Autor: Karla Schwede

  • Happy Birthday Hudson!

    Happy Birthday Hudson!

    Kuschelpartner, Ohrenputzer, Spielgefährte, Schnäbelkönig, Ballkanone, Fressmonster, Freumaschine, niemals Unsinnmacher, Partykönig, Anhänglichkeitsweltmeister, liebstes Kullerauge! Hubi, Hudson of Little Goblin feiert heute seinen vierten Geburtstag.

    Schon? Ja, schon! Körperlich ist er tatsächlich ein kräftiger, erwachsener Whippet. Im Kopf wird er wohl immer ein lustiger Junghund bleiben.

    Ch.Paddington von Mullewaßß x Skyborne The Room Of My Life
    Hudson of Little Goblin, geboren am 19.12.2017, Ch.Paddington von Mullewapp x Skyborne The Room Of My Life

    Er liebt Mono über alles, weicht fast nie von seiner Seite. Doch neuerdings verbringt er sehr viel Zeit damit, Vito kaputt zuspielen, als hätte er ihn wie ein Geschenk angenommen. Die beiden sind sehr lustig anzusehen, wenn der kräftige Hudson ganz vorsichtig mit dem Kleinen Maulfechten trainiert. Ich wusste schon immer, dass Hubi lustig ist, aber dass er den Welpen so sehr unter seine Fittiche nehmen würde, hätte ich mir nicht träumen lassen.

    Also noch einmal herzlichen Glückwunsch mein Süßer!

  • Der Belcando Langzeittest – Teil 20

    Der Belcando Langzeittest – Teil 20

    (Werbung) – Der Belcando Langzeittest wird 20. Heute feiern wir also einen mittelgroßen Geburtstag und steigen gleich mit dem Belcando Adult GF Horse ein.

    Pferdefleisch gehört schon seit der Steinzeit auf den Speiseplan des Menschen und somit auch auf den seines hündischen Begleiters. Es ist also ein sehr traditionsreiches Fleischgericht, das Mensch wie Hund zu genießen wussten und auch heute noch wissen. Ich mag kein Pferdefleisch, aber das muss ich ja nicht zwangsläufig auf meine Hunde übertragen. Die fressen auch vermoderte Tauben und Pansen. Damit stelle ich das Belcando Adult GF Horse natürlich nicht auf diese Stufe, denn es ist zum Wohle des Hundes in seiner Zusammensetzung deutlich durchdachter.

    Der Belcando Langzeittest – Teil 20 Belcando Adult GF Horse
    Das Belcando Adult GF Horse gibt es Gebinden von 1, 4 und 12,5 Kilo. Es enthält 60 Prozent Pferdefleisch sowie unter anderem Krill und Amaranth.

    Mageres Pferdefleisch für Allergiker und potenzielle Pummelchen

    Pferdefleisch ist sehr mager. Das getreidefreie Trockenfutter hat auch deshalb nur 10 Prozent Fett. Das ist nicht viel im Vergleich zum Finest Lamb, das Mono und Hubi gewohnt sind. Gerade jetzt, da die Minusgrade kommen, ist das deutlich zu wenig Fettanteil für meine Durchlauferhitzer. Zumindest für Hubi, der sich sehr viel mehr bewegt als Senior Mono. Aber auch letzterer muss seine Körpertemperatur dauerhaft auf 39 Grad hoch heizen können. Dafür braucht er die Energie, die das Fett liefert. Bei großer Hitze sieht die Sache dann natürlich ganz anders aus. 36 Grad im Hochsommer fordern lauthals ein fettarmeres Futter, wenn die bei Kühle sonst so aktiven Sprinter nur in der Gegend herum liegen wie gestrandete Schwertwale.

    Der Belcando Langzeittest – Teil 20
    Das Belcando Pferd mit Kartoffeln und Pastinake hat Mono und Hudson richtig gut geschmeckt. Es enthält Pferdefleisch, -herz, -magen, -leber, -lunge zu 63 Prozent, Fleischbrühe, natürlich Kartoffeln und Pastinaken wie ausgewiesen, Chiasaat, Distelöl, Eierschalen und Mineralstoffe.

    Für Allergiker und sehr sensible Hundemägen ist Pferdefleisch bekanntermaßen eine sehr gute Wahl, um alle Eventualitäten auszuschließen und schonend zu füttern. Potenzielle Pummelchen könnten ebenso von der fettarmen Kost profitieren. Genau deshalb stellt sich auch die Frage, ob jeder Hundebesitzer dieses Futter dauerhaft füttern sollte. Klar, wer mag beziehungsweise wessen Hund mag, sollte das tun. Ich zum Beispiel könnte das theoretisch, weil meine Whippets keine Allergien haben, ich also auch nicht mit einer Pferdefleischdiät irgendetwas ausschließen muss. Doch im Winter hat das Belcando Adult GF Horse für meine Jungs eindeutig zu wenig Feuer. Je nach Bedürfnis des Hundes muss das jeder Besitzer schließlich individuell entscheiden.

    Belcando Adult GF Horse – Mono im Zwiespalt

    Meine Jungs waren während des Test mal wieder in zwei Lager gespalten. Hudson frisst ohnehin alles und mag auch alles. Außer Blumenkohl. Außerdem hat er mit den recht großen Brocken des Belcando Adult GF Horse absolut keine Probleme. Mono hingegen war schon immer mäkelig. Zudem hat er sich vor ein paar Monaten auf Mäusejagd einen Fangzahn angerammt. An einer Bordsteinkante. Das muss man sich mal vorstellen! Ich habe daneben gestanden und es nicht verhindern können. Wie auch? Nun ist das Prachtstück zwar blutunterlaufen aber zum Glück nicht locker.

    Der Belcando Langzeittest – Teil 20
    Hier im Vergleich die Größe der Brocken: Links das Belcando Adult GF Horse und rechts das Belcando Finest GF Lamb. Beide Futter sind, wie der Name sagt, getreidefrei.

    Da Hunde ohnehin nicht mit den Fangzähnen kauen und Mono zudem keine Schmerzen hat, könnte er ohne Weiteres das Belcando Adult GF Horse gut verknusen, wie wir hier im Ruhrgebiet sagen. Aber offenbar ist er anderer Ansicht. Er mag die kleinen Kinderbröckchen seines Belcando GF Lamm lieber. Will er nicht, dann will er nicht. Da mache ich nichts dran. Das Pferd aus der Dose hingegen fand er super. Das ist typisch für diesen Hund, der nun elfeinhalb Jahre seinen Kopf auf sehr sanfte aber beharrliche Weise durchsetzt.

    Der Belcando Langzeittest – Teil 20 Belcando Adult GF Horse
    Wundervoller Mono! Auch mit 11 und einem halben Jahre ist er aktiv und gut gelaunt.

    Für viele, nicht für jeden

    Also, was lernen wir? Wir lernen, dass das Belcando Adult GF Horse nicht für jeden Hund und für jede Jahreszeit ist, wir es aber hier mit einem grundsätzlich guten Futter zu tun haben. Sowohl trocken als auch nass. Ich habe beide immer gemischt: Trocken mit einem Löffel Dose oben drauf. Das mache ich mit jedem Futter und den Hunden schmeckt es besonders gut. Allerdings werde ich – wie oben dargestellt – Mono und Hudson das Pferd nicht im Winter geben. Ist es richtig knackig kalt, dann nehmen sie bei gleich bleibenden Portionen schon mit GF Finest Lamb ab, das 14,5 Prozent Fett und 25 Prozent Protein hat. Nicht selten muss ich etwas Höherkalorisches wie das Finest Croc (20 Prozent Fett und 29 Prozent Protein) untermischen. Das Belcando Adult GF Horse wäre für sie also gerade im Winter pure Diät.

    Das Belcando Adult GF Horse sowie das Belcando Pferd mit Kartoffeln und Pastinake wurde mir von Bewital zum Testen zur Verfügung gestellt.

  • Alles auf Anfang! Vito ist da.

    Alles auf Anfang! Vito ist da.

    Alles auf Anfang. Schon wieder? Ja. Der Blog ist jetzt endlich auf dem neuesten Stand, also im weitesten Sinne wieder zu gebrauchen. Und – ganz passend – durften wir in der letzten Woche unser Rudel um ein Marmorküchlein namens Vito erweitern.

    Vito, Under Cover Agent High On Emotion, mischt jetzt die Großen auf. Vielmehr mussten die Großen den frechen Keks erst einmal in geregelte Bahnen lenken. Fast zwölf Wochen ist er jetzt alt und natürlich ein ganz kleiner Fuzzi. Doch so klein wie er noch ist, so viel Dampf und kriminelle Energie bringt er mit. Sollten diese Eigenschaften proportional zu seinem Körper wachsen, dann werden wir hier noch richtig Spaß kriegen. Hubi hat letzteren jetzt schon. Wie erwartet hat er den Kleinen recht flott adoptiert und schleppt ihm mittlerweile sogar schon Spielzeug an.

    Vito - Under Cover Agent High on Emotion geboren am 01.09.2021 im Alter von elf Wochen
    Vito – Under Cover Agent High on Emotion geboren am 01.09.2021 im Alter von elf Wochen

    Ein Rohdiamant im Schliff

    Das ist eine erfreuliche Entwicklung. Denn am ersten Abend in unserem Haus erhielt Vito gleich zwei sehr deutliche Hinweise, dass er sich doch bitte schleunigst in Luft aufzulösen habe.

    Das tut frechen Welpen generell sehr gut. Lernen sie doch schnell, die Hierarchie des Hauses zu akzeptieren und vor allem den Ältestenrat zu respektieren. Ich kenne meine Jungs. Sie würden niemals einem Welpen ein Haar krümmen. Aber wenn Mono losbrüllt, dann nässt sich wohl jedes intelligente Hundebaby ein und sieht zu, dass es Land gewinnt. Denn es lernt, dass der Wicht an sich nicht an den Pfoten des Chefs zu knabbern hat. Erst recht nicht, wenn er auf seinen Lieblingsplatz Hof hält.

    Hudson hat Vito schnell in sein Herz geschlossen. Und umgekehrt.
    Sie spielen schon. Hudson ist manchmal noch ein bisschen genervt aber das Verhältnis wird täglich inniger.

    Auch wohl mit Hilfe von Mono erzieherischen Fähigkeiten hat sich Vito blitzschnell in die Familie eingefügt und kennt schon heute jedes Ritual. Er ist ein sehr fröhlicher, sehr freundlicher und neugieriger kleiner Whippet, dem nichts entgeht. Er folgt Mono und Hubi wohin sie auch immer gehen und lernt rasend schnell durch schlichtes Abgucken.

    Vito - Under Cover Agent High on Emotion geboren am 01.09.2021 im Alter von vier Wochen
    Vito – Under Cover Agent High on Emotion geboren am 01.09.2021 im Alter von vier Wochen

    Vito – kleines Raubtier mit viel Charme

    Vito hat mich in dem Moment gepackt, als seine Züchterin ihn vor mir auf einen Tisch stellte. Wir hatten kurz zuvor den eine Woche älteren T-Wurf fotografiert. Nun kamen die Us und Vito stand. Völlig unbeeindruckt und komplett ausbalanciert obwohl im Hintergrund ein Rasenmäher seinen lautstarken Dienst tat. An diesem Tag war er vier Wochen alt.

    Hudson hat Vito schnell in sein Herz geschlossen. Und umgekehrt.
    Hudson hat Vito schnell in sein Herz geschlossen. Und umgekehrt.

    Jetzt schauen wir mal, wie Vito sich macht. Am Montag geht es zum Impfen und dann darf er auch mit auf unsere Halde. Dick eingepackt natürlich. Denn kalter Wind und Schneeregen sind angesagt. Ich weiß noch gar nicht, wie sehr ihn das beeindrucken wird. Denn gestern standen Mono und Hubi verstockt an der Tür, während Vito ohne zu Murren bei strömendem Regen in den Garten marschierte.

    Vito, Under Cover Agent High on Emotion mit seinen Mitbewohnern Mono und Hudson
    Mono (11 1/2 Jahre alt) und Hudson (bald 4 Jahre alt) schauen am zweiten Tag nach Vitos Ankunft noch etwas sparsam.

    Also, herzlich willkommen kleines, gestreiftes Raubtier. Wir freuen uns darauf, dich aufwachsen zu sehen.

  • 9 Gründe gegen einen Whippet

    9 Gründe gegen einen Whippet

    Wir befinden uns im Jahre 14 „nach Whippet. Alte Hasen sind wir noch lange nicht, aber auch keine naiven Greenhorns mehr. Wir wissen nun, dass Whippets sich ihre Welt so drehen, wie sie sie gerade brauchen. Ob das ihren Menschen passt, ist erstmal ein ganz anderer Schnack.

    Mr.ClarkIch würde meine Whippets gegen nichts auf der Welt eintauschen. Ich würde mich auch immer wieder für einen Whippet entscheiden, aber der leichtfertige Mensch sei gewarnt. Ein Whippet krempelt das Leben um, und zwar so, dass mit dem Einzug des  Welpen eine neue Zeitrechnung beginnt. Ich schöpfe nun aus meinen Erfahrungen und überspitze ein wenig:

    1.Randalierer: So süß ein Whippetwelpe ist, er hat schon mit 12 Wochen Energie für zehn und wird das neue Cassina-Sofa für halsbrecherische Steilwandrennen missbrauchen. Die Bude kann dann kurzfristig aussehen, als hätte eine durchgeknallte Boygroup eine Whiskyparty gefeiert. Wer Angst um seine Komfort-Sitzlandschaft, sein Parkett und seine Teppiche hat, der halte also von der Rasse Whippet einen angemessenen Abstand.

    2. Missfits: Whippet-Welpen spielen auf ihre Art. Ob das auch die Art anderer Rassen ist, ist ihnen vollkommen Latte. Der eine oder andere wird also achtkantig aus der Welpenspielgruppe fliegen, nachdem er diverse Fremdrassen nachhaltig traumatisiert hat. Wer Wert auf langfristige soziale Kontakte in einer Hundeschule legt, der schaffe sich besser einen Retriever an.

    Bestien

    3. Rotzgören: Der wohlerzogene Junghund wird mit circa 10 bis 13 Monaten sein System rebooten. Der Festplattenreset hat zur Folge, dass er weder seinen Halter wiedererkennt, noch die zuvor erlernten Kommandos auch nur ansatzweise einordnen kann. Zugegebenermaßen schlägt die Pubertät bei allen Hunderassen zu, doch einen Whippet, der sich nicht anleinen lassen will, fängt selbst Usain Bolt nicht ein. Wer also eher zu der gemütlichen Fraktion gehört, sollte in sich gehen und seine Fitness kritisch prüfen.

    4.Jagdsäue: Hat der Junghund dann endlich seine Festplatte neu konfiguriert und somit Gehör und Gedächtnis wieder, dann kann es sein, dass er bei Gelegenheit dennoch auf Durchzug stellt. Das kommt vor bei der Sichtung von Eichhörnchen, Mäusen, Ratten, Katzen, Kaninchen, Hasen, Rehen und allem Getier, was vier Beine und ein Fell hat.

    Lilly und Mr.Clark

    Wessen Nervenkostüm kolabiert, wenn das eben noch so liebe Tierchen mit rund 50 km/h im Unterholz verschwindet, der genehmige sich einen Liter Baldrian oder erwäge besser den Kauf eines Bolonkas.

    Armes Tuktuk
    Armes Tuktuk

    5.Opportunisten: Ist aus dem Junghund ein fitter und muskulöser Erwachsener geworden, kennt er bereits alle Knöpfe, die er zu seinem Vorteil drücken muss. Dem Fremden mit der köstlich duftenden Bratwurst wird ein Whippet seinen Leidensblick entgegenwerfen: Schau mich an! Siehst du meine Rippen? Ich habe Hunger! Wer es also nicht mag, als asozialer Tierquäler beschimpft zu werden, der seine Hunde hungern lässt, bis das Skelett aus dem Pelz sticht, der kehre schnell allen Windhundrassen den Rücken.

    6. Sozialisolierer: Ein Whippet kann einen normalen Hund mit Leichtigkeit ins Koma spielen. Treten sie geballt, also im Rudel auf, mutieren Whippets schnell zu apokalyptischen Reitern. Denn sie wissen genau, dass sie schneller sind als jeder andere Vierbeiner. Der eine oder andere vermeindlich robuste Schäfermix wird nach der Begegnung mit fünf bis acht Whippets seine Lektion fürs Leben gelernt und diverse Sitzungen beim Tierpsychologen nötig haben. Man prüfe also genau, ob die eigene mentale Stärke ausreicht, wenn man nach einem Spaziergang mit anderen Whippethaltern auf seiner lokalen Hundwiese plötzlich gemieden wird wie die Beulenpest.

    Mono und Frida

    7.Faule Säcke: Im Haus sind körperlich ausgelastete Whippets mehr Dekoration als Hund. Jedoch dekorieren sie sich mit Vorliebe auf Sofas und Sesseln. Gäste müssen also meist zusehen, wo sie bleiben. Haben letztere Probleme, wenn sich beim Wein eine Langnase hemmungslos an den schwarzen Kaschmirpullover oder den neuen dunkelgrauen Boss Anzug lümmelt, dann sollte der geneigte Hundehalter entweder Fusselrollen verteilen oder gleich einen Nackthund ins Haus holen.

    8. Schuldzuschieber: Regen mögen Whippets gar nicht. Hagel-, Graupelschauer und kalter Wind sind die Hölle. Doch die Natur will es, dass sie diesen Wettererscheinungen hin und wieder ausgesetzt sind. Dabei leiden sie demonstrativ. Sie blicken derart vorwurfsvoll und genervt, dass man sich als Mensch fast schuldig fühlt. Damit liegt man nicht ganz falsch, denn der Whippet an sich gibt seinem Menschen die Schuld am Wetter. Der Mensch ist überhaupt an allem Schuld. Man muss sich also daran gewöhnen können, die Inkorporation des Wettergotts zu sein und auch für alles andere Unbill verantwortlich zeichnen zu müssen.

    Mr.Clark im Regen

    9. Groschengräber: Die Haltung eines Whippets kostet grundsätzlich nicht mehr, als die jedes anderen Hundes. So denkt man zunächst naiv. Doch ein großer Teil aller Whippethalter rennt sehenden Auges in den finanziellen Ruin. Es sei denn natürlich, man hat es so dicke, dass es wurscht ist. Vereinsbeiträge, Ausstellungen, Ankörung, Coursingtraining, Renntraining, Lizenzgebühren, Meldegelder. Theoretisch liefe das Whippetleben auch ohne diesen ganzen Tullux rund, doch kaum ein Whippethalter kann sich dem entziehen. Das kommt von ganz alleine und schließlich gibt man – ganz freiwillig – nicht nur ein Vermögen für Schaffelle, Decken, Hundeschlafsäcke und Halsbänder aus, sondern buttert den Rest in die rassegerechte Bespaßung des zarten Hundes.

    Wie eingangs erwähnt, der Whippet dreht sich seine Welt so, wie er sie haben will. Sein Besitzer dreht sich mit und merkt es erst, wenn es längst zu spät ist. Dann hängt er nämlich schon mitten drin in einer Parallelwelt, deren Existenz er sich in der Zeit vor Whippet im Traum nicht hätte vorstellen können. Und die neun Gründe gegen einen Whippet sind ihm dann auch egal. Es gib nämlich noch viel mehr, die für ihn sprechen.

  • Small Talk – Verehre dein Werkzeug!

    Small Talk – Verehre dein Werkzeug!

    Heute ist der 11.März 2021, der sogenannte „Verehre dein Werkzeug Tag“. Im Small Talk kommt so ein Nischenwissen immer gut an. Dass es diesen Tag gibt, wusste ich bis heute Morgen um 6:00 Uhr auch nicht. Aber was lerne ich nicht alles, wenn ich früh aufstehe.

    Dremel Verehrung und Popcorn Party

    Seit 6:01 Uhr fühle ich mich also in der Schuld. Ich werde meinen Dremel aus dem Schrank holen und ihm ein üppiges Frühstück gönnen. Vorausgesetzt ich finde seine Strippe. Denn sein Akku hält locker sechs Wochen, also umgerechnet sechs Mal 36 Whippetkrallen Stutzen. Seine Ausdauer hat mich schon immer beeindruckt und genau deshalb werde ich ihm heute so huldigen, wie es ihm an seinem Jahrestag gebührt.

    Heute ist übrigens auch der Tag der Popcorn Liebhaber. Yihaa! Mono und Hudson werden frohlocken, wenn ich später nach meinem Einkauf versuchen werde, das gefühlt zwei Meter lange Partygebinde durch die Haustür zu manövrieren. Damals, sehr damals, hatten wir noch Spaß, unsere Popcorn selber zu machen. Dieses Plöpp, Plöpp, Plöpp gegen den Topfdeckel entlockte meinem Sohn immer ein hoch ansteckendes Kichern. Da war er gerade fünf Jahre alt. Heute ist er zwanzig und reagiert wie wir alle auf das Wort Ansteckung extrem genervt.

    Popcorn Party

    Bing, bong! Wellness für die Brühgruppe

    Der Welttag der Rohrleitungen fällt ebenfalls auf den 11.März. Mit diesem Feiertag, muss ich gestehen, kann ich nicht ganz so viel anfangen. Für die Rohre bauende und verlegende Industrie mag er exorbitant wichtig sein, doch ich habe nur – und das auch morgens um 6:00 Uhr – ausschließlich schlüpfrige Assoziationen:“ Bing Bong! Eine Frau, rein zufällig im Negligé, öffnet einem Mann in einer im Schritt schmerzhaft klemmenden Latzhose die Haustür. Darf ich hier ein Rohr verlegen …?“ Ich schüttle mich und mache einen zweiten Kaffee an einem weitern unverzichtbaren Werkzeug in Gestalt eines Kaffeevollautomaten. Ohne zu motzen zaubert er mir morgens um 4:00 Uhr den feinsten Latte Macchiato der Welt. Vielleicht werde ich ihn heute noch Entkalken. Wellness für die Brühgruppe sozusagen. Ich hoffe, er dankt es mir.

  • Reisen im Kopf – Tunesien 1980

    Reisen im Kopf – Tunesien 1980

    Reisen im Kopf – Tunesien1980. Was für ein Trip! Physisch sollten wir heute nicht reisen, aber reisen im Kopf dürfen wir. Erinnerungen an Licht, Orte und Menschen blühen auf wie der Jasmin, dessen süßer, schwerer Duft mich drei Wochen lang begleitete.

    Eine virtuelle Bekannte brachte mich darauf, als sie von den Reisen mit ihrer Familie nach Lateinamerika erzählte. Dort war ich nie. Dafür aber woanders. Das Woanders war in den 70ern, 80ern und Anfang der 90er Jahre noch recht unbeschwert und ohne Angst vor Terrorismus zu bereisen und zu erkunden. So erinnere ich das zumindest. Es kann aber auch an dem fest verankerten Glauben an das Gute liegen, dass meine Eltern ihr blond gelocktes Kind bis in die hinterletzten Winkel der nördlichen Sahara geschleppt haben.

    Nahtoderfahrung auf dem Cousin von Black Beauty

    Ich durfte am Rande der Wüste alleine ausreiten. Da war ich dreizehn Jahre alt. Angesichts dieser vermeintlichen Verantwortungslosigkeit würden diverse Helikoptereltern heute ganz sicher Anzeige erstatten. Doch ich habe meinen Ausritt überlebt, obwohl mir der schwarze Gaul durchgegangen ist. Ich habe überlebt, obwohl er versucht hatte, mich am Stamm eines knorzigen Mandelbaum abzustreifen. Ich habe überlebt, obwohl ich nur Passagier war, als er mit mir im gestreckten Galopp durch ein Dorf donnerte. Heute weiß ich, dass das Pferd zwar einen miesen Charakter hatte, meine nur rudimentären Reitkünste allerdings ganz wesentlich zu meinem Höllenritt beigetragen haben.

    Reisen im Kopf - Tunesien 1980, Quelle: Wikimedia Commons, by Visions of Domino
    Die Sahara – Quelle: Wikimedia Commons, by Visions of Domino

    Nach mehr als vier Stunden voller kleiner Nahtodterfahrungen brachte ich den schwarzen Wallach zu seinen Pflegern zurück und war stolz. Es war der abstruse Stolz einer Dreizehnjährigen, die der böse Cousin von Black Beauty nicht abwerfen konnte.

    Später an der Hotelbar reichte mir ein Kellner eine Cola und druckste rum, ich hätte blutige Kratzer im Gesicht. An seinen besorgten Blick kann ich mich noch gut erinnern. Der Mandelbaum, dachte ich noch kurz. Dann wurde es dunkel. Offenbar war ich von meinem hochbeinigen Hocker gekippt und in tiefer Ohnmacht stumpf auf den kühlen Marmorboden geschlagen. Ich wachte erst wieder auf, als mein Vater mir mit einem kühlen Lappen das Gesicht wusch. „Du musst jetzt liegen bleiben.“ Der im Laufschritt zu unserem Zimmer geeilte Hotelarzt hatte recht schnell einen Sonnenstich diagnostiziert. Wer reitet schon in der Sahara ohne Hut? Ich damals. Und niemand fand das absonderlich.

    Segeln ist wie Reiten, nur anders

    Das alles begab sich allerdings erst nachdem mein Vater und ein britischer Banker, die Küstenwache in höchste Alarmbereitschaft versetzt hatten. An einem von Cocktails und Jasminduft geschwängerten Abend hatten meine Eltern ein lustiges Ehepaar kennengelernt, das aus London angereist war. In ihrem Schlepptau befand sich ihre dauerhaft nölende Tochter, die gut zwei Jahre älter war als ich. Sie hatte ausschließlich Jungs im Kopf. Ich, wie für dieses Alter wohl typisch, nur die Pferde. Mein Vater und ihr Vater hingegen verstanden sich auf Anhieb blendend. Unter anderem kamen sie über das Segeln an sich und im besonderen derart ins Schwärmen, dass bald jeder vom anderen dachte, er sei ein Könner auf dem Wasser.

    So oder so ähnlich müssen Bob und mein Vater wohl durch den Golf von Hammamet gedümpelt sein. "Two men on a small sailboat in rough sea", Quelle: Wikimedia Commons
    So oder so ähnlich müssen Rob und mein Vater wohl durch den Golf von Hammamet gedümpelt sein. „Two men on a small sailboat in rough sea“, Quelle: Wikimedia Commons

    Der Beachclub, in dem wir wohnten lag in der Nähe des Städtchens Sousse und hatte schon damals alles zu bieten, was sich ein abenteuerlustiger Urlauber vorstellen kann. So auch Segelboote to rent. Am nächsten Morgen also stapften mein Vater und Rob der Banker über den Strand, mieteten sich ein kleines Segelboot und waren für die nächsten Stunden nicht mehr gesehen. Was konnte schon schief gehen? Der Golf von Hammamet ist schließlich nicht der Atlantik. Wie sich allerdings später herausstellen sollte, kann jedes Gewässer gefährlich sein, wenn zwei völlig ahnungslose Landratten leichthin versuchen, auf ihm herum zu schippern.

    Reisen im Kopf – Hauptsache der Whisky ist gerettet!

    Der kleine Segler verhielt sich im Grunde nicht anders als der böse Cousin von Black Beauty. Er schrie:“Was willst du von mir? Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Und so trieb er ganz ohne schlechte Absichten immer weiter auf das offene Wasser hinaus. Mit viel Glück wären Rob und mein Vater an der nordwestlichen Küste von Malta oder an den Stränden Siziliens gelandet. Doch angesichts der Tatsache, dass ihr Proviant nur aus einer Flasche Whiskys bestand, war der Einsatz der Küstenwache durchaus gerechtfertigt.

    Reisen im Kopf - Tunesien 1980, Der Strand von Sousse, Quelle: Wikimedia Commons
    Der Strand von Sousse, Quelle: Wikimedia Commons

    Frei von Sorgen, sicher, dass die Männer ihren Segelturn schon wuppen würden, saß meine Mutter indes mit Anne, der Bankersgattin, beim Cocktail im weitläufigen Garten des Beachclubs. Den Start des großen Rettungsschiffes verpassten sie ebenso wie den Aufruhr am Strand, als das Boot mit zwei völlig erschöpften und dehydrierten Europäern darin an Land geschleppt wurde. Immerhin hatte Rob den Whisky gerettet. Der Londoner Banker und der promovierte Kunsthistoriker aus dem Ruhrgebiet würden noch Jahre später kichernd wie Teenager von ihrem Abenteuer erzählen. Zwei Wochen zuvor allerdings sah es fast so aus, als würde es weder zu meinem Ausritt noch zu diesem legendären Segelausflug kommen.

    Multipass – Einreisen auf die harte Tour

    Am Flughafen von Monastir ließ man nämlich gerne meine Eltern ins Land, doch mich wollte niemand. Denn ich führte lediglich einen damals üblichen Kinderausweis aber keinen Reisepass mit mir. Der störrische Beamte wusste nicht wo er seinen Stempel hinsetzen sollte und war wild entschlossen, ein dreizehn Jahre altes Mädchen ohne Begleitung in die nächste Maschine zurück nach Düsseldorf zu setzen. Allein den guten Französischkenntnissen meiner Mutter war es zu verdanken, dass wir unter Auflagen schließlich doch nach Tunesien einreisen durften. Während der hitzigen Diskussion, in deren Verlauf ich fürchtete, meine Mutter könnte handgreiflich werden, unterhielt ich die wartenden Touristen, indem ich eine ganze Flasche Cola durch meine Kehle laufen ließ, ohne ein einziges Mal zu schlucken.

    Die Beamten hatten meine Eltern verpflichtet, innerhalb der ersten Woche unseres Aufenthaltes bei der deutschen Botschaft in Tunis einen vorläufigen Reisepass für mich zu beantragen. Läppische 150 Kilometer liegen zwischen Sousse und Tunis, die man heute ganz sicher in zwei Stunden überbrücken kann. 1980 dauerte unsere Zugfahrt vier Stunden. Wir saßen Holzklasse in einem Wagon, der diese Tour vermutlich seit der Eröffnung des Sueskanals gefahren war. Es rumpelte, schlug und ratterte furchterregend. Offenbar waren die Ingenieure damals noch nicht in der Lage, Schienen in sanften Kurven zu legen. Bei Temperaturen um die 45 Grad fuhren wir in einem altersschwachen Zug um hunderte von Ecken und über Brücken, die lediglich aus Pfeilern und eben jenen alten Schienen bestanden. Mehrfach sah ich mich wahlweise verdurstet oder zerquetscht unter Tonnen von altem Stahl in einem ausgetrockneten Flussbett liegen. Ich hatte panische Angst.

    Reisen im Kopf - Tunesien 1980, Der Bahnhof von Tunis, Quelle: Wikimedia Commons
    Der Bahnhof von Tunis, Quelle: Wikimedia Commons
    Kulturschock bei 45 Grad

    Als ich meine damals noch durchschnittlich kleinen Füße auf den Bahnsteig in Tunis setzte, wollte ich den Beton unter ihnen küssen. Ich ließ es, denn ich hätte mir ganz sicher Verbrennungen dritten Grades zugezogen. Die Hitze flimmerte vor meinen Augen. Aus einem Wagon am hinteren Ende des Zuges stieg recht ungelenk ein korpulenter Mann im weißen Leinenanzug. Er trug einen Strohhut und wedelte mit einem mit Silber beschlagenen Spazierstock, der auffällig in der Sonne glänzte. „Vite, vite vite!“, rief er laut. Auf sein Kommando quoll aus der schmalen Tür der ersten Klasse eine Schar von tief verschleierten Frauen. Jede von ihnen – es müssen mindestens sieben gewesen sein – trug zwei große Koffer von Louis Vuitton (ein Detail, das meine Mutter damals wahrnahm) und weiteres kleineres Gepäcks mit sich. Der Mann im weißen Anzug eilte mit trippeligen Schrittchen vor ihnen her. „Vite, vite, vite!“ Wie ein großer weißer und viel kleine schwarze Pinguine sahen sie aus, als sie in der Halle des Bahnhofs aus meinem Blickfeld verschwanden. So nimmt das wohl ein kleines Mädchen wahr, das gerade im Begriff ist, den größten Kulturschock seines Lebens zu erleiden.

    Reisen im Kopf – Zitronenbäume und ein Huhn auf meinem Schoß

    Die Pinguine bestiegen eine sehr lange Limousine, wir ein schäbiges Taxi, das uns möglichst schnell zur deutschen Botschaft bringen sollte. Doch auf etwa der halben Strecke brüllte mein Vater „Arrêtez!“. Seine Nerven hielten den lebensmüden Fahrstil des Chauffeurs nicht mehr aus. Also liefen wir die Avenue Habib Bourguiba hinunter bis meine Mutter vor dem Eingang des Carlton einen Sitzstreik anzettelte. Sie musste trinken und essen, sagte sie, aber eine Klimaanlage würde ihr zumindest erste Hilfe leisten.

    Reisen im Kopf - Tunesien 1980 Die Avenue Habib Bourguiba in Tunis, Foto: Habib M’henni
    Die Avenue Habib Bourguiba in Tunis, Quelle: Wikimedia Commons, by Habib M’henni

    Für uns drei hatte das Restaurant des Hotels fünf Kellner abgestellt. Mit weißen Handschuhen vollzogen sie ein Ballett, das ich in dieser Perfektion bis heute nur ein einziges Mal wieder gesehen habe. An das Menü selbst kann ich mich nicht erinnern. Allein die Lobreden meiner Eltern sind mir bis heute im Gedächtnis. Gesättigt und auf 20 Grad herunter gekühlt erreichten wir tatsächlich die Botschaft, die damals noch in einer wunderschönen kleinen Villa saß. Zitronenbäume beschatteten den Eingang. Alles ging reibungslos. Meine Eltern atmeten auf. Ich hatte Angst. Schließlich musste ich zurück in diesen Zug. Während wir völlig erschöpft und durchgeschwitzt zurück nach Sousse rumpelten, gab mir das Lächeln einer Sitznachbarin die nötige Sicherheit. Sie reichte mir ihr braunes Huhn auf den Schoß und schälte sich dann leise summend eine Apfelsine. Wenn sie schon ihr Huhn mit nimmt, dachte ich, kann es ja nicht so schlimm sein.

    Ich fahre gerne Zug. TGV, Thalys und ICE sind meine Hochgeschwindigkeitsfreunde. Doch manche Geräusche bringen mich auch heute noch zurück in die Wüste. Bei Tempo 220 wische ich manchmal kleine Schweißperlen von meiner Stirn. Aber nach unserem Trip nach Tunesien weiß ich, dass ich fast alles überleben kann.

  • Mal ganz tief eintauchen – The British Museum öffnet digitale Pforten

    Mal ganz tief eintauchen – The British Museum öffnet digitale Pforten

    The British Museum ist dicht. Wie fast alle Museen zur Zeit. Manche, der Louvre zum Beispiel, überbrücken den Lockdown mit virtuelle Touren. Das ehrwürdige Britische Museum mit Sitz in London hingegen öffnet sein Archiv und bietet mittlerweile rund 1,9 Millionen Abbildungen seiner Kunstschätze zum freien Download an. Und täglich kommen neue dazu.

    Die Kulturgeschichte der gesamten Menschheit

    Bis alle 8 Millionen Objekte aus der Sammlung des Museums digitalisiert sind, wird es ganz sicher noch eine Weile dauern, dennoch ist der Schatz an Bildern jetzt schon unermesslich. Am letzten Wochenende bin ich über Stunden so tief in das Archiv abgetaucht, dass ich alles um mich herum vergessen habe: Edgar Degas, Lovis Corinth, Henri de Toulouse Lautrec – ich konnte gar nicht mehr aufhören, diese wunderbaren Zeichnungen und Drucke bis ins letzte Detail zu betrachten.

    Maria Sibylla Merian, ca. 1701 -1705, aus dem Album Merian's "Drawings of Surinam Insects & c", © The Trustees of the British Museum
    Maria Sibylla Merian, ca. 1701 -1705, aus dem Album Merian’s „Drawings of Surinam Insects & c“, © The Trustees of the British Museum

    Sehr fasziniert haben mich auch die Pflanzen-, Insekten- und Vogelstudien von Maria Sibylla Merian. Sie sind technisch herausragend, sehr farbenfroh und waren zu ihrer Zeit von großem wissenschaftlichen Wert.

    Stunden später! Auf der Suche nach Windhunden

    Besonders intensiv habe ich – wen wundert das – nach alten Abbildungen von Windhunden gesucht. Natürlich wurde ich fündig, denn die Sammlung des Britischen Museums beherbergt kunst- und kulturgeschichtliche Artefakte von der Steinzeit bis heute. Kleine Skulpturen, Abbildungen auf Vasen, Münzen, Zeichnungen, Lithographien. Ein Blick in die Kunstgeschichte macht uns mehr als deutlich, wie hoch diese Tiere schon immer geschätzt wurden. Der große William Turner z.B. zeichnete eine Landschaft mit einem jagendem Greyhound.

    © The Trustees of the British Museum, Battle Sussex, the spot were Herald fell, after: Joseph Mallord William Turner, print by: William Bernard Cook, England 1816
    Battle Sussex, the spot were Herald fell, after: Joseph Mallord William Turner, print by: William Bernard Cook, England 1816, © The Trustees of the British Museum

    Auffällig ist, dass ausnahmslos alle Windhunde, ob Greyhounds, Whippets oder den Salukis recht ähnliche Tiere mit einem für heutige Verhältnisse extrem schwachen Unterkiefer dargestellt wurden. Mag sein, dass diese Art von Windhundkopf in den letzten Jahrhunderten in Mode war und deshalb in der Kunst so abgebildet wurde. Doch diese Köpfe ziehen sich so durch die Zeit, dass man an der Wahrnehmung der teils doch sehr namhaften Künstler nicht zweifeln sollte.

    Adelige hielten sich diese Hunde schon früh als Prestigeobjekte. Soviel wird immer wieder deutlich. Dennoch mussten die kostbaren Tiere bei der Jagd erfolgreich sein, um in ihrem Ansehen aufzusteigen. So schlecht können Eos und viele namentlich genannte Greyhounds also nicht gewesen sein. Sonst hätte man sie nicht in Zeichnungen und Drucken verewigt. Trotz des fehlenden Unterkiefers.

    Mal ganz tief eintauchen - The British Museum öffnet digitale Pforten
    Der Kopf eines Greyhound, George Morland, 1763-1804, © The Trustees of the British Museum

    Akribisch dokumentierte Könnerschaft

    Sensationell ist in meinen Augen eine kleine Studie von Anthony van Dyck, datiert in die Jahre zwischen 1632 und 1640. Hier zeigt sich seine ganze Könnerschaft in einer kleinen zeichnerischen Fingerübung, die ihn ganz sicher nicht länger als ein paar Minuten beschäftigt hat. Sein Greyhound hat übrigens einen Unterkiefer.

    Greyhound, Anthony van Dyck, zwischen 1632 und 1640, Studie zu einem Portrait des Duke of Richmond, © The Trustees of the British Museum
    Greyhound, Anthony van Dyck, zwischen 1632 und 1640, Studie zu einem Portrait des Duke of Richmond, © The Trustees of the British Museum

    Richtig kichern musste ich hingegen, als ich auf die Karikatur „Herr Stumpf und Herr Spitz“ von 1773 stieß. Sie ist heute noch ebenso treffend wie vor 250 Jahren. Matthew Darly erkannte schon damals, wie sehr sich Halter und Hund ähneln können. Der kleine Dicke mit dem Mops und der lange Dünne mit dem Greyhound sind diese oft sympathischen aber diametral gegensätzliche Charaktere, die wir auch heute hin und wieder in Wald und Feld treffen.

    Herr Spitz und Herr Stumpf © The Trustees of the British Museum
    Herr Stumpf und Herr Spitz, Karikatur von Matthew Darly, ca. 1773 , © The Trustees of the British Museum
    Creative Common Lizenz für private und nicht kommerzielle Zwecke

    Natürlich finden sich auch teils sehr süßliche, typisch neoklassizistische Darstellungen, die in der Kunstgeschichte zwar anerkannt sind aber keine besonders große Rolle spielen. Doch zum Beispiel unter dem Suchbegriff „hound“ verschafft mir das Archiv von vorchristlichen Darstellung bis in die Neuzeit einen großartigen Überblick. Das gilt natürlich für jedes andere Thema auch.

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    Buchillustration von Henri Van Der Heart, 1836, © The Trustees of the British Museum

    Zu Bedenken ist, dass unter der Creative Common Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 Downloads ausschließlich zu privaten beziehungsweise journalistischen Zwecken erlaubt sind. Schüler und Studenten dürfen das Archiv für Referate oder Seminararbeiten jeder Zeit nutzen, ebenso wie Forscher für wissenschaftliche Publikationen. Eine Verwendung der Bilder zu kommerziellen Zwecken ist ausdrücklich verboten. Alle verwendeten Fotos müssen mit dem Copyrightvermerk © The Trustees of the British Museum gekennzeichnet werden.

    Maria Sibylla Merian, ca. 1701 -1705, aus dem Album Merian's "Drawings of Surinam Insects & c", © The Trustees of the British Museum
    Maria Sibylla Merian, ca. 1701 -1705, aus dem Album Merian’s „Drawings of Surinam Insects & c“, © The Trustees of the British Museum

    Ich kann nur jedem ausdrücklich empfehlen, dieses Archiv nach Lust und Laune zu durchforsten. Von kunstvoll geschnitzten Schachspielen aus dem tiefen Mittelalter über Skulpturen aus der Antike, Katzenmumien aus Ägypten, wundervollen chinesischen Aquarellen und Zeichnungen, die ihresgleichen suchen, gibt es so ziemlich alles zu sehen, was die Kunst- und Kulturgeschichte unseres Planeten hergibt.

    Die meisten Abbildungen haben eine Breite von rund 2500 Pixel, sind für eine private Galerie also bestens geeignet. Für größere Auflösungen beantwortet das Britische Museum gerne Anfragen.

    Titelbild: Two hounds in a field, Robert Pollard, Aquatinta, England 1816, © The Trustees of the British Museum

    https://www.britishmuseum.org/collection

  • Happy Birthday Hudson!

    Happy Birthday Hudson!

    Hudson of Little Goblin feiert heute seinen dritten Geburtstag. Happy Birthday mein Kleiner! Es ist fast nicht zu glauben, aber der süße Knopf hat tatsächlich dieses magische Datum überschritten, ohne sich den Hals zu brechen. Wer hätte das gedacht. Bisher – klopf auf Holz – hat er sich überhaupt nie etwas getan. Bis auf das eine Mal, als wir zur Physio mussten.

    Ein Whippet - Hudson in vollem Lauf
    Vollgas!

    Hubis Welt ist schön. Von morgens bis abends. Er liebt alle Menschen. Er liebt den Schornsteinfeger, die Paketboten, jeden Handwerker, jeden Passanten, jedes Kind. Das ist viel wert und durch nichts zu ersetzen. Inklusive Essiggurken frisst er ausnahmslos alles, was man ihm vorsetzt. Neben Mono dem Mäkler macht er futtertechnisch also eine sehr gute Figur.

    Happy Birthday dem respektlosen Turbo

    Andersherum hatte Hubi Glück, dass ihn bisher kein fremder Hund gefressen hat. Ein einziges Mal war er ganz nahe dran, als er einem Briard seinen Ball klauen wollte. Doch Hubis Turbo ist so leistungsstark, dass der wütende Wuschel nicht an ihn heran kam. Der Fangzahn eines hochgradig genervten Hovawarts hinterließ zwar ein kleines Loch in seinem Popo, aber es hätte durchaus schlimmer kommen können. Denn im Spiel ist Mr.Hudson recht grobmotorisch und nicht selten respektlos. Er rempelt, kläfft und grummelt. Ganz ohne böse Absicht, doch manch einem ruhigeren Vertreter geht so ein Verhalten schlicht auf den Keks. Verständlicherweise. Wie sagt eine liebe Freundin immer: „Er ist freundlich bis distanzlos.“ Sie weiß, woven sie spricht, denn sie hat ein ähnliches Kaliber auf ihrem Sofa liegen.

    Zwei Whippets - Mono setzt Hubi klare Grenzen.
    Mono setzt Hubi klare Grenzen.

    Hubi mag manchmal etwas stürmisch sein, doch Mono hat ihn im Griff. In den letzten Jahren musst er dem Kleinen mehrfach zeigen, wo der Hammer hängt, damit sie in einer durch und durch harmonischen Rüdengemeinschaft leben können. Sie mögen sich sehr. Besser geht es nicht.

    Hubis Mantra – Flitzen, Fressen, Freuen

    Man sollte meinen, dass der Zwerg nun einigermaßen erwachsen ist. Äußerlich mag das so sein. Er ist ein harmonischer, knackiger Whippet, den so schnell nichts umwerfen kann. Er ist extrem flink und geschickt im Gelände, doch manchmal muss sogar ich mir, trotz meiner Erfahrung mit Whippets, die Augen zuhalten. Denn im Kopf ist er noch immer der übermütige Junghund, der er mit acht Monaten war. Immer wieder muss er sich unserer Zuneigung versichern, kuschelt, knutscht, hüpft. Vermutlich frisst er so viel, weil er einen großen Teil seiner Energie beim Wedeln verbrennt. Der Süße!

    Schön, dass du bei uns bist, Kleiner!

    Hubi ist ein wirklich schicker Rüde geworden. Leider habe ich wegen Corona und so keine aktuellen Stehfotos (siehe Ankörung) von ihm. Deshalb gibt es unten ein paar von den vielen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe.

    Happy Birthday Hudson!
    Ganz artig – Hubi im Alter von acht Monaten
    Whippet Hudson of Little Goblin, geboren am 19.12.2017
    Hudson of Little Goblin, geboren am 19.12.2017
    Wer sagt, Whippets seien wasserscheu?
    Wasserratte
    Happy Birthday Hudson!
    Putzteufel
  • @ National Geographic: Greyhounds sind Windhunde, aber nicht alle Windhunde sind Greyhounds

    @ National Geographic: Greyhounds sind Windhunde, aber nicht alle Windhunde sind Greyhounds

    National Geographic veröffentlichte Mitte Oktober einen sehr interessanten Artikel über die Geschichte und das nahende Ende der Greyhound-Rennen in Florida. Leider verschluckte ich mich beim Lesen immer wieder an dem Begriff Windhund.

    Wenn sich die Zehennägel hochkrempeln

    Greyhounds sind bekanntermaßen Windhunde. So wie Whippets, Afghanen, Barsois, Windspiele, Azawakhs, Salukis, Sloughis, Deerhounds und so weiter. In den USA liefen und laufen ausschließlich Greyhounds, die im englischen Original des Textes auch genau so bezeichnet werden. In der deutschen Übersetzung heißt es aber dann zum Bespiel : „Der Windhund ist die schnellste Rasse der Welt.“ Einem Windhundbesitzer krempeln sich bei einer solchen Formulierung verständlicherweise die Zehennägel hoch, denn Windhund ist ein Übergriff und keine spezielle Rasse.

    Tierwohl gegen Tradition: Das Ende der Windhundrennen in den USA

    National Geographic
    Greyhounds auf der Bahn bei der WM-Revanche 2020 in Gelsenkirchen
    Greyhounds auf der Bahn im Rahmen der WM-Revanche 2020 beim WRV Westfalen-Ruhr in Gelsenkirchen

    Der Übersetzer bzw. die Übersetzerin hätte wirklich leicht darauf kommen können, da die im Text erwähnten Lobbygruppen und Rescue-Vereine alle das Wort Grey oder Greyhound im Namen tragen, wie z.B Grey2K USA oder GTS Sunstate Greyhound Adoption.

    Und plötzlich ist er weg

    Da der Artikel an sich wirklich gut und sehr spannend ist, die Begrifflichkeiten aber irreführend sind, habe ich die Pressestelle von Disney Deutschland angeschrieben und auf die Verwechselung hingewiesen. Eine Antwort bekam ich nicht, aber kurz darauf war der Artikel auf der Seite von National Geographic nicht mehr am alten Platz. Entweder hatte die Redaktion ihn herausgenommen oder auf einen Platz geschoben, an dem ich ihn nicht mehr finden konnte. Ein paar Tage später war er wieder da und tatsächlich in einigen Passagen und Bildunterzeilen korrigiert. Doch die dicksten Klöpse blieben leider online, wie der in der Headline und der oberhalb der Grafik, in der es heißt „Der Windhund ist die schnellste Rasse der Welt.“ Naja, immerhin habe ich es versucht.

    Greyhound in der Box bei der WM-Revanche 2020 beim WRV Westfale-Ruhr in Gelsenkirchen
    Greyhound in der Box im Rahmen der WM-Revanche 2020 beim WRV Westfale-Ruhr in Gelsenkirchen

    Und wir müssen die Scherben aufkehren

    Jetzt mal ehrlich, verlange ich zu viel? Schließlich bin ich was Windhunde angeht ein echter Insider. Oder darf ich von einem Medium, die sich mit perfekter Recherche und den besten Naturfotos unseres Planeten rühmt, verlangen, dass es die Bezeichnungen nicht durcheinander wirft? Schließlich lesen diese Artikel viele Menschen, die keine Windhundspezies sind. Wir Flitzpiepenhalter müssen dann die Scherben von der Straße kehren. Nein, das ist kein Sulki sondern ein Saluki! Nein Greenhorns gibt es nicht! Nein, dass sind keine kleinen Greyhounds sondern Whippets. Nein, Afghanen haben langes Fell und sind viel größer! Und gebetsmühlenartig: „Ja, das ist ein Windhund aber es gibt viele sehr unterschiedliche Windhundrassen.“ Ihr kennt das ja.

  • Der Lockdown – Dieses Mal light und mit Arschloch-Hund

    Der Lockdown – Dieses Mal light und mit Arschloch-Hund

    Ich puste mal kurz drüber. Denn die Headline „Leben im Lockdown“ hatte in den letzten Monaten eine wohlverdiente Staubschicht angesetzt. Doch nun muss ich sie notgedrungen wieder aus ihrem virtuellen Regal zerren. Leicht abgewandelt und mit Arschloch-Hund.

    Nein, nichts ist lustig an der Pandemie. Und der Lockdown Light, wie er nun heißt, war wohl für niemanden eine echte Überraschung. Zu schnell und zu gewaltig hat sich Covid-19 wieder in unser Leben gedrängt, als dass wir so hätten weiter machen können wie im Sommer. Das ist Mist. Dennoch versuche ich, meinen Humor nicht zu verlieren.

    Leben im Lockdown - Dieses Mal light
    Mono is not amused. (Man stelle sich eine hochgezogenen Augenbraue vor.)

    Der Arschloch-Hund ist ein Trump-Typ

    Zum Glück oder manchmal auch zu meinem Pech erlebe ich immer noch genug, um nicht völlig abzustumpfen. Ich erlebe zum Beispiel Tyson, der sich leider fast täglich in unser Leben drängt. Dieser Köter ist ein Trump-Typ. Er ist laut, realitätsfern und rundherum unangenehm bis widerlich. Sein Frauchen passt perfekt zu ihm, denn sie lebt offenbar in der gleichen Parallelwelt wie ihr Schatzi. Sie glaubt tatsächlich, sie hätte einen reinrassigen French Bully, der dazu auch noch wohl erzogen und freundlich ist. Nope! Wie der Amerikaner sagt.

    Tyson ist ein Arschloch-Hund, der knurrend auf dem Weg steht und den Macker macht. „Derrr spielt nur!“ Ihr rollendes R stimmte perfekt in Tysons Grummeln ein. „Ne, gute Frau, der will nicht spielen. Und jetzt mal ran mit dem Tier, bitte.“ Aber Tyson ist taub. Zumindest auf diesem Ohr und donnerte in meine Jungs rein. Ich stampfte mit dem Fuß auf den Schotterweg, um ihn einerseits zu verjagen und andererseits vor einer Packung seitens des Chefs zu schützen. Wohlgemerkt, ich versuchte eine Konfrontation zu vermeiden. Frauchen kam sodann angestampft, packte ihren Tyson am Halsband und dampfte wieder ab. Kurz darauf machte sie kehrt und stampfte zurück. Ohne Tyson. Sie pumpte sich auf und brüllte:“Wenn du trrrittst meinen Hund, ich dich klatschen!“

    Mit Hubi und Mono unterwegs
    Hubi und Mono können den Aufstand nicht verstehen.

    Das ist ein Frrrench Bully, du Schlampe!

    Ich musste grinsen:“ Öhm, bitte! Ich verstehe sie nicht. Satzbau und so. Sie wissen schon.“ Sie kam ganz nahe ran:“Ich klatsche dich!“ Sie regte sich derart auf, dass es mir schwer fiel, ernst zu bleiben. „Bitte? Was meinen sie? Ich habe ihre Promenadenmischung beschützt. Und sonst nichts.“

    Das Wort Promenadenmischung ließ ihr dann endgültig die Sicherung durchbrennen:“Das ist ein reinrassiger Frrrrench Bully, du Schlampe!“ „Ja, ist klar und ich habe Dalmatinermischlinge.“ Tyson ist weiß mit blauen Platten, hat ein Schlappohr, ein blaues und ein bernsteinfarbenes Auge. Sein Unterkiefer ragt beeindruckend weit nach vorne und seine Körperbau hat mehr mit einer fetten Presswurst als mit einer kernigen Französischen Bulldogge zu tun. Obendrein ist er schlecht bis gar nicht erzogen. Aber das hat mit seinem Look nichts zu tun.

    „Ich weiß jetzt nicht, wer ihnen diesen Hund als Französische Bulldogge angedreht hat, aber der lacht sich ganz sicher heute noch tot. Vielleicht sollten sie besser den – wie sie es formulieren – klatschen. So und jetzt gehen sie mir aus der Sonne! Danke schön!“ Herrje. Und all das ohne Maske. Ich hielt die Abstandsregel ein. Doch das ist nicht zielführend, wenn dein hysterisches Gegenüber genau das Gegenteil tut. Ich würde mir später gründlich die Zähne putzen müssen, was nichts ändert aber zumindest ein bisschen beruhigt.

    Eine illegale Truppe

    Im Grunde waren wir zudem eine aktuell illegale Gruppe von drei Personen aus drei unterschiedlichen Haushalten. Denn diese durchaus theaterreife Szene durchlebte an meiner Seite der Besitzer von Loki, nebst Loki natürlich. Letzterer ist ein schwarzer Labrador, der gleich alt mit Hubi ist. Sie sind also beste Babykumpel und immer für einen Schabernack zu haben. Wenn wir uns zufällig treffen, üben wir immer artiges Vorbeigehen, ohne Ziehen und Anspielen. Mittlerweile klappt das ganz gut. Aber Loki ist auch ein netter Kerl. Ganz im Gegensatz zu Tyson, dessen Name wie so oft Programm ist.

    Der Lockdown - Dieses Mal light und mit Arschloch-Hund
    Die Olive muss bald rein, sonst friert sie sich die Füße ab.
    Vielleicht doch lieber Pflanzen pressen?

    Einschüchtern konnte mich die Dame mit dem rollenden RRRR nicht, aber nach Begegnung dieser Art, bin ich immer froh, mich mit den Jungs wieder in unsere Oase zurückziehen zu dürfen. Mono und Hubi fletzten sich in die Herbstsonne und atmeten tief durch. Ich auch. Vielleicht verlege ich mich doch auf das Pressen von Blumen und Pflanzen jeder Art? Das ist eine im Kern stressfreie Tätigkeit, die sehr viel Geduld braucht. Vielleicht starre ich dann wochenlang auf ein dickes Buch und warte bis ein Schmuckkörbchen flunderplatt und staubtrocken ist. Dann rahme ich es ein und hänge es in den Wintergarten.

    Noch während ich mich gedanklich in einem Stapel trockener Pflanzen verliere fallen mir fast die Augen zu. Doch nichts für mich! Ich brauche die tägliche Aufregung. Und wenn es nur ein wie geistesgestört flitzender Hubi oder eben einer der vielen Tysons ist.