Autor: Karla Schwede

  • Leben im Lockdown – Das Gelbe vom Ei?

    Leben im Lockdown – Das Gelbe vom Ei?

    6:30 Uhr – Seit Montag gilt auch hier in NRW die Maskenpflicht. Das ist nicht das Gelbe vom Ei, aber ich werde mich zwangsläufig daran gewöhnen müssen. Zum Glück habe ich liebe Freunde, die eine Nähmaschine bedienen können. Im grobmotorischen in der Erde Buddeln bin ich hingegen ganz gut. Meinen Fingernägeln macht das nichts aus, denn sie sind ohnehin nur noch Karikaturen ihrer selbst.

    Mein Leben lang habe ich mir die Nägel selber gemacht. Kurz vor dem Lockdown dachte ich, dass endlich mal ein Profi ran soll. Das habe ich jetzt davon!
    Mein Leben lang habe ich mir die Nägel selber gemacht. Kurz vor dem Lockdown dachte ich, dass endlich mal ein Profi ran soll. Das habe ich jetzt davon!

    Oberflächlichkeiten sind auch wichtig

    6:31 Uhr – Ein heißer Kaffee und eine Zigarette holen mich ins echte Leben zurück. Ist das nun eine Strafe oder eine Lehre? Mein Leben lang habe ich mir meine Nägel selber gefeilt und lackiert. Nach unserem Umzug dachte ich, dass sich endlich mal ein Profi ihrer annehmen sollte. Schließlich hatte ich mir die Fürsorge redlich verdient. Das war genau zehn Tage vor dem Lockdown. Jetzt habe ich fürchterliche Halbschüppen, mit denen ich allerdings Schrauben in Teakholz drehen könnte, wenn ich wollte.

    Ich lasse sie rauswachsen, beschließe ich. Denn ich erinnere mich an den Tag, als ich mit dem taufrischen Show-and-Shine auf den Fingern nach Hause kam. Mono und Hubi trappelten mir entgegen. Oh, wir müssen dringend eure Krallen machen! Zehn Minuten später rutschte ich mit dem Dremel ab und schrabbelte mir ein hübsches Muster den linken Zeigefingernagel. So viel zu Whippetbesitzern und schicken Fingernägeln.

    Leben im Lockdown - Das Gelbe vom Ei?
    Never say never – Wer hätte gedacht, dass ich mal anfange Blümchen zu fotografieren.

    Da Gelbe von Ei? Lichttherapie für Einkaufshysteriker?

    8:00 Uhr – Ach stimmt, ich darf ja shoppen gehen. Eingeschränkt aber ich darf. Oh Himmel, was kaufe ich denn jetzt? Mono und Hubi laufen vor in unseren Park. Außer einer Frisur, der oben erwähnten Maniküre, diversen Schuhen, neuen Jeans und Shirts für den Sommer, einem Sofa für den Garten und viel, viel Blumenerde brauche ich eigentlich nichts. Die Vorstellung, mich in die Karawanen der auf freien Fuß gesetzten Einkaufshysteriker einreihen zu müssen, versetzt mich in Panik. Nichts ist so wichtig, dass es mich jetzt vor die Tür treiben könnte.

    9:30 Uhr – Erst empfiehlt Trump die Prüfung einer desinfizierenden Injektion gegen Covid-19 in Kombination mit einer Art Lichttherapie. Und zwei Tage später stampft er mit dem Fuß auf, weil die bösen Journalisten nicht in seiner Spur laufen, sondern seine fragwürdigen Essgewohnheiten offen legen. Man solle ihnen den Noble Price aberkennen, twittert er. Ihm scheint peinlich zu sein, dass er auf Pommes und Cola-Light steht. Light? Ja, Herr Trump, das ist endlich mal ein triftiger Grund sich zu schämen.

    Leben im Lockdown - Das Gelbe vom Ei? Hudson auf unserer Halde
    Freiheit – Hudson auf unserer Halde.

    Uns geht es gut, also jammert nicht!

    11:00 Uhr – Vor ein paar Tagen schrieb mir eine nette Leserin, die auf Korsika lebt. Sie darf sich maximal eine Stunde lang genau einen Kilometer von ihrem Haus entfernen. Und das seit nunmehr fast 50 Tagen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie und ihr Whippet Louie kurz vor dem Koller sind. Ich hingegen sitze hier und sichte Fotos von einer unserer letzten Flitzrunden. Die Ausgelassenheit der Hunde, das freie Atmen, der Wind und die Sonne, wenn wir das alles nicht hätten! Ich kann und will mir das gar nicht vorstellen. Uns geht es im Vergleich zu den Franzosen und Italienern immer noch verdammt gut. Also jammert nicht, sondern macht euer Bestes aus dieser beschissenen Situation.

    Leben im Lockdown - Das Gelbe vom Ei? Mono auf unserer Halde
    Mono querfeldein – In der kühlen Morgenluft werden die Whippets lustig.

    12:05 Uhr – Den Rest des Tages verbringe ich mit dem üblichen Gedöns, das hier nicht erwähnenswert ist. Ihr kennt das. Es sind die Routinen, die man fast automatisch erledigt und sich dabei in Gedanken verliert. Ich brauche sie manchmal, um nicht laut loszubrüllen oder Porzellan an die Wand zu werfen. Sie helfen.

  • Leben im Lockdown – Die erzwungene Entschleunigung

    Leben im Lockdown – Die erzwungene Entschleunigung

    7:00 Uhr – Es tut mir nicht gut, bis 7:00 Uhr zu schlafen, denn die erzwungene Entschleunigung betrifft mich hier zu Hause kaum. 5:30 Uhr ist perfekt. Dann kann ich in Ruhe einen Kaffe trinken, vor mich hin starren und wach werden. 7:00 Uhr ist viel zu spät. Ich hasse es, in Hetze den Tag zu beginnen. Grundsätzlich habe ich ja nichts gegen Tempo, aber bitte erst dann, wenn ich klar gucken kann.

    Leben im Lockdown - Die erzwungene Entschleunigung
    Hubi macht sich als Hilfsgärtner ganz gut.

    Zwischen Output und Input

    7:30 Uhr – Hubi steht mir auf den Hacken. „Geh raus, Pipi machen!“ Nein, Hubi will nicht. Mono war längst draußen, kann die Aufregung also nur begrenzt nachvollziehen. Ich ströppe mir irgendetwas über, schnalle die Hunde an und begebe mich in die morgendliche Stille. So dacht ich zumindest. Wo kommen die vielen Menschen her? Vor dem Discounter um die Ecke stehen sie fast um den Block herum Schlange. Ich mache einen Ausfallschritt in Richtung Park. Da ist Ruhe.

    8:40 Uhr – Wie jedes Jahr um diese Zeit ignoriert Mono sein Futter. Aus der Hand gerne, im Spiel gerne, unterwegs gerne. Aber nicht aus dem Napf. Mittlerweile sehe ich das recht locker. All die läufigen Hündinnen in unserem Sprengel braten ihm das Hirn weich. Der Arme kann nichts dafür. In ein paar Wochen wird er wieder der Alte sein und sich an nichts mehr erinnern.

    Leben im Lockdown - Für Whippets ist das Wort Entschleunigung natürlich erstein mal ein böses. Doch sie kommen natürlich auf unseren Haldentouren zu ihrem Recht, richtig Gas geben zu können.
    Leben im Lockdown – Für Whippets ist das Wort Entschleunigung natürlich erstein mal ein böses. Doch sie kommen auf unseren Haldentouren natürlich zu ihrem Recht, richtig Gas geben zu können.

    2020 in Zeitlupe

    9:00 Uhr – Ich durchforste mein Archiv. Langsam aber sicher wächst sich das Verbot von Großveranstaltungen zur echten Katastrophe aus. Jede einzelne Veranstaltung, die ich für die Saison im Kalender hatte, ist gestrichen. Keine Windhundrennen, kein Polo, kein Motorsport. Nada, nichts, niente! Wie wird mein Fotoarchiv 2020 aussehen? Tausende Fotos von meinen eigenen Hunden, Blümchen, Straßenszenen und das eine oder andere Portrait werden mir irgendwann den Spiegel dieses außergewöhnliche Jahres vorhalten.

    Leben im Lockdown - Die erzwungene Entschleunigung
    Vor ein paar Tagen habe ich mir mein Stativ geschnappt, an der Canon EOS 5DS R den Selbstauslöser eingestellt und bin hin und her gelaufen.

    Das könnte eine sehr langweile Galerie werden, muss sie aber nicht. Schließlich wirft uns ein Virus in eine Lebenslage, die wir uns noch vor ein paar Monaten nicht im Traum hätten vorstellen können. Im Rückblick wird 2020 ein sehr besonders Jahr sein, an das wir uns vielleicht manchmal sogar gerne erinnern. Wer weiß das heute schon.

    9:10 Uhr – Ich stampfe mit dem Fuß auf, weil ich nicht mein Besteck zusammenpacken und losfahren darf. Der dampfende Atem der Hunde im Gegenlicht fehlt mir. Mir fehlen die donnernden Hufe und das Gebrüll der Spieler. Mir fehlt das zwerchfellzerfetzenden Kreischen der Motoren. Mir fehlt das Kitzeln, die Aufregung und die in dieser Stimmung elektrisierten Menschen. Mir fehlt der Druck, unter dem ich schon immer am besten Arbeiten konnte.

    Leben im Lockdown - Die erzwungene Entschleunigung
    Trotz der Entschleunigung kenne ich keine Langeweile. Zum Glück.

    Das innere Landei ist beglückt

    11:00 Uhr – Unser großes al fresco möchte strukturiert werden. Wie teile ich den Raum ein, welche Pflanzen passen zu ihm und zu uns? Fragen über Fragen. In Frankreich ist alles von allein gewachsen, hier aber haben wir auch Schattenbereiche, die wohl überlegt bestückt werden wollen. House & Garden oder The English Garden sind neuerdings eine tägliche Inspiration für mich. Mein inneres Landei ist begeistert.

    Leben im Lockdown - Die erzwungene Entschleunigung
    Die Clematis wächst, als wollte sie ein Rennen gewinnen.

    13:00 Uhr – Ein paar Tortellini mit gegrilltem Gemüse entlassen die Familie in eine entspannte Mittagspause. Mono und Hubi legen sich zu mir in die Sonne. Während ich mit geschlossenen Augen die Wärme genieße, meandern die Whippets zwischen Schatten und Licht. Ich habe keine Lust, ständig Decken von links nach rechts zu ziehen, deshalb gibt es jetzt Schatten- und Sonnenplätze für die Hunde. Hatte ich schon erwähnt, dass Whippets in vielerlei Hinsicht anspruchsvoll sind? Und wenn sie nur eselig vor dir stehen, weil sie ihr Lager doch bitte gerne verrückt hätten.

    Meandern zwischen Licht und Schatten
    Löckchen am Popo – Die Whippets meandern zwischen Licht und Schatten.

    Eine Pest löst die andere ab

    17:15 Uhr – Wenn du denkst, du bist eine Pest los, kommt schon die nächste um die Ecke. Wir haben einen neuen Tyson! Ich frage mich, ob die kleine Bestie vor den Bus gelaufen und dann als französische Bulldogge wieder auferstanden ist? Möglich. Denn genau so wie sein altes Ich steht The new Tyson gerne auf Parkwegen und knurrt. „Der spiiiielt nur!“ Leider habe ich keine Tischkante in Reichweite, auf die ich meinen Kopf hätte schlagen können, deshalb belasse ich es bei einem freundlichen: „Leinen sie bitte ihren Hund an.“ „Tyson, komm hier!“ Ne, Tyson will sich lieber einen Scheitel abholen. Mit Ansage zieht Mono ihm eben jenen blitzschnell und sehr akkurat. „Tyson ….! Oh … Tyson …! Ihr Köter hat meinen Hund gebissen!“ Nein, hat er nicht. Tyson glotzt lediglich recht derangiert.

    „Ich bitte sie, ihren Tyson demnächst von uns fern zu halten. Ja? Wenn nicht sie, ihr Hund wird sich hoffentlich daran erinnern können.“ Die Frau leint Tyson an und will an uns vorbei gehen, doch Tyson stemmt seine Pfoten in den Schotter. Er hat zu große Angst, unseren Dunstkreis noch einmal zu betreten. Feiner Mono!

  • Test – Remmers Eco für die Barfußterrasse

    Test – Remmers Eco für die Barfußterrasse

    (Werbung) Ist es nicht erstaunlich, wie schnell Erinnerungen verblassen. Heute Morgen gehe ich ganz selbstverständlich auf nackten Füßen in unseren Innenhof. Noch vor zwei Monaten wäre das unmöglich gewesen. Nicht nur weil es viel zu kalt war, sondern auch weil ich mich übelst auf die Nase gelegt hätte. Unser rund 200 Quadratmeter großer Hof war vor dem Einzug in unser neues Domizil viele Jahre mit Verachtung gestraft worden. Niemand hatte sich um das Holz – wir vermuten, es ist Bangkirai – gekümmert, es schrie also förmlich nach Reinigung und Pflege.

    Test - Remmers Eco für die Barfußterrasse
    Das Remmers Eco Universal Öl ist auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, ist wasserbasiert, enthält sehr wenig Lösungsmittel. Und, ganz wichtig, es ist rutschhemmend.
    Die Terrasse war extrem glitschig. Viel zu gefährlich zum Spielen.
    Die Terrasse war extrem glitschig. Viel zu gefährlich zum Spielen. Mensch und Hund hätten sich auf ihr schnell die Knochen brechen können.

    Eine Schlinderbahn aus Moos und Algen

    Die Bohlen waren extrem veralgt. Moos wucherte überall. Bei Feuchtigkeit glich die komplette Fläche einer Eisbahn. Für uns Menschen war das immer ein lustiger Eiertanz, doch für die beiden Whippets entpuppte sich dieser „Belag“ als nahezu lebensgefährlich. Wie oft ist Hudson im vollen Speed aus dem Wintergarten geschossen. Jedes Mal hoffte ich, dass er früh genug den Anker wirft, um nicht ins Schlingern zu geraten.

    Für unser aller Wohl mussten wir recht flott das Holz reinigen und wieder begehbar machen. Also schafften wir einen Hochdruckreiniger an und ich warf mich in meine Gummistiefel. Um die Nachbarn und den im Home Office arbeitenden Autonative nicht zu sehr zu nerven, habe ich das Holz etappenweise Zentimeter für Zentimeter über mehrere Tage gereinigt. Meine Güte, was ist mir der Schmodder um die Ohren geflogen!

    Die Algen und das Moss habe ich so gut es ging mit einem Hochdruckreiniger entfernt.
    Die Algen und das Moss habe ich so gut es ging mit einem Hochdruckreiniger entfernt.

    Wenn die Rolle den Pinsel ablöst

    Nach dem Reinigen zeigte sich, dass an den sonnigen Stellen des Hofs das Holz deutlicher heller ist als in den schattigen Ecken. Logisch. Außerdem müssen im Laufe der Zeit Bohlen ersetzt worden sein. Andere wiederum sind völlig verrottet. Da hilft kein Putzen. Die müssen einfach raus. Letztere sind also erst gar nicht in den Genuss des Entgrauers gekommen, mit dem ich im nächsten Schritt das Holz behandelt habe. Er sorgt dafür, dass die Farbnuancen des Holzes wieder zum Vorschein kommen.

    Zum Glück war uns das Wetter hold. Denn bevor ich die Bohlen endlich ölen durfte, mussten sie zwei Tage durchtrocknen. Remmers stellte mir 7 1/2 Liter Eco Universal Holzöl für rund 200 Quadratmeter zur Verfügung gestellt. Diese Fläche auf Knien rutschend zu streichen, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Deshalb besorgte ich einen dicken Pinsel und steckte ihn auf eine Stange. Das Öl ist sehr flüssig, ließe sich also auf gepflegtem Holz wunderbar verstreichen. Allerdings soffen unsere spröden Bohlen wie Kamele nach einer zweiwöchigen Wüstentour, so dass das meditative Hin und Her in echte körperliche Arbeit ausartete. Ich ersetzte den Pinsel flugs durch eine Rolle und siehe da, das Ölen ging viel schneller und vor allem materialsparender.

    Test - Remmers Eco für die Barfußterrasse
    Meditatives Streichen mit dem dicken Pinsel. Später stellte sich heraus, dass eine Rolle deutlich kraftsparender ist.

    Ein schöner Honigton mit Remmers Eco Universal Öl

    Zunächst irritierte mich, dass direkt nach dem Ölen eine dünne, weiße Schicht auf den Bohlen stehen blieb. Ich bin eine blutige Anfängerin in Sachen Outdoor-Holzpflege und fragte mich natürlich, ob ich irgendetwas falsch gemacht hatte. Hatte ich nicht. Schon nach einer halben Stunde verflüchtigte sich an vielen Stellen der milchige Film und eine wunderschöner Honigton trat hervor. Diese Honigfarbe ist von Bohle zu Bohle mal dunkler, mal heller, je nachdem wie stark das Sonnenlicht das Holz ausgeblichen hat bzw. in welchem Zustand es ist. Aber das macht nichts. Denn Holz ist bekanntermaßen ein natürliches Material, dass nicht zur uniformen Gleichheit neigt, sondern lebt.

    Von unten nach oben: Vor der Bearbeitung mit Remmers Eco Universal Öl, währenddessen und danach. Die insgesamt 7,5 Liter haben für rund 100 Quadratmeter nicht ganz gereicht. Für die letzten fünf Bohlen mussten wir einen 2,5 Liter Eimer nachkaufen.
    Von unten nach oben: Vor der Bearbeitung mit Remmers Eco Universal Öl, währenddessen und danach. Die insgesamt 7,5 Liter haben für rund 100 Quadratmeter nicht ganz gereicht. Für die letzten fünf Bohlen mussten wir einen 2,5 Liter Eimer nachkaufen.

    Jetzt haben wir eine rutschfeste Basis

    Heute, nach mehreren Wochen Arbeit, bin ich froh, dass wir den Gedanken verworfen haben, das Holz komplett herauszureißen. Es brauchte nur ein gerüttelt Maß an Fantasie, sich den grau-matschigen, völlig verlotterten Innenhof als gepflegte, grüne Oase vorzustellen. Ich habe schon deutlich größere Projekte hinter mir, mich schockt also fast nichts mehr und ich weiß genau: „Irgendwann wird es schön sein!“

    Ein paar der Holzbohlen müssen noch neu verschraubt werden, ein paar andere ersetzt, aber das ist nur noch Kleinkram. Der erste Schritt zu Schön ist nun geschafft und wir haben im besten Wortsinn eine rutschfeste Basis auf der wir aufbauen können. Mono und Hudson können im Innenhof gefahrlos spielen und wir auf nackten Füßen den Pflanzen beim Wachsen zusehen. Wenn das kein Anfang ist!

    Während ich mit dem Pinsel schufte, schauen die Jungs gemütlich zu.
    Sieht doch schon schick aus. Während ich schufte, schauen die Jungs gemütlich zu.
    Test - Remmers Eco für die Barfußterrasse
    Wir sind noch lange nicht fertig, aber immerhin ist der Innenhof jetzt begehbar. Die kurzen Bohlen sind alle verrottet und werden bald ausgetauscht.
    Test - Remmers Eco für die Barfußterrasse
    Unsere Zaungäste freuen sich auch.

    Keyfacts zum Remmers Eco Universal Öl

    • Zur Pflege von Holz im Innen- und Außenbereich
    • Produziert auf Basis nachwachsender Rohstoffe (80%)
    • wasserbasiert mit sehr geringem Lösungsmittelanteil
    • vegan (nach Info der Rohstofflieferanten)
    • rutschhemmend
    • auf Basis pflanzlicher Öle
    • seidenmatt
    • etwa 60 ml pro Quadratmeter Holz je nach Beschaffenheit (das haben wir ja gesehen)
    • 5 Liter rund 100 Euro, 2,5 Liter rund 50 Euro im Versandhandel
  • Leben im Lockdown – Der Hase auf dem Schrank

    Leben im Lockdown – Der Hase auf dem Schrank

    6:30 Uhr – Hubi hat seit gestern 17:30 Uhr nicht mehr gepinkelt. Jetzt liegt er eng angekuschelt unter Toms Decke und macht nicht den Eindruck, als hätte er irgendeine Not. Mono folgt mir in die Küche und dreht sofort ab in den Innenhof. Er bibbert elendig, als er wieder rein kommt und seinen Gutenmorgenkeks in Empfang nimmt. Dann verschwindet er wieder in den Tiefen unserer Bettdecken.

    7:00 Uhr – Die Nacht war kalt. Ich trage den Basilikum zu Grabe, den ich leichtsinnigerweise draußen stehen gelassen habe. Basilikum kommt und geht, denke ich mir, aber ohne kann ich auch nicht leben.

    Leben im Lockdown - Eine kalte Nacht hat meinen Basilikum getötet.
    Eine kalte Nacht hat meinen Basilikum getötet. Sein Nachfolger steht nun in der Küche auf der Spüle.

    Niemand hat den Hasen gefragt

    7:15 Uhr – Ich schnappe mir meinen dicken Parka und zerre die Hunde aus dem Bett. Der französische Hase schaut mich von der Krone unseres honigfarbenen Biedermeierschranks vorwurfsvoll an. Wie kannst du nur die armen Tiere aus ihrem kuscheligen Lager jagen! Muss ich, lieber Hase, muss ich! Hubi wird sonst recht zeitnah platzen. Das wäre eine böse Sauerei, die ich gerne vermeiden würde. Der Hase rümpft seine kleine Nase: „Ich bleibe hier!“ „Hase, dich hat niemand gefragt. Außerdem hätte ich kein Halsband für dich!“

    Leben im Lockdown - Der Hase auf dem Schrank
    Mein Salbei kriegt jeden Tag eine Ansage. Er muss dafür sorgen, dass seine schönen, pelzigen Blätter auch schön und pelzig bleiben.

    7:20 Uhr – Ich muss grinsen und denke an die vielen Psychologen, die neuerdings betonen, dass es völlig in Ordnung ist, in unserer von Corona erzwungenen Isolation mit Dingen, Tieren und Pflanzen zu sprechen. Solange ich denken kann, spreche ich mit meinen Hunden. Und meine Kräuter erhalten seit Jahr und Tag klare Anweisungen. Was wollt ihr mir also erzählen?

    7:25 Uhr – Mono und Hubi wehren sich nach wie vor erfolgreich gegen ihre Pullis. Schluss jetzt hier! Ab und rausgehen!

    Als die Sonne unser Schlafzimmer wärmt, lassen Mono und Hubi sich grunzend fallen.
    Mono und Hubi lieben ihren Platz in der Sonne.

    8:30 Uhr – Die Sonne wärmt unser Schlafzimmer. Die Whippets lassen grunzend ihre vollen Bäuche in das hochwandige Hundebett fallen.

    Zu wenig Schlaf für die Nachteule

    9:00 Uhr – Ich mummel mich in eine kleine Daunenjacke und schaue nach meinen Pflanzen. Die Hortensien brauchen viel Wasser. Eine lässt schon nachdenklich die Blüten hängen. Ich schnappe mir also unseren Gartenschlauch, der eine hoch moderne Rückzugsautomatik hat. Brrrr ausgezogen, brrrrr wieder eingezogen. Theoretisch. Ich fummel mit der Tülle herum und schaue hinein. Warum kommt da jetzt nichts? Eine Sekunde später muss ich mich umziehen, denn mit dem Drücken und Gucken kam das Wasser dann doch. Und es ist erst neun, dachte ich.

    Leben im Lockdown - Die Hortensien brauchen viel Wasser
    Leben im Lockdown – Die Hortensien brauchen viel Wasser

    12:30 Uhr – Wir machen wie so oft eine kleine Mittagspause. Ich stelle das Handy auf leise. Eine ruhige Stunde, bitte, nach einer kurzen Nacht. Schlaflose Nächte sind mir wohl bekannt. Doch sogar für eine Nachteule wie mich sind es in den letzten Wochen zu viele. Der Hase schaut mich von seinem Schrank aus aufmüpfig an. „Morgen nimmst du mich aber mit, ja?“ „Hase! Halt die Klappe!“ Etwas eine Stunde dämmere ich, flankiert von zwei warmen Whippets vor mich hin.

    Fünfhundert Menschen auf zwei Meter Abstand?

    15:05 Uhr – Der Cappuccino aus unserer geliebten Saeco schmeckt himmlisch. Ich hole das Fahrrad, schnalle Mono und Hubi an und wage mich ins Naherholungsgebiet. Nach ein paar Minuten bin ich mir sicher, dass dieser Ausflug nicht die beste meiner Ideen war. Alle fünfzig Meter stolpern mir Spaziergänger oder fremde Hunde vor das Vorderrad. Gefühlt siebzig Mal muss ich die Jungs mit einer Vollbremsung stoppen. Es ist ja löblich, dass alle so gut wie möglich den geforderten Abstand von zwei Metern einhalten, doch wenn das rund 500 Menschen auf recht engem Raum tun, dann wird es kompliziert. Ich bin froh, dass der Hase nicht dabei ist.

    Leben im Lockdown - Der Hase auf dem Schrank
    Die Kamelie sieht nicht gut aus.

    17:30 Uhr – Spätestens in ein paar Tagen wird die Kamelie den Löffel abgegeben. Umtopfen und Nachtkälte quittiert sie mit verrunzelten Knospen und hängenden Blättern. Unsere Fenster sind auch nicht mehr ganz taufrisch. Allerdings werde ich einen Teufel tun, unseren netten Fensterputzer zu nötigen, den Wintergarten zu wienern. Da muss ich dann mal selber ran, selbst wenn das Ergebnis ganz sicher nicht vorzeigbar sein wird. Doch wer außer uns wird die Makellosigkeit unserer Fenster zu schätzen wissen. Gäste werden wir nicht haben, ich kann den Lappen also getrost wieder wegstecken. Problem gelöst.

    Leben im Lockdown - Der Fensterputzer fehlt mir!
    Unser netter Fensterputzer fehlt mir sehr.
  • Leben im Lockdown – Hava braucht kein Make-Up

    Leben im Lockdown – Hava braucht kein Make-Up

    7:00 Uhr – Die Runde mit Mono und Hubi ist schön aber ungewöhnlich kalt. Die Jungs wollen nach Hause, futtern und dann auf ihren Platz in der Sonne.

    8:00 Uhr – Mir juckt es in den Fingern. Ich muss etwas tun. Nicht zu Hause. Hier gibt es genug zu werkeln. Ich muss raus. Ich muss gucken, was dieses scheiß Corona Virus mit den Menschen macht, die im Lockdown noch arbeiten.

    Leben im Lockdown - Donia, 34, arbeitet in einer großen Drogerie
    Leben im Lockdown – Donia, 34, arbeitet in einer großen Drogerie.

    Social Distancing in der Praxis

    9:30 Uhr – Das Versammlungsverbot – nur zwei Menschen miteinander – zeigt Wirkung. Die, die sich überhaupt hinaus trauen, halten Abstand. Alle Geschäfte, die noch geöffnet sind, lassen ja nach Größe nur eine Hand voll Kunden hinein. Warteschlangen überall.

    9:40 Uhr – Meine Lieblingsdrogerie gewährt mir Einlass. Ich kenne die meisten Verkäuferinnen, habe also nur eine ganz kleine Hemmschwelle zu überwinden. Während sie Regale packen, lassen sie sich gerne von mir fotografieren.

    Leben im Lockdown - Das Vermummungsverbot ist inoffiziell aufgehoben.
    Leben im Lockdown – Das Vermummungsverbot ist inoffiziell aufgehoben.

    Das Vermummungsverbot ist inoffiziell aufgehoben

    9:50 Uhr – Der Herr in der Wurstbude nebenan beäugt mich misstrauisch. Nein, baffte er, er wolle nicht fotografiert werden! Welche Gründe er auch immer hat, ich muss sie respektieren. Manch anderer hingegen scheint gar nicht so traurig zu sein, dass das Vermummungsverbot in diesen Tagen inoffiziell aufgehoben ist. So ein Mundschutz sieht ja auch irgendwie martialisch aus.

    10:10 Uhr – Gegenüber führt Hava einen kleinen Imbiss. Sie hat nichts gegen Fotos, will aber erst Make-Up auflegen. Ich sage ihr, dass sie ganz sicher kein Make-Up braucht, um hübsch zu sein. In den letzten Monaten bin ich bestimmt hundert Mal an ihr vorbei gelaufen. Nie habe ich etwas gekauft. Jetzt weiß ich, wie sie heißt und werde demnächst ganz sicher mal Hallo sagen. Das Foto von ihr mag ich besonders gern.

    Leben im Lockdown - VHava, 30, wollte erst noch Make Up auflegen. Ich habe ihr gesagt, dass sie keins braucht, um hübsch auszusehen. Hava hat einen kleinen Imbiss in der Fußgängerzone.
    Hava, 30, wollte erst noch Make Up auflegen. Ich habe ihr gesagt, dass sie keins braucht, um hübsch auszusehen. Hava hat einen kleinen Imbiss in der Fußgängerzone.
    Leben im Lockdown - In diesen Tagen sind die Bettler wohl die letzten, die beachtet werden.
    Leben im Lockdown – In diesen Tagen sind die Bettler wohl die letzten, die beachtet werden.

    Willie und das Hacksteak

    11:00 Uhr – Willie ist ein Strahlebold. Er ist immer lustig, immer fröhlich, immer freundlich. Er ist die gute Seele der Fleischerei um die Ecke. Natürlich lässt er sich fotografieren, macht Spökes und erzählt Geschichten. Ich bin hingerissen, wie rührend er sich um alte Herrschaften kümmert, die nicht mehr ganz so fix unterwegs sind.

    Willi, 54, ist die gute Seele der Fleischerei um die Ecke.
    Leben im Lockdown – Willie, 54, ist die gute Seele der Fleischerei um die Ecke. Seine Fröhlichkeit steckt jeden. an.

    Nach den Weihnachtstagen, als Mono und Hubi so furchtbar krank waren, hat mir sein Chef Dirk außer der Reihe Knochen für eine Suppe verkauft. Eine Mitarbeiterin hiefte mir zweieinhalb Kilo über die Theke und giggelte: Jetzt haben sie eine Waffe! Stimmt. Man stelle sich vor, ich haute jemandem einen Sack tiefgefrorene Rinderknochen um die Ohren.

    Leben im Lockdown - Willis Chef Dirk, 48 Jahre alt. Er leitet die Fleischerei. Mitglieder seiner Familie kante ich schon als Teenie.
    Willis Chef Dirk, 48 Jahre alt. Er leitet die Fleischerei.

    Leben im Lockdown – Der Ernst der Lage

    11:35 Uhr – An allen Apotheken stehen Menschen Schlange. Einer nach dem anderen wird hinein gelassen, so dass sich keine Trauben vor den Kassen bilden können. Ennur, 22, schaut mich durch eine von der Decke abgehängte Plexiglasscheibe an. Ich frage sie, ob ich ein Foto machen darf. Sie ist höflich aber sehr ernst. Die meisten Kunden werden ihren Stress wohl nur schwer nachvollziehen können, doch die Statistiken sind in der Tat beängstigend.

    Leben im Lockdown - Ennur, 22, arbeitet in einer Apotheke. Ein Mundschutz und eine Plexiglasscheibe an der Kasse schützten sie vor einer möglichen Ansteckung.
    Ennur, 22, arbeitet in einer Apotheke. Ein Mundschutz und eine Plexiglasscheibe an der Kasse schützten sie vor einer möglichen Ansteckung. Sie ist höflich aber sehr ernst.

    11:45 Uhr – Auf dem Weg nach Hause komme ich an unserem hiesigen Aldi vorbei. Dort darf ich keine Fotos ohne das Einverständnis des Geschäftsführers machen. Da der aber leider gerade in einer Videokonferenz sitzt, gehe ich wieder. Vor der Tür treffe ich einen kleinen Terriermix, der elendig jammernd auf seinen Menschen wartet. Nein, ich werde nicht wieder wütend. An diesem Thema habe ich mich schon genug abgearbeitet.

    Angebunden vor einem Aldi Markt.
    Angebunden vor einem Aldi Markt.

    12:03 Uhr – Es ist wirklich 12:03 Uhr als Mauro und Francesco mir zuwinken. Sie führen das Restaurant Trulli, das seit unserem Umzug nur ein paar Meter von unserer Haustür entfernt liegt. Mauro, den Geschäftsführer, kenne ich locker dreißig Jahre. Seinen Sohn Francesco habe ich aufwachsen sehen. Ihr Laden brummt. An einem Freitag Abend bekommt man ohne Reservierung keinen Tisch. Unter der Woche ist das manchmal auch nicht ganz leicht und an Feiertagen stehen die Gäste draußen oder an der Bar Schlange.

    Mauro treffe ich fast jeden Morgen. Ich gehe mit den Hunden, er kommt vom Großmarkt. Er und sein Sohn Francesco führen das Restaurant Trulli, das nur ein paar Meter von unserer Haustür entfernt liegt.
    Mauro treffe ich fast jeden Morgen. Ich gehe mit den Hunden, er kommt vom Großmarkt. Er und sein Sohn Francesco führen das Restaurant Trulli, das nur ein paar Meter von unserer Haustür entfernt liegt.

    Am Freitag musste Mauro schließen. Einen Lieferservice hatte er noch nie, doch jetzt muss er umswitschen. Er hofft, dass seine treuen Gäste auf seine Gerichte nicht verzichten wollen und sie sich an die Tür liefern lassen. Irgendwie kommen sie über die Runden, sagen sie, doch die Sorge ist auch ihnen anzusehen.

    16:30 Uhr – Mein Sohn geht freiwillig mit Mono, Hubi und mir im Park spazieren. Das hatten wir lange nicht.

  • Leben im Lockdown – Nochmal die Weite sehen

    Leben im Lockdown – Nochmal die Weite sehen

    8:45 Uhr – Ich wollte noch einmal die Weite genießen, bevor der richtige, echte Lockdown kommt. Unsere Weite mit Mono und Hubi darin ausgelassen spielend. Wild und schön wie sie sind. Ich stand dort oben und ließ mir die kühle Luft ums Gesicht streichen. Der kleine Teich ist schon kleiner als noch vor ein paar Tagen, dachte ich. Nach den trockenen Sommern braucht der Boden dringend Wasser, dachte ich. Plötzlich kam mir alles fürchterlich unwirklich vor. Das träume ich doch nur!

    Leben im Lockdown - Hubi darf noch einmal richtig flitzen.
    Leben im Lockdown – Hubi darf noch einmal richtig flitzen.

    Apfelpfannkuchen im Kinozimmer

    10:30 Uhr – Nie zuvor habe ich so skeptisch in eine Futtertonne geguckt. Sollten wir die nächsten Wochen nicht mehr wie gewohnt Laufen gehen können, werde ich Mono und Hubi sowieso auf Diät setzen müssen. Reicht schon!

    11:00 Uhr – Das Wort Corona macht Karriere und steigt in meinem Bildarchiv zu einem Schlagwort auf.

    12:05 Uhr – Ich bringe Tom einen Apfelpfannekuchen in sein Homeoffice, das letzte Woche noch unser Kinozimmer war. Ich kann Riders on the Storm später noch bis in die Küche hören und singe mit während ich die Pfanne spüle.

    Leben im Lockdown - Mono gestern auf unserer Halde
    Mono liebt seine Halde über alles. Es würde mir das Herz brechen, wenn wir dort nicht mehr laufen dürften.

    12:30 Uhr – Ich nutzte eine kleine Mittagspause, um mich quer durch die ZEIT, Spiegel Online, die FAZ und die WELT zu lesen. Es hilft alles nichts. Was Frau Merkel neulich so schön verklausuliert in ihrer Rede mitzuteilen hatte, ist das einzig Richtige: Bleibt mit eurem Hintern zu Hause, sonst sorge ich dafür, dass ihr da bleibt!

    13:00 Uhr – Tom will sich die Beine vertreten und geht einkaufen. Es tut mir so furchtbar leid, dass wir seinen Geburtstag am Sonntag nicht mit Freunden feiern können. Wussten wir jemals unsere Freiheit wirklich zu schätzen? Ich denke schon.

    Eine ganze Saison in den Binsen

    15:03 Uhr – Mir wird endgültig klar, dass mindestens bis Juni, Juli, August alle Sportveranstaltungen abgesagt sind. Der ACO hat das heilige 24 Stunden Rennen von Le Mans auf September verschoben. Mit jeder neuen Mail ist das einst Undenkbare plötzlich zwar niedergeschriebene Information, aber zu fassen ist es noch nicht. Vielleicht kann das jemand. Ich bin weit weg davon.

    Leben im Lockdown - Im kalten Wind ziehen sich Mono und Hubi zusammen wie die Raupen.
    Leben im Lockdown – Im kalten Wind ziehen sich Mono und Hubi zwar zusammen wie die Raupen, aber es wäre sehr schade, wenn sie die Freiheit dazu nicht mehr hätten.

    15:04 Uhr – In allen Talkshows bedauert man Schauspieler, Musiker, Tänzer dafür, dass sie nun keine Bühne mehr haben. Wer denkt an die vielen Fotografen, die durch die Welt reisen, um ihr Brot bei den großen Sportveranstaltungen verdienen? Sie sitzen ebenso auf dem Trockenen, wie jeder andere Künstler auch. Keine Rennbahn, kein Polo, kein Motorsport, kein Ballett, kein Fußball, keine Leichtathletik. Nix! Eine ganze Saison ist in den Binsen.

    16:30 Uhr – Ich so unendlich froh, dass wir Ende 2019 umgezogen sind. Für den Fall, dass wir uns furchtbar auf die Nerven gehen, können wir uns hier wunderbar auseinander dividieren. Und wenn es ganz hart kommt, falls wir wirklich einer Ausgangsperre unterliegen werden oder gar in Quarantäne bleiben müssen, können Mono und Hubi draußen in der Sonne liegen und auch ihr Geschäft auf unserem Grund und Boden erledigen.

    Leben im Lockdown - Was wären Mono und Hubi ohne ihre geheime Rennbahn?
    Leben im Lockdown – Was wären Mono und Hubi ohne ihre geheime Rennbahn?

    Wie in Watte gepackt

    17:00 Uhr – Mono und Hubi trotten vor mir her. Unser Park war schon immer sehr schön. Im Frühling ist er noch schöner, doch sogar die prächtigen Magnolien haben eine toxische Aura. Ich treffe Bekannte. Alle halten Abstand, sind höflich, verständnisvoll und – das ist offensichtlich – zutiefst erschüttert. Genau wie ich fühlen sie sich in einem schlechten Traum gefangen.

    20:30 Uhr – Der Abend ist kalt. Mono liegt wie immer eng an meine Beine gekuschelt auf dem Sofa. Eine Sondersendungen folgt der nächsten. Corona oder covid-19 ist überall. Italien hat aufgehört, die Toten zu zählen. Ich mag übrigens Prof.Dr.Christian Drosten sehr. Er ist ruhig, bedacht, sachlich und sehr vorsichtig. Doch dann möchte ich dringend etwas anderes sehen. Hubi kommt dazu und schaut mich an. Er hätte gerne eine Sendung mit Tieren, der Fernsehjunkie. Kannst du haben, Kleiner!

  • Leben im Lockdown – Flatterband gegen Blödheit

    Leben im Lockdown – Flatterband gegen Blödheit

    Bars, Restaurants, Clubs, alle sind dicht und seit gestern auch der Einzelhandel. Das Leben im Lockdown bringt Einschränkungen, die wir in dieser Form noch nie hatten, aber als gegeben hinnehmen müssen. Langeweile haben wir allerdings nicht. Die hatten wir noch nie. Hier ist so viel zu tun, dass es für die nächsten Monate reicht. Und wenn es nur das Setzen von Pflanzen ist. Mir macht das Spaß, denn im tiefsten Herzen ist das Großstadtkind in mir wohl doch ein echtes Landei.

    Leben im Lockdown - Unsere Schachblume wächst sehr schön.
    Unsere Schachblume wächst sehr gut, aber bald wird die hin sein.
    Unsere Schachblume hat sich super gemacht.
    Unsere Schachblume hat sich super gemacht. Leider ist sie sehr giftig.

    Einschränkung oder Chance?

    Tom ist im Homeoffice. Zwangsweise. Die Ruhr-Uni Bochum hat dicht gemacht, den Semesterbeginn auf Ende April verschoben und alle Klausuren abgesagt. Unser Sohn hängt also ganz gepflegt in der Luft. Ich arbeite sowieso fast immer Zuhause, mir gehen allerdings viele Fototermine flöten, die einen großen Teil meiner Arbeit zu Hause ausmachen würden. Ich muss oder darf mich also mit dem begnügen, was direkt vor meiner Nase in unserem Mikrokosmos passiert. Sehe ich das nun als Einschränkung oder als Chance?

    Leben im Lockdown - Der Nusskorb aus Frankreich hat auch schon seinen Platz gefunden.
    Es ist alles noch ein bisschen karg, aber der Nusskorb aus Frankreich hat schon seinen Platz gefunden.

    Natürlich kann ich noch mit Mono und Hubi zum Flitzen fahren. Rein ins Auto, raus aus dem Auto, Flitzen und wieder zurück. Hier treffe ich nur nach Verabredung Freunde, doch wir halten wie empfohlen Abstand. Will ich niemanden sehen, dann sehe ich auch niemanden. Wir sind dort fast immer alleine. Das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 geht gegen Null.

    Leben im Lockdown - Teil 1
    Ich will ein Meer aus Hortensien! Mal sehen, wie gut sie gedeihen werden.

    Flatterband gegen Blödheit

    Die Schließung aller Schulen und Kitas hingegen schien bis gestern nicht viele Menschen davon abzuhalten, sich auf Spielplätzen oder Spielwiesen zu treffen, damit die Zwerge beschäftigt sind. Vorgestern Nachmittag stand ich, mit den Hunden unterwegs, fassungslos vor einem rammelvollen Spielplatz. Natürlich muss man mal die Kinder lüften. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Aber Empfehlungen derart zu ignorieren und wider jeder aufklärerischer Bemühung seitens der Behörden und vieler Wissenschaftler stumpf weiter zu machen wie immer, ist dumm, hirnlos, balla und vor allem asozial. Heute sind alle Spielplätze mit Flatterband abgesperrt, damit es auch der letzte Blödmann versteht.

    Leben im Lockdown - Alle Spielplätze sind gesperrt
    Der Tag des Flatterbands.

    Leben im Lockdown – Viel Kann, wenig Muss

    Mein Spielplatz ist derzeit unser großer Innenhof. Um die hundert Quadratmeter völlig vernachlässigte Holzbohlen müssen von Algen und Moos befreit und dann lasiert werden. Den Hochdruckreiniger kann ich meiner Umgebung allerdings immer nur für eine kurze Zeitspanne zumuten. So geht es also immer nur Häppchenweise voran. Sehr langsam und meditativ. Zwischendurch schaue ich nach den Pflanzen. Wachsen sie, wachsen sie nicht? Mono und Hubi dösen in der Sonne. Eine herrliche Entspannung tritt ein, weil ich – außer dem üblichen Haushaltskrempel – endlich mal fast nichts muss. Ich kann, darf, möchte. Aber ich muss nicht. Vielleicht ist genau das die Chance.

    Leben im Lockdown - Unser Holzboden vor und nach dem Hochdruckreiniger.
    Leben im Lockdown – Unser Holzboden vor und nach dem Hochdruckreiniger.
  • Corona? Vernunft trägt keinen Aluhut.

    Corona? Vernunft trägt keinen Aluhut.

    Am letzten Wochenende strömten zehntausende Menschen aus der ganzen Welt nach Birmingham zur ehrwürdigen Crufts. Sie lief, bis auf kleine Details, wie immer, als schütze die Tradition vor jedem Unbill. Der Empire State of Mind der Briten brach mal wieder voll durch. Uns kann keiner was! Noch nicht einmal so ein blödes Virus, das seit ein paar Wochen die Welt im wahrsten Sinne in Atem hält. Und wir verklemmten Deutschen verschieben eine popelige CACIB ? Wie spießig ist das denn!

    Nudeln, Klopapier und mentale Kraft

    Hier im Ruhrgebiet haben wir auch ein paar wenige Infizierte. Obwohl ihre Zahl wie vorausgesagt steigt, gibt es ganz sicher keinen Grund zur Hysterie. Über unsägliche Schlagzeilen wie „Hund mit dem Covid-19 infiziert“ oder „Corona-Krise schlimmer als der 11.September“ sollte man besser lachen. Selbst wenn das Gackern kurz im Halse stecken bleibt, es stärkt erwiesenermaßen das Immunsystem. Dennoch, niemand sollte so leichtsinnig sein, die Ansteckungsketten zu unterschätzen.

    Gags über Vollkornnudeln und Klopapier sind mittlerweile in den sozialen Medien ebenso präsent wie die wirren Tweets von Donald dem Unerträglichen. Letzterer konnte ja quasi nur mit seiner mentalen Kraft die USA nahezu Corona frei halten. Und er freut sich natürlich ein Loch in seine Plauze, dass er die Pandemie den Chinesen in die Schuhe schieben kann. Die haben Covid-19 erfunden. So wie den Klimawandel auch. Dass die Chinesen und in der Folge wir alle ein schlechtes Karma haben und eventuell nur der Rache des Schuppentiers erliegen, kann der Pussy Grabber hinter seinem turmhohen Tellerrand natürlich nicht sehen.

    Corona? Aktuell gibt es wohl kaum etwas gesünderes, als allein mit seinen Hunden durch die Natur zu schlendern.
    Aktuell gibt es wohl kaum etwas gesünderes, als allein mit seinen Hunden durch die Natur zu schlendern. Ich genieße das sehr.

    Eine Frage der Relevanz

    Aber jetzt mal ohne Quatsch. In Italien lachen nur noch wenige über Corona-Witze. Aus gutem Grund. Um Ausbrüchen wie denen in der Lombardei keinen Vorschub zu leisten, tut der VDH gut daran, die CACIB in Offenburg zu verschieben. Es mag für den einen wichtiger sein als für den anderen, aber das Ausstellen von Hunden ist offiziell immer noch ein Hobby. Es hängt kein Leben daran und auf einer Skala von 0 bis 10 würde der Durchschnittsdeutsche seine Relevanz eher unter als über 0 sehen. Fußball hingegen stünde auf 11. Wenn heute Abend sogar die Gelddruckmaschine Champions League Borussia Dortmund gegen Paris St.Germain ohne Publikum spielen lässt, dann tut sie in meinen Augen schlicht das Richtige.

    Gesundheit vor Eitelkeit

    Ich habe mir fest vorgenommen, in diesem Jahr meine Hunde sowohl bei der Europasieger Schau in Dortmund im Juni, als auch bei die Bundessieger Schau im Oktober zu melden. Das ist bisher noch nie vorgekommen und ich freue mich darauf. Niemand hofft, dass das Corona Virus bis dahin noch wütet. Aber sollte der VDH die Europasieger wegen der hohen Ansteckungsgefahr in den Westfalenhallen absagen, bin ich nicht böse drum. Dann wäre das eine gute Entscheidung, denn die Priorität ist richtig gesetzt: Gesundheit vor Eitelkeit. Bis dahin habe ich ein simples Rezept: Komme ich nach Hause, wasche ich meine Hände so, als hätte ich eine Chili Schote geschnitten und müsste mir dann die Kontaktlinsen heraus nehmen. Sowas hatte ich schon einmal und das tut verdammt weh!

  • Ungeschminkt – Back to black

    Ungeschminkt – Back to black

    Je lauter die Zeit, desto stiller ihr Echo. So mache ich das zumindest. Der Rumbatäterä-Terror fällt hier traditionell aus. Das Ruhrgebiet ist ohnehin keine echte Karnevalshochburg. Wir sind jetzt wieder ungeschminkt. Back to black sozusagen. Back to white and grey natürlich auch, aber das klingt nicht so schön.

    Hubi ist unsere Putzkraft

    Natürlich sind das Originale

    Kurzzeitig, in dem Chaos, das hier herrschte, ist mir der Blick auf das Wesentliche verloren gegangen. Keine Zeit, keine Ruhe, keine Nerven! Heute, als die Sonne für einen Moment heraus kam, saß ich mit der Kamera auf dem Boden unseres Wintergartens und dachte plötzlich an die Frage eines Lesers:

    Eine Frage zu Ihren tollen Mitzieh-Fotos interessiert mich besonders: Sind das alles Originale oder mit einem Bildbearbeitungsprogramm nachbearbeitete Fotos?

    Ohrenkosmetik stärkt die Bindung

    Natürlich sind meine Fotos Originale oder wie auch immer man sie nennen will. Ich mache höchst selten Fotos, um sie dann in Photoshop in etwas anderes zu verwandeln. Ich mache Fotos. Punkt. Und ich freue mich jedes Mal sehr, wenn ich absolut gar nichts an ihnen machen muss. Dann kann ich mich auf den alles entscheidenden Schnitt konzentrieren.

    Hell und Dunkel – tricky und deshalb spannend

    Bei der Umrechnung in schwarz-weiß geht es dann nur noch um Licht und Schatten. Tricky zugegebenermaßen, aber ich liebe das. In den Lichtern müssen die Strukturen erhalten bleiben. Schwarz beziehungsweise Weiß dürfen im Hintergrund gerne monochrome Flächen sein, aber das zentrale Motiv muss Detailtiefe haben. Eine Balance zwischen Weiß, Grautönen und Schwarz zu finden, ist deshalb je nach Lichtsituation nicht ganz einfach aber genau deshalb um so spannender.

    Ungeschminkt - Back to black

    Entspannte Zweisamkeit

    Die entspannte Zweisamkeit von Mono und Hudson ist immer wieder schön anzusehen. Farbe spielt gerade in diesen Fotos nur eine untergeordnete Rolle. Denn es ist allein der stille Moment, der mich hier interessiert, das Spiel von Licht und Schatten, ganz einfach, ohne Schnörkel, unbearbeitet, ungeschminkt. Ich bin eindeutig Back to Black.

    Ungeschminkt - Back to black
    Mono gähnt so schön.
    Mono gähnt
    Ungeschminkt - Back to black
    Ungeschminkt - Back to black
    Ungeschminkt - Back to black
  • Meine Hunde sind mein Leben im Zeitraffer

    Meine Hunde sind mein Leben im Zeitraffer

    Der Wind ist kalt. Sturmtief Sabine hat sich zwar gerade nach Süden verzogen, doch ihre Ausläufer sind schneidender, als Madame selbst es war. Hudson trippelt neben mir. Er erwartet einen Ball, von dem er noch nicht weiß, dass ich ihn nicht habe. Mono stromert zufrieden vor mir her. Fünf Mal muss ich Hubi vorschicken. Kein Ball heute. Es geht auch ohne. Lauf einfach!

    Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen …

    Jean-Luc Picard

    Ich beobachte Mono, wie er mit aufrechten Ohren jedes Mauseloch prüft. Er kennt sie alle. In den letzten Jahren hat er zielsicher, gnadenlos und ohne Kompromisse vielen Mäusedynastien ihre Mütter, Väter und Kinder genommen. Ein Raubtier diskutiert nicht. Es diskutiert weder mit Mäusen, noch mit Kaninchen und schon gar nicht mit Katzen oder Tauben.

    Mono späht. Nach wie vor ist er ein kompromissloser Jäger, auf den ich - trotz aller Erziehung - immer ein Auge haben muss.
    Mono späht. Nach wie vor ist er ein kompromissloser Jäger, auf den ich – trotz aller Erziehung – immer ein Auge haben muss.

    Das innere Raubtier

    Denke ich acht Jahre zurück, dann sehe ich Mono in einem Körper ähnlich wie Hudsons. Mono war, wenn auch immer sehr gut bemuskelt, etwas eleganter. Doch in Explosivität und Schnelligkeit stand er seinem jungen Freund in nichts nach. Was Hubi an Schnellkraft hat, hat Mono im Kopf. Er war immer sehr konzentriert und taktisch klug in dem, was er tat. Heute ist er langsamer, ich kann vieles vorhersehen, aber ich begehe niemals den Fehler, ihn zu unterschätzen. Sein inneres Raubtier ist auch nach fast zehn Jahren hell wach.

    Hudson platzt vor Energie und Lebenslust. Er liebt es über die großen Wiesen zu sprinten. Einfach nur so zum Spaß.
    Hudson platzt vor Energie und Lebenslust. Er liebt es, über die großen Wiesen zu sprinten. Einfach nur so zum Spaß.

    Hudson hingegen ist die Jugend pur. Nichts nimmt er wirklich ernst. Kaninchen oder Tauben verbellt er eher, als dass er sie gejagt. Aber es wird nur ein paar kleine Jahre dauern, bis er mich mit dem weisen, warmen Blick seiner Mutter anschaut, wenn er zu mir auf’s Sofa klettert.

    Zeitraffer in Monos Augen

    Oft bin ich mir meines Alters gar nicht bewusst. Es gibt Tage, an denen ich mich fühle wie in sechzehnjähriger Teenie. Doch dann, in einem ruhigen Moment, schaue ich meine Hunde an und stelle fest, dass die Zeit tatsächlich vergeht. Ob es mir passt oder nicht. Hudson wird langsam erwachsen und Mono trägt jeden Tag ein neues graues Haar mit Stolz vor sich her. Sein Blick ist wie immer sanft und wach zugleich. Doch neuerdings schwingt eine Ruhe mit, die ich zutiefst beneide.

    Meine Hunde sind mein Leben im Zeitraffer
    Mono vorne weg, Hudson hinter. Der „Kleine“ ist längst schneller als der „Senior“.

    Ich schaue ihn an und freue mich, dass er noch einmal gesunde, propere Welpen gezeugt hat. Seine ersten werden dieses Jahr acht, die zweiten sieben Jahre alt. Verdammt, sieben! So folgt eine Generation auf die nächste, verstreut in alle Welt.

    Alles in drei Jahre stopfen?

    Natürlich weiß ich, dass Mono locker fünfzehn Jahre alt werden kann. Aber das sind nur fünfzehn Jahre. So betrachte ich das heute. Die Rasanz, mit der sich Hunde von Welpenbeinen an entwickeln, ist für uns Menschen zwar schön und spannend zu beobachten, doch sie führt uns auch vor Augen, dass unsere Tiere immer nur Lebensabschnittsgefährten sind. Das ist traurig aber von der Natur diktiert. Im Vergleich zu uns Menschen altern Hunde nunmal im Zeitraffer.

    Meine Hunde sind mein Leben im Zeitraffer
    Der Altersunterschied macht sich bemerkbar. Mono, der Ruhige, Hudson die Granate

    Gerade deshalb verstehe ich nicht, dass für viele Hundebesitzer alles so schnell gehen muss. Hauptsache er – also hier ein Rüde – ist schnell erwachsen, kann ausgestellt werden, Titel sammeln und dann so früh, wie es eben geht decken. Zehn, fünfzehn Mal oder auch gerne öfter bevor das Tier sein drittes Lebensjahr erreicht hat. Bis dahin ist er weder körperlich noch geistig komplett ausgereift. Mit fünf oder sechs Jahren, dann endlich richtig erwachsen und in seiner vollen Blüte, ist er nicht selten im wahrsten Wortsinn fertig und wird durch junges Blut ersetzt. Aber dann hat er im besten Fall noch zehn Jahre Lebenszeit. Wie verbringt er sie? Hoffentlich gemütlich auf irgendeinem Sofa. Denn er altert in seinem Tempo, nicht in unserem.