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The Daily Irrsinn

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6:30 Uhr – Hubi hat seit gestern 17:30 Uhr nicht mehr gepinkelt. Jetzt liegt er eng angekuschelt unter Toms Decke und macht nicht den Eindruck, als hätte er irgendeine Not. Mono folgt mir in die Küche und dreht sofort ab in den Innenhof. Er bibbert elendig, als er wieder rein kommt und seinen Gutenmorgenkeks in Empfang nimmt. Dann verschwindet er wieder in den Tiefen unserer Bettdecken. 7:00 Uhr – Die Nacht war kalt. Ich trage…

8:45 Uhr – Ich wollte noch einmal die Weite genießen, bevor der richtige, echte Lockdown kommt. Unsere Weite mit Mono und Hubi darin ausgelassen spielend. Wild und schön wie sie sind. Ich stand dort oben und ließ mir die kühle Luft ums Gesicht streichen. Der kleine Teich ist schon kleiner als noch vor ein paar Tagen, dachte ich. Nach den trockenen Sommern braucht der Boden dringend Wasser, dachte ich. Plötzlich kam mir alles fürchterlich unwirklich…

Bars, Restaurants, Clubs, alle sind dicht und seit gestern auch der Einzelhandel. Das Leben im Lockdown bringt Einschränkungen, die wir in dieser Form noch nie hatten, aber als gegeben hinnehmen müssen. Langeweile haben wir allerdings nicht. Die hatten wir noch nie. Hier ist so viel zu tun, dass es für die nächsten Monate reicht. Und wenn es nur das Setzen von Pflanzen ist. Mir macht das Spaß, denn im tiefsten Herzen ist das Großstadtkind in…

Der Wind ist kalt. Sturmtief Sabine hat sich zwar gerade nach Süden verzogen, doch ihre Ausläufer sind schneidender, als Madame selbst es war. Hudson trippelt neben mir. Er erwartet einen Ball, von dem er noch nicht weiß, dass ich ihn nicht habe. Mono stromert zufrieden vor mir her. Fünf Mal muss ich Hubi vorschicken. Kein Ball heute. Es geht auch ohne. Lauf einfach! Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit würde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen…

Wir sind manchmal chaotisch und manchmal sehr organisiert. Wir sind die ganz normalen Irren, die man überall trifft und die ganz normale irre Sachen erleben. Ob mit oder ohne Hunde, der alltägliche Wahnsinn holt uns immer wieder ein. Matschige Gummistiefel Den Lift nicht auf dem Schirm „Hach, wie hübsch die Beiden!“ Ein Dame versperrte mir den Weg, als ich mich durch den engen Treppenaufgang eines Parkhauses quetschte. Ich hatte zwei ausgepumpte, vermatschte Whippets am Strick,…

Alles neu, alles anders? Gute Frage! Natürlich ist nach einem Umzug alles neu und auch anders. Wir haben noch keinen Herd, aber ein Sofa, viele weiche Decken und Musik. Wir haben viele fliegende Kabel, dafür aber Netz. Erst die Hälfte meiner Lieblingsbilder hängen, aber wir haben die Kartons im Arbeitszimmer auf mittlerweile zwei dezimiert. Es geht also irgendwie voran. Sogar Mono hat sich mittlerweile an die neuen Wege gewöhnt und – wie erwartet – unser…

Noch ist hier Ruhe. Zwar verschwinden peu à peu alle gewohnten Dinge in dubiosen Pappkartons, doch weder Mono noch Hudson scheint das irgendwie zu beunruhigen. Mono liegt da und beobachtet. Hudson klebt mir allein aus purer Neugier auf den Hacken. Doch wie wird das sein, wenn wir hier die Möbel raustragen? Wie unser Umzug mit zwei Whippets ablaufen wird, werde ich hier akribisch dokumentieren. Denn, wie wir alle wissen, haben diese hoch sensiblen Hunde durchaus…

Da lag er nun der schwarze Kampfmops. Quasi fertig für den Ofen in seine Flexileine eingerollt war er stumpf an der Bordsteinkante abgeprallt und versuchte vergeblich, sich aufzurappeln. Ein keifender Rollbraten, dachte ich. Aber wie komme ich dazu, einen Mops mit meinen Boots über des Asphalt zu katapultieren? Das ist im Grunde schnell erzählt. Mono, Hudson und ich kommen um die Ecke, Kampfmops sieht uns, reißt seinem Besitzer die Flexileine aus der Hand, rennt um…

Beton! Jedes Mal, wenn ich das Meer sehen will, muss ich an ihm vorbei. Heruntergekommene Bettenburgen versperren mir die Sicht. Ich hasse sie. Auf dem Weg zur Strandpromenade von Zandvoort gibt es weder Baum noch Strauch. Überall bröckelt und blättert es. Die architektonischen Idiotien der 60er und 70er Jahren modern vor sich hin. Noch nicht einmal das Palace Hotel hält es für nötig, den Müll aus dem spärlich gesetzten Dünengras zu klauben. Kein Baum, kein…

Eine aktuelle Studie brachte mich darauf, endlich einmal laut über das Multitasking an sich und im Besonderen nachzudenken. Frauen können es, Männer nicht. Das war bisher eine ungeschriebene Regel. Nun stellte man fest, ernüchternd aber wahr, dass Frauen wie Männer gleich schlecht sind, wenn sie mehrere Dinge gleichzeitig tun müssen. Mag sein, aber können meine Hunde auch Multitasking? Mono ist nun neun Jahre alt und nach wie vor ein begnadeter Jäger. Wir Menschen können nur…