Autor: Karla Schwede

  • Ist alles nicht so einfach!

    Ist alles nicht so einfach!

    Doch, im Grunde ist es einfach. Man braucht nur die richtige Location, das richtige Licht, die richtigen Temperaturen, zwei bis drei Helfer und vor allem kooperative Hunde. Dann klappt das auch mit den schönen Stehfotos.

    Im freien Stand sind sie am schönsten

    Ich bevorzuge grundsätzlich die Fotos, auf denen sich meine Hunde im freien Stand zeigen. Doch die sind in freier Wildbahn nicht so leicht zu kriegen. Ich muss die Jungs permanent im Auge und dabei die Kamera immer im Anschlag haben, denn oft währt der perfekte Moment nur ein oder zwei Sekunden. Habe ich diesen Moment tatsächlich erwischt, dann kann es immer noch sein, dass der Hintergrund das lang ersehnte Fotos komplett ruiniert. Kleinigkeiten kann ich natürlich wegzaubern, aber wenn die Linien gar nicht stimmen, Büsche oder Wege auf die Silhouette des Hundes drücken oder sie gar schneiden, dann ist das Foto in meinen Augen für gut unbrauchbar.

    Hudson steht nicht wirklich toll. Viel schlimmer ist allerdings die Linie im Hintergrund, die seinen Brustkorb durchschneidet.
    Hudson steht nicht wirklich toll. Noch viel schlimmer ist allerdings die Linie im Hintergrund, die seinen Brustkorb förmlich durchschneidet.

    Die Linien sind das Wichtigste

    Geht es um das pure Zeigen für Leute, die mal eben den Hund sehen wollen, kann ich solche Bilder natürlich verwenden, zufrieden bin ich mit ihnen allerdings nicht. Denn das zentrale Motiv muss ungestört sein. Gerade weil es bei Whippets immer und im Wesentlichen um ihre Linien geht. Die Outline des Whippets macht ihn zu einem Whippet. Sie ist essentiell und deshalb bin ich mit dem Hintergrund so extrem pingelig.

    Das Foto von Hupsi zum Beispiel, das Liane und ich gestern auf die Schnelle gemacht haben, ist zur flotten Dokumentation zwar brauchbar, aber nicht ideal. Zum einen kann er viel besser und lockerer stehen. Zum anderen verläuft im Hintergrund die Kante zwischen Buschwerk und Wiese exakt unter Hupsis Brustkorb. Sie schneidet seinen Körper in den Mitte durch und flacht den Brustkorb ab. Solche Effekte versuche ich grundsätzlich zu vermeiden.

    Vor Jahren habe ich mit Mono Züchterin Sandra Fotos von Mono und seiner Mutter Kissy in unserem Park gemacht. Ich dachte, ich hätte den perfekten Standpunkt gefunden, musste aber bei der Durchsicht der Fotos feststellen, dass ein Weg bzw. eine Rasenkante im Hintergrund Monos Rückenlinie (siehe oben) erdrückte. Daraus habe ich gelernt und achte deshalb mittlerweile sehr auf einen sauberen Hintergrund. Das klappt nicht immer, weil viele Fotos spontan entstehen. Die allerdings, die geplant und vorbereitet sind, tariere ich sehr genau aus.

    Keine Retusche ist die beste Retusche!

    Lohnt es wirklich, kann man in einem Foto viel glatt ziehen, aber je weniger Operationen nötig sind, desto besser. Der Ausdruck und die Haltung des fotografierten Hundes müssen entscheiden, ob eine Retusche möglich und vor allem glaubwürdig ist oder nicht. In meinen Augen macht es absolut keinen Sinn, an einem offensichtlich an einer Showleine gewürgten und hochgezogenen Hund die Leine weg zu stempeln. Ich sehe es so oft und die Anmutung immer extrem unnatürlich und – sorry – vollkommen bescheuert. Vor allem, wenn es technisch auch noch schlecht gemacht ist. Kopf- und Körperhaltung wären ohne Leine so nicht möglich. Jedes geübte Auge sieht die Spuren der Leine am Hals, selbst wenn sie mehr oder weniger gekonnt in Photoshop weggezaubert wurde.

    Besonders ulkig sieht es aus, wenn zwar die Leine entfernt wurde, aber die dazugehörige Halsschlaufe auf wundersame Weise der Schwerkraft trotzt. (Ich habe das mal mit Hupsi nachgestellt. Siehe unten.)

    Sowas sehe ich oft. Die Leine wird weg gestempelt, aber die Halsung bleibt dran und überwindet auf wundersame Weise die Schwerkraft.
    Sowas sehe ich oft. Die Leine wird weg gestempelt, aber die Halsung bleibt dran und überwindet auf wundersame Weise die Schwerkraft.

    Stärken und Schwächen kennen

    Jetzt mal ehrlich. Gerade die Aussteller unter uns kennen die anatomischen Stärken und Schwächen ihrer Hunde gut. Mono z.B. kennt alle Abläufe auswändig, weiß genau, was er machen muss und lässt Korrekturen jeder Art zu. Es sei denn, ihm ist kalt. Frei steht er ganz wunderbar, insbesondere wenn er etwas Spannendes sieht. Allerdings stellt er dabei nur selten seine Hacken zugleich senkrecht.

    Hudson hingegen steht frei fast immer perfekt. Das konnte er schon mit sieben Wochen. Fange ich allerdings an, an ihm herumzuzuppeln, dann verliert er seine Balance. Es wäre also vollkommener Blödsinn, einen Hund, der den perfekten Stand anbietet, in eine Pose zu zwingen, die ihm nicht gerecht wird. Und es gibt natürlich viele weitere Faktoren, die aus einem freiwillig generell toll stehenden Hund einen Esel machen können. Also, wie gesagt, es ist nicht immer einfach.

    Schablonen sind langweilig

    Packe ich mir einen jungen Hund wie Hudson in einer Umgebung, in der er sonst frei läuft und in Gestalt anderer Whippets viel Ablenkung hat, dann steht er an einer Showleine nicht perfekt. Aber das macht nichts. Oben in der Galerie zeige ich, wie ich ein Foto eventuell bearbeiten würde. Bei diesen lohnt es sich definitiv nicht, zur Demonstration sind sie aber ganz gut. (Meine Kommentare dazu entnehmt bitte den Bildunterzeilen.)

    Ich bin überzeugt, dass das, was Allgemein als Perfektion betrachtet und in der Folge gefordert wird, immer auch Sterilität und Austauschbarkeit mit sich bringt. Deshalb mag ich gerade die Fotos, auf denen sich meine Hunde zwar von ihrer besten Seite zeigen, aber ein bisschen aus der Schablone heraustreten. Und sei es nur mit einem Hinterlauf. Die kleinen Ausreißer machen ein Foto formal wie inhaltlich interessant. Sie zeigen kein Abziehbild sondern ein Individuum.

    Hudson im freien Stand. Ich mag dieses Foto sehr, weil formal einfach alles stimmt.
    Hudson im freien Stand. Ich mag dieses Foto sehr, weil formal einfach alles stimmt.
    Im freien Stand zeigen sich meine Whippets immer am besten. Obwohl oder gerade weil das Foto nicht perfekt ist, mag ich es sehr.
    Im freien Stand zeigen sich meine Whippets immer am besten. Obwohl oder gerade weil das Foto nicht perfekt ist, mag ich es sehr.
    Theoretisch könne ich noch die beiden Narben entfernen. Das tue ich aber nicht, weil sie zu Mono dazu gehören. Den angestellten Hinterlauf finde ich nicht schlimm. Ändern könnte ich daran sowieso nichts.
    Theoretisch könne ich noch die beiden Narben entfernen. Das tue ich aber nicht, weil sie zu Mono dazu gehören. Den angestellten Hinterlauf finde ich nicht schlimm. Ändern könnte ich daran sowieso nichts.

    Und das Gangwerk?

    Das ist immer so eine Sache. Es gibt sehr tolle Fotos von Whippets, Greyhounds, Salukis, etc. die an lockerer Leine geführt werden. Hunde, die ihre Laufkünste so zeigen, können es wirklich. Andere wiederum werden gezogen, die Bewegung wirkt deshalb sehr gezwungen, übertrieben und insgesamt sehr unnatürlich. Wenn dann der Fotograf noch versucht, den führenden Menschen nebst Leine verschwinden zu lassen, wird es lächerlich. Ich habe ein paar sehr schöne Gangwerkfotos von meinen Hunden, die Freunde im Rahmen von Ausstellungen gemacht haben. Mit Leine natürlich. Am liebsten habe ich allerdings die ganz freien. Denn im Freilauf zeigen die Jungs, was sie wirklich drauf haben. Hierfür ist ein Strand ideal, wenn man ihn gerade zur Hand hat.

    (Von Hudson habe ich leider noch keins, aber es wird kommen. Irgendwann.)

    Ein Foto von 2015: Mono schwebt über den Strand. Whippets sollten ein sehr bodennahes, sparsames Gangwerk haben, mit viel Schub aus der Hinterhand und gutem Vortritt. Ein Strand bei Ebbe ist ideal, um zu zeigen wie flach sie laufen.
    Ein Foto von 2015: Mono schwebt über den Strand. Whippets sollten ein sehr bodennahes, sparsames Gangwerk haben, mit viel Schub aus der Hinterhand und gutem Vortritt. Ein Strand bei Ebbe ist ideal, um zu zeigen wie flach sie laufen.
    Danny am Strand. Im Freilauf zeigen die Jungs, was sie drauf haben. Ich finde, das ist die schönste und beste Art, das Gangwerk eines Whippets zu zeigen. Aber das ist nur meine Meinung.
    Danny am Strand. Im Freilauf zeigen die Jungs, was sie drauf haben. Ich finde, das ist die schönste und beste Art, das Gangwerk eines Whippets zu zeigen. Aber das ist nur meine Meinung.
  • Es könnte so schön sein!

    Es könnte so schön sein!

    Es ist 6:00 Uhr am Morgen. Der Märzwind ist eiskalt. Nur widerwillig lassen sich meine Hunde um den Block schleifen. In einer von Backsteinmauern gesäumten Seitenstraße setzt Mono endlich zum Pinkeln an. Mein Blick fällt auf ein Stück Papier. SchwangerschaftsFRÜHTEST steht da. Sensitive. Wie kann ein Schwangerschaftsfrühtest sensitive sein? Entweder du bist schwanger oder nicht. Bähm! Dazwischen gibt es nichts.

    Ich zücke mein iPhone und mache ein Foto. Die Hunde treiben mich voran. Zehn Meter weiter liegt die passende Verpackung zu dem Beipackzettel. Noch ein Foto. Ich frage mich, ob ich irgendwo auch den Teststick selbst finden würde. Denn jetzt will ich es wissen. Ich suche den Grünstreifen an der Mauer ab. „Nein, ich werde es niemals erfahren. Schade eigentlich!“

    Schwanger oder nicht? Eine Frau, die eventuell ein Kind bekommen wird, wirft ihren Müll in die Umgebung, in der ihr Kind vielleicht leben wird. Absurder geht es nicht.
    Schwanger oder nicht? Eine Frau, die eventuell ein Kind bekommen wird, wirft ihren Müll in die Umgebung, in der ihr Kind vielleicht leben wird. Absurder geht es nicht.

    Mitten drin in deinem Müll!

    Ich schleppte die Fotos aus dem iPhone nach Hause und schaute sie mir genau an. Wie wäre es, ein solches Foto in zwei Metern Breite zu drucken? Der Betrachter stünde mitten drin in dem Müll, den er seinen potenziellen Kindern hinterlässt.

    Eile hatte ich nicht, denn ich weiß, was in der dieser Straße liegt, bleibt da auch. Zumindest für ein paar Tage. Doch ich fand keine Ruhe. Es musste mit Blitz sein! Rattenscharf, mit der kleinsten Blende, die möglich ist. Ich schnappte mir also die 5Ds R und trabte zwei Straßen weiter in der Hoffnung, dass die vielsagende Hinterlassenschaft noch an ihrem Platze liegen würde. Tat sie. Wie erwartet.

    50mm kommen dem Blick des menschlichen Auges am nächsten. Ich freue mich oft über mein 50mm 1:1,2er, aber an diesem Tag musste ich es wieder streicheln, als ich die Fotos im Kasten hatte. Und natürlich meine allerliebste 5Ds R. 8688 x 5792 Pixel! Damit kann ich den Gasometer tapezieren.

    Die Osterglocke unter der Plastiktüte. Das ist üble Realität, aber mir viel zu romantisierend.
    Die Osterglocke unter der Plastiktüte. Das ist üble Realität, aber mir viel zu romantisierend.

    Natur versus Plastik? Das ist mir zu platt!

    Später ging ich mit Mono und Hudson flitzen. Ich war angefixt von der Idee, mehr von diesen Bildern zu machen. Bis auf ein paar Ausnahmefälle ist unsere Halde frei von Müll, doch gucke ich genau hin, finde ich immer etwas. Leider. Die Osterglocken unter der Plastiktüte. Der Müllsack in den Dornenzweigen. Ich schaute mir die Bilder später an und befand sie als in jeder Hinsicht platt. Unser Plastik beutelt – im wahrsten Sinne – die arme Natur. Hübsche Blüten versus menschliche Ignoranz. Dieser romantisierende Blick gefällt mir nicht. Verständlich wohl, dass ich mit diesen Fotos nicht zufrieden bin, aber ich zeige sie euch gerne. Vielleicht seht ihr das ja anders.

    Der Müllbeutel in den Dornen. Er mag zwar der Ausdruck eines globalen Problems sein, doch mir ist dieses Fotos viel zu platt.
    Der Müllbeutel in den Dornen. Er mag zwar der Ausdruck eines globalen Problems sein, doch mir ist dieses Fotos viel zu platt.

    Bessenheit ist das Schutzschild gegen blöde Blicke

    Ich lebe in der Metropole Ruhrgebiet. Sie hat viel Grün, aber auch viel urbane Tristesse zu bieten. Was liegt also näher, als einfach um die Ecke zu gehen und dort genau hinzuschauen? Deshalb bin ich heute Morgen wieder mit der Kombi Canon5Ds R, 50mm 1:1,2L und Blitz um die Häuser gezogen. Zur gleichen Zeit waren die Müllmänner unterwegs und fanden die Frau mit den beiden Windhunden, die ständig in die Gegend blitzte, schon ziemlich absonderlich. Doch das störte mich wenig. Besessenheit schafft einen Schutzschild gegen blöde Blicke.

    Wenn Wohlstandsmüll eine ästhetische Qualität bekommt. Ich liebe die Farben dieses Fotos.
    Wenn Wohlstandsmüll eine ästhetische Qualität bekommt. Ich liebe die Farben dieses Fotos.


    Tut etwas! Denn es könnte so schön sein.

    Jeden Tag sehen wir furchtbare Bilder. Strände ersticken unter Plastikmüll. Menschen verhungern. Tiere sterben elendig. Stürme, Brände und Dürren verwüsten Lebensräume. Wir sehen so viel, das wir nicht verkraften können. Ich, ihr, wir wollen alle wegschauen, weil wir es nicht ertragen oder verarbeiten können. Wir sind gelähmt vor Entsetzen, wenn Politiker den Klimawandel verniedlichen oder gar leugnen.

    Unser Sohn feiert in genau acht Tagen seinen neunzehnten Geburtstag. Ihm steht die Welt offen. Und genau deshalb, war ich bis in meinen letzten Knochen erschüttert, als ich den gedankenlos oder aus purer Verzweifelung weggeworfenen Beipackzettel des Schwangerschaftstests fand. Verderbt nicht die Welt, in der eure Kinder leben werden. Schaut hin! Tut etwas!

    Kebab und Pommes. Nichts ist arrangiert. Ich habe alles so fotografiert, wie ich es gefunden habe. Nachvollziehbar, dass ich mir einen Ast abgeekelt hätte, wenn ich das noch hätte durchwühlen müssen.
    Kebab und Pommes. Nichts ist arrangiert. Ich habe alles so fotografiert, wie ich es gefunden habe. Nachvollziehbar, dass ich mir einen Ast abgeekelt hätte, wenn ich das noch hätte durchwühlen müssen.

    Ich habe jedes Stück Abfall eingesammelt und in den nächsten Mülleimer geworfen. Die Fotos sind also einmalig und nicht reproduzierbar.

    Die Helden mit Füßen getreten. Kaufen, ausweiden, wegwerfen! Kinder müssen unbedingt lernen, das was sie haben auch zu schätzen.
    Die Helden mit Füßen getreten. Kaufen, ausweiden, wegwerfen! Kinder müssen unbedingt lernen, das was sie haben auch zu schätzen.
    Ich bin fast sicher, dass das die Überreste eines Druckers sind. Irgendjemand hat sie neben einen Mülleimer geworfen. Sorry Canon, dafür kann ich nichts.
    Ich bin fast sicher, dass das die Überreste eines Druckers sind. Irgendjemand hat sie genau neben einen Mülleimer geworfen.
    Buon Appetito!
    Buon Appetito!
    Wir Raucher sind offenbar die Schlimmsten unter der Sonne. Zigarettenschachteln und Kippen machen einen extrem großen Teil unseres Straßenmülls aus. In meinem Archiv heißt diese Serie übrigens "Beautiful"
    Wir Raucher sind offenbar die Schlimmsten unter der Sonne. Zigarettenschachteln und Kippen machen einen extrem großen Teil unseres Straßenmülls aus. In meinem Archiv heißt diese Serie übrigens „Beautiful“
    The Limited Edition
    The Limited Edition
    Glittering Prize. Warum muss ich bei diesem Foto immer an den Song von Simple Minds denken?
    Glittering Prize. Warum muss ich bei diesem Foto immer an den Song von Simple Minds denken? Ach Himmel, was liebe ich diesen Song immer noch!

    Wegen der extrem hohen Auflösung dieser Fotos hatte ich Probleme sie netzgerecht zu verarbeiten. Ich hoffe also, die Ladezeit der Seite ist nicht zu lang.

  • Der Belcando Langzeittest – Teil 17

    Der Belcando Langzeittest – Teil 17

    (Werbung) Futter aus der Dose wird nicht selten heiß diskutiert. Es kostet zu viel Geld und liefert zu wenig Energie. Klar gibt es das ganz üble Zeug, das einem Hund nicht mehr als fiesen Murks und Wasser liefert. Aber es gibt auch das richtig gute. Belcando Super Premium Dosenfutter gehört definitiv auf die gute Seite.

    Hudson war noch nie ein Kostverächter, aber wenn ich das Belcando Super Premium aufmache, dann fängt er an zu trippeln.
    Hudson war noch nie ein Kostverächter, aber wenn ich das Belcando Super Premium aufmache, dann fängt er an zu trippeln.

    Fleisch- und Gemüsevielfalt

    Wahlweise Pute mit Reis und Zucchini, Lamm mit Reis und Tomaten, Huhn und Ente mit Hirse und Karotten, Rind mit Kartoffeln und Erbsen oder Lachs mit Zucchini gibt es in schick gestalteten 400 oder wahlweise 800 Gramm Dosen. Außer dem Fisch hatten wir alle Sorten hier. Sobald ich eine Dose geöffnet hatte, standen meine Jungs in der Küche stramm. Geschmeckt hat es ihnen also ohne Zweifel.

    Allerdings könnte ich meine Durchlauferhitzer, insbesondere Hupsi, nicht allein mit dem Belcando Super Premium ernähren. Und das nicht, weil das Futter das nicht könnte, sondern weil ich ihm und Mono 800 bis 1000 Gramm am Tag füttern müsste, damit sie alle Nährstoffe bekämen, die sie brauchen. Ich müsste für sie also zwei bis drei 800 Gramm Dosen pro Tag veranschlagen. Das wären um die acht Euro für pro Tag bei einem Dosenpreis von 2,99 Euro.

    Das Belcando Super Premium Futter ist schmackhaft und hochwertig. Durchschnittlich  11 Prozent Protein und um die 6 Prozent Fett bieten die unterschiedlichen  Sorten.
    Das Belcando Super Premium Futter ist schmackhaft und hochwertig. Durchschnittlich 11 Prozent Protein und um die 6 Prozent Fett bieten die unterschiedlichen Sorten.

    Belcando Super Premium ist für uns ein Goodie

    Rechne ich einen Sack Mastercraft dagegen, das im zehn Kilo Sack 72,99 Euro kostet, dann bin ich schon eher im Bereich des Erträglichen. Hiervon füttere ich an meine beiden Hunde täglich rund 440 Gramm. Ich komme also mit zehn Kilo etwa 22,72 Tage weit. Für das Belcando Super Premium gäbe ich in eben diesen 22,72 Tagen 136,36 Euro aus. Das ist fast das Doppelte. Im Monat wären das locker 160,- Euro.

    Gutes Futter hat seinen Preis. So ist das nunmal. Dafür gibt es richtiges Fleisch, eine dem Hund gerechte, sehr durchdachte Zusammensetzung und Produkte aus regionalem und kontrolliertem Anbau. Wo wir Menschen mittlerweile -so hoffe ich – für uns genau hingucken, wo Fleisch und Gemüse herkommen, sollten auch die Produkte für unsere Hunde einem gewissen Standard entsprechen. Meine ich. Sonst kann man jeglichen Umweltgedanken gleich in die Tonne kloppen.

    Mono und Hudson mit ihrem Pack. Diese Art von Frühsport haben sie fast jeden Tag und verbrauchen entsprechend viel Energie. Gerade wenn es morgens noch kalt ist.
    Mono und Hudson mit „ihren“ Mädels. Diese Art von Frühsport haben sie fast jeden Tag und verbrauchen entsprechend viel Energie. Gerade wenn es morgens noch kalt ist.

    Zwischen Verpflichtung und Vernunft

    Hier stellt sich nun wie immer die Frage, was mir was wert ist. Ich bin verpflichtet, meine beiden Whippets gesund und rassegerecht zur ernähren. Natürlich sind sie, was ihren Energieverbrauch angeht Spezialfälle, aber das schicke Dosenfleisch kann für uns nur ein Goodie für Obendrauf oder Zwischendurch sein. Zwei Esslöffel Huhn und Ente aufs Trockenfutter schmecken Mono und Hudson nicht nur sehr gut, sondern ich kann ihnen damit je nach der tagesaktuellen Aktivität noch etwas Extraenergie unterjubeln. Klein Hupsi darf sich sogar hin und wieder über ein paar Butterflöckchen, Räbbelkäse oder Sahne freuen.

    Für Mono wäre die Dose perfekt, wenn wir ein paar Tage unterwegs sind. Dann verweigert er nämlich meistens sein Trockenfutter und meint ausschließlich von Keksen leben zu können. Das, was er sonst nicht als komplette Mahlzeit bekommt, könnte ihn dann locken. Es schadet es also sicher nicht, ein bis drei Sorten von dem Belcando Super Premium für alle Fälle auf Lager zu haben.

    Hier nur ein kleines Making-Of der Dosen-Fotos. Ich habe etwa zehn mal daneben geworfen, bis ich die Bilder hatte, die ich haben wollte.
    Hier nur ein kleines Making-Of der Dosen-Fotos. Ich habe etwa zehn mal daneben geworfen, bis ich die Bilder hatte, die ich haben wollte.
  • Wasser, Licht und Chaos

    Wasser, Licht und Chaos

    Endlich steigen die Temperaturen. Die Beutegreifer können wieder planschen und ihrem Lieblingsspiel nachgehen. Und endlich haben wir wieder Wasser, Licht und Chaos. Ich liebe diese Kombination aus Unwägbarkeiten. Denn ich kann mich zwar technisch vorbereiten, doch was schließlich an Fotos von sechs durch Tümpel rasenden Whippets kleben bleibt, ist absolut nicht vorhersehbar.

    Wasserwände und stille Schönheiten

    Einerseits gibt es diese stillen Schönheiten, wie die perfekten Ringe, die sich unter Hupsis Pfoten auf dem Wasser bilden. Andererseits pflügen die Hunde wilde Wasserwände in die Tümpel. Das Gegenlicht bohrt sich dann in meine Augen wie tausend mongolische Pfeile. Am Sonntag Morgen gab es tatsächlich Momente, in denen ich komplett blind fotografiert habe. Die Sonne schoss mir derart durch den Sucher der Kamera, dass ich die klassischen Spiegelungen auf meiner Netzhaut hatte. Drei Mal blinzeln, dann ging es wieder, aber gut ist das auf Dauer ganz sicher nicht.

    Wasser, Licht und Chaos - Gianna, Hupsis Halbschwester, kennt keine Gnade. Sie ist ebenso ball- wie wasserverrückt.
    Gianna, Hupsis Halbschwester, kennt keine Gnade. Sie ist ebenso ball- wie wasserverrückt.

    Aber egal, ob nun gegen die Sonne oder mit ihr, Löcher in der Netzhaut, nasse Knie und Schlammspritzer auf der Linse sind diese Fotos allemal wert. Und ich mag sie in Schwarz-Weiß besonders gern. Denn jeder weiß: Die Wiese ist grün, das Wasser ist grau-blau-schlammfarben, die Whippets changieren zwischen sand und sand-schwarz-gestromt. Protagonisten sind hier weniger die Hunde selbst, als vielmehr das unplanbare, vollkommen chaotische und vermeintlich regellose Spiel zwischen Hell und Dunkel, zwischen Ruhe und Bewegung.

    Sinnliche Physik

    Wird sie durch sich schnell bewegende Körper durchbrochen, folgt jede Wasseroberfläche einfachen physikalischen Gesetzen. Dennoch, die Sinnlichkeit der Physik ist hier unübersehbar. Wirbelndes Wasser, irre Spiegelungen – nichts, aber auch gar nichts ist hier plan- oder vorhersehbar. An solchen Tagen grinse ich im Kreis angesichts des Spaßes, den die Whippets haben und weiß ganz genau, warum ich der Fotografie vollkommen verfallen bin.

    Nun keine Worte mehr, sondern nur noch Fotos. Einige sind minimal bearbeitet (Vordergrund ein wenig aufgehellt), die anderen sind sozusagen nackt in Schwarz-Weiß umgerechnet. Die Exif-Daten entnehmt bitte den Bildunterzeilen.

    Wasser, Licht und Chaos - Sechs Whippets spiielen im Wasser
    Gegenlicht – Körper im Wasser , Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/4,0
    Wasser, Licht und Chaos - Sechs Whippets spiielen im Wasser
    Gegenlicht – Gianna, Hupsis Halbschwester ist immer vorne weg. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/4,0
    Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Wasser, Licht und Chaos - Sechs Whippets spiielen im Wasser
    Gegenlicht – Tropfen. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Wasser, Licht und Chaos - Sechs Whippets spiielen im Wasser
    Gegenlicht – Hupsi und Gianna sind die schnellsten und verrücktesten, wenn es ums Fangenspielen geht. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/4,0
    Wasser, Licht und Chaos
    Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Wunderschöne Physik - Tropfen verursachen perfekte Kreise auf der Wasseroberfläche. Spiegelungen. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Wunderschöne Physik – Tropfen verursachen perfekte Kreise auf der Wasseroberfläche.Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Spiegelungen. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Spiegelungen. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/2,8
    Wasser, Licht, Chaos - Diese Fotos sind teilweise so detailreich, dass ich Mühe hatte sie auf ein passendes Map kleinzurechnen. Hier Gianna und Hudson.
    Diese Fotos sind teilweise so detailreich, dass ich Mühe hatte sie auf ein passendes Maß kleinzurechnen. Hier Gianna und Hudson. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Wasser, Licht, Chaos - Verrückte Familie - Die Halbgeschwister Gianna und Hudson, im Hintergrund Mutter Ivy. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Verrückte Familie – Die Halbgeschwister Gianna und Hudson, im Hintergrund Mutter Ivy. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Schütteln im Wasser. Ist das sinnvol? Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Schütteln im Wasser. Ist das sinnvol? Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Hudson vorne weg. Er ist mittlerweile so schnell, dass er das komplette Rudel in Grund und Boden rennt. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Hudson vorne weg. Er ist mittlerweile so schnell, dass er das komplette Rudel in Grund und Boden rennt. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Wasser, Licht, Chaos- Ivy ist nun schon sieben Jahre alt. Sie hat kein bisschen an Energie verloren. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Ivy ist nun schon sieben Jahre alt. Sie hat kein bisschen an Energie verloren. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Wasser, Licht, Chaos. Mutter und Sohn - Es gibt Momente, in denen ich zwei Mal hingucken muss. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Mutter und Sohn – Es gibt Momente, in denen ich zwei Mal hingucken muss. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Wasser, Licht, Chaos
    Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 100, f/3,2
    Gianna und Hupsi - Egal ob Gummihase oder Wurzelgesträuch, die beiden würden für jeden kleinen Fitzel um die Wette sprinten.
    Gianna und Hupsi – Egal ob Gummihase oder Wurzelgesträuch, die beiden würden für jeden kleinen Fitzel um die Wette sprinten. Canon EOS 1DX Mark II, Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/2000 sek., ISO 100, f/4,0

  • Der Weg. Zwischen Glück und Horror

    Der Weg. Zwischen Glück und Horror

    Ich bin sicher, jeder Mensch auf der Welt oder zumindest jeder Hundehalter der Welt hat diesen Weg. Er hat den einen Weg, der höchstes Glück und puren Horror auf überaus nervenaufreibende Weise verbindet.

    Unser Weg führt von einem kleinen Parkplatz geradeaus hoch auf unsere Lieblingshalde. Ziehe ich den Schlüssel aus dem Schloss unseres Whippetmobils, dann weiß schon in etwa, was uns erwartet. Wir kennen uns hier. Die wenigen Autos sortiere ich in Töpfe. Der eine heißt och schön, der andere ach Scheiße. Zum Glück ist das sehr selten, aber überwiegt ach Scheiße, muss ich aufpassen.

    Nur selten gibt es Kollisionen

    Auf diesem Weg sind meine Hunde schon immer, also seit fast elf Jahren, ein weites Stück an der Leine. Zumindest bis zu dem Fuchsbau, den Mono so spannend findet. Außerdem taugt die relative Enge dieses Aufstiegs nicht für Begegnungen mit Menschen und Hunden, die im ach Scheiße Topf wohnen. Davon gibt es dort wenige, aber es gibt sie. Das liegt oft gar nicht an den Menschen an sich, sondern an der Tatsache, das die jeweiligen Hunde nicht kompatibel sind. Aber die meisten Menschen sind hier auf Zack, so daß es kaum Kollisionen gibt. Dennoch, unsere Flitzrunden wären überaus langweilig, gäbe es nicht hin und wieder Überraschungen.

    Der Weg. Zwischen Glück und Horror

    Rehe, Wildschweinspuren, Kaninchen, unfreundlich Hunde kommen hin und wieder vor. Und auch solche, denen merkwürdige Halter hinterher stolpern. Wenn ich schon dieses Pfeifen höre. Pfiieeet, pfiieeet! Und der adressierte Fiffi fühlt sich nicht die Bohne angesprochen. Wie der Deutsch Drahthaar, der neulich von links oben aus dem Gebüsch schoss. Er trieb ein Kaninchen vor sich her auf den Weg direkt vor Monos Pfoten. Was tut ein Whippet dann? Genau! Der Deutsch Drahthaar blieb verdattert stehen.

    Ein Erfolgserlebnis für den Erfolglosen?

    Aus dem Unterholz trat sodann eine sehr weidmännisch gekleidete Dame. „Das ist jetzt aber unser Kaninchen!“ Ich schaute sie verdutzt an. „Wie meinen sie das?“ „Mein Hund braucht ein Erfolgserlebnis!“ Ich schaute mich um auf der Suche nach der versteckten Kamera. „Ähm, ihr Hund hat das Kaninchen nicht gefangen.“ Wie versteinert stand Mono auf dem Weg. Vor seinen Pfoten lag das Kaninchen, das er sehr whippettypisch kurz und knapp von seinem armseligen Dasein erlöst hatte. Und er machte nicht den Eindruck, als wollte er diskutieren. „Geben sie mir das Kaninchen!“ Ich musste lachen. Das war wie eine dieser Szenen im Kindergarten, wenn hysterische Mütter über die sensationellen Leistungen ihrer ach so hochbegabten Kinder streiten. „Nein! Mein Hund hatte einen sehr zweifelhaften und ganz sicher nicht gewollten Jagderfolg, weil ihr Hund zu langsam und zu duselig ist.“

    Der Weg. Zwischen Glück und Horror

    Die Dame fuchtelte mit ihrer Pfeife. „Mein Hund braucht aber jetzt ein Erfolgserlebnis!“ „Warum? Er hat nichts geleistet. Ganz im Gegenteil. Er hat ihr Gepfeife ignoriert und nicht – das nicht betonte ich sehr scharf – das Kaninchen gefangen.“ Der große Rüde stand nach wie vor verloren auf dem Weg. Beuteaggressiv ist der ganz sicher nicht, dachte ich. Mono rührte sich nicht von der Stelle. Angesichts der erdrückenden Faktenlage gab die grün behütete Frau endlich nach, leinte ihren erfolglosen Jäger an und verschwand ohne ein weiteres Wort zu verlieren.

    Ich liebe diesen Pfad nach oben sehr. Es gibt Tage, an denen er nicht ganz ungefährlich ist, aber er führt hinauf zum Glück. Dafür nehme ich einiges in Kauf. Sogar verpeilte Damen im Jägergewand.

  • Die Canon EOS R – Erste Eindrücke

    Die Canon EOS R – Erste Eindrücke

    Nun ist sie da die neue Canon EOS R und ich werde etwas unruhig. Denn weitläufige Ausflüge sind unter der Knute von Sturmtief Eberhard in diesen Tagen einfach nicht zu machen. Ich gebe zwar fast alles, wenn ich unbedingt fotografieren will, aber von einem Baum erschlagen lasse ich mich dann doch ungern.

    Es gab zwischendurch zum Glück ein paar trockene Stunden, so dass ich dann doch einige Schüsse draußen machen konnte, einfach um ein Gefühl für die Kamera und das dazu passende Kit-Objektiv RF 24-105er 4,0 IS USM zu bekommen.

    30,3 Megapixel Vollformat

    Mit ihren 30,3 Megapixeln ist die Spiegellose exakt in der Mitte zwischen meinen beiden liebsten Spiegelreflexkameras, der 1D X Mark II (20,2 MP) und 5Ds R (50,6 MP). 30,3 Megapixel sind schon eine echte Macht und versprechen sehr viel Detailtiefe. Mein ersten Bilder habe ich erst einmal im P-Modus gemacht, um zu sehen, was die EOS R ganz alleine kann. Ich fotografiere sonst niemals mit Auto-ISO, weil mir das insgesamt immer zu hell wird, aber an den ersten RAWs aus der EOS R hatte ich erst einmal nichts meckern. Die Farben sind sehr schön und die Schärfe ist bestechend, trotz ihres Tiefpassfilters, der den lästigen Moiré Effekt unterdrücken soll. Ich sage trotz, weil ich die 5Ds R gewohnt bin, die eben keinen hat und deshalb noch deutlich mehr Detailtiefe garantiert, bei Streifen und Karos aber dann dieses unerwünschte Flimmern produziert. Nun, wie oft fotografiere ich Streifen und Karos? Eher selten.

    Sperrmüllwoche im Nachbarviertel. Stühle gehören neben Fenstern, ja wer hätte das gedacht, zu meinen Lieblingsmotiven. Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 56mm, 1:4,0L IS USM, 1/80 sek., ISO 100, f/5,0

    Mit Touchdisplay und elektronischem Sucher

    Auf der Photokina konnte ich mir die neue Spiegellose zwar genau anschauen, doch natürlich muss ich mich jetzt wie immer erst in diese Kamera einwohnen. Ein Touchdisplay und ein elektronischer Sucher sind nicht das, womit ich täglich umgehe. Ehrlich gesagt hatte ich vor dem elektronischen Sucher richtig Schiss, weil ich so ein Ding auch schon einmal in unterirdisch schlecht erlebt habe. Aber ich muss sagen, der von der EOS R ist genau das Gegenteil. Der Sucher ist wirklich gut im Sinne von „fast wie ein optischer“. Ganz erstaunlich! Auch die Qualität des dreh-und schwenkbaren Touchdisplays ist in meinen Augen einer Kamera dieser Preisklasse würdig.

    Sperrmüllwoche im Nachbarviertel. Die Faszination des Chaos! Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 45mm, 1:4,0L IS USM, 1/100 sek., ISO 100, f/5,0

    Die Canon EOS R – ein kleiner Brummer

    Wer aber nun spiegellos mit Handtaschenknipse gleich setzt, ist bei der EOS R auf dem Holzweg. Denn sie ist mit ihren 580 Gramm durchaus ein Brummer. Das 24-105er Kit-Objektiv legt noch einmal 700 Gramm drauf. Mit dieser Kombi habe ich also genau 1,28 Kilo um den Hals. Ich persönlich mag die Schwere der qualitativ hochwertigen Kameras und Objektive. Nichts ist fibschig oder flötig oder klapperig. Die EOS R ist wunderbar griffig und robust, doch ganz sicher kein ausgesprochenes Leichtgewicht. Zum Vergleich, das Supersportmodell Canon EOS 1 DX Mark II wiegt ganz alleine 1340 Gramm, die Canon EOS 5Ds R 845 Gramm.

    Schöne Details. Hier ein Beschnitt von 6720 Pixel in der Breite auf 3791 Pixel. Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 42mm, 1:4,0L IS USM, 1/100 sek., ISO 100, f/5,0
    Stühle, die nicht „besessen“ werden, stimmen mich traurig. Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 56mm, 1:4,0L IS USM, 1/100 sek., ISO 100, f/5,6
    Test: Die Canon EOS R - Erste Eindrücke
    Das ungewollte Chaiselongue in einem freundlichen Hansaplast-Beige – Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 56mm, 1:4,0L IS USM, 39 mm, 1/125 sek., ISO 100, f/5,6

    Die EOS R mit dem RF 24-105mm 1:4,0L IS USM

    Zunächst zeige ich euch nur Fotos, die ich mit der Canon EOS R und dem passend zu ihr entwickelten 24-105er 1:4,0 gemacht habe. Canon hat mir zudem den EF-EOS R Bajonettadpater mitgeschickt, so dass ich alle meine EF Objektive auf der Spiegellosen nutzen kann. Aber dazu im nächsten Kapitel mehr, ebenso wie zu den vielfältigen Funktionen dieser Kamera. Die Exif-Daten der Fotos findet ihr wie immer in den Bildunterzeilen. (Das Titelbild nenne ich übrigens „Selbstportrait mit zwei Hunden“.)

    Test: Die Canon EOS R - Erste Eindrücke
    Orchideen sehr stark beschnitten – Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 39 mm, 1:4,0L IS USM, 1/125 sek., ISO 100, f/5,6

    Die Keyfacts zur Canon EOS R

    Typ – Spiegellose Vollformat Systemkamera
    Zielgruppe – ambitionierte Amateure / Profis
    Best for – Studio / Landschaft / Portrait / Architektur / Reportage
    Gewicht– etwa 580 Gramm
    Sensor – CMOS-Sensor 36 x 24 mm
    Pixel effektiv – 30,3 MP
    Bildprozessor – DIGIC 8 Prozessor
    Objektivanschluss – Objektivadapter EF-EOS R, Objektivadapter mit Steuerungsring EF-EOS R, Objektivadapter EF-EOS R (für Drop-In Filter)
    Autofokus  – darauf gehe ich noch ein
    LCD-Display – 8,01 cm (3,2 Zoll) Clear View LCD II mit ca. 2.100.000 Bildpunkte
    ISO-Empfindlichkeit – Auto 100 – 40.000
    Reihenaufnahmen – max. ca. 8 B/s
    Kartenschächte – 1 x SD
    Akku – hält einen langen Fototag durch
    Connectivity: Bluetooth, WLAN
    Best with
     – Weitwinkel-, Superweitwinkel, Portraitobjektive, Makro
    My two cent –  eine interssante Alternative zur Spiegelreflexkamera

    Preis: aktuell kostet der Body rund 2.499,- Euro, im Kit mit dem RF 24-105mm 1:4,0L IS USM dann 3499,-

  • Lebe wohl mein lieber Danny!

    Lebe wohl mein lieber Danny!

    Danny, Enjoy The Silence of Little Goblin, hat das Rudel verlassen. Seit nun mehr als drei Monaten lebt er so, wie es ihm zu einem Besseren gereicht. Ganz ohne Stress und ganz ohne Verwirrung. Es ist mir unendlich schwer gefallen, für ihn ein neues Zuhause zu suchen, aber es musste sein.

    Unser Leben ist geprägt von Entscheidungen. Minütlich, ja sekündlich müssen wir Entscheidungen treffen, die ganz banal unseren Alltag strukturieren und nicht selten lebensrettend sind. Ich gehe nicht über die Straße, weil ein Auto kommt. Ich gehe rechts herum, ich gehe links herum, ich kaufe kein Broccoli sondern lieber Kartoffeln.

    Danny der Scheue. Er schaut immer fragend.
    Danny, Enjoy The Silence of Little Goblin – Es gib Tage, an denen er mir entsetzlich fehlt.

    Eine schmerzhafte Entscheidung

    Neben diesen Banalitäten, mit denen wir uns maximal ein paar Sekunden beschäftigen, gibt es Gedanken, die lange gären und irgendwann eine Entscheidung erfordern. Dann kämpfe ich im Stillen. Ganz allein. Ich spiele immer und immer wieder Gedankenmodelle durch. Doch ich bin ein kommunikativer Mensch. Wenn ich gar nicht mehr weiter komme, dann rede ich. Zu meinem großen Glück habe ich vertrauenswürdige und kompetente Freunde, die Danny kennen und bereit waren, sich meinen Gedankenwust anzuhören. Die Knoten in meinem Kopf lösten sich und ich fühlte mich plötzlich ganz leicht.

    Ohne den Zuspruch und die Ratschläge von außen würde ich mich vermutlich heute noch mit meinen Gedanken im Kreis drehen und wäre letztendlich ein Opfer der klassischen Stereotypen geworden. „Wenn es nicht klappt, geht immer der jüngste Hund.“ In der Tat war das mein erster Gedanke. Hudson muss gehen. Da war der Kleine gerade ein halbes Jahr alt. Doch weiter geholfen hätte das niemandem. Vor allem Danny nicht. Denn er ist ein traumhafter, lieber Hund, der alles kann, außer sich in einem feststehenden Rudel zurecht zu finden und sich entsprechend zu verhalten. Es gibt solche Hunde. Irgendwann musste ich das akzeptieren.

    Lebe wohl lieber Danny!

    Aufgeben war nie eine Option

    Danny aufzugeben war eigentlich nie eine Option, gerade weil meine Familie und ich ihn so lieb haben. Er hat uns schließlich fast fünf Jahre begleitet und war uns drei Menschen immer überaus treu zugetan. Dennoch, ich habe erkennen müssen, dass Danny bei uns nicht der Hund war, der er eigentlich sein könnte. Mono hat er zum Glück immer respektiert, doch als Hudson kam, war er bald – unsicher wie Danny immer war – eingeklemmt zwischen zwei sehr starken Charakteren. Weder Mono noch Hudson waren jemals grantig oder böse zu ihm. Ganz im Gegenteil. Monos enormer Wille, jedes Rudelmitglied friedvoll zu integrieren, hat uns über eine lange Zeit sehr geholfen. Doch ganz gegen seine Art gab Mono irgendwann auf und quittierte Dannys Verhalten mit Ignoranz. Für Mono war Danny irgendwann nur noch Luft. Sie lebten nebeneinander nicht miteinander. Das war schon lange bevor Hudson einzog. Hudson sodann liebte seinen Danny und nahm es einige Wochen nicht krumm, dass diese Liebe nicht erwidert wurde. Doch es war abzusehen, dass Hudson irgendwann auf Dannys Unsicherheit reagieren würde.

    Ich wollte nicht wahrhaben, dass mir das passiert, aber ich wusste, dass ich handeln musste. Denn mein Alptraum war es immer, nicht aus dem Haus gehen zu können, ohne Angst zu haben, dass sich meine Hund gegenseitig an die Wäsche gehen. Das sollte es hier nicht geben und das wird es hier niemals geben.

    Das ist eines meiner Lieblingsfotos von Danny und ich werde es in Ehren halten. Neue wird es nie wieder von mir geben. Das ist hart, aber ich werde mich irgendwann damit abfinden.
    Das ist eines meiner Lieblingsfotos von Danny und ich werde es in Ehren halten. Neue wird es nie wieder von mir geben. Das ist hart, aber ich werde mich irgendwann damit abfinden.

    Ich muss den Frieden erhalten

    Ich habe alles versucht, um den Frieden in diesem Haus zu erhalten, denn Aufgeben gehört grundsätzlich nicht in meinen Wortschatz. Und, wenn es in einer Dreierkonstellation nicht stimmt, ist natürlich der Halter der Hunde verantwortlich. Versagen? Das ist so ein Wort! Doch manchmal passt die Kombination der Individuen einfach nicht. Mono wird nicht jünger. Hätte ich Hudson abgegeben, wäre Danny in ferner Zukunft allein gewesen. Niemals hätte ich ihm einen Welpen an die Seite setzen können. Aber ein Einzelhund ist er auch nicht. Er würde also irgendwann – trotz der Menschen, die ihn immer geliebt haben – ein sehr unglücklicher Whippet sein.

    Allerdings, was mit Danny und Rüden nicht klappt, geht mit Hündinnen um so besser. Um also sicher zu stellen, dass er ein schönes Whippetleben haben wird, habe ich/haben wir gezielt nach einer wesensfesten, weiblichen Begleitung für ihn gesucht. Und siehe da, nun blüht er auf und zeigt all die guten Seiten, die er schon immer hatte. Er ist der liebenswerte, wohlerzogene, anhängliche Whippet, den ich kenne. Ich weiß, dass es ihm gut geht bei seinen neuen Whippetverstehern, die ihr Sofa liebevoll für ihn und sein Mädchen zurecht gemacht haben.

    Danny - Enjoy The Silence of Little Goblin. Obwohl dieses Foto ganz sicher im Sinne der Whippetwelt perfekt ist, ist es dennoch eines meiner Lieblingsfotos.
    Danny – Enjoy The Silence of Little Goblin. Obwohl dieses Foto ganz sicher im Sinne der Whippetwelt nicht perfekt ist, ist es dennoch eines meiner Lieblingsfotos. Wir hatten eine schöne Zeit, Kleiner!

    Vielen Dank für eure Hilfe!

    Lebe wohl mein wunderschöner Danny! Vielen Dank für die Zeit mit dir. Du wirst immer ein Teil unseres Lebens bleiben. Jedes Mal, wenn ich im Radio Enjoy The Silence von Depeche Mode läuft, werde ich Tränen in den Augen haben. Doch nun ist es Zeit, loszulassen und dir ein tolles Leben zu wünschen.

    Ich möchte allen Beteiligten von Herzen danken. Danny hat den besten Platz gefunden, den ich mir für ihn vorstellen kann. Vielen Dank an die Initiative Windhundhilfe e.V., an Liane Bertlich, Anke Severidt-Frank, Christa Riebel, Brigitta Bürger und Beatrix Braake. Danke, dass ihr mir zugehört und geholfen habt. Ohne eure Ratschläge und eure Unterstützung hätte ich das niemals geschafft.

  • Schwarz ist keine Farbe. Kapitel 3

    Schwarz ist keine Farbe. Kapitel 3

    Im Kegel der Taschenlampe tat sich ein elegantes, von zwei großen, steinernen Hunden bewachtes Portal auf. Ein Kollege winkte Bruegel und Cocky zu sich. „Geht direkt durch in den Salon! Die Fotografen waren schon da.“ „Oh, wir haben einen Salon.“, mokierte sich Bruegel. „Ich habe nur ein schlichtes Wohnzimmer.“ „Peter, du hast einen Raum, den dein Vermieter Wohnzimmer nennt.“ Cocky war erstaunlich gut drauf.

    Im Zentrum des großen Raums auf einem dicken, sehr starkfarbigen Teppich stand ein ausladendes Sofa. Seine Polster aus blutrotem Samt, die voluminösen Kissen mit Seidentroddeln und der vergoldete Rahmen schienen einem Boudoir der Belle Époque entsprungen. Eingesunken in das Meer aus Samt lag lang ausgestreckt ein silberhaariger Mann. Er sah aus, als schliefe er. Einzig seine geschlossen Augen wirkten merkwürdig eingefallen. Das flaschengrüne Tweedjacket mit violettem Einstecktuch, seine feine kamelhaarfarbene Cordhose und die dunkelbraunen Schuhe ließen auf viel Geschmack und noch mehr Geld schließen. In seinem rechten Arm, wie zum Schlaf eingerollt, lag ein kleiner, dunkel gestromter Hund, dessen Rasse keiner der Polizisten zunächst identifizieren konnte. In seiner linken Armbeuge lag ein weiterer, dessen Farbe Bruegel schnell als so etwas wie Beige einstufte. Auch dieses Tier sah aus, als schliefe es tief und fest. Auf einem zierlichen Teetischchen standen ein Flasche Weißwein und ein halb volles Glas. Die Spurensicherung hatte schon ein rotes Nümmerchen angebracht, das sich farblich gekonnt in die Szene einschmiegte. 

    Bruegel scannte den Raum. Die dunkle Täfelung gab dem Salon etwas Beklemmendes. Gemälde überall. „Die Petersburger Hängung war noch nie meins!“, sinnierte Bruegel, aber von dem einen oder anderen Bild konnte er einfach nicht lassen. Die fein gearbeiteten Jagdstücke faszinierten ihn. „Peter!“ Cocky holte ihn unsanft zurück. „Peter! Kannst du dich jetzt mal auf unser Opfer konzentrieren!“ „Ungern!“ Bruegel hatte keine Lust auf den Scheiß. Cocky holte aus:“Also, wir haben hier einen Herren, etwa zwischen 55 und 60 Jahre alt, manikürte Fingernägel, perfekte Zähne, Haare geschnitten, frisch rasiert. Insgesamt sehr gepflegt also. Jacket vom Schneider, und so weiter.“ Cocky hielt inne. „In seinen Armen liegen zwei Whippets, die vermutlich ebenso wie der Greyhound von heute morgen, unter Fachkenntnis eingeschläfert wurden. Sie sind vollkommen unverletzt.“ Bruegels Ungeduld wuchs:“ Jetzt komm mal auf den Punkt, Cocky!“ 

    Schwarz ist keine Farbe. Kapitel 3

    Sein Kollege setzte die übliche beleidigte Mine auf, die Bruegel immer wieder zu verstehen gab, dass er sich im Ton vergriffen hatte. „Wir haben hier Leopold Wilhelms, 56 Jahre alt, Immobilienmakler und allgemein bekannter Züchter von diesen klapprigen Hunden da, die in seinen Armen liegen. Jemand hat ihn wohl draußen im Garten niedergeschlagen, ihn auf diesem Sofa drapiert und ihm dann Augäpfel und Zunge entfernt. Tödlich war schließlich ein Stich direkt ins Herz. Mit einer lagen Nadel oder so. Der Einstich ist winzig klein. Todeszeitpunkt heute etwa zwischen 17:00 und 18:00 Uhr. Es gibt kein Blut. Der Täter muss Wilhelms gewaschen und umgezogen haben. Keine Kampfspuren und offenbar wurde nichts gestohlen. Wir haben alles extra für dich wieder so hergerichtet, damit du dir ein Bild machen kannst.“ „Wieder die Zunge. Na, das hat sich ja einer richtig Mühe gemacht. Lebte er allein?“ „Nein, sein Freund sitzt nebenan in der Küche. Bitte Peter, versuche einfühlsam zu sein. Er ist total mit den Nerven runter.“ Bruegel verstand die Anspielung nicht. Er durchschritt den Salon. Die Gemälde. Wunderbar! Der Tote im samtenen Meer muss ein Kenner gewesen sein. „Küche, also? Gibt es irgendwen, der mir einen Kaffee macht?“, bellte er. 

    „Und sie sind jetzt wer?“ Bruegels Kopfschmerzen hatten Schlagbohrerintensität erreicht. Auf einem kleinen, hölzernen Stuhl saß ein junger Mann. Er zuckte zusammen, als Bruegel ihn ansprach. Wie im Schüttelfrost bibberte er am ganzen Körper. Sein Gesicht war derart verheult, dass sogar in Bruegels verknöcherter Welt plötzlich ein bisschen Mitleid Platz fand. Er versuchte seine Stimme zu senken:„Wie heißen sie?“ „Ich heiße Matthias Gallas.“ Tränen rannen über sein zartes Gesicht, das ohne weiteres das eines jungen Mädchens hätte sein können. Doch seine Augen lagen wie zwei dunkle, harte Kiesel unter seinen Brauen. Pavarotti! Luciano Pavarotti hatte auch diese schwarzen, steinernen Augen. Eine begnadete Stimme aber Augen ohne jede Emotion.

    Bruegel versuchte, sich zu konzentrieren: „Sie sind der Lebensgefährte des Toten, richtig?“ „Ja, bin ich! Und er heißt Leo! Merken sie sich das bitte.“ „Sie wohnen hier? Ist ihnen heute im Laufe des Tages etwas Ungewöhnliches aufgefallen? Hatten sie Besuch? Waren Fremde auf ihrem Grundstück?“ Matthias schnäuzte sich:“ Ja, ich wohne hier und nein, ich war seit heute Morgen um sechs Uhr unterwegs und erst gegen neunzehn Uhr wieder hier. Ich habe Leo gefunden und dann sofort die Polizei gerufen.“ „Wo waren sie den ganzen Tag?“ „Ich habe eine unserer Hündinnen decken lassen.“ „So eine wie die beiden auf dem Sofa?“ „Ja, eine unserer Whipptehündinnen.“ „Wo genau waren sie?“ „Ich war bei einem Züchter in den Niederladen.“ „Name, Adresse! Er wird sicher bestätigen können, dass sie dort waren.“ Matthias drehte sich langsam zu Bruegel hinüber:“Natürlich!“ Der gelangweilte, kalte Unterton in seiner Stimme passt zu seinen Augen, dachte Bruegel, aber nicht zu einem der Situation angemessenen Gemütszustand. „Meine Kollegen werden alle weiteren Informationen aufnehmen. Bitte halten sie sich zu unserer Verfügung.“ Diese Augen! Er mochte Matthias nicht. 

    Bruegel verließ das Haus durch den Hintereingang. Die Nachtluft tat seinem Kopf gut. Der Himmel war nun sternenklar. „Nessun dorma, nessun dorma …“  Bruegel sang leise. Pavarottis Stimme hatte dieses Arie aus Puccinis Turandot Unsterblichkeit verliehen. „Keiner schläft, keiner schläft …“ Irgendjemand verliert keine Zeit. Heute Morgen auf der Rennbahn, heute Nachmittag hier.“ Bruegel drehte sich ruckartig um und rannte zurück in den Salon. Die Hände. Er schaute sich die Hände von Leopold Wilhelms an. Sein rechter Ringfinger hatte eine tiefe, helle Kerbe von einem Ring, den er sehr lange getragen haben muss. „Gallas! Wo ist Gallas?“ Bruegel brüllte. Gallas kam aus der Küche geschlichen. „Ihr Freund, also Leo, trug einen Ring. Wo ist er?“ Gallas glotzte verstört. „Ich habe keine Ahnung. Gestern trug er ihn ganz sicher noch. Es ist ein goldener Siegelring, den er weder unter der Dusche noch in der Nacht ablegte.“ „Was bedeutete dieser Ring für ihn?“ Gallas schüttelte den Kopf:“Ich weiß es nicht.“

    „Cocky, ruf mal die Kollegen an. Sie sollen nachsehen ob dem Holländer von heute Morgen ein Ring fehlt.“ „Ein Ring?“ „Ja ein Ring, Cocky! Mach einfach! Und ich brauche jetzt endlich meinen Kaffee.“ „Unsere Zugehfrau hat heute frei. Ich mache ihnen eine Bloody Mary. Die können sie ganz sicher besser gebrauchen. Und ich auch.“ Gallas ging langsam zurück in die Küche. „Gallas?“ Bruegels Ton war hart. „Gallas, der Ring. Denken sie nach! Und schauen sie mit den Kollegen von der Spurensicherung ihre Kleiderschränke durch. Was fehlt? Es müssen die Stücke sein, die Leo heute getragen hat.“ Gallas nickte unterwürfig, aber er hasste diesen groben, lauten Polizisten, dem ganz offensichtlich niemand Manieren beigebracht hatte. Und wen meinte er mit dem Holländer? Er wollte zu den Hunden. Die liebenswerten, warmen Wesen waren an diesem Abend die einzigen, die ihn trösten konnten.


  • Dann ließ man uns auf die Menschheit los

    Dann ließ man uns auf die Menschheit los

    Wir schreiben viel über unsere Hunde. Wir schreiben darüber, was sie mögen oder auch nicht, was sie tun oder was sie gerade nicht tun wollen. Wir schreiben, wie schön, süß, nett, verschroben, verfressen oder böse sie sind. Könnten unsere Hunde über uns schreiben, wir müssten uns ganz sicher die Augen reiben und uns fragen, ob wir tatsächlich gemeint sind.

    Whippetohren - Mono der Wächter - Unter tausenden Whippets könnte ich ihn allein an seinen Ohren wiedererkennen.
    Mono der Wächter – Unter tausenden Whippets könnte ich ihn allein an seinen Ohren wiedererkennen.

    Als ich neulich für die neue Website des Deutschen Windhundzucht- und Rennverbandes e.V. den Text über die Whippets schrieb, juckt es mir schon in den Fingern, Mono sprechen zu lassen. Er ist der nun fast neun Jahre alte Boss. An wilden Tobereien beteiligt er sich nur noch selten. In sich ruhend wie ein buddhistischer Mönch wacht er über sein Rudel und denkt sich seinen Teil. Doch wer nun schlussfolgert, dass er deshalb der altruistische Überwhippet sein muss, ist auf dem Holzweg.

    Mono fragt sich …

    Er würde sich nämlich folgendes fragen: Warum tun die sich das an? Sind die total bescheuert? Warum lassen sie sich jeden Tag nach Strich und Faden verarschen? Kaum stehe ich an meinem Cosybed und mache Kulleraugen, kommt ein Zweibeiner gerannt. Mono? Komm, ich decke dich zu. Ich darf das, weil ich ein Senior bin, sagen sie dann. Aber, die Nummer ziehe ich schon ab seitdem ich ein vorpubertärer Proll war, der aussah wie die Laubsägearbeit eines notorischen Absinthtrinkers. Nein, so schlimm war es nicht. Aber fast.

    Was habe ich, was haben wir an uns, dass sie uns opportunistische, dreiste, manipulative, freigeistige, nicht selten beratungsresistente, dickköpfige Erscheinungsformen so sehr anbeten? Ist das eine Spielart von Masochismus? Eher nicht, denn wir können, wenn alles passt, auch richtig nett sein.

    Früher habe ich sie springen lassen, weil ich das Futter mit dem fiesen Nachgeschmack nicht mochte, heute lasse ich sie hüpfen, weil mein Lieblingskeks nicht pünktlich aus der Packung wandert. Und sie hüpfen tatsächlich. Aber ich bin ja ein Senior. Dem verzeiht man das. Ich lache mich scheckig! Wenn das Alter diese Vorzüge mit sich bringt, dann werde ich mindestens hundertsieben.

    Whippets sind regen- aber nicht wasserscheu. Dieses Wasser war wohl doch kälter, als Hudson es vermutet hatte.
    Das Wasser war wohl doch kälter, als Hudson es vermutet hatte.

    Leider haben sie dazu gelernt

    Allerdings muss ich zugegeben, dass sie dazu gelernt haben. Sie lassen mich warten. Sie verweigern mir den dritten Keks, weil ich angeblich zugenommen habe. Sie rufen mich ran, wenn ich jagen will und sie halten mich davon ab, die French-Bulldogs zu verprügeln, die ich so hasse. Aber ich werde es wieder versuchen, wenn keiner hin schaut. Das wird sehr bald geschehen, denn heute bin ich so etwas wie ein Leisetreter. Wenn die anderen rennen wie die Irren, bellen, toben, tue ich so, als gäbe ich mich voll und ganz der Suche nach Mäusen hin. Unter strenger Überwachung stehe ich auch deshalb schon lange nicht mehr. Ich genieße ihr Vertrauen und das nutze ich. Nicht mehr so oft, aber bei Gelegenheit. Diese Taktik ist perfekt, um Verlustängste zu schüren, nur leider hat Hudson das noch nicht kapiert.

    Whippet auf Mäusejagd. Er kann sie tatsächlich hören.
    Mono auf Mäusejagd. Er kann sie tatsächlich hören.

    Verweigere das Normale, fordere das Besondere!

    Manchmal ist er ja ganz witzig, aber dieses durchgeknallte, daueraktive Jubelmonster ist viel zu sehr damit beschäftigt, Everbody’s Darling zu sein. Zurückhaltung ist der Schlüssel, nicht Aufdringlichkeit. Entziehe dich und du hast alle Augen auf dir. Dann höre ich: Mono? Mooono! Ich könnte mich wegrollen, wenn ich diesen komischen Unterton in ihrer Stimme höre. Sie macht sich Sorgen. Ich erlaube mir noch ein wenig zu stöbern und gebe dann Gas. Hier bin ich. Zack, Keks. So einfach ist das. Aber der Zwerg, der haut die Hacken in den Teer, wenn nur irgendwer seinen Namen denkt. Natürlich kann er dann nicht jedes Mal ein Goodie abgreifen und guckt dann immer ganz verstört.

    Das schlimmste ist, er nimmt schnödes Trockenfutter. Einfach so, unterwegs und hat dabei keine blasse Ahnung, dass er quasi mit dem Dampfhammer die Preise in den Boden stampft. Wobei wir wieder bei der Feinabstimmung wären. Verweigere das Normale, fordere das Besondere! Ich liebe dieses blöde Gesicht, wenn sie mich belohnen will, ich aber den Brocken in ihrer Hand schlicht ignoriere. So setzt man sie unter Druck, du Nullchecker!

    Whippets können kein Wässerchen trüben …? Wer's glaubt! Dotti die Meisterdiebin und Gianna die Sprungfeder.
    Whippets können kein Wässerchen trüben …? Wer’s glaubt! Dotti die Meisterdiebin und Gianna die Sprungfeder.

    Ich bin der Geheimnisvolle

    Vermutlich wird die kleine Landplage das niemals verstehen, denn er ist ganz anders als ich. Er ist weder distinguiert noch feingeistig, weder geheimnisvoll noch wählerisch. Hudson ist diese Art von Freund, der dich ständig anbufft, der auf deine Schulter haut, der sein Bier so runter stürzt, dass ihm der Schaum aus der Nase quillt und der immer über seine eigenen Witz lacht. Auch deshalb kriegt er von den Mädels ständig die Hucke voll. Ich hingegen halte mich meistens zurück. Und dafür lieben sie mich. Denn sie wollen keinen Clown, der sie blöd von der Seite anquatscht. Sie wollen den eleganten Herren, der allein in der schummerigen Ecke einer Bar sitzt und sie gar nicht zu bemerken scheint.

    Drei Whippets im Vorbeiflug
    Mono – im Vordergrund – ist der mittlerweile recht stille Beobachter. Vor ein paar Jahren noch hätte er sie alle in Grund und Boden gerannt.

    Ich entziehe mich. Ich werfe Fragen auf.

    Fremde Menschen fallen übrigens immer wieder darauf herein. Wenn Hudson, der Depp, schon längst Nasenabdrücke auf Brillen und Pfotenspuren auf Hosen hinterlassen hat, stehe ich daneben und ignoriere. Ich ignoriere so laut, dass spätestens nach dreißig Sekunden die immer gleiche Frage kommt: Und der da ist der Schüchterne, ne? Äh, ne. Ihr interessiert mich einfach nicht. Und genau deshalb wollen sie alle meine Aufmerksamkeit. Das kann doch nicht sein, dass dieser Hund mich ignoriert. Ich konnte doch schon immer gut mit Tieren … blablaba. Nein, ich entziehe mich, ich werfe Fragen auf, die beantwortet werden wollen. Ich habe sie alle im Griff. Schließlich haben sie mich auf sich selbst losgelassen. Nun müssen sie mit den Konsequenzen leben.

  • Schwarz ist keine Farbe. Kapitel 2

    Schwarz ist keine Farbe. Kapitel 2

    Der grüne Tercel schlingerte. Trotz des heißen Kaffees, den er schließlich doch bekommen hatte, war Bruegel bis auf die Knochen durchgefroren. An irgendeiner roten Ampel, er konnte sich später nicht mehr erinnern, welche es genau war, träumte er von einer heißen Dusche und einem sehr großen Glas seines Cos d’Estournel.

    Gerade als er zum Anfahren den ersten Gang einlegen wollte, meldete sich sein Handy mit der seidenweichen Titelmelodie seiner Lieblingsserie. Er ließ den Schalthebel los, um nach dem Handy zu greifen, gab aber weiter Gas. Der Tercel heulte. „Ja, was denn? Ich fahre!“ Hinter ihm hupte jemand. „Cocky, was denn?“ „Mann, brüll doch nicht so! Wir haben den Toten von der Rennbahn in die Pathologie gebracht und den Hund gleich mit. Anita vermutet, dass der Greyhound eingeschläfert wurde, bevor man ihm die Hoden abgeschnitten hat. Erste Ergebnisse gibt es nicht vor morgen Mittag.“ „Verdammt, dann ruf mich doch auch erst morgen Mittag an!“

    Bruegel und sein Tercel standen mitten auf der Kreuzung. Er konnte zwar zur selben Zeit denken und fahren, aber nicht fahren und sprechen. „Alter! Jetzt mach mal endlich deine scheiß Keksdose hier weg!“ An Bruegels beschlagenem Fenster hatte sich ein Wesen aufgebaut, dessen vernebelte Fratze verzweifelt versuchte, ihm etwas mitzuteilen. Peter Bruegel neigte seinen Kopf sehr gemächlich nach links. Wie ein Fisch, dachte Bruegel, wie ein Fisch an der Scheibe seines Aquariums. In diesem Moment wollte er nicht mehr Columbo sein. Er wollte einfach nur Peter Bruegel sein. Zu seiner eigenen Überraschung blieb er dennoch ruhig, legte sehr langsam den ersten Gang ein und fuhr los. Einfach so, ohne den pöbelnden Schnösel zur Sau gemacht zu haben.

    Seine Kreppsohlen quietschten. „Herr Bruegel, wie geht es ihnen denn heute?“ In seinem Leben gab es sehr wenige Konstanten. Alles um ihn herum geschah auf eine merkwürdig beliebige Weise und meistens zufällig. Allein auf seine Nachbarin konnte er sich verlassen wie auf eine Atomuhr. Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit er nach Hause kam, Frau Jonghelinck erwischte ihn. „Ganz gut, Frau Jonghelinck. Sie wissen ja, Winter ist Winter.“ „Ja, wem sagen sie das! Fragen sie mich mal. Aber wir wollen ja nicht klagen! Kommen sie auf einen Kaffee hinein?“ „Das ist sehr freundlich, Frau Jonghelinck, aber sie wissen ja, ich bin sehr eingespannt!“ „Ach Herr Bruegel, ich weiß, ich weiß.“ Sie hatte sich längst eingestanden, dass er niemals einen Kaffee mit ihr trinken würde. Aber einen Versuch war es immer wieder wert.

    Bruegel warf seine Schlüssel auf den Schreibtisch. Am Türrahmen der Küche blieb er stehen und lauschte seinem Tinitus. Dieses leise hohe Pfeifen würde ihm fehlen, wäre jemals irgendjemand in der Lage, es abzustellen. Also tat er erst gar nicht dagegen und nahm es einfach hin. Jetzt lechzte er nur nach seinem Cos d’Estournel, der brav in einer tönernen Röhre unter der Spüle auf ihn gewartet hatte. Dieser Wein! Teurer als der komplette Satz Winterreifen für seinen Tercel, aber jeden verdammten Cent wert. Vorsichtig entkorkte er die Flasche, holte sich ein Glas aus dem Schrank, goss es bis zum Rand voll und stürzte den Inhalt in zwei Zügen hinunter.

    Bruegel- Schwarz ist keine Farbe. Kapitel 2

    Dann erlaubte er sich, das zweite Glas einzuschenken. Der 2ème Grand Cru Classé Saint-Estèphe duftete betörend. Bruegel war so verzückt von diesem heiligen Moment, dass er fast das Trällern seines Handys überhört hätte. „Was?“ „Peter?“ „Ja wer denn sonst, Mann!“ „Peter, wir haben noch eine Leiche. Genauso zugerichtet wie der Holländer.“ „Wo?“ „Etwa 80 Kilometer von unserem Tatort entfernt. Ich schicke dir die Adresse.“ Die Kollegen waren schnell und gut vernetzt. Bruegels Tempo war das nicht, aber er hatte gelernt, sich anzupassen. Er lehnte an seiner ältlichen Küchenzeile und starrte über den Rand seines Glases. Wieso pilzte die Sockelleiste seiner Spülmaschine so merkwürdig auf? Sie sah aus, als wohnten kleine Wesen unter ihrem Furnier, das ihr Hersteller damals mit der Farbe White Forrest bezeichnet hatte. „Heute wohl eher Black Forrest.“, witzelte er vor sich hin. Der Wasserschaden von neulich hatte wohl doch ein paar Spuren hinterlassen.

    Gierig trank er den Rest. Sein wunderbar tief dunkles Rot hätte schlimme Bilder in seinem Kopf produzieren können, doch an diesem Tag blieben sie still. Er musste los. Fünf Minuten später saß er in seinem Tercel. Er würde ihn über die Autobahn pilotieren müssen, was schon immer ein ausgewachsener Albtraum für ihn war. Doch die zwei großen Gläser Cos d’Estournel hatten sein Angstzentrum pünktlich zur Abfahrt lahm gelegt. Mit ungewohnt guter Laune machte er sich auf den Weg, die nächste Grausamkeit zu besichtigen, die die Menschheit an diesem Tag für ihn zu bieten hatte.

    Es schneite. Laster fuhren auf ihn auf. Manche schafften es sogar, ihn am Berg zu überholen. Bruegel kümmerte das wenig. Mit entspannten achtzig Kilometern die Stunde rollte er seinem Ziel entgegen, das laut Cocky sehr hübsch in sanft hügeliger Landschaft lag. Als er rund neunzig Minuten später eine von Buchsbäumen gesäumt Auffahrt hinauf fuhr, hatten sich zu seinem mittlerweile wieder nüchternen Ich hämmernde Kopfschmerzen hinzugesellt. „Cocky?“ Bruegel brüllte in die Dunkelheit. Starke Taschenlampen zuckten durch einen gepflegten Garten. „Peter? Mann, wo bleibst du denn?“ Der weiße Kies knirschte sehr laut unter seinen Kreppsohlen. Von weit hinten waberte helles Bellen zu ihnen herüber. „Wieder ein toter Hund?“ „Nicht nur das.“, brummte Cocky und wies ihm den Weg.