Ausprobiert Fast täglich

Der Belcando Langzeittest – Teil 13

Anzeige:

5 Tage im Futterchaos – Als Hudson (Hudson of Little Goblin) in der letzten Woche zu uns kam, war alles plötzlich wieder auf Anfang. Danny ist schon fast vier Jahre alt. Er ist also aus dem Gröbsten raus. Monos Welpenzeit ist schon fast acht Jahre her. Aber Whippetwelpen-Aufziehen ist wie Fahrradfahren. Man verlernt es nicht. Man muss sich nur von einem Moutainbike auf einen Cruiser oder gar ein Rennrad umstellen.

Zur Begrüßung eins zwischen die Hörner

Das erste, was Hudson bzw. Huschi bzw. Huschke von Hanstein bei uns tat, war Fressen. Zwei Hände voll Belcando GF Poultry schlug er sich weg, kaum dass er durch die Tür war. Bei seiner Züchterin Liane Bertlich war er schon ein guter Fresser. Das stimmte mich sehr optimistisch. Danny hingegen war derart entsetzt über den Gast, dass er das Fressen spontan einstellte und flüchtet, wenn er konnte. Nicht schlimm, dachte ich, er kann sowieso gut mal ein Kilo abnehmen. Mono sah keine Veranlassung, seine Gewohnheiten zu ändern. Als Hudson an seinem heiligen Sessel hochsprang, haute er dem Zwerg kurz eins zwischen die Hörner und ging dann zur Tagesordnung über.

Eingewöhnung und Orientierung sind schon aufregend genug. Aktuell kommt erschwerend hinzu, dass es arschkalt ist. Temperaturen unter Null bis locker minus sieben Grad halten uns gerade in ihren Klauen. Sogar die erwachsenen Whippets brauchen Futter mit mehr Fett und mehr Proteinen als üblich. Ein kleiner Welpenkörper muss aber nicht nur gegen die Kälte anheizen, sondern gleichzeitig auch noch wachsen. Mein Programm ist also: Alles rein, was geht! Viel Fett, viel Energie. Drei Mahlzeiten am Tag aus Trockenfutter in Gestalt des getreidefreien Belcando Puppy GF Poultry mit einem dicken Klecks Junior Geflügel und Ei. Gerne auch mehr, wenn es geht. Eine Banane zwischendurch, Quark oder Hüttenkäse. Und natürlich hat er immer etwas zum Kauen. Kaninchenohren oder Hirschsehnen sind sehr beliebt.

Immer diese Termine!

Was tut man aber, wenn das kleine Tier vor lauter Sichfreuen, Spielen und Entdecken meint, keine Zeit zum Fressen zu haben? Uns Menschen hat sich Hudson hingebungsvoll und freundlich in die Arme geworfen. Danny war und ist ja schon ein lustiges Kerlchen, aber ich muss gestehen, Fröhlichkeit auf diesem Level habe ich bei einem Welpen noch nicht erlebt.

Doch auch Rumquaken, Wedeln und Naselecken kostet Kraft und Energie. Er braucht also die volle Dröhnung von fast 30 Prozent Protein und fast 20 Prozent Fett aus seinem Trockenfutter. Das fand er allerdings schon am zweiten Tag gar nicht mehr spannend, pickte sich nur den Klecks Dosenfleisch aus dem Napf und machte sich dann über das Finest Croc seines großen Kumpels Danny her, der ja wie oben erwähnt das Fressen (bis auf Kekse und alle anderen Goodies natürlich) verweigerte.

Mein Foto auf der Verpackung des Puppy-Futters. Ja ich bin ein bisschen stolz, auch weil der Welpe aus dem J-Wurf meiner Freundin Sandra Biesenbach (semper-crescendo-whippets) ist. Der Welpe ist ein Halbbruder des unvergleichlichen Mono. Seine Mutter Kissy (Jee Bee's Deep Is Your Love) hat ihre Spuren hinterlassen.

Mein Foto auf der Verpackung des Belcando Puppy-Futters. Ja ich bin ein bisschen stolz, auch weil der Welpe aus dem J-Wurf meiner Freundin Sandra Biesenbach (semper-crescendo-whippets) ist. Der Welpe ist ein Halbbruder unseres unvergleichlichen Mono. Seine Mutter Kissy (Jee Bee’s Deep Is Your Love) hat ihre Spuren hinterlassen.

Das geht nicht, dachte ich. Er braucht das Welpenfutter. Zeitgleich bestanden Mono und Danny plötzlich darauf, auch das Zwergenfutter kredenzt zu bekommen und ließen das von Hudson favorisierte Finest Croc liegen. Danny ließ es ja sowieso liegen, aber Welpenfutter aus der Hand nahm er. Ja, spinnt ihr denn alle?

Fettes für die Rippen

Mag sein, dass die Rippen unter dem sandfarbenen Fell besonders auffallen, aber bereits am dritten Tag hier bei uns war mir Hudson für einen Welpen seines Alters (neun Wochen) etwas zu dünn. Ich rannte also zum Metzger unseres Vertrauen, kaufte zwei große Hähnchenschenkel und kochte eine vor Fett starrenden Suppe aus ihnen. Das Fleisch und die extrem fettige Haut habe ich – unter leichten Würgekrämpfen – abgezuselt und in kleinen Portionen mit der Suppe eingefroren. Ich taute jeden Morgen ein Tütchen auf und goss ihm die Brühe über das Puppyfutter. Um gerecht zu bleiben, bekamen Mono und Danny das Gleiche. Das hatte allerdings zur Folge, dass letzterer – also Danny, der plötzlich wieder fressen konnte – von dem vielen Fett einen flotten Otto bekam. Hudson und Mono mussten noch nicht einmal rülpsen.

Es ist lange her, dass ich so viel Futter wegwerfen musste. Das von Danny, weil er nicht fressen wollte, das von Mono, weil er Welpenfutter haben wollte, das von Hudson, weil er keine Zeit zum Fressen hatte. Eines Morgens reichte es mir dann mit den Extratouren und ich ließ den Hammer kreisen. Weder die angeklebten Ohren noch die schelen Blicke konnten mich rühren. Ich war stinksauer. Ende jetzt hier! Entweder ihr fresst, was da ist oder ihr verhungert. Ist mir doch egal!

Heute ist alles gut

Heute ist alles gut. Danny liebt seinen Halbbruder, spielt intensiv mit ihm und frisst wieder alles, was ich ihm hingestelle. Mono lässt den Zwerg bei sich schlafen und hat sogar verstanden, dass er bitte sein normales Futter zu fressen hat. Und Hudson hat sich eingependelt. Morgens um 5:30 Uhr fängt er an zu quaken, weil er Hunger hat und schlägt sich sein Belcando GF Poultry mit Dosenklecks weg, als gäbe es kein Morgen. Mittags bekommt er drei Löffel Dosenfleisch pur und abends wieder Trockenfutter entweder mit Hühnerbrühe oder mit Dosenfleisch. Und selbst wenn er das Finest Croc der Großen verdrückt, ist das auch nicht schlimm. Denn dieses Futter hat sogar noch ein bisschen mehr Fett als das Welpenfutter und auf eine 0,5er Stelle fast genauso viel Protein.

Es ist kaum möglich, Fotos zu machen, weil Hudson immer dazwischen hängt.

Es ist kaum möglich, Fotos zu machen, weil Hudson immer dazwischen hängt. Hudson of Little Goblin, Skyborne The Room Of MY Life x Paddinton von Mullewapp, * 19.12.2017

Wenn ein eingespieltes Team aus zwei erwachsenen Rüden auf einen sehr offenen und quirligen Welpen treffen, dann braucht es seine Zeit, bis sie sich zusammenraufen. Hudson hat sofort verstanden, dass Mono der unangefochtene, gerechte aber strenge Chef ist. Danny brauchte ein paar Tage um seinen Weg zu finden. Er wusste überhaupt nicht, wie er sich verhalten sollte. Er war genervt, wollte aber auch nichts kaputt machen. Heute, nach nur einer Woche, ist er ein hinreißender Spielpartner für einen rotzfrechen Welpen. Geht doch.

Die Befindlichenkeiten der Hunde äußern sich – zumindest hier – fast immer über das Fressverhalten. Wenn der verfressene Danny nicht frisst, stimmt mir ihm etwas ganz wesentliches nicht. Wenn Mono nicht frisst, dann ist er entweder krank oder bockig. Wenn Hudson nicht frisst, ist er zu beschäftigt. Alles weitere werden wir in den nächsten Wochen noch herausfinden.

3 Kommentare

  1. Ja ja, wenn man einmal damit anfängt… 🙂
    Ich wünsche Dir ganz viel Freude mit dem Kleinen!
    LG Wolfhart

  2. Pingback: Gen-Datenbank gegen Hundescheiße? Prima! - Doctor Speed

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.