The Daily Irrsinn

Ein Umzug – Alles neu, alles anders?

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Alles neu, alles anders? Gute Frage! Natürlich ist nach einem Umzug alles neu und auch anders. Wir haben noch keinen Herd, aber ein Sofa, viele weiche Decken und Musik. Wir haben viele fliegende Kabel, dafür aber Netz. Erst die Hälfte meiner Lieblingsbilder hängen, aber wir haben die Kartons im Arbeitszimmer auf mittlerweile zwei dezimiert. Es geht also irgendwie voran. Sogar Mono hat sich mittlerweile an die neuen Wege gewöhnt und – wie erwartet – unser Bett für sich entdeckt.

Ein Umzug- Alles neu, alles anders?
In den ersten Tagen haben Mono und Hudson mich kaum aus den Augen gelassen.

Zunächst muss ich mich aber für meine ungewohnt lange Abwesenheit entschuldigen. Ein Umzug unserer Größenordnung ist nicht an einem Wochenende zu wuppen und fordert von Allen alles. Es gab wenig bis gar keine Zeit für Fotos und erst recht keine Ruhe zum Schreiben. Außerdem muss das Netz stabil sein. Das ist verständlicherweise Grundvoraussetzung, um einen Blog pflegen zu können.

Ein Umzug ist Chaos für alle

Aber jetzt mal Butter bei die Fische. Ich hatte versprochen, zu dokumentieren, wie Mono und Hudson mit dem Umzug klar kommen und wie ich ihnen dabei helfe. Die folgenden Punkte habe ich natürlich nicht generalstabsmäßig geplant, sondern in der Situation aus dem Gefühl entschieden.

Der Hai, der Hai ist immer dabei!
  1. Ich habe sie zu jeder Gelegenheit mitgenommen, damit sie sich in den doch recht weitläufigen Räumlichkeiten orientieren lernen. Sie durften sich überall frei bewegen, auch wenn sie hin und wieder im Weg standen.
  2. Ich habe von ersten Tag ein großes Hundebett deponiert, damit sie einen weichen Patz hatten, während wir strichen, rückten und räumten.
  3. Nachmittags habe ich Mono und Hudson in unserer alten Wohnung ausruhen lassen. Ein bis drei Stunden dort allein zu sein, sind sie gewohnt.
  4. Spaziergänge habe ich um die übliche Uhrzeit gemacht, soweit es mir möglich war. Flitzrunden natürlich auch.
  5. Als die großen Möbelstücke kamen, waren Mono und Hudson im neuen Heim weich und gemütlich unter Verschluss, damit sie den Möbelpackern nicht vor den Füßen stehen konnten. Dort lassen sich zum Glück ganze Trakte absperren.
  6. Mono und Hudson haben die alte Wohnung seitdem nicht mehr betreten und werden es auch nie wieder.
Ein Umzug- Alles neu, alles anders?
Dieses Plakat gehört zu meinen Heiligtümern. Ich habe es einzeln in eine Decke eingewickelt und rüber gefahren.

Zwei Temperamente, zwei Lösungen

Hudson war und ist cool. Im größten Chaos frass er wie immer, spielte und haute sich hin, wenn er müde war. Zwar beobachtete er genau, aber aus der Fassung brachte ihn das alles nicht. Mono hingegen war verloren. Er ließ mich keine Sekunde mehr aus den Augen, folgte mir überall hin aus Angst abgehängt oder vergessen zu werden. Ich hatte das befürchtet, denn all seine Souveränität vergeht, wenn er sich meiner Anwesenheit nicht sicher sein kann. Der arme Kerl. Er wollte nicht fressen und stand mir immer auf den Hacken, bis ich ihn schließlich zwingen musste, sich einfach mal an einem Ort still hinzulegen. Das half ein wenig.

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Wir erwartet haben sie das Bett für sich entdeckt.

Einen fast zehn Jahre alten Whippet verpflanzt man nicht so leicht. Das wusste ich. Erst recht nicht einen hoch sensiblen Mono, der jede einschneidende Veränderung auf seine ganz spezielle Weise spiegelt. Hudson ist nicht weniger sensibel, doch sein jugendliches Gemüt macht es ihm leichter. Er nahm die neue Umgebung einfach hin und machte das Beste daraus, denn er ist ein durch und durch positiver Hund, der – so eng er auch an uns gebunden ist – nur wenig Verlustängste hat er. Er ruht einfach in sich selbst.

Die Küche ist ein Lieblingsort.

Heute, nach fast zwei Wochen hat auch Mono seinen Rhythmus gefunden. Er weiß wo was ist und spielt sogar hin und wieder ausgelassen. Sein Futter bleibt nicht mehr stehen und er steuert zielsicher unseren Hauseingang an. Es ist schön zu sehen, wie er jeden Tag ein bisschen mehr aufblüht und tatsächlich manchmal ein bisschen albern um die Ecke kommt. Die erste Flitzattacke durch die Küche über den großen Hof in den Wintergarten und wieder zurück hat er auch schon hinter sich. Es wird also.

Zwei Tonnen Bücher sind noch „drüben“ aber Hauptsache die Donaueschingen-Schleife ist da. Diese Prioritäten wird ein Außensteher niemals verstehen.
Ein Umzug- Alles neu, alles anders?
Sogar Mono kann sich mittlerweile entspannen.
Ich habe der Pergola einen Pony geschnitten.
Unser großer Hof, zukünftig Garten sieht im Augenblick noch recht armselig aus, aber immerhin habe ich dem wilden Wein schon einmal seinen Pony geschnitten.
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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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