The Daily Irrsinn

The Daily Irrsinn – Kotz, brech, würg!

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Fast genau vor einem Jahr schockte mich eine unerwartete Begegnung mit dem dicken Charly. Kurz zuvor hatte ich noch die Sektkorken knallen lassen, weil er angeblich wegziehen sollte und endlich woanders die Luft verpesten würde. Er wohnt jetzt zwar in einer anderen Straße, aber nach wie vor hier im Sprengel. Doch trotz der relativen Nähe, ist er uns schon lange nicht mehr quer gekommen.

Valium für den Terrier?

Die Tatsache ansich ist erstaunlich aber wahr. Ihn scheint mittlerweile eine gewisse Altersweisheit gepackt zu haben, die ihn von Attacken und Tobsuchtsanfällen abhält. Oder vielleicht verpasst ihm sein Besitzer auch nur täglich eine hohe Dosis Valium. Obwohl, die würde Herrchen wahrscheinlich lieber selber nehmen, statt sie in seine gestörte Presswurst ‚reinzustopfen.

Ganz im Gegensatz zu Mr.Clark, der seinem Erzfeind nur allzu gerne eine Scheitel bis zum Bauchnabel gezogen hätte, ignoriert Mono den dicken Charly standhaft. Seine Whippetarroganz lässt den garstigen Terrier einfach abtropfen. Nicht dass Charly jemals einen Grund gebraucht hätte, aber er findet keine Angriffsfläche. Außerdem kann er wohl Danny nicht einordnen. Charly ist zwar nicht die hellste Kerze auf der Torte, aber durchzählen kann er wohl. Also hält er sich im Rahmen seiner Möglichkeiten zurück. Sein Herrchen hingegen ist extrovertiert wie immer. Sein blauer Trainingsanzug zieht nach wie vor die unverkennbare Kümmerling-Fahne hinter sich her und sein lallendes „Scharrrrrlyyy“ ist jeden Abends weithin zu hören.

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Kotz, brech, würg … !

Es begabt sich, dass wir dem dicken Charly kurz vor unserer Haustür begegneten. Er hatte seinen kleinen, dicken Hintern gerade in Position gebracht um einen dicken Haufen mitten auf den Bürgersteig zu setzen. Kein Problem, dachte ich, wenn der Scharrrlyy-Papa eine Tüte hat. Schaarrrlyy-Papa nestelte keine Tüte, sondern ein Taschentuch hervor. Anstatt aber damit den Charly-Haufen aufzunehmen und zu entsorgen, sah er es versonnen und spuckte dann kräftig ‚drauf.

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Ich war so gespannt auf das, was er nun tun würde, dass ich einfach stehen blieb. Der Trainingsanzug griff nach unten, grabschte seinen dicken Charly an der Rute und rubbelte ihm mit dem vollgespuckten Taschentuch den Hintern sauber. Er ließ die Rute wieder los und Charly plumpste stumpf auf den Asphalt. Der Haufen lag nach wie vor mitten auf dem Bürgersteig. Scharrrlyy-Papa schaute das Taschentuch ein zweites Mal versonnen an. Offenbar ist die Terrierhygiene noch nicht abgeschlossen, dachte ich. Ich hatte recht, denn prompt führte er das Taschentuch nochmals zum Mund. Aber er spuckte nicht hinein, sondern lutschte es komplett ab. Dann griff er wieder Charlys Rute, rubbelte nochmals kräftig, warf das Tuch auf den Asphalt neben den Haufen und ging weiter. „Scharrrlyyy komm!“

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

1 Comment

  1. Mosch Yvonne Reply

    Hallo,
    Du hättest das Häufchen fein verpackt als verspätetes Weihnachtsgeschenk vor seine Türe legen sollen. Es gibt Menschen,die gibts eigentlich gar nicht.
    Heute liess eine Frau ihren(grossen) Hund mitten in der Fußgängerzone in aller Seelenruhe an eine Laterne pinkeln.Unfassbar.
    Wünsche einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr.
    LG yvone

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