Ausprobiert

Die Canon EOS R – Erste Eindrücke


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Nun ist sie da die neue Canon EOS R und ich werde etwas unruhig. Denn weitläufige Ausflüge sind unter der Knute von Sturmtief Eberhard in diesen Tagen einfach nicht zu machen. Ich gebe zwar fast alles, wenn ich unbedingt fotografieren will, aber von einem Baum erschlagen lasse ich mich dann doch ungern.

Es gab zwischendurch zum Glück ein paar trockene Stunden, so dass ich dann doch einige Schüsse draußen machen konnte, einfach um ein Gefühl für die Kamera und das dazu passende Kit-Objektiv RF 24-105er 4,0 IS USM zu bekommen.

30,3 Megapixel Vollformat

Mit ihren 30,3 Megapixeln ist die Spiegellose exakt in der Mitte zwischen meinen beiden liebsten Spiegelreflexkameras, der 1D X Mark II (20,2 MP) und 5Ds R (50,6 MP). 30,3 Megapixel sind schon eine echte Macht und versprechen sehr viel Detailtiefe. Mein ersten Bilder habe ich erst einmal im P-Modus gemacht, um zu sehen, was die EOS R ganz alleine kann. Ich fotografiere sonst niemals mit Auto-ISO, weil mir das insgesamt immer zu hell wird, aber an den ersten RAWs aus der EOS R hatte ich erst einmal nichts meckern. Die Farben sind sehr schön und die Schärfe ist bestechend, trotz ihres Tiefpassfilters, der den lästigen Moiré Effekt unterdrücken soll. Ich sage trotz, weil ich die 5Ds R gewohnt bin, die eben keinen hat und deshalb noch deutlich mehr Detailtiefe garantiert, bei Streifen und Karos aber dann dieses unerwünschte Flimmern produziert. Nun, wie oft fotografiere ich Streifen und Karos? Eher selten.

Sperrmüllwoche im Nachbarviertel. Stühle gehören neben Fenstern, ja wer hätte das gedacht, zu meinen Lieblingsmotiven. Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 56mm, 1:4,0L IS USM, 1/80 sek., ISO 100, f/5,0

Mit Touchdisplay und elektronischem Sucher

Auf der Photokina konnte ich mir die neue Spiegellose zwar genau anschauen, doch natürlich muss ich mich jetzt wie immer erst in diese Kamera einwohnen. Ein Touchdisplay und ein elektronischer Sucher sind nicht das, womit ich täglich umgehe. Ehrlich gesagt hatte ich vor dem elektronischen Sucher richtig Schiss, weil ich so ein Ding auch schon einmal in unterirdisch schlecht erlebt habe. Aber ich muss sagen, der von der EOS R ist genau das Gegenteil. Der Sucher ist wirklich gut im Sinne von „fast wie ein optischer“. Ganz erstaunlich! Auch die Qualität des dreh-und schwenkbaren Touchdisplays ist in meinen Augen einer Kamera dieser Preisklasse würdig.

Sperrmüllwoche im Nachbarviertel. Die Faszination des Chaos! Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 45mm, 1:4,0L IS USM, 1/100 sek., ISO 100, f/5,0

Die Canon EOS R – ein kleiner Brummer

Wer aber nun spiegellos mit Handtaschenknipse gleich setzt, ist bei der EOS R auf dem Holzweg. Denn sie ist mit ihren 580 Gramm durchaus ein Brummer. Das 24-105er Kit-Objektiv legt noch einmal 700 Gramm drauf. Mit dieser Kombi habe ich also genau 1,28 Kilo um den Hals. Ich persönlich mag die Schwere der qualitativ hochwertigen Kameras und Objektive. Nichts ist fibschig oder flötig oder klapperig. Die EOS R ist wunderbar griffig und robust, doch ganz sicher kein ausgesprochenes Leichtgewicht. Zum Vergleich, das Supersportmodell Canon EOS 1 DX Mark II wiegt ganz alleine 1340 Gramm, die Canon EOS 5Ds R 845 Gramm.

Schöne Details. Hier ein Beschnitt von 6720 Pixel in der Breite auf 3791 Pixel. Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 42mm, 1:4,0L IS USM, 1/100 sek., ISO 100, f/5,0
Stühle, die nicht „besessen“ werden, stimmen mich traurig. Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 56mm, 1:4,0L IS USM, 1/100 sek., ISO 100, f/5,6
Test: Die Canon EOS R - Erste Eindrücke
Das ungewollte Chaiselongue in einem freundlichen Hansaplast-Beige – Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 56mm, 1:4,0L IS USM, 39 mm, 1/125 sek., ISO 100, f/5,6

Die EOS R mit dem RF 24-105mm 1:4,0L IS USM

Zunächst zeige ich euch nur Fotos, die ich mit der Canon EOS R und dem passend zu ihr entwickelten 24-105er 1:4,0 gemacht habe. Canon hat mir zudem den EF-EOS R Bajonettadpater mitgeschickt, so dass ich alle meine EF Objektive auf der Spiegellosen nutzen kann. Aber dazu im nächsten Kapitel mehr, ebenso wie zu den vielfältigen Funktionen dieser Kamera. Die Exif-Daten der Fotos findet ihr wie immer in den Bildunterzeilen. (Das Titelbild nenne ich übrigens „Selbstportrait mit zwei Hunden“.)

Test: Die Canon EOS R - Erste Eindrücke
Orchideen sehr stark beschnitten – Geschossen mit der Canon EOS R und dem Canon RF 24-105mm, 39 mm, 1:4,0L IS USM, 1/125 sek., ISO 100, f/5,6

Die Keyfacts zur Canon EOS R

Typ – Spiegellose Vollformat Systemkamera
Zielgruppe – ambitionierte Amateure / Profis
Best for – Studio / Landschaft / Portrait / Architektur / Reportage
Gewicht– etwa 580 Gramm
Sensor – CMOS-Sensor 36 x 24 mm
Pixel effektiv – 30,3 MP
Bildprozessor – DIGIC 8 Prozessor
Objektivanschluss – Objektivadapter EF-EOS R, Objektivadapter mit Steuerungsring EF-EOS R, Objektivadapter EF-EOS R (für Drop-In Filter)
Autofokus  – darauf gehe ich noch ein
LCD-Display – 8,01 cm (3,2 Zoll) Clear View LCD II mit ca. 2.100.000 Bildpunkte
ISO-Empfindlichkeit – Auto 100 – 40.000
Reihenaufnahmen – max. ca. 8 B/s
Kartenschächte – 1 x SD
Akku – hält einen langen Fototag durch
Connectivity: Bluetooth, WLAN
Best with
 – Weitwinkel-, Superweitwinkel, Portraitobjektive, Makro
My two cent –  eine interssante Alternative zur Spiegelreflexkamera

Preis: aktuell kostet der Body rund 2.499,- Euro, im Kit mit dem RF 24-105mm 1:4,0L IS USM dann 3499,-


Canon hat mir Canon EOS R und das Canon RF 24-105 mm 1:4,0L IS USM zum Testen zur Verfügung gestellt.

Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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