und kurz ist also eine Ermessensfrage. Doch zu kurz, gerade hinten, ist auch nicht gut. Das mussten Hudson und ich gestern lernen.
Monos und Hudson Krallen sind ein Mal in der Woche dran. Sie sind nicht begeistert, wenn ich den Dremel auspacke, aber sie lassen die Prozedur mehr oder weniger artig über sich ergehen. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich keine Diskussionen zulasse. Am Freitag war wieder Dremeltag, gestern waren die Klauen also noch sehr ansehnlich.
Mono und Hudson im Spiel. Es ist schon irre, wie sich ein Whippetkörper verwinden kann.
Nicht gut – Vollgas auf Steinplatten
In der Mittagszeit trieb Hudson völlig unerwartet – zum Glück auf sicherem, privatem Gelände – ein Kaninchen auf, das über Steinplatten in einer neunzig Grad Kurve um ein Gebäude herum flüchtete. Hudson ging Vollgas hinterher. Ich weiß schon lange, dass der Kaninchenbau nahe ist, deshalb fallen Hudsons und sogar Monos Chancen generell minimal aus. Wie erwartet, konnte sich das Tierchen in seinen Bau unter einem dichten Brombeerbusch retten, bevor Hudson überhaupt kapiert hatte, wohin es sich eigentlich entmaterialisiert hatte.
Kürzer geht es wohl nicht. Hudson scheint es nicht weh zu tun und es wird keine fünf Tage dauern, bis die Kralle nachgewachsen ist.
Nach einer scharfen Rechtskurve auf Steinplatten. Hudsons äußere Kralle der rechten Hinterhand ist bis aus das Leben weg.
Später zu Hause fiel mir auf, dass Hudson auffällig intensiv seine Pfoten pflegte. Rechtskurve, dachte ich. Zeig mal deine Hinterläufe! Und in der Tat, Hudsons rechte äußere Kralle der rechten Pfote und die linke innere Kralle der linken Pfote sind bis auf das Leben abgesäbelt. Blutig. Hätte er längere Krallen gehabt, wäre das vielleicht nicht passiert. Oder er wäre auf zu langen Krallen ausgerutscht und hätte sich – bei diesem Tempo – vermutlich jeden Knochen gebrochen.
Mono hatte schon immer Krallen aus Eisen. Noch nie in seinen neun Lebensjahren hat er sich eine von ihnen verletzt obwohl er immer Vollspeed über Stock und Stein geht.
Trockene, harte Böden sind profilmordend
Nun darf ich natürlich fragen, wie oft ein junger Whippet mit dem Wums eines Düsenjets ein Kaninchen über Steinplatten bzw. Asphalt jagt. Das kommt wohl nicht besonders oft vor. Dennoch im Moment ist Regen rar und die Böden, egal wo, derart hart, dass wildes Kurvengeflitze durchaus profilmordend sein kann. Mono hat sich in den letzten zwei Wochen zwei Ballen aufgeschrabbelt. Nicht auf Asphalt, sondern auf einem Mix aus Wiese und Schotter.
Hudson und Gianna im Paarlauf. Die beiden zusammen rennen zu sehen, ist immer wieder toll.
Krallen haben einen Nutzen
Die Krallen meiner Whippets haben ihren Nutzen. Sie dürfen gerade auf harten Böden keinesfalls zu lang sein, aber auch nicht zu kurz. Denn sie müssen bei hohen Geschwindigkeiten einerseits Halt bieten, aber auch extremen Abrieb aushalten. Auf weichen Böden sieht das anders aus, denn selbst sehr kurz gestutzte Krallen können sich irgendwie eingraben und das Ausrutschen in Kurven meist verhindern.
Hierbei spielen die Krallen an der Hinterläufen eine ganz wesentliche Rolle, denn Whippets sind Hecktriebler. Haben sie keinen Grip auf der Hinterhand, kriegen sie ihre Kraft nicht auf die Straße, ähnlich wie ein 911er der unter Vollgas auf Schnee starten will. Die Vorderläufe beziehungsweise die Karpalgelenke hingegen stabilisieren und dirigieren. Sie müssen den Schub aus den Hinterläufen und der Lende in die richtige Bahn lenken, in engen Kurven enorme Fliehkräfte aushalten und verlässliche Stützen beim Bremsen sein. Deshalb sind intakte Daumenkrallen so wichtig. Aber das ist eine andere Diskussion.
Vollbremsung vor dem Ball aus Höchstgeschwindigkeit. Da müssen die Beine der Whippets ordentlich was aushalten können.
Wenn Whippetwelpen laufen üben, kann man gut beobachten, dass sie noch oft von ihrem eigenen Popo überholt werden. Man sieht also genau, wo die Kraft herkommt. Mit der Zeit lernen sie dann, Heck und Front zu koordinieren.
Man könnte aus der Whippetkralle an sich eine Wissenschaft machen. Whippets, die auf einer Sandbahn laufen, nutzen längere Krallen für einen besseren Grip in den Kurven. Verständlich. Für einen Alltag, wie wir ihn pflegen, wäre diese Länge vollkommen untauglich und in vielen Fällen sogar gefährlich. Hier dürfen die Krallen im Stand auf keinen Fall den Boden berühren. Wir hatten bisher keine einzige Verletzung, deshalb bleibe ich bei dieser Taktik. (Fotos dazu reiche ich nach)
Ich habe kein Fellkind, ich habe keine Fellnase, kein Fur Baby und erst recht keine Fellseele. Ich nutze weder Maulis noch Medis. Ganz im Gegenteil, ich könnte jedes Mal ausflippen, wenn ich von Fellkindern und ihren Verwandten lesen muss.
Fellnasen hätten Fell an der Nase
Habt ihr schon einmal Kinder gesehen, die unter Hypertrichose leiden? Schaut sie euch an. Nie mehr wieder werdet ihr eure Hunde Fellkinder nennen. Eure Hunde sind nämlich nicht eure Fellkinder und sie sind auch keine Fellnasen. Sie sind – völlig wertfrei – schlicht Hunde. Wären sie Fellnasen, dann hätten sie Fell auf ihren Nasen. Meine und alle anderen Hunde, die ich kenne, haben kein Fell auf ihren Nasen und wenn, dann würde ich mir Sorgen machen. Sie haben Fell auf ihrem Fang und sonst überall, aber genau nicht auf ihren Nasen.
Ist das Wortklauberei? Oder muss ich gar Verständnis für diese entsetzliche Sprachverschiebung haben? Vielleicht. Ich will es aber nicht. Denn die so betitelten Tiere haben das einfach nicht verdient. Sie sind nicht eure Kinder, sie sind Hunde. In der Folge seid ihr nicht die Mamis und Papis, ihr seid ihre Besitzer, ihre Halter, ihr Zuhause, ihre Sicherheit, ihre Ernährer. Ihr seid ihr Halt und ihr Leben. Behandeltet ihr sie so, wie eure Bezeichnung Fellkind impliziert, dann tätet ihr ihnen Unrecht.
Hudson ist kein Fellkind, sonder ein ernstzunehmender Whippet. Er kann den verbalen Puderzucker nur ganz schwer ertragen.
Ein Schwall aus rosa Zuckerguss
Warum muss alles rund um den Hund immer so furchtbar emotional aufgeladen und Wattebäuschchen weich sein, dass jeder vernünftige Gedanke unter einem dicken, zähen Schwall aus rosa Zuckerguss erstickt? Lese ich von einem außer Kontrolle geratenen Mali, dem ein Mauli mit ganz viel Geduld und noch mehr Leckerchen über sechs Wochen antrainiert werden soll und Bachblüten zudem zur Stressbewältigung angeraten werden, dann bin ich verstört. Und zwar ernsthaft. „Habe Mitleid mit der armen Fellseele (fünf Herzchen, ein Kussmund)!“ Wie verständnisvoll und vor allem wie niedlich. Bei mir wäre der Maulkorb druff und fertig. Ganz ohne Herzchen, Kussmund. Aber ich schreibe das so leicht dahin, weil ich nur zwei echt nette Whippets habe, die niemals auf die Idee kämen, Menschen gegenüber ihre Zähne auszupacken. Dennoch, Sportmaulkörbe stecke ich ihnen einfach so, ganz ohne Diskussion auf die lange Nase. Bisher gab es keine Beschwerden.
Bin ich zutiefst kaltherzig, wenn ich das Wort Hund nutze? Liebe ich meine Whippets weniger, weil ich sie Hunde und nicht Fellkinder nenne? Nennte ich sie so, was würden mein Mann und mein Sohn dazu sagen? Vermutlich nichts. Sie würden mich noch am gleichen Tag einliefern und unter passende Medis (schüttel!) setzen lassen. Ich würde mich ganz sicher heftig wehren, so dass man mir einen Mauli verpassen müsste. Ganz ohne Bachblüten.
So von Lady zu Lady, es war furchtbar heiß am Sonntag! 34 Grad zeigte das Thermometer als ich High Noon, also mittags um Punkt 12:00 Uhr, am Feld des Rhein Polo Clubs Düsseldorf e.V. Platz genommen hatte. Doch dank meines Huts, einer extra Schicht Sonnencrème und unzähligen Flaschen Mineralwasser habe ich die Finalspiele des Pink Ribbon Ladies Polo Cup unbeschadet überstanden.
Beim Pink Ribbon Ladies Cup haben die Damen ganz schön Staub aufgewirbelt. Das Charity-Event unterstützt den Kampf gegen Brustkrebs.
Top Spielerinnen gegen Brustkrebs
Doch egal wie die Temperaturen nun waren, das erste reine Frauen-Poloturnier in Deutschland durfte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Während ich mich einschießen musste, donnerten die Teams schon über das Feld, obwohl sie am Abend zuvor beim traditionellen Asado schwersten gefeiert hatten. Argentinien, Russland, Südafrika, Großbritannien, USA – aus allen Ecken der Welt waren Topspielerinnen angereist um im Rahmen des Charity-Events den Kampf gegen Brustkrebs zu unterstützen. Ehrensache!
Mal kurz eingehakt und die Gegnerin am Schlag gehindert.
Können und Biss beim Pink Ribbon Ladies Polo Cup
Wer nun meint, die Ladies hätten Sorge gehabt, sich ihre Fingernägel abzubrechen, der täuscht sich gewaltig. Auf dem Platz ging es richtig zu Sache. In reiterischem Können, Biss und Härte stehen die Mädels den Herren in nichts nach. Die Argentinierin Maria Laura Giménez zum Beispiel spielt mit Handycap +6. Es gibt eine ganze Menge männliche Spieler, die ihr das erst einmal nachmachen müssen.
Überhaupt muss ich mal eine Lanze brechen. Beim Pink Ribbon Ladies Polo Cup ging es derart locker und nett zu, dass ich schon fast geneigt bin, zu Meister Juan Correa in die Schule zu gehen. Allein, weil die Ladies so einen riesen Spaß auf dem Feld hatten. Aber ich fürchte, dass die wenigen Reitstunden, die ich in meiner Kindheit hatte, nicht ausreichen um zeitnah auf dieses Niveau zu kommen.
Es war schön dabei zu sein und ich freue mich schon auf das „Rhein Polo Open“ im August.
Ich habe für euch hier ein paar meiner Lieblingsfotos vom letzten Sonntag zusammengefasst.
Neun Jahre, Mono? Das sind fast zehn. Unglaublich! Doch den besten Whippet der Welt scheint sein neunter Geburtstag nur wenig zu kratzen. Gerade liegt Veteran Winner Donaueschingen 2018 Conte del Aqua semper-crescendo in seinem Cosybed und schläft den Schlaf des gerechten Kaninchenjägers.
Mein wunderbarer, sanfter Freund! Seine Schnauze ist wieder ein bisschen grauer geworden. In wilden Sprints verausgabt er sich nur noch selten, aber unterschätzen sollte man ihn deshalb niemals. Denn er kann, wenn er will. Er ist zwar nicht mehr so schnell wie vor drei Jahren, aber noch lässt er die Socken kräftig fliegen.
Heute ist Monos neunter Geburtstag. Er ist nach wie vor der unangefochtene Chef.
Also Mono, lebe deine Schrullen. Alte Hunde dürfen das nämlich. Wenn du die dunklen Kekse nicht willst, dann bekommst du die hellen. Wenn du nicht im pieksigen Gras liegen willst, bekommst du eine Decke und wenn Hupsi dich nervt, dann darfst du ihm gerne eins auf die Mütze hauen.
Häng bitte noch mindestens sechs Jahre dran. Denn ein Leben ohne dich, kann sich hier niemand vorstellen.
Vielen Dank, nun zum neunten Mal, an Sandra, semper-crescendo Whippets für diesen sensationellen Hund!
Braucht man die Leica Q2 zum Leben oder braucht man sie nicht? Das ist eine gute, aber durchaus nicht ganz einfach zu beantwortenden Frage. Ich könnte ebenso fragen ob man eine Malerei von Amadeo Modigliani oder einen Jaguar E-Type braucht. Nein, man braucht sie nicht zum Überleben, aber für ihre Liebhaber sind sie einzigartig und deshalb jeden Cent wert.
Rund sechs Wochen war die Leica Q2 meine ständige Begleiterin. Ich hatte also viel Zeit, mir ein detailliertes Bild von der edlen Kompakten zu machen. Heute, wenn ich durch meine Leica-Bilder stöbere, vermisse ich sie schmerzlich. Das muss ich zugeben. Denn auch wenn ich mit Spiegelreflexkameras auf diesem und ähnlichem Niveau durchaus gut ausgestattet bin, hat die Leica eine Lücke gefüllt, von der ich gar nicht wusste, dass es sie gab.
Warten – Backstage im Aalto Ballett Essen. Leica Q2, 28mm, 1/250 sek., ISO 400, f/2,0
Form Follows Function
Die alte Bauhaus-Devise greift nicht nur bei Marcel Breuer sondern auch bei der Q2. Das Äußere der Q2 ist konsequent auf die nötigsten Bedienelemente reduziert. Ihre Form folgt ganz schlicht ihrer Funktion. Sie kommt fast bescheiden daher. Doch der rote Punkt signalisiert jedem der Fotografie nahestehenden Menschen genau das Gegenteil. „Oh, eine Leica! “ Dieses Oh habe ich in den letzten Wochen sehr oft gehört und kaum jemand traute sich, sie einfach so anzufassen. Der Name allein scheint allgemein großen Respekt einzuflößen. Doch der Name allein macht keine guten Bilder. Was genau hat mir also an der Q2 so gut gefallen?
Für Puristen wie mich perfekt. Die Leica Q2 ist schnörkellos. Foto: Leica Camera AG
Die Blende lässt sich Die Blende lässt sich flott am Objektiv einstellen. Foto: Leica Camera AG
Löst man den Knopf, kann man mit einer leichten Drehung in den Makromodus gelangen. Mindestabstand 17 cm. Foto: Leica Camera AG
Das Touchdisplay ist recht groß und sehr scharf. Der OLED-Sucher ist erstaunlich gut. Foto: Leica Camera AG
Die Leica Q2 – Bedienung und Menü
Ich hatte schon einige wirklich gute Kompaktkameras in den Fingern. Sie erleichtern im Wortsinn das Leben, sind unauffällig und zugleich extrem leistungsstark. Doch eine Kompakte dieser Kategorie mit einem fast 50 Megapixel starken Vollformatsensor war auch für mich neu. Zudem ist die Q2 die erste Leica überhaupt, mit der ich gearbeitet habe.
Überrascht hat mich die durchaus simple und intuitive Menüführung. Geht man in die Tiefen, will die wenigen Knöpfe individuell belegen oder ein bisschen Voodoo aus dem guten Stück herausholen, dann muss man sich natürlich beschäftigen. Aber im Grunde bedient sie sich selbst. Ich habe mir nur die ISO-Zahl aus dem Menü herausgezogen und den oberen rechten Knopf damit gelegt. Bei jeder Einstellung in die Tiefen zu gehen, war mir einfach zu umständlich. (Die Bedienfunktionen in epischer Breite gibt es hier.)
Yanelis Rodriquez, eine der ersten Tänzerinnen des Aalto Ballett Essen, macht sich warm. Leica Q2, 28mm, 1/30 sek., ISO 400, f/2,2
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich jemand diese Kamera anschafft, um dann ausschließlich im Automatikmodus zu fotografieren. Aber wer weiß? Meine Fotos sind ausnahmslos alle aus von mir eingestellten Werten entstanden. Belichtungszeit, Blende, ISO, Kunst- oder Tageslicht und so weiter. Das geht mit der Q2, wenn man geübt ist, recht flott. Ebenso flott ausgestellt habe ich allerdings die Möglichkeit, den Fokuspunkt mit dem Finger auf dem Touchdisplay festzulegen, da ich ihn aus Schusseligkeit oft, ohne es zu merken, versetzt habe. Sitz der Punkt fest, dann klappen auch Schüsse aus der Hüfte. Ich meine richtig, so im Vorbeigehen aus Hüfthöhe draufgehalten.
Nur kurz zum OLED-Sucher
Obwohl ich mit elektronischen Suchern bisher irgendwie auf Kriegsfuß stand, habe ich anstelle des Displays fast immer den in der Tat richtig guten OLED-Sucher der Q2 genutzt. Letzterer ist prima zu gebrauchen, denn er hackelt nicht beim Mitziehen. Da habe ich schon ganz anderes erlebt. Dennoch, ein optischer Sucher ist für mich – also für mich ganz persönlich – noch nicht zu ersetzen.
Vor der Nebelmaschine. Farben und Schärfe sind ganz wunderbar. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 400, f/2,0
Knackig schnell – der Autofokus
Der Schuss aus der Hüfte ist eine schöne Überleitung zum beeindruckend schnellen und präzisen Autofokus der Leica Q2. Neulich an der Rennbahn habe ich tatsächlich ein Foto genauso gemacht, um nicht aufzufallen. Piep, zack, fertig! Auch Backstage beim Ballett hat er mich wirklich überzeugt. Denn in krassem Gegenlicht packt der Autofokus extrem gut. Sogar die recht hektisch geschossenen Bilder in der sehr schwierigen Lichtsituation zwischen stock dunklem Raum und gleißendem Scheinwerferlicht sitzen wie angenagelt. Toll!
Also, die Gegenlichtprobe hat die Leica Q2 mit Bravour bestanden. Und jede andere auch. Man darf allerdings nicht vergessen, dass man auch mit der Leica sehr präzise sein muss. Insbesondere dann, wenn Offenblenden von 1,7 bis 2,8 eingestellt sind. Wildes Draufhalten bringt mit keiner Kamera gute Ergebnisse.
Wunderbar! Yegor Hordiyenko wartet auf seinen Part. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 400, f/2,0
Die klassische Ballettpose. Ein Fuß vor, Hände in der Hüfte. Ich mag das Licht. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 400, f/2,0
Backstage im Aalto Ballett Essen. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 400, f/2,0
Ganz wunderbar – Farben, Schärfe, Bokeh
Im ersten Teil meiner Testreihe habe ich mich schon zu den Farben und der Schärfe ausführlich ausgelassen. Dennoch muss ich auf sie zurück kommen, weil sie in meinen Augen so besonders sind. Die Leica Q2 und ihr festes 28mm Summilux 1:1,7 produzieren Farben, die in einem wunderbaren Verhältnis zueinander stehen. Sie sind klar aber nicht knallig. Sie harmonieren, ohne dass ein Ton zugunsten eines anderen zurücktritt. Ebenso ist es mit der Schärfe, die da ist, sich aber nicht aufdrängt.
Betrachte ich mir das Bokeh, so könnte ich fast vermuten, dass das 1:1,7er Summilux bei Monet oder Turner in der Lehre war, denn es ist tatsächlich malerisch. Ganz fein und weich. Die Abbildungsqualität der Leica Q2 ist also insgesamt sehr, sehr schön, fast poetisch.
Der besagte Jaguar E-Type. Mann braucht ihn nicht, aber er macht das Leben schöner. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 100, f/2,8Kornblume im Makro-Modus – Leica Q2, 1/500, ISO 50, f/2,8Blümchen kann ich eigentlich nicht, aber dieses hier ist recht hübsch. Leica Q2, 1/1000, ISO 50, f/2,8
Aufgefallen ist mir …
Die fummeligen Ringe, die den Tragegurt der Leica Q2 halten, erwähnte ich ja schon. Ich mag sie nicht und ich meine nach wie vor, dass es bessere Lösungen dafür gibt.
Außerdem kann die Leica Q2 nicht selbstständig stehen. Ich konnte sie nicht hinstellen, sei es für Langzeitbelichtungen oder um sie zu fotografieren. Ich musste sie festhalten, denn ihre Gewichtsverteilung zieht sie nach vorne, sie kippt und landet auf der Kante der Sonnenblende. Die Pressefotos der Q2 (oben) können also nur mit einer wie auch immer gearteten Unterstützung gemacht worden sein. Es sei denn ich hatte ein spezielles Exemplar hier, was ich wiederum für recht weit hergeholt halte.
Ein System mit Wechselobjektiven muss so etwas nicht leisten, da kurze Linsen leicht und lange schwer sind. Aber eine Kompakte mit festen, kurzen 28 Millimetern sollte ausbalanciert sein. Das ist die Q2 nicht und das wundert mich sehr.
Der Gartenschlauch auf einer Felge von Ronal – bei BC Moto Service in Dortmund. Leica Q2, 28mm, 1/60 sek., ISO 100, f/2,8Ein Leser fragte nach der Kantenschärfe. Hier unsere Minis knackenscharf bis ins letzte Detail. Leica Q2, 4,0 sek., ISO 50, f/8,0 mit Stativ natürlich
Ja, was denn jetzt? Brauche ich die Leica Q2?
Um nun zu meiner Eingangsfrage zurück zu kommen: Brauche ich die Leica Q2 oder brauche ich sie nicht? Das ist nach wie vor eine gute Frage, die ich für mich persönlich sehr leicht beantworten kann. Ja, ich brauche sie. Und dabei geht es mir weder um den Namen noch um einen wie auch immer gearteten Status. Für letzteren werden Kameras ja gerne gekauft. Dann dümpeln sie nicht selten im Knipsermodus vor sich hin, ohne jemals an ihre Grenzen getrieben zu werden.
Fast 1:1 beschnitten (2142 x 1429 aus 8368 x 5584) und immer noch schön. Leica Q2, 28mm, 1/2000, ISO 400, f/2,8
Obwohl die Q2 mit ihren 743 Gramm für eine Kompakte recht schwer ist, schätze ich ihr minimalistisches Design und handliches Format. Ich schätze die Paarung von Unauffälligkeit und Leistung. Wunderbare Farben, atemberaubende Schärfe und ein nur schwer zu beschreibender Look vereinen sich in diesem schwarzen Kästchen, das viel mehr kann, als es auf den ersten Blick vorgibt. Sie ist ein Blattschuss ins Herz eines jeden Puristen.
Der Preis der Leica Q2 ist natürlich ein echter Schluck aus der Pulle. Und es ist durchaus legitim zu fragen, wie viel davon allein für den roten Punkt auf der Rechnung steht. Doch hätte ich gerade 4790,- Euro über, wäre sie meine und ich würde bei ihrem Kauf nicht eine Sekunde mit der Wimper zucken.
Wir immer könnte ihr alle Exif-Daten in den Bildunterzeilen finden. Weitere Fotobeispiele entnehmt bitte den ersten drei Teilen der Testreihe und den mit der Leica Q2 verbundenen Artikeln.
Die Keyfacts zur Leica Q2
Typ – Digitale Kleinbild-Kompaktkamera mit 28mm Festbrennweite Zielgruppe – ambitionierte Amateure / Profis Best for – Landschaft / Portrait / Architektur / Reportage Gewicht– etwa 734 Gramm Maße – ca. 130 x 80 x 91,9 mm Sensor – Vollformat CMOS-Sensor 47,3 Mio. Pixel (effektiv) Objektiv – Leica Summilux 1:1.7/28 ASPH., 11 Linsen in 9 Gruppen, 3 asphärische Linsen Digitalzoom – 28 mm, 35 mm, 50 mm, 75 mm Blendenbereich – 1,7 bis 16 in 1⁄3 EV-Stufen Verschlusszeiten – 60 s bis 1⁄2000 s mit mechanischem Verschluss, 1 s bis 1⁄40000 s mit elektronischem Verschluss, in 1/3 Stufen, Autofokus – 1-Feld (225 Felder) / Mehr-Feld / Gesichtserkennung / Motiv-Verfolgung Display – 3″-TFT-LCD-Monitor mit ca. 1.040.000 Bildpunkte, Berührungssteuerung möglich ISO – 50-50.000 Serienaufnahmen – wahlweise 10, 5 oder 3 Bilder die Sekunde Aufnahmeformat – DNG und JPG Video – MP4 (C4K / 4K / FullHD) Kartenschächte – 1 x SD-/SDHC-/SDXC-Speicherkarten. Material – robustes Magnesiumgehäuse, Spritzwasser geschützt Akku – Super. Hält über einen langen Fototag hinaus WLAN / Bluetooth – Erfüllt Norm IEEE 802.11b/g/n (Standard-WLAN-Protokoll), Kanal 1-11, Verschlüsselungsmethode: WLAN-kompatible WPA™/ WPA2™, Zugriffsmethode: Infrastrukturbetrieb My two cent – Ganz zauberhaft!
Ich weiß selber nicht, ob das nun ein großes O, eine Null oder ein Q sein soll, was wir in die Glastasse haben fallen lassen. Gehen wir aber mal davon aus, es ist ein Q. Das passt so schön. Sodann, in Teil 3 meiner Testreihe über die Leica Q2 möchte ich unter anderem auf die Serienbildfunktion dieser Kamera eingehen.
Durchschnittlich 10,5 Bilder die Sekunde ist eine echte Ansage für eine kompakte Kamera, die einen Sensor mit fast 50 Megapixeln hat. Schließlich müssen die daraus produzierten Daten so schnell wie möglich von A nach B. Ich habe in der Leica Q2 meine SanDisk Extrem Pro 64 GB 150 MB/s genutzt. Es gibt auch 300 MB/s SDs mit einer Schreibgeschwindigkeit von 260 MB/s. Meine ist also nicht die aller schnellste auf dem Mark. Aber extrem langsam ist sie auch nicht.
Es kommt geflogen: Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 800, f/5,6
Die Leica Q2 – Schnelle Serie souverän abgeliefert
Vorsichtshalber habe ich bei meinen Versuch mit dem Glas und dem Plastikbuchstaben JPGs mittlerer Größe gemacht. Die Bilder haben dann immer noch eine Größe von 6000 x 4000 Pixel, es bleibt also genug Luft zum Beschneiden. Die Q2 stand auf einem Stativ und Tom hat den Plastikbuchstaben von oben fallen gefallen. Während ich Jetzt! sagte, habe ich schon den Auslöser gedrückt und durchgezogen bis sich das Wasser wieder einigermaßen beruhigt hatte. Die Folge war, dass ich zwischen sechs und acht Bilder hatte, auf denen das rote Q noch nicht einmal zu sehen war. Auf dem achten kam dann das Objekt geflogen. Ähnlich ging es mir an der Rennbahn. Aber dazu gleich mehr.
Die Leica Q2 produziert JPGs in fabelhafter Qualität. Wer also keinen großen Wert auf Nachbearbeitung legt, fährt mit ihnen sehr gut. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 800, f/5,6
Rennt wie verrückt
Die Q2 rennt also wie verrückt. Doch sobald ich den Finger von Auslöser nehme, puffert sie. Zwanzig bis etwa vierzig Sekunden blinkt das rote Lämpchen nach einer Serie von zwölf bis fünfzehn mittelgroßen JPGs. In dieser Zeit ist die Kamera komplett lahm gelegt.
Eine schnelle Serie ist also prima drin, doch dann muss man erst einmal abwarten. Zwei Serien direkt hintereinander wären zu viel erwartet, auch weil selbst die eingedampften Frames immer noch rund 10 MB das Stück groß sind. Ich erwähnte das neulich schon, extrem hohe Auflösung und Schnelligkeit in jeder Lebenslage passen aktuell noch nicht so richtig zusammen. Das Tempo an sich bleibt nach wie vor den dicken Spezialisten vorbehalten. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt.
JPG in mittlerer Größe, sprich 6000 x 4000 Pixel – Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 800, f/5,6JPG Diese Studioaufnahmen sind nicht gerade mein Fachgebiet. Um so mehr freue ich mich, dass sie so schick geworden sind. Ohne Blitz natürlich! Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 800, f/5,6Das rote Q für die Leica Q2 – 28mm, 1/125 sek., ISO 800, f/5,6
JPGs für den Alltag? DNGs für die Freaks?
Obwohl es für diese Art von Fotos eigentlich unüblich ist, habe ich 1/125 sek. gewählt. Ich mag es, wenn das spritzenden Wasser so schön schwurbelig wird. Mit der Bildqualität der mittleren JPGs bin ich zudem sehr zufrieden. Für den Alltag würde dieses Format im Grunde vollkommen ausreichen. Für Freaks wie mich ist allerdings die höchste Auflösung das Höchste im wahrsten Sinne. Aber man muss die riesigen Dateien auch ver- und bearbeiten können und wollen.
Um eine weitere, andere Sicht auf die kleine Bolidin zu bekommen, habe ich mich in der letzten Woche mit einem Freund getroffen. Wir hatten sozusagen ein konspiratives Leica-Date. Lange Zeit fotografiert er schon mit der Leica Q und hat sich nun die Q2 zulegt hat. Er macht sehr viele recht sportliche Bilder, sein Workflow ist aber ein ganz anderer als meiner. Er macht nur JPGs. Zack, verbindet die Kamera mit der Leica App auf seinem Smartphone, kurz bearbeitet und raus mit dem Foto. Das fügt dem Look der Fotos keinen Schaden zu und funktioniert prima.
Die Leica Q2 verbindet sich ruckelfrei mit der App auf meinem iPhone XR.
Kamera und Smartphone kommunizieren einwandfrei.
Ich kann die Leica Q2 mit meinem iPhone XR fernsteuern.
Wer wie ich fast nur RAWs in voller Auflösung fotografiert, wird die App wohl seltener nutzen, aber es ist immerhin gut zu wissen, dass die Kopplung der Kamera mit dem Smartphone tatsächlich reibungslos läuft.
Whippets im Raketenmodus. Alle Grenzen ausgelotet?
Ein Test ist kein Test, wenn ich nicht alle Grenzen auslote. Nachdem mein erster Serientest mit den mittleren JPGs gute Ergebnisse gebracht hatte, habe ich am letzten Sonntag beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019 versucht, Serien in voller Auflösung zu schießen. Die Q2 hat brav mitgemacht, das Puffern der Serien hat allerdings dann fast zwei Minuten gedauert. Kein Wunder bei 80 bis 100 MB pro Datei.
Wie mit der Zwille abgeschossen – Whippets am Start beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019, Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Man bedenke, die Klappe der Box (Galerie unten) schießt im Bruchteil einer Sekunde nach oben. Die Whippets starten unten durch wie Kanonenkugeln. Dieser Start ist in der Regel für das bloße Auge nur sehr schwer wahrnehmbar. Und dann schafft eine kleineKompakte in einer Sekunde neun Frames in gestochen scharfer Qualität?
Diese spezielle Serie an sich ist für mich nicht spektakulär, da ich Bewegung dieser Art sonst anders wahrnehme. Aber mein lieber Scholli, schnell ist sie, die Leica! Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich nicht mit der Bewegung mitgezogen, sondern den weiten Winkel des Objektivs genutzt habe und die Hunde schlicht durchlaufen ließ.
Die Klappe der Startbox schießt im Bruchteil einer Sekunde hoch. Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Kaum hat sie sich einen Spalt geöffnet, versuchen die Whippets unten durch zu kommen. Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Für das menschliche Auge ist dieser Vorgang nur so lang wie ein Wimpernschlag. Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Hier ist die extreme Kleinschrittigkeit der Serie sehr gut zu sehen. Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Whippets am Start beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019, Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019 waren am letzten Wochenende 193 Hunde am Start. Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Whippets am Start beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019, Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Wie mit der Zwille abgeschossen – Whippets am Start beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019, Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Whippets am Start beim Großen Preis von Gelsenkirchen 2019, Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0
Kleine Fehlzündungen, große Qualität
Die sehr schnelle Bildfolge, die die Leica Q2 anbietet, darf sich also tatsächlich auch so nennen. Nachhaltig verwirrt hat mich später jedoch die Tatsache, dass weder Lightroom noch Photoshop die Bilder aus den Serien anzeigen wollten. An diesem Tag habe ich ausschließlich in der vollen Auflösung fotografiert. Mit den Einzelbildern hatte ich absolut keine Probleme. Für die Serien musste ich allerdings eigens einen DNG-Converter installieren, der sie mir dann in JPGs umgewandelt hat. Da hätte ich auch gleich JPGs fotografieren können. Aber einen Versuch war es wert.
Mit nicht lesbaren Dateien aus nagelneuen Kameras hatte ich schon mehrfach Probleme. Vielleicht gibt es ja bald ein Update, das dieses kleine Ruckeln behebt. Klein deshalb, weil die Leica Q2 die rattenschnelle Serienfunktion zwar anbietet, dieses Feature aber ganz sicher nur von den wenigsten Nutzern als Standardfunktion genutzt werden wird. Denn brillieren können die Q2 und ihr Summilux 1:1,7 unter anderem mit der Portraitfunktion mit Augenerkennung, im Makrobereich, einem atemberaubende Bokeh und mit ihrem extrem schnellen Autofokus, der auch in krassem Gegenlicht packt wie ein wütender Krake.
Mein Fazit lest ihr im nächsten und letzten Teil dieser Testreihe.
Die Keyfacts zur Leica Q2
Typ – Digitale Kleinbild-Kompaktkamera mit 28mm Festbrennweite Zielgruppe – ambitionierte Amateure / Profis Best for – Landschaft / Portrait / Architektur / Reportage Gewicht– etwa 734 Gramm Maße – ca. 130 x 80 x 91,9 mm Sensor – Vollformat CMOS-Sensor 47,3 Mio. Pixel (effektiv) Objektiv – Leica Summilux 1:1.7/28 ASPH., 11 Linsen in 9 Gruppen, 3 asphärische Linsen Digitalzoom – 28 mm, 35 mm, 50 mm, 75 mm Blendenbereich – 1,7 bis 16 in 1⁄3 EV-Stufen Verschlusszeiten – 60 s bis 1⁄2000 s mit mechanischem Verschluss, 1 s bis 1⁄40000 s mit elektronischem Verschluss, in 1/3 Stufen, Autofokus – 1-Feld (225 Felder) / Mehr-Feld / Gesichtserkennung / Motiv-Verfolgung Display – 3″-TFT-LCD-Monitor mit ca. 1.040.000 Bildpunkte, Berührungssteuerung möglich ISO – 50-50.000 Serienaufnahmen – wahlweise 10, 5 oder 3 Bilder die Sekunde Aufnahmeformat – DNG und JPG Video – MP4 (C4K / 4K / FullHD) Kartenschächte – 1 x SD-/SDHC-/SDXC-Speicherkarten. Material – robustes Magnesiumgehäuse, Spritzwasser geschützt Akku – hält einen langen Fototag durch WLAN / Bluetooth – Erfüllt Norm IEEE 802.11b/g/n (Standard-WLAN-Protokoll), Kanal 1-11, Verschlüsselungsmethode: WLAN-kompatible WPA™/ WPA2™, Zugriffsmethode: Infrastrukturbetrieb My two cent – Zauberhaft
Der Große Preis von Gelsenkirchen ist seit Jahren Pflichtprogramm für mich. Am Sonntag starteten beim WRV-Westfalen-Ruhr e.V. 193 Windhunde aus ganz Europa, die ich mir – wie auch in den letzten Jahren – nicht entgehen lassen konnte. Dennoch, dieses Mal wollte ich es anders machen.
Unter Strom! Dieser Greyhound weiß ganz genau, was passiert. Er lässt die Bahn nicht aus den Augen. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0
Der Große Preis 2019 – Heute mal ganz anders
Meine Fotos von der Bahn kann ich kaum noch zählen. Whippets, Greyhounds, Salukis – im Grunde sind die Bilder, wenn auch für die Besitzer der Hunde interessant, für mich irgendwann relativ austauschbar. Deshalb habe ich mich bei diesem Event auf das konzentriert, was am Rande passiert. Denn die Leute, die den Laden am Laufen halten, die Teilnehmer, die kleinen Szenen vor und nach den Läufen werden eigentlich viel zu selten gewürdigt.
Üblicherweise sitze ich mit dem fetten 300er im Sand am Rande der Bahn. Ich konzentriere mich auf die Läufe und spreche wenig. So kennen mich die meisten hier. Als ich am Sonntag um 8:00 Uhr nur mit der kleinenLeica auftauchte, musste ich viele Fragen beantworten. Tatsächlich habe ich es dann im Laufe des Morgens genossen, einfach nur herumzuspazieren, mich ganz entspannt zu unterhalten und mir die Szenen herauspicken zu können, die typisch für Rennveranstaltung dieser Art sind.
Bei einem großen internationalen Rennen sind natürlich auch viele Welpen dabei, die sich so ganz nebenbei an den Trubel gewöhnen können. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0
Die, die es am Laufen halten
Die einzelnen Läufe dauern nur eine halbe Minute oder weniger. Im Hintergrund aber wird vorbereitet, warmgelaufen, gefachsimpelt, mitgefiebert. So lange ich diese Rennbahn besuche, sind es immer die gleichen treuen Helfer, die ihre Wochenenden dort verbringen. Ehrenamtlich. Sie glätten mit dem Trecker die Bahn, sie bedienen die Hasenzugmaschine, sie losen die Läufe aus, organisieren die Abläufe an den Boxen, hängen den Hasen wieder ein, braten tausende Frikadellen, backen Kuchen, zapfen Bier. Stunde um Stunde den ganzen Tag. Und das tun sie nicht nur bei den großen Veranstaltungen, sondern bei jedem Bahn- oder Coursingtraining, also fast an jedem Wochenende der Saison.
Whippets sind das Pendant zu ultra leicht gebauten Rennwagen. Die zarten Pfoten täuschen. Sie können extrem schnell beschleunigen und enorme Fliehkräfte aushalten. Leica Q2, 28mm, 1/250 sek., ISO 50, f/4,0
Vielen Dank an die Windhundfamilie!
Obwohl meine Whippets aus reinen Show-Linien stammen und noch nie auf der Bahn gelaufen sind, kenne ich mittlerweile viele Leute, die im Rennsport aktiv sind. Das mag daran liegen, dass ich oft über viele Stunden, manchmal bei knapp Null Grad, auch bei Trainings stoisch an der Bahn gesessen habe, um an meinen fotografischen Ideen zu basteln und sie an ihre Grenzen zu treiben. Sehr schnell hat mich das Team des WRV Westfalen-Ruhr e.V. in seine Familie aufgenommen und gibt mir jedes Mal das Gefühl, irgendwie dazu zu gehören. Auch deshalb darf ich mich bei großen Rennen vollkommen frei an den Startkästen bewegen. Vielen Dank noch einmal dafür!
(Um Fragen vorzubeugen: Ich denke, dass ich mich allen Beteiligten sehr sensibel und vorsichtig genähert habe. Da ich bei einer öffentlichen Veranstaltung fotografiert habe, darf ich die Bilder auch ohne Einwilligung der Einzelnen veröffentlichen. Sollte dennoch jemand hier nicht abgebildet sein wollen, kann er sich natürlich bei mir melden.
Hier gibt es nur meine Lieblingsfotos. Mehr werde ich auch nicht veröffentlichen, es sei denn ich finde per Zufall noch eine schlafende Schönheit.)
Diese Dame ist eine Institution im Renngeschehen. Gemeinsam mit ihrem Gatten und ihren Greyhounds pflegt sie in einer Jaguar Limousine anzureisen. Leica Q2, 28mm, 1/500 sek., ISO 50, f/4,0Off they go! Diese Whippets starten von der 280 Meter Box. Ich habe von oben über die Hecke fotografiert. Leica Q2, 28mm, 1/2000 sek., ISO 50, f/4,0Angespannt – Die einzelnen Läufe werden aufmerksam beobachtet, auch wenn der eigene Hund nicht auf der Bahn ist. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Eingefangen – Ich liebe dieses Foto! Der Whippet guckt so herrlich konsterniert. Leica Q2, 28mm, 1/500 sek., ISO 50, f/4,0Hinreißend süß die beiden. Vor ihrem Start sang und jodelte diese Whippet Hündin so inbrünstig, dass man sie vermutlich noch in Düsseldorf hören konnte. Ihr Besitzer lachte nur und sagte: „Ja, so ist sie eben!“, Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 50, f/4,0Sloughis am Start. Den Herren, der die Hunde startet, kenne ich seitdem Jimmy, mein erster Whippet, sein erstes Coursing-Training bestritten hat. Das ist locker zehn Jahre her. Leica Q2, 28mm, 1/250 sek., ISO 50, f/4,0Nach dem Abwurf am Ziel muss der „Hase“ für den nächsten Lauf wieder an die Maschine gehängt werden. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Unfälle passieren sehr selten, dennoch ist jeder Besitzer froh, wenn er seinen Hund ohne Schramme von der Bahn pflücken kann. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Am Vorstart. Ganz ähnlich wie beim Autorennen bereiten sich Besitzer und Hunde in einer geschützten Zone vor. Sie ist abgeschirmt damit die Hunde, den vorangehenden Lauf nicht sehen können. Leica Q2, 28mm, 1/60 sek., ISO 50, f/2,8Zack und weg sind die Greyhounds. Sind sie einmal auf Touren, laufen sie locker 60 km/h. Ihre Besitzer fiebern natürlich mit. Leica Q2, 28mm, 1/250 sek., ISO 50, f/2,5Schwupp und weg! Gut trainierte Hunde wissen genau, was los ist und sind schneller in der Box, als das geneigte Auge gucken kann. Nach dem „Kill“ – Ein Greyhound kommt um die Buchsbaumhecke, die die Bahn begrenzt. Wo ist das Hasi? Die Hunde sind auch nach ihrem Lauf noch scharf auf den Plastikpuschel, dem sie zuvor hinterher gelaufen sind. Manche der Drahtmaulkörbe sind echte Kunstwerke. Die Boxencrew arbeitet von morgens 8:00 Uhr bis zum letzten Lauf am späten Nachmittag durch. Sie haben lediglich eine kleine Mittagspause. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 50, f/2,8El Presidente unermüdlich! Der Präsident des Deutschen Windhund Zucht- und Rennverbandes moderiert seit Jahren die Rennen auf der Gelsenkirchener Bahn. Er benennt jeden Hund, egal wie kompliziert sein Name auch sein mag. Gerade bei den Orientalen ist die flüssige Aussprache eine echte Herausforderung. Leica Q2, 28mm, 1/500 sek., ISO 50, f/2,8Insbesondere die Whippets sind vor dem Start nur schwer zu bändigen. Der Gang zur Box wird nicht selten zum einem echten Kraftakt. Leica Q2, 28mm, 1/500 sek., ISO 50, f/1,7Glitzerkleidchen an der Rennbahn? Das schaffen nur Teenies. Aber, das muss ich ihr lassen, sie sah richtig gut aus darin. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Wenn man sich immer nur mit einer langen Festbrennweite auf die Hunde konzentriert, fallen die fiesen Hochspannungsleitungen gar nicht auf. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Einsetzen nur auf Kommando! Es sind immer die gleichen treuen Helfer, die ihre Wochenenden auf der Gelsenkirchener Bahn verbringen. Ehrenamtlich natürlich. Leica Q2, 28mm, 1/250 sek., ISO 50, f/4,0Da kriegt mal schnell dicke Arme – Ein Afghane nebst Besitzer auf dem Weg zur Startbox. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0 Im Vergleich zu Greyhounds und Whippets sind die Afghanen nicht besonders schnell. Aber sie sind ausdauernd und extrem beutescharf. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Je weniger Fell, desto schneller. Die Afghanen aus Rennlinien sind erstaunlich schnell unterwegs. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/ 4,0In den Morgenstunden ist das Licht an der 350 Meter Box reproduzierbar großartig. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/4,0Erst Ablaufen, dann Abwaschen. Wenn die Muskeln der Hunde zurück im „Normalzustand“ sind, dann gibt es eine Dusche. Sie bringen viel Sand von der Bahn mit und der muss runter. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 50, f/2,5Hinein Onkel Otto! Salukis sind auch nicht leicht zu handlen, wenn sie auf die Bahn gehen. Leica Q2, 28mm, 1/125 sek., ISO 50, f/4,0Spannend. Auf dem Arm kann der Whippet das Geschehen auf der Bahn besser beobachten. Leica Q2, 28mm, 1/1000 sek., ISO 50, f/3,2