Neulich beschwerte sich jemand, natürlich nicht direkt, sondern um zwei Ecken, dass ich ein Foto von Hupsi veröffentlicht hatte, auf dem er es wagt, doofe Ohren zu machen. Weder seine Züchterin, noch die Züchterin von Hudsons Vater, noch sonst wer fanden dieses Foto anrüchig. Aber von ganz außen kam: „Das muss raus aus dem Netzt. Das geht doch nicht! “ Doch das geht und erkläre jetzt mal ganz genau warum.
Doofe Ohren sind Alltag.
Bunter Salat auf dem Kopf
Meine Hunde sind keine Ganztagsmodels. Sie sind Hunde, die spielen, die flitzen, toben und in merkwürdigen Körperhaltungen schlafen. Sogar Mono, der die Inkarnation des perfekten Ohrs an sich ist, hat manchmal bunten Salat auf dem Kopf. Ja und? Jeder Whippetzüchter und jeder Spezialrichter auf der Welt weiß genau, wie wild es oberhalb der hübschen Köpfchen insbesondere von jungen Whippets aussehen kann. Das ist kein Geheimnis. Also ist es vollkommen unsinnig, permanent und ständig nur vermeintliche Makellosigkeit zu publizieren, um bloß niemanden zu verschrecken. Und wenn? Wird ein namhafter Richter, der den Hund mit den doofen Ohren ganz vielleicht auf Facebook sehen könnte, gleich seine super geheime Liste zücken und notieren: „Hudson of Little Goblin hatte am 5.02.2019 doofe Ohren.“ Wohl kaum.
Danny und sein Ohr. Das hat er eindeutig von seinem Vater Ch.Play A While Nokia geerbt.
Das Spiel ist auf dem Platz
Außerdem, das Spiel ist immer noch auf dem Platz. Mono käme es niemals in den Sinn, im Ausstellungsring doofe Ohren zu machen. Nicht weil ich ihm das sage, sondern weil er so ist. Als Mono klein war, wollte er über lange Wochen ein Manchester Terrier sein. Im Wachstum ist das so und warum sollte ich das vertuschen wollen? Hudson hat super Ohren, die er auch so zeigen kann, aber im Spiel dürfen sie gerne mal durcheinander wehen. Ich werde ihn dafür ganz sicher nicht ohne Abendbrot ins Bett schicken.
Mono im Jagdmodus.
Jeder Hund auf der Welt hat mal doofe Ohren. Und sei es nur für einen kleinen, kurzen Moment. Dieser Drang nach ständiger Präsentierbarkeit, nach falsch verstandener Perfektion und die fast manische Reproduktion von Abziehbildern geht mir mittlerweile richtig auf die Nerven. Look, how perfect! Ja, geschenkt. Perfect ist auch immer eine Frage der Perspektive. Ein guter Hund ist ein guter Hund, egal wie Sonntags auf der Wiese seine Ohren sich zu falten trauen.
Seit Tagen habe ich ein paar Bilder im Kopf, die ich unbedingt machen will. Gestern, als hier das erste Mal in diesem Jahr ein bisschen Schnee liegen blieb, hatte ich endlich die Gelegenheit, sie umzusetzen. Ich bin also mit meinen 16-35er Weitwinkel, der 1D X Mark II und meinem Blitz losgezogen.
Im Schnee zu fotografieren ist ja immer so eine Sache. Eine Digitalkamera wird bei so viel Weiß immer Alarm schreien und Licht wegnehmen. Denn ihr interner Belichtungsmesser ist in der Regel auf 18 Prozent neutral Grau geeigt. Sagt man der Kamera nicht sehr genau, was sie tun soll, wird Schneeweiß also immer irgendwie dreckig und nicht selten blaustichig sein.
Blitzen im Schnee. Canon EOS 1D Mark II, Canon EF 16-15mm 1:2,8L III USM, Canon Speedlite 430EX III-R, 35 mm, 1/160 sek., ISO 100, f/5,0
Schnee, Weitwinkel, Blitz
Es war ein grauer Morgen. Ich hätte durchaus Spaß daran gehabt, mit dem 300er die üblichen wilden Schneeflitzfotos zu machen. Doch meine Experimentierfreude gewann. Available Light ist mein täglich Brot, mit dem Blitzen an sich bin ich allerdings noch recht unerfahren. Schnee, Weitwinkel, Blitz – das wollte ich ausprobieren und mir sehr genau anschauen, wie sich mit dem Blitz Farben und Strukturen herausschälen lassen. Denn ohne Blitz muss man im Schnee sehr stark überbelichten, damit keine graue Matsche heraus kommt.
Blitzen im Schnee – Ein Weitwinkel eignet sich nur bedingt zu Fotografieren von Hunden im Freilauf. Für Nahaufnahmen hingegen ist es toll. Hier gut zu sehen – der Blitz hat Mono soeben noch erwischt. Canon EOS 1D Mark II, Canon EF 16-15mm 1:2,8L III USM, Canon Speedlite 430EX III-R, 35 mm, 1/160 sek., ISO 100, f/5,0
Mit der Überbelichtung wiederum verlieren sich viele Details. Monochrom weiße Flächen können von Fall zu Fall ganz nett aussehen, aber genau die wollte ich nicht. Noch schlimmer finde ich überstrahltes Weiß im Fell der Hunde. Mit dem Blitz hingegen könnte ich das Glück haben, einen wunderbar herausgeschälten Vordergrund mit einem Hintergrund verbinden zu können, der ebenfalls noch Struktur und Farbe hat.
Sehr bequem mit ETTL
Die Reichweite meines Blitzes liegt bei etwa vier bis fünf Meter. Wilde Actionfotos sind mit ihm sowieso nicht machbar oder wenn, dann nur mit großem Glück. Außerdem kann ein normaler Aufsteckblitz naturgemäß keine 14 Auslösungen die Sekunde. Er kann eine oder zwei und muss dann kurz laden. Ich mache es mir übrigens immer sehr bequem mit ihm, indem ich ihn dauerhaft, zumindest bis heute, auf ETTL also auf Belichtungsautomatik und neutraler Belichtung stehen habe. Damit kann ich nicht viel falsch machen.
Blitzen im Schnee – Hupsi ist immer aufmerksam. Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, Canon Speedlite 430EX III-RT, 1/200 sek., ISO 100, f/5,0
Ausschnitt: Im Blitzlicht bleibt die Struktur im weißen Fell sehr schön erhalten. Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, Canon Speedlite 430EX III-RT, 1/200 sek., ISO 100, f/5,0
Gleiche Position ohne Blitz – Das Foto ist nicht schlecht, aber die Farben sind deutlich matter. Lange nicht so schön wie mit Blitz, Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, 1/200 sek., ISO 100, f/5,0
Blitzen bringt die schöneren Farben!
Aber, ich muss natürlich auch auf die Blitzsynchronzeit meiner Kamera gucken. Die 1D X Mark II kann minimal 1/250 sek. Wählte ich etwa 1/500 sek., könnten Blitz und Kamera nicht mehr synchron arbeiten. Alles, was über 1/250 sek. liegt, klappt natürlich perfekt. Ich habe die Schneefotos mit Belichtungszeiten zwischen 1/160 und 1/200 sek. gemacht. Mit dieser Zeit gelingt es schon ganz prima, Bewegung einzufrieren, outdoor sind wild hüpfende Jungwhippet allerdings eine echte Herausforderung.
Die obere Galerie zeigt Hudson in der gleichen Situation mit und ohne Blitz. Es ist gut zu sehen, dass der Blitz die Farben sehr schön zu Geltung bringt, Hudsons Fell glänzt und in den weißen Partien ist jedes Härchen zu sehen. Kein einziges Detail ist weg geblitzt. Die Hintergrundfarben, zum Beispiel der kleine, blaue Streifen zwischen den Wolken, kommen deutliche besser heraus. Das untere Foto, ohne Blitz ist viel flauer.
Hudson und der Schneeball. Sein Kopf ist leicht unscharf, aber ich mag das Foto trotzdem ganz gern. Canon EOS 1D Mark II, Canon EF 16-15mm 1:2,8L III USM, Canon Speedlite 430EX III-R, 35 mm, 1/200 sek., ISO 100, f/7,1
Das Titelbild habe ich leider nur mit Blitz. Den Blaustich im hinteren Bereich finde ich gar nicht schlimm, weil er perfekt zum Wetter an diesem Morgen passt. Zwischenzeitlich war es nämlich ziemlich duster. Die Farben im Hintergrund sind toll und im Vordergrund ist Hupsi wunderbar herausgeschält. Ich bin sehr zufrieden mit den Fotos und weiß nun genau, was ich beim nächsten Mal machen muss.
Unten gibt es noch ein paar beispielhafte Fotos mit EXIF-Daten natürlich.
Blitzen im Schnee – Hudson wartet auf Mono. Die Blitzautomatik sorgt für eine perfekte Belichtung. Canon EOS 1D Mark II, Canon EF 16-15mm 1:2,8L III USM, Canon Speedlite 430EX III-R, 35 mm, 1/200 sek., ISO 100, f/7,1
Wunderschöner Mono. Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, 1/200 sek., ISO 100, f/5,0
Mono. Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, Canon Speedlite 430EX III-R, 1/200 sek., ISO 100, f/7,1
Der Blitz nutzt bei Landschaften natürlich gar nicht, außer man will den Vordergrund ein wenig aufhellen. Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, 1/200 sek., ISO 100, f/5,0
Hudson mit Schneenase. Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, Canon Speedlite 430EX III-R, 1/200 sek., ISO 100, f/5,0
Hudson erntet Sanddorn, Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, Canon Speedlite 430EX III-R, 1/200 sek., ISO 100, f/7,1,
Ohne Blitz – Canon EF 16-35mm 1:2,8L IS III USM, Canon EOS 1D X Mark II, 1/200 sek., ISO 100, f/7,1,
Lange, lange denke ich schon immer über einen Krimi nach, der in der Windhundszene spielt. Show- und Rennszene sind gleichermaßen betroffen, die Charaktere teils tiefgründig, teils witzig, teils unendlich böse. Heute ist das erste Kapitel endlich fertig.
Ich werde die Geschichte hier in Kapiteln als Fortsetzungskrimi veröffentlichen. Und ich verspreche euch, dass die Cliffhanger genauso gemein werden, wie die der spannendsten Netflix-Serien. Handlung, Charaktere und Orte sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig.
Kapitel 1 – Das Damals kehrt zurück
Es war kalt. Bruegel hauchte in seine Hände und ließ seinen Wagen an. Hier drin ist es kälter als draußen, dachte er und gab vorsichtig Gas. Die Straße war spiegelglatt und er hatte seine alte Möhre gerade mit Mühe und Not über den TÜV gebracht. Er war kein guter Autofahrer.
Schlechte Laune kroch ihn ihm hoch wie das Sodbrennen, mit dem sich fast täglich sein Magen rächte, wenn er im Vorbeigehen eine Currywurst verschlugen hatte. Wieder so ein mieses Ding um das er sich kümmern musste.
Knapp die Hälfte seines Weges hatte er hinter sich, als die Sonne den grauen Dunst endlich besiegt hatte. Sie stach ihm derart in die Augen, dass er die lange Allee im Schritttempo entlang kriechen musst. Ein Blindflug auf Eis. Inständig hoffte er, nicht hart bremsen zu müssen. Seine Hände krampften sich an das nach wie vor tiefgefrorene aber immerhin mit echtem Kunstleder bezogenen Lenkrad des 1982er Toyota Tercel. Öffnete er die Fahrertür, fühlte er sich ein wenig wie Columbo, der auch immer ganz harmlos aussieht, wenn er aus seinem rollenden Wrack aussteigt. Aber er kriegt sie alle dran. Immer.
Trotz seiner panischen Angst, in den nächsten Sekunden gegen einen Baum zu prallen und in der Folge mit seinem Tercel auf widerliche Weise zu verschmelzen, musste er grinsen. Columbo! Die Folge mit den Dobermännern! Dunkel und drohend entfuhr es ihm: Rosebud.
Ein paar hundert Meter noch und er konnte, wenn auch sehr vorsichtig, seinen Wagen durch eine von tiefen Schlaglöchern durchfurchte Einfahrt lenken. Damals. Er kannte das Gelände. Vor vielen Jahren war er schon einmal hier. Seine Laune sackte, dennoch schaffte er es, vielsagend auszusteigen. Wie Columbo damals.
Seine Kollegen waren schon da. Die gespenstisch weißen Anzüge der Spurensicherung blitzten durch die kleine Baumreihe. Er rückte seinen Mantel zurecht. Muss so ein Scheiß eigentlich immer im Winter passieren? Sein Blick fiel auf einen großen, schlanken Mann, der mit gesenktem Kopf am Eingang des Vereinsheims lehnte. Genau über seinem schütteren Haarkranz forderte ein eilig gekritzeltes Schild „WC – 50 Cent“. Wäre die Szene nicht so depremierend gewesen, hätte er vielleicht gelacht. Aber das Damals war wieder da. Bruegel wollte kehrt machen, doch er durfte nicht.
Widerwillig folgte er den weißen Blitzen. Auf der kleinen Anhöhe zwischen dem Hauptgebäude und einer Art Grillbude blieb er stehen und ließ seine Augen fast zärtlich über das ihm so vertraute Gelände gleiten. Wie damals war die Sandbahn gepflegt und der Rasen im Infield kurz gemäht. Mehr als zwanzig Jahre. Ganz kurz, nur ganz kurz verloren sich seine Gedanken. Sein Sodbrennen mischte sich mit Übelkeit. Er atmete die eisige Luft ganz tief ein. Jetzt war er Columbo. Nur ohne Zigarre.
„Jungs, – och sorry und Mädels – was habt ihr?“ „Ach Peter, auch schon da? Ähm, ja. Also, wir haben hier einen Mann, etwa 60 Jahre alt. Er heißt Jan de Mol. Er ist ein prominenter Unternehmer aus den Niederlanden. Seine Hände und Füße hat man mit Stahlbolzen auf diesem Siegerpodest fixiert.“ „Immerhin Platz 1.“, feixte eine Stimme im Hintergrund. „Diese Bolzen kamen vermutlich aus einem handelsüblichen Bolzenschussgerät …“ „Dass Bolzen aus einem Bolzenschussgerät kommen, weiß ich selber! Und weiter?“ Der weiß eingehüllte Mann verdrehte die Augen: “Also, … also, irgendwer hat diesen Mann dort drüben mit eine stumpfen Gegenstand niedergeschlagen und ihn dann hierher geschleppt. Dann hat er oder vielleicht sie ihn fest getackert.“ Und dann? Angesichts der Leiche war klar, dass sein Kollege noch deutlich mehr zu sagen hatte. „Wohl mit einem scharfen Messer hat man ihm die Zunge herausgeschnitten.“
Die vertraute Taubheit kam schnell. Wie in Watte gepackt stand er da und starrte in die leeren Augen des Toten. „Und dann?“ „Wir haben das hier aus seinem Mund geholt.“ Er hielt ein blutiges Bündel hoch, das aussah wie eine überdimensionierte Knoblauchknolle. „Was ist das?“ „Das sind die Hoden eines Hundes, an denen er offenbar schließlich erstickt ist.“ „ Gibt es den passende Hund dazu?“ Der Mann im weißen Anzug deutete in Richtung des Vereinsheims. „Auf der Terrasse.“
Er ging sehr langsam. Er wollte das nicht sehen. Menschen können den Tod eines Menschen verkraften, aber selten den eines Hundes. In Actionfilmen werden für uns dutzende ja hunderte Menschen nieder gemäht, doch ihr Tod entlockt uns in den seltensten Fällen ein Gefühl. Wird es im Plot aber nötig, dass der Wachhund eines Oligarchen erschossen oder der Beagle einer alten Damen überfahren wird, dann kullern hemmungslos die Tränen.
Der schwarze Greyhound lag auf einer bunt karierten Decke. Er sah aus, als gönnte er sich ein Nickerchen im Schatten der bayrisch angehauchten Pergola. Wäre da nicht die große Blutlache gewesen, die sich zwischen seinen kräftigen Schenkeln über die Decke und den Betonboden ergossen hatte, hätte dieses Bild idyllisch sein können. Bruegel hockte sich neben den Rüden und tätschelte seinen Hals. „Zu kalt für ein Schläfchen hier, Kumpel.“
Etwa vier Monate zuvor klingelte gut 250 Kilometer entfernt ein Telefon in der Polizeiwache Amsterdam-Zuid De Pjip. Eine italienische Dame versuchte in gebrochenem Englisch Anzeige zu erstatten. Jemand hatte angeblich ihre Hunde vergiftet. Doch noch bevor der diensthabende Beamte ihre Personalien aufnehmen konnte, brach der Anruf ab. Während der World Dog Show 2018 hatten er und seine Mitarbeiter mehr als genug zu tun mit den – wie sie sie nannten – bekloppten Hundebesitzeren und Züchtern, die wegen jeder kleinen Rangelei nach ihnen riefen. Das babylonische Sprachengewirre mit diesem unerträglichen hysterischen Unterton hatten sie schon seit Tagen satt. Es kam ihnen also sehr gelegen, dass sie sich jetzt nicht auch noch mit irgendwelchen vergifteten Kötern herumschlagen mussten.
Bruegel richtete sich mühsam auf. Nicht schon wieder, dachte er. „Wo sind die denn alle? Verdammt nochmal, kann mir mal einer einen Kaffee bringen!“ Eine schmächtige Dame, die offenbar in der Küche des Vereinsheims beschäftigt war, deutete auf eine Tür: „Wir haben gerade eine Kanne aufgesetzt.“ Dann brach sie lauthals in Tränen aus. „Wer tut so etwas? Der arme Jack!“ „Der Mann heißt Jan.“ Brenner hörte sich bellen. Er vergriff sich wie so oft im Ton. Die Frau schnäuzte geräuschvoll in ihre spakige Schürze und brüllte dann in einer Lautstärke, die niemand einem Persönchen ihres Formates zugetraut hätte: „Der Greyhound heißt Jack, sie Arschloch!“
Hupsi ist verrückt nach fliegendem Spielzeug an sich und Bällen im Besonderen. Er hüpft, kläfft, jammert. Noch mal! Und nochmal! Doch ich werde mir ganz sicher keinen Balljunkie heranziehen, selbst wenn Hupsis Versessenheit manch einen Vorteil birgt.
Arbeitsverweigerung versus Übermotivation
Ich kenne das nur so: Ich werfe Mono den Ball ein bis zwei Mal, er rennt zwei Runden und lässt ihn dann irgendwo liegen. Als er jünger war, brachte er ihn auch vier bis fünf Mal, aber dann hatte er endgültig keine Lust mehr. Auf diese Weise haben wir unzählige Bälle irgendwo in der Landschaft verloren. Mono war noch nie ein Freund der Arbeit. Suchen fand er schon immer doof.
Hupsi hingegen ist in jeder Hinsicht ballverrückt. Gerade weil er so versessen auf das Ballspielen ist, hat er in Rekordzeit gelernt, zu apportieren. Ließe ich ihn, fände er kein Ende. Er würde mir hundert mal sein Spielzeug vor die Füße werfen. Und dabei läuft er niemals gemütlich, sondern gibt immer alles. Ich habe mir also zum Prinzip gemacht, Hupsi maximal fünf bis sechs mal einen Ball zu werfen und ihn dann wegzustecken. Ich will keinen irren Balljunkie an meiner Seite.
Kläffen hilft nicht!
Strikte Regeln gegen Hohldrehen
Außerdem habe ich strikte Regeln eingeführt, die langsam aber sicher in Hupsis Hirn sacken. Kläfft er – das tut er gerne -, wird nicht gespielt. Gleiches gilt für Janken und Hüpfen. Dann drehe ich mich mit dem Ball weg und ignoriere ihn. Sobald er für eine Sekunde still ist, fliegt der Ball für ihn. Das ist eine schwierige Übung für einen jungen Whippet mit seinem Temperament, aber er muss es lernen. Zum einen will ich nicht, dass er komplett hohldreht, zum anderen ist Reizkontrolle in vielerlei Hinsicht wichtig.
Hupsi ist ein sehr aufgeschlossener, verspielter, neugieriger und intelligenter Hund. Er lernt extrem schnell, wenn der Anreiz stimmt, ist aber oft leicht übermotiviert. Ich übe also kleinschrittig, denn Frust will ich vermeiden. Spielen soll Spaß machen, aber es läuft nach meinen Regeln, nicht nach seinen. Als ich neulich den Ball von der Wiese klaubte, er an mir hochsprang und mir im Zentimeterabstand ins rechte Ohr bellte, war Schluss. Ich dachte, mein Trommelfell sei hin.
Hudson muss strikte Regeln lernen, damit ich ihm überhaupt seinen Ball werfe. Vorbeugend.
Der meint das nicht so!
Dennoch Hupsis Spielfreude bringt natürlich auch Vorteile mit sich. Mit einem Ball oder einem Quietschi lässt er sich wunderbar z.B. von Eichhörnchen ablenken. Fremde Hunde sind so spannend, dass er wie ein Fels stehen bleibt, um zu gucken wer oder was da kommt. Ersten muss er nicht mit jedem Hund Kontakt haben, zweitens nervt das in vielen Situationen sehr.
Zücke ich dann ein Spielzeug, bin ich wieder spannend. Läuft er frei, muss ich höllisch aufpassen, dass er nicht aus vollem Tempo Hallo (Muss nicht sein, ich weiß!) sagt. Denn er ist noch vollkommen arglos, kann sich also gar nicht vorstellen, dass ihn ein Artgenosse eventuell nicht mögen oder gar böse auf ihn reagieren könnte. Mal abgesehen davon, dass manch ein Hund von einem Whippet, der unter Volllast angebraust kommt, irritiert sein oder den kleinen Proll gleich für sein schlechtes Benehmen in die Mangel nehmen könnte.
3 Grad im Januar. Hudson ist nicht begeistert vom kalten Wasser, holt den Ball aber trotzdem heraus.
Hupsis fröhliches Mantra ist nämlich: Der meint das nicht so! Genau das dachte sich der Zwerg wohl auch, als er Prügel von einem zum Glück auch erst halbwüchsigen Briard bezog, der wiederum seinen Ball unter keinen Umständen mit einem dahergelaufenen Jungwhippet teilen wollte. Hätte ich in diesem Moment ein Spielzeug gehabt, wäre ihm das sicher erspart geblieben. Aber wer weiß, vielleicht war die Kollision doch ganz lehrreich. Zumindest macht Hupsi um diesen Wuschel nun einen Bogen.
So lange ich denken kann, war Silvester für uns immer ein Spaziergang. Mono und Danny hatten noch nie Probleme mit Feuerwerk an sich und Böllern im besonderen. In den letzten Tagen allerdings empfand ich die schon lange vor Silvester zelebrierte Knallerei als einen von hirnamputierten Vollidioten inszenierten Wahnsinn.
Machostyle – Polenböller und Kanonenschläge
Denn hier bei uns geht es längst nicht mehr um schöne Lichter und Kinderspaß. Hier geht es nur noch um brutale Lautstärke und größt mögliche Zerstörung. Wer hat den Dicksten, wer hat den Lautesten? Typisches Machogehabe! Keine Frau käme auf die Idee, planlos mit Polenböllern und Kanonenschlägen um sich zu werfen. Aber Männer tun das. Vor laufender Überwachungskamera sprengten sie die Weihnachtsdekoration eines Kiosks hier um die Ecke – so dämlich muss man erst einmal sein -, sie traten Kellerfenster ein und lachten sich schlapp, während ihre Knaller zwischen Einmachgläsern explodierten. Den anschließenden Brand, den Löschzug und das starke Polizeiaufgebot fanden sie ganz sicher nicht mehr komisch.
Weil Vollidioten naturgemäß nicht nachdenken, hat Hudson jetzt ein Raketenproblem.
Drive By Shooting aus dem C63 AMG
Natürlich waren es Männer beziehungsweise Typen, die sich dafür halten. Es waren die mit den wegtrainierten Hälsen, den strammen T-Shirts, den mit der Axt frisierten Undercuts und den goldenen Rolex, die lässig vor der A-Säule ihrer brüllenden Karren aus den Fahrerfenstern baumeln. Ein paar Tage vor dem 31.Dezember nahmen sie eine ältere Dame, meine Hunde und mich aus ihrem C63 AMG mit Kanonenschlägen unter Beschuss. Drei fette Böller warfen sie im Vorbeifahren aus ihrer tiefgelegten Flunder. Das war ohrenbetäubend und der Imageverlust für Mercedes mal wieder verheerend. Mono und Danny zuckten merklich zusammen, blieben aber recht ruhig. Hudsons zitterte. Mit gutem Zureden und einem großen Kecks hatte ich den Kleinen schnell wieder bei mir und wir konnten verhältnismäßig entspannt unsere Runde fortsetzten.
Ich verdaute meinen Schreck und während die Hunde schnüffelten, malte ich mir aus, wie der Böller in der Hand seines grenzdebilen Werfers zum Bumerang wird. In Zeitlupe! „Er zündet, wirft, aber verreißt seine Granate nur ein ganz kleines bisschen. Gleich einer gut angeschnittenen Billardkugel prallt das Geschoss von der Dachkante ab und landet elegant im Schoß ihres Absenders. Kawumm! Danach geht nur noch Falsett.
Mono die coole Socke. Egal wie laut und wild es Silvester wird, er pennt durch.
Bildungsferne Poser ohne Hirnaktivität
So etwas wünscht man noch nicht einmal dem bildungsfernsten Poser, doch ausmalen darf ich mir das sehr wohl. In Bunt. Ebenso wie ich mir vorstellte, wie zwei Jugendlichen langsam und schmerzhaft die Finger abfaulen. Denn noch am gleichen Tag hatten wir eine weitere Kollision mit Menschen männlichen Geschlechts, deren Testosteronspiegel offenbar längst jede Hirnaktivität zum Erliegen gebracht hatte.
Am Abends schnappte ich mir die Hunde für eine letzte kleine Runde. In unserer Straße kamen mir zwei milchbärtige Bubis entgegen. Der größere schaute mich direkt an, er hatte uns also gesehen. Ganz entspannt manövrierte ich drei Whippets um die zwei juvenilen Erscheinungsformen herum, als beide jeweils eine Rakete aus ihren Händen zündeten. Mono und Danny sprangen zurück, Hudson wurde panisch.
Rücksichtslose Dumpfbacken zündeten Raketen aus ihren Händen, als ich mit meinen Hunden genau auf ihrer Höhe war.
Dumm und dümmer
Die Tat an sich ist schon blöd genug. Die Rücksichtslosigkeit dieser beiden halbwüchsigen Dumpfbacken ist allerdings unübertroffen. Niemals werden sie verstehen, was sie angerichtet haben und in Zukunft vermutlich anrichten werden. Leider hätte es auch keinen Funken Sinn gemacht, diese jungen Männer zur Rede zu stellen, denn Argumente kämen nicht an. Sie sind aus dem Holz, das mir einfach so im Vorbeigehen androht, meine Hunde (Zitat) abzustechen.
Zum Glück hat Hudson so viel Vertrauen, dass er Silvester fast ohne Drogen überstanden hat.
Hudson hatte einen Teelöffel Eierlikör, der keine bis gar keine Wirkung zeigte. Dr.Rückert empfiehlt einen Esslöffel vor der Knallerei und dann noch einen.
Das war ein Tag – wohl gemerkt weit vor Silvester -, der mir jeden Spaß an der Knallerei endgültig genommen hat. Als unser Sohn klein war, sind wir nach Anbruch der Dunkelheit mit ihm Knallen gegangen. Ein kleiner Spaß für ein kleines Kind. So machen das viele Eltern auch heute und ich muss immer grinsen, wenn ich die Lütten mit den Knallfröschen sehe. Wunderbar. Ich freue mich, wenn Nachbarn ihre Raketen zünden und wilde Bilder an den Himmel malen. Dann stehe ich gerne mit der Kamera daneben. Ich habe auch nichts gegen perfekt inszenierte Events von Unternehmen, die wissen, was sie tun. Doch, Kanonenschläge, die Hände abreißen und Böller, die Hauseingänge in Schutt und Asche legen, gehören nicht in private Hände.
Stark genug fürs nächste Jahr
Und jetzt nur mal ganz kurz zu meinen Hunden. Mono und Danny schockt nichts. Aber den Kleinen habt ihr mir versaut. Das vergesse ich euch niemals vergessen. Nach diesem ereignisreichen Tag, nahm ich mir den Tip von Dr.Rückert zu Herzen und stellte uns eine kleine Flasche Eierlikör in den Kühlschrank. Hupsi? Schmeckt es denn? Klar, Hupsi nimmt alles. Doch der kleine Teelöffel Eierlikör dürfte kaum eine Wirkung gehabt haben. Zum Glück ist Hudson so stark, dass ihm am Silvesterabend enges Ankuscheln reichte, um das Pfeifen der Raketen ohne Zittern zu überstehen. Die lauten Böller stören ihn nämlich deutlich weniger, als die aus den einschlägigen Batterien abgeschossenen Pfffffffffftttt … Wuuumms. Er hat jetzt ein Raketenproblem. Danke dafür ihr Vollidioten!
Gibt es eigentlich einen richtigen Tag für eine Verletzung? Nein, der Tag ist im Grunde immer falsch. Aber in gefühlt neunundneunzig Prozent der Fälle ist er am falschesten. Denn dann ist Wochenende, Ostern, Karneval oder Weihnachten. In den letzten zehn Jahren haben wir einer ganzen Riege von Tierärzten so ziemlich alle Feiertage versaut, die der Kalender zu bieten hat.
Ein schiefer Atlas an Heiligabend
Es ist schon komisch: Die Hornhaut des linken Auges an einem Brombeerdorn aufgeschlitzt, Rosenmontag. Vene am linken Vorderlauf an Stacheldraht aufgerissen, Samstags morgens um 8:00 Uhr. Rätselhafte, lebensbedrohliche Dehydrierung, 36 Stunden Tropf am Wochenende. Ein seitlich komplett aufgeschlitzter Mono natürlich am Wochenende bei einer Ausstellung in den Niederlanden (geniale Ärzte dort übrigens). Zerfetzte Ohren nach einer Katzenjagd am Ostermontag. Und ganz aktuell ein verschobener Atlas an Heiligabend. Armer Mono! Er konnte sich nicht mehr schütteln und fiepte jedes Mal, wenn er versuchte seinen Kopf nach links zu drehen. Bisher hat er erst einmal in seinem Leben vor Schmerz gefiept, es muss ihm also sehr weh getan haben.
Zwei Mal einrenken bitte!
Einem Notfall wird schwummerig
Mono war objektiv ein Notfall, doch noch nicht einmal die flexibelste Physiotherapeutin belämmert man zu Weihnachten. Ich packte ihn also warm ein und schonte ihn zwei Tage. Vorgestern morgen um 8:45 Uhr stand ich mit ihm vor der Tür der Frau mit den goldenen Händen. Die Wärmelampe lief schon. Ruck zuck war der Atlas wieder an seinem Platz. Mono wurde kurz etwas schwummerig, aber dann war er sichtlich erleichtert. Seine schlimm verspannte Halsmuskulatur wird ihm noch ein bisschen weh tun, aber das ist halb so wild.
Da es nie schadet, ihn durchzusehen, hatte ich Hupsi gleich mit eingepackt. Sanfte Griffe fanden eine Blockade im rechten Karpalgelenk, zwei leicht verknackste Zehen und zwei deplatzierte Wirbelchen. Die Tour hat sich für den Kleinen also auch gelohnt. Besonders schön ist es mit anzusehen, wie Hupsi auf dem Tisch zu einem weichen, wabbeligen Whippet-Pudding zerläuft. Er genießt es.
Jetzt halte ich Mono schön warm, bis sich seine Halsmuskulatur wieder entspannt hat.
Eine unnötige Komplettwäsche?
Nun mag sich der eine oder andere fragen, warum ich mit Mono nicht sofort in die nächste Klinik gefahren bin. Der Gute ist mir morgens mit Wucht in die Leine gesprungen, weil er meinte, ein Eichhörnchen dem Tod überantworten zu müssen. Von da an lief er unrund. Meine Tierklinik hätte ihn in ein gewissenhaftes, aber vollkommen unnötige Komplettwaschprogramm gesteckt, vermutlich inklusive Vollnarkose, Röntgen und MRT, bevor sie Cheffeder Physiotherapie überantwortet hätte.
Das ist keine pure Mutmaßung, sondern Erfahrung. Denn ich hatte dort im Oktober telefonisch angefragt, ob die an die Klinik angeschlossene Physio kurzfristig einen jungen Whippet mit verschobenem Iliosakralgelenk behandeln könnte. Man sagte mir, dass er erst in die Klinik müsste zur kompletten Diagnose und dass sie ihn ohne Schmerzmittel ohnehin nicht behandeln würden. Wie Schmerzmittel? Ja, danke für das Gespräch! Ich war tatsächlich etwas geschockt, denn bisher war ich mit dem Laden sehr zufrieden. Hupsi fand dann zum Glück sehr kurzfristig woanders Hilfe.
Hupsi nach der Physiotherapie. Er ist total entspannt und sehr, sehr müde.
Es ist immer der falsche Tag
Eine Verletzung oder eine Krankheit kommen nie zum rechten Zeitpunkt, weil man generell gepflegt auf sie verzichten kann. Aber meistens kommen sie zum schlechtesten Zeitpunkt. Warum auch immer. Ich bin allerdings mittlerweile sehr entspannt, denn ich weiß genau, wo für was ich wohin hinfahren kann, wenn etwas passiert. Das ist ein gutes Gefühl.
Werbung – Vom Kind zum Manne – Hudson ist nun ein Jahr alt. Er ist körperlich zwar noch lange nicht ausgereift, aber sein Höhenwachstum dürfte endgültig abgeschlossen sein. Deshalb ist es jetzt höchste Zeit, ihn von seinem Welpenfutter zu entwöhnen. Allerhöchste, wie viele Hundebesitzer meinen, die ihren Tieren schon im Alter von sechs Monaten Adult-Futter geben. Aber ich hatte das Gefühl, dass Hudson die gehaltvollen Brocken durchaus brauchen kann und er ist mit ihnen sehr harmonisch gewachsen.
Energiebündel mit großem Appetit
Die Großen, also Mono und Danny, fressen seit Monaten mit großem Appetit das Belcando Mastercraft. Selbstredend reiht sich Hudson nahtlos ein. Allerdings ist der Kleine unter Beobachtung, denn er verbrennt derart viel Energie, dass ich abwarten muss, ob die 15 % Fett im Mastercraft genug für ihn sein werden. Gerade, wenn es im Januar richtig kalt wird.
Hudson of Little Goblin, 19.12.2017 – Hupsi ist nun genau ein Jahr alt und ein topfitter Whippetrüde, der seinem Alter entsprechend entwickelt ist.
Hudsons Puppyfutter enthält 19 % Fett und 29,5 % Protein. Davon hat er in den letzten Monaten pro Portion ein Viertel mehr bekommen, als jeder andere Whippet, den ich bisher großgezogen habe. Ein Energiebündel, das jeden Weg drei mal macht, braucht schließlich mehr zwischen die Zähne, als ein ruhigerer Typ. Bis auf eine ganz kurze Phase, als er etwa fünf Monate alt war, hatte Hudson niemals nur ein Gramm Fett auf den Rippen, obwohl er hier von seiner zehnten Lebenswoche an gefressen hat wie ein Scheunentor.
Futtertechnisch pflegeleicht
Futter kaut er nicht, er schluckt. Kekse, Rinderkopfhaut für die Zähne, Dörrfleisch – er inhaliert und rülpst noch nicht einmal. Pfote geben trainiere ich mit Erdnüssen oder wahlweise mit Erdnussflips. Mit Trockenfutter ginge das wohl auch, aber mit Junk food macht es deutlich mehr Spaß. Magenbeschwerden kennt er nicht. Lediglich ein einziges Mal pfiff ihm ein dubioser Kausnack kräftig durch. Das Tier ist also futtertechnisch pflegeleicht.
Nein, es sieht nur so aus, als würde Hudson seinem Belcando Puppy GF Poultry nachtrauern. Er nimmt es nach wie vor gerne, würde aber auch alles andere verdrücken.
Das Futter mit dem Reißverschluss
Die Tatsache, dass Hudson sehr gut frisst heißt allerdings noch lange nicht, dass ein Durchlauferhitzer wie er automatisch genug zum Verbrennen bekommt. Der Inhalt des Futters zählt, nicht die Menge. Also habe ich von seinem Puppyfutter sehr langsam auf das durchaus auch gehaltvolle Belcando Mastercraft umgestellt.
Futterumstellung: Belcando Puppy GF Poultry und Belcando Mastercraft Fresh Lamb zu jeweils zu 50 Prozent.
Belcando Puppy GF Poultry und Belcando Mastercraft Fresh Lamb zu jeweils zu 50 Prozent mit dem passenden Topping.
Das gab es unterwegs als Leckerchen, hier und da mal eine Hand voll nebenbei und dann über zwei Wochen zur Hälfte gemischt mit dem Welpenfutter in seinen Napf mit dem leckeren Topping darauf. Er hatte bisher nicht eine Sekunde lang Verdauungsprobleme. Und, ganz wichtig für mich, er hat kein Gewicht verloren.
Wir wechseln zwischen Fresh Beef, Turkey, Lamb, Duck und wieder zurück. Morgens dies, abends das. Die geschmackliche Abwechselung tut den Hunden gut und mir noch dazu, da die Jungs das Futter unterwegs auch als Goodie akzeptieren. Außerdem verwerten sie das Mastercraft extrem gut. Ihr Output ist klein und fest.
Dei 10 Kilo Säcke Belcando Mastercraft haben eine Art Reißverschluss, mit dem man das Futter immer wieder gut verschließen kann. Sehr praktisch.
Hudson, Mono und Danny mögen mag alle Sorten des Belcando Mastercraft: Wir hatten bisher Fresh Turkey, Fresh Beef, Fresh Duck und Fresh Lamb.
Schlank aber nicht rippig
Zur gleichen Zeit, in der ich mit dem energetischen Ausgleich von Hudsons Temperament kämpfe, ist Danny wie immer ein bisschen zu mopsig. Mono, der sich lange nicht mehr so viel bewegt, wie er es noch vor ein paar Jahren tat, ist wie immer in Topform und frisst gerne. Nun schaue ich mal, ob das Mastercraft für den wilden Hudson reichen wird, denn es ist nicht abzusehen, dass er in der nächsten Zeit seine Aktivität wesentlich einschränken wird.
Der erste Geburtstag eines Whippets ist immer besonders. Sagt man doch scherzhaft, dass die Exemplare, die sich bis dahin nicht den Hals gebrochen haben, die Welt erobern können. Hudson täte das allein mit seiner Fröhlichkeit.
Wie, frage ich mich jeden Tag, kann ein Hund von morgens 6:00 Uhr bis abends um 22:00 Uhr derart gut gelaunt sein. Jeder hat schließlich mal einen schlechten Tag. Nicht Hupsi. Wedeln geht immer. Und Fressen.
Immer fröhlich
Nur wenn er einen Pullover anziehen soll, zeigt er sich höchst verstockt. Dann legt er sich hin und klemmt seine Pfoten unter den Körper. Nun ja, die kleine Macke ist ihm von allen gegönnt.
Hudson of Little Goblin, 19.12.2017, Paddington von Mullewapp x Skyborne The Room Of My Life, Züchterin: Liane Bertlich, Whippets of Little Goblin. Alle Fotos sind von heute Mittag, also brandaktuell.
Immer gutmütig
Hudsons Gutmütigkeit, seine Anhänglichkeit und seine überbordende Neugier habe ich schon vor ein paar Wochen ausführlich beschrieben. Langsam aber sicher sortiert sich auch sein Kopf soweit, dass er über eine längere Strecke laufen kann, ohne dauerhaft wie ein Berserker an der Leine zu ziehen. Tom kann ein Käsebrot essen, ohne dass ihm Hudson auf die Brust springt und Mono muss ihn nur noch ganz selten verhauen.
Und der Hals wird lang und länger. Hudson entwickelt sich langsam zu einem richtigen Whippet.
Immer wild
Nach wie vor ist dieser Whippet ein sehr wilder Feger, der eine ordentliche Portion Jagdtrieb intus hat. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber sein Eichhörnchengebrüll übertrifft sogar Monos. Zweistimmig, mit Vorliebe am frühen Morgen vorgetragen, ist das ein unvergessliches Event für die gesamte Nachbarschaft.
Hudson ist kräftig und ein sehr schneller, athletischer Läufer. Er erinnert mich an Mono, als er im gleichen Alter war.
Wir lieben Hupsi sehr und sind seiner Züchterin Liane Bertlich überaus dankbar für ihr Vertrauen in uns. Also noch einmal Happy Birthday du verrückter Kerl! Liebe Grüße an alle Wurfgeschwister und ihre Besitzer. Es würde mich sehr interessieren, wie sie heute aussehen.
Morgens um 6:00 Uhr sah es noch so aus, als könnte das ein echter Schneetag werden. Die Hunde trippelten wie nervöse Vollblüter auf den paar Flocken, die in der Nacht gefallen waren. Gleich!
Ein halbes Frühstück und etwa drei Stunden später empfing uns unsere Halde allerdings nicht in dem erwarteten Weiß, sondern in Grünweißgesprenkelt. Nur auf den gefrorenen Wegen hatten ein paar wenige Flocken den Sonnenaufgang überlebt.
Danny wartet und hofft, dass seine Ohren trocken bleiben.
Es könnte so leise sein
Während wir unterwegs waren, fing es an zu nieseln. Unsere Runde schien verloren, bis der Regen sich von einem Moment auf den anderen in dicke Flocken verwandelte. Doch noch ein bisschen schön! Und so leise, wäre da nicht Hudson, der ununterbrochen einen der anderen Whippets zum Spielen auffordert. Lauthals und energisch. In dieser Woche wird er ein Jahr alt. Er ist unglaublich schnell und athletisch. Er läuft Kreise um Danny, der hin und wieder mitgeht, das Gehüpfte aber irgendwann leid ist und dann seinem Unmut Luft macht.
Danny (4 1/2 Jahre alt) hat keinen Bock auf Hudson Gehüpfe.
Die Alten bleiben cool
Dennoch, das winzige bisschen Schnee unter den Pfoten reichte allen Hunden, um mal kurz auszuflippen. Nur die älteren und alten Recken blieben cool. Sie kennen Schnee in seinen extremsten Ausprägungen, lassen sich also von ein paar Flocken nicht aus der Ruhe bringen. Ich mag Schnee übrigens sehr. In dem passenden Schuhwerk könnte ich Stunden und Stunden herum stapfen und fotografieren. Kein Blümchengedöns stört. Im Schnee habe ich die klaren, scharfen Kontraste, die ich so sehr mag.
Hudson völlig ausgeflippt.
Schnee ist wie Sand
Sand, Schnee, im Grunde ist es den Hunden egal, welche Masse sie unter den Pfoten haben. Hauptsache sie ist weich und die Temperaturen kühl. Vorgestern war es kalt und ich war begeistert, wie versiert sich das Pack warm lief. Traben, ein bisschen Galoppieren, wieder Traben, Stöbern, wieder Traben und erst dann legten sie richtig los. Sie haben offenbar ein Gespür dafür, wann ihre Muskeln bereit sind. (Einschränkung: Natürlich darf kein Hetzobjekt den noch kalten Muskeln vor die Augen laufen. Im Winter ebensowenig in extremer Hitze. Ich habe vor vielen Jahren mit Mr.Clark erlebt, wie das ausgehen kann. )
Ella (11 1/2 Jahre alt) ist indigniert und will nach Hause. Mono (8 1/2 Jahre alt) mag Schnee, ist aber nicht in Flitzlaune.Hudson und seine Mutter IvyHudson (12 Monate alt) strotzt vor Energie.Mono im weißen Riesel.
Es ist schwierig, einfach so ein paar Lieblingsfotos zusammenzuwürfeln, denn ich habe viele. Jeden Tag sind mir meine Whippets die beste Inspiration, die ich mir nur wünschen kann, denn ihre Persönlichkeiten sind einzigartig. Sie sind fröhlich, stur, verwegen, wild, sanft, verschlafen. Sie sind ernstzunehmende Jäger und zugleich anschmiegsame Freunde. Wie also kann ich jemandem, der diese Hunde nicht persönlich kennt, zeigen wie sie sind?
Seitdem Mono bei uns ist, nennen wir ihn „The Body“. Seine Körperbeherrschung ist atemberaubend.
Seidige Kanonen
Ich hoffe, dass diese Galerie dem Betrachter nicht nur einen Blick auf die vielen Facetten meiner Whippets schenkt, sondern vielleicht auch auf diese wunderbare Rasse selbst, die nicht selten missverstanden wird. Sie sind durchaus die Couchpotatoes, die manch einer aus ihnen machen will. Doch das sind sie nur, wenn sie das tun dürfen, wofür sie gemacht sind: Schnell laufen. Sie brauchen ihre Freiheit, wie die Luft zum atmen. Seit fast fünfzehn Jahren mit Whippets stehe ich immer noch mit einem breiten Grinsen da, wenn sie einfach nur aus Spaß ihre ganze Kraft in einen Sprint legen. Wunderbar!
Diese Galerie werde ich natürlich regelmäßig updaten.
Seit November 2021 lebt Vito, Under Cover Agent High on Emotion, bei uns. Dieses Foto habe ich gemacht, als er auf den Tag fünf Monate alt war. Ohne Ohren – Mono, Conte del Aqua semper-crescendo, 27.06.2010 – Danny, Enjoy The Silence of Little Goblin, 21.04.2014Whippets mögen keinen Regen, aber wasserscheu sind sie nicht. Mono auf dem Sofa. Seine Eleganz ist unübertroffen. Freiheit- Mono an der französischen AtlantikküsteDanny in den Wolken – Seit Anfang 2019 lebt Danny nicht mehr bei uns. Er hat ein wunderbares neues Zuhause, wo er sein Sofa mit einer netten Galga teiltHudson pflückt Hagebutten, Herbst 2019Manchmal ist es anstrengend, ein mittelgroßer Windhund zu sein.Danny an der französischen Atlantikküste – Im Sprint hat er immer die Zähne blank. Das scheint gut für die Sauerstoffversorgung sein.Hudson im April – Am Karfreitag 2019 hat er seine Zuchtzulassungsprüfung mit 1+ und Sternchen absolviert. Danny Hupsi – Hudson of Little Goblin im Alter von 13 Monaten. Batman returns. Hudson im März 2019 – Baden geht schon wieder.Mini Me? Mono und Hudson im Frühling 2018Herbst 2017 –Weitwinkelspaß im Schilf. Sonnenaufgang am Strand. Hudson im September 2018The Boss Mono und Danny im Landhaus meiner Familie im Herbst 2016. Mono, rechts, hat die typischen Bohem-Ohren. „Like a flying seagull“ , wie Bo Bengtson (Bohem Whippets, USA) sie treffend beschrieb. Hudson im Alter von vier Monaten, April 2018Vor diesem Foto habe ich mir nie Gedanken über die Durchblutung einer Hundezunge gemacht. Hudson of Little Goblin im Alter von sieben Monaten, Sommer 2018Der Jäger in ihm. Mono im Herbst 2017.Mein wunderschöner Mono! Sogar mit der kleinen Fliege nebenan.Danny im TiefflugA penny for your thoughts. Flying Mono. Als er jünger war, hatte er nur selten alle vier Pfoten am Boden. Langsam aber sicher wird aus dem Flappkopp ein richtiger Whippet. Und er kann den Amerikaner nicht verleugnen. Hudson im April 2019. Mono und Hudson im Sommer 2018. Manchmal ist Diskussionsbedarf. Danny der Scheue. Er schaut immer fragend. Herbst 2018Mono im Frühjahr 2014.