Ich habe schlechte Laune. Und zwar richtig schlechte Laune. Denn ihr habt mir einen wunderschönen luftig, leichten Sonntag Morgen auf unserer Lieblingshalde verdorben. Jetzt ist sie eine Müllhalde!
Euer Pech, dass ihr ausgerechnet an mich geraten seid. Ich kann das nämlich nicht haben, wenn meine Whippets Vollspeed durch eure Hinterlassenschaften kacheln. So ein Grillgitter schneidet Pfoten auf. Und Glasflaschen auch. Ich mag es nicht, dass Idioten wie ihr unsere Lieblingshalde vermüllt. Schon mal darüber nachgedacht? Nein, ganz sicher nicht. Sonst hättet ihr nämlich nach eurem lustigen Abend euren Abfall in einen Sack getan und wieder mitgenommen.
Hupsi und sein Fund. Der Partygrill besteht aus einer billigen Aluminiumschale und einem sehr scharfkantigen Rost.
Plastikflaschen wiegen nichts, wenn sie leer sind. Warum lässt man die dann einfach in der Landschaft liegen?
Prost! Auch Pappe ist leicht, wenn sie nicht mehr mit vollen Flachen bestückt ist.
Gummibärchen? Ihr habt aber auch an alles gedacht, ihr Vollpfosten!
Ein Becher mehr oder weniger, wenn interessiert das schon? Ihr lasst ja sogar die unbenutzten liegen.
Stilleben auf unserer Lieblingshalde.
Mono ist irritiert.
Hudson fand das alles spannend.
Der Haufen. Ich habe euren Müll zusammengeräumt und werde ihn morgen ins Auto packen.
Vollpfosten sollten keine Partygrills kaufen dürfen
Erklärt mir das doch bitte mal. Ihr schleppt volle Flaschen Softdrinks, Bier, einen Grill, Chips, Gümmibärchen, Plastikteller, Plastikbecher und auch ganz sicher Fleisch bis ganz nach oben auf die Halde. Dann macht ihr euch eine schöne Zeit, gegen die niemand etwas einzuwenden hat. Ich auch nicht. Ganz im Gegenteil. Das ist ein schöner Ort und es sei jedem gegönnt, dort seine Zeit zu verbringen. Doch später seid ihr entweder zu stramm, zu ignorant oder schlicht zu blöd, euren Müll in eine Tüte zu packen und wieder mit hinunter zu nehmen? Er wiegt nur noch einen Bruchteil von dem, was ihr hoch getragen habt! Versteht ihr, dass ich seit heute morgen ständig meinen Kopf vor eine Wand schlagen möchte. Ich kapiere das einfach nicht!
Unsere Halde ist keine Müllhalde. Wer auch immer ihr seid, meine Wut ist euch gewiss. Wenn ich könnte, würde ich euch an den Ohren zurück schleifen, damit ihr euren Müll einsammelt.
Plastikmüll ist der Amöbe egal?
Vielleicht wollt ihr ja mal wieder her kommen. Zum Sternegucken oder zum Quatschen, zum Fummeln oder zu Sonstwas. (Mono hat dort oben übrigens schon einmal einen zerrissenen Stringtanga von Passionata gefunden.) Dann sitzt ihr genau in dem Müll, den ihr ein paar Wochen zuvor liegen gelassen habt. Oder sucht ihr euch dann eine andere Stelle? Iiii, da ist ja alles vollgemüllt. Kommt wir gehen woanders hin!
Selbst an der bildungsfernsten Amöbe kann die aktuelle Diskussion über den unsere Welt erstickenden Plastikmüll nicht entgangen sein. Ihr habt doch alle Facebook und Youtube. Kriegt ihr überhaupt nichts mit oder ist es euch egal, was mit unserer Umwelt und in der Folge mit euch passiert? Ich hatte heute morgen nun – wie zu erwarten – keinen Müllsack dabei. Aber ich habe euren Krempel auf einen Haufen geräumt. Morgen früh werde ich wieder dort oben sein und euer Chaos beseitigen. Ich werde euren Müll ins Auto packen und entsorgen. Kriegte ich euch zu packen, dann müsstet ihr barfuß nach oben Laufen, in Unterwäsche, mittags bei 30 Grad, ohne Hut und ohne Sonnencrème auf eurer gepuderten Haut! Verdammt nochmal. Ich bin immer noch richtig sauer.
Hudson, Hupsi, Hubi, Huschke, Hirni … Hudson of Little Goblin hat viele Namen. Jeden von ihnen hat er sich in den letzten vier Monaten redlich verdient. Nun ist er schon ein halbes Jahr alt und es wird höchste Zeit für ein Portrait. Denn er ist ein Whippet, der Grenzen sprengt. Zumindest die, die ich in den letzten zehn Jahren als solche kennengelernt habe.
Jeder, der einen oder mehrere Whippetwelpen großgezogen hat, wird ein Lied davon singen können, wie anstrengend das eine oder andere Exemplar sein kann. Sie platzen vor Energie, Lebenslust und guten Ideen. Andere sind zurückhaltender, von Geburt an kernlieb und leicht zu handlen. Mono war in jungen Jahren so ein Energiebolzen, hat aber nie großartigen Blödsinn gemacht. Danny war und ist eine schüchterne aber zutiefst liebe Seele von Hund. Dreistigkeiten nahm er sich nur selten heraus, obwohl Futter seine Leidenschaft ist. Seine Leinenführigkeit z.B. sucht ihresgleichen.
Hudson of Little Goblin – Er ist fröhlich, verschmitzt, wild, mutig, freundlich, offen. Sein Charakter ist ein ganz großer Wurf!
Hupsi der Nassküsser
Hudson steht für sich. Er ist der fröhlichste, aufgeschlossenste aber auch hartnäckigste Welpe, der mir bisher unter gekommen ist. Seitdem er bei uns ist, hat er kein einziges Mal echte Angst gezeigt. Respekt ja. Aber Angst? Was ist das? Straßenbahnen sind komisch, jedoch kein Grund zur Besorgnis. Der Müllwagen ist spannend, weil da ja auch Menschen sind. Und Menschen muss man begrüßen, dauerwedelnd, hüpfend, nassküssend.
Ich warne schon immer davor, Hupsi anzusprechen, denn dann hat man ihn an der Backe. Im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich sind alle Geküssten hingerissen von dem süßen Zwerg, der jede Streicheleinheit und jedes nette Wort mit Euphorie quittiert. Die Pfotenspuren auf frisch gewaschenen Hosen sind dann „Gar nicht schlimm! Ne, was ist der süß!“ Das ist Hudson ohne jeden Zweifel. Er erobert im Sturm. Die schockverliebten Müllmänner hatten neulich fast Tränen in den Augen, als ich ihn zum Weitergehen nötigte.
Die Nase wird länger. Hudson of Little Goblin, Skyborne The Room Of My Life x Paddinton von Mullewapp
Hupsi ist der einzige in unserem kleinen Rudel, der gerne in der Froschhaltung liegt.
Ja, ich weiß, du hast wieder geklaut.
Müde Ohren. Man glaubt es kaum, aber das Hundekind kann auch einfach nur herumliegen.
Die Halbbrüder Enjoy The Silence of Little Goblin und Hudson of Little Goblin sind dicke Kumpel. Ich bin sehr froh, dass sie sich so gern haben.
Hupsi unerschütterlich
In der Modebranche hat eine der schönsten Schauspielerinnen aller Zeiten mit ihrem Namen ein Adjektiv für zeitlose Eleganz geprägt: She’s so audrey! Hupsi ist Audrey Hepburns Analogie zur Verfressenheit. Bitte sagt demnächst nicht mehr: „Mein Whippet ist verfressen.“ Sagt: „Mein Whippet ist so unglaublich hupsi.“ Haltet dabei eure Hände an die Wangen, so dass ihr ein bisschen ausseht wie „Der Schrei“ von Edward Munch. Selbst wenn sich Hupsi zunächst sehr niedlich anhört, umfasst ihr in Kombination mit dieser Geste die gesamte Tragweite dieses Charakterzuges. Denn das kleine Tier stopft ausnahmslos alles in sich hinein, was es zwischen die Zähne bekommt. Es klaut, es sucht, es ist über alle Maßen dreist, wenn es Fressbares dibbert. Als Hupsi gestern seine Nase in Toms Bihunsuppe versenkte, durfte er dann – wenn auch ungefragt – das Gefühl heiß erleben. Ich bin sicher, dass er von Suppen aller Art demnächst Abstand halten wird.
Hupsi jagt einen Schmetterling.
Auf unserer Halde gibt es im Moment Millionen Schmetterlinge.
Bisher ist noch kein einziger Huspi zum Opfer gefallen.
Daneben.
Wieder daneben.
Demnächst gibt es mehr Zielwasser für Hupsi
Outgoing in jeder Hinsicht
Hudsons enorme Präsenz sollte aber nicht täuschen. Er ist kein dominanter Hund. Er liebt seinen Kumpel Danny und würde es niemals wagen, Monos Autorität anzuzweifeln. Er lässt sich extrem schnell begeistern. Für alles. Ob es nun ein Ball ist oder ein paar Übungen für die kommenden Ausstellungen sind. Seine Aufmerksamkeitsspanne ist noch nicht die längste aber zumindest wedelt er ohne Pause. Das tut er nicht selten mit dem ganzen Körper, stilles Stehen ist deshalb eine der schwereren Übungen. Denn die Energie will verdammt nochmal raus aus dem kleinen Whippetkörper!
Hupsi bzw. Herr Hinreißend. Er hat einen enormen Bewegungsdrang, ist sehr verspielt und immer lustig.
So wild seine eine Seite ist, so kuschelig ist seine andere. Er sucht immer Kontakt, versichert sich regelmäßig ob die Vibes noch stimmen, leckt Nasen und Ohren ab, wann immer er die Möglichkeit dazu hat. Er ist ein wirklich lieber Kerl, dem lediglich hin und wieder sein überbordender Tatendrang und seine grenzenlose Neugier im Weg steht. Deshalb ist diese dumme Aufgabe artig an der Leine laufen auch ein echter Knackpunkt. Man könnte die naive Vorstellung haben, dass er sich an den erwachsenen Hunden orientiert, doch es interessiert ihn oft nicht die Bohne, wie Mono und Danny das machen. Zick, zack! Achtung hier kommt die Abrissbirne!
Bisher habe ich mir in vielen Einzelstunden die Finger blutig geklickert. Das fruchtet dann auch kurz. Ganz kurz, denn sobald ich dann mit allen drei Hunden unterwegs bin, habe ich wieder einen kleinen, sandfarbenen, schwarzäugigen Bulldozer vor mir her laufen. Allerdings muss ich Hupsi loben, denn in den letzten Tagen hatte er lichte Momente. Es wird also langsam besser.
Hudson vorgestern frei stehend. Er wird immer mehr zum Whippet.
Im Vergleich dazu ein paar Sekunden später, sieht das Tier ganz anders aus.
Wilde Ohren. Dieses Foto ist ein paar Wochen alt.
Süßi! Wenn er so steht, sieht er schmal aus, was er nicht ist. Merke, Fotos täuschen.
Hudson vor vier Wochen im Studio. Er war ein bisschen mopsig.
Junge Hunde und fette Schnecken
Hudsons körperliche Entwicklung betrachte ich täglich mit Freude. Im Alter von sechs Monaten reicht er ganz knapp an seine Halbschwester Gianna heran, die auf den Punkt 48 cm groß ist. Er hat kräftige Knochen, super Pfoten, eine schön ausgefüllte Brust, seine Linien sind fließend und seine Winkelungen genau so, wie ich es mag. So wie das im Wachstum nunmal ist, geht er Abends einen Tick zu kurz ins Bett und steht morgens in perfekter Länge auf. Ich habe keine Ahnung, wie die Natur das macht in nicht einmal zwölf Stunden. An einem Abend ist er ein bisschen zu mopsig, am Morgen dann genau richtig. An einem Abend sind seine Ohren perfekt gefaltet, am Morgen darauf mimt er den Dackel.
Heranwachsende Rüden sehen jeden Tag ein bisschen anders aus. Und Fotos sind immer nur ein Wimpernschlag. Da weiß ich nun zufällig, wovon ich spreche. Dieser kurze Moment kann nicht nur ihn, sondern jeden Hund (wie auch jeden Menschen) entweder vorteilhaft oder zu seinem Nachteil zeigen. Aber was ist überhaupt ein Nachteil? Dass er zu kurz aussieht oder zu lang, zu hochbeinig oder zu dackelohrig? Meine Güte, dieser Hund ist jung und er lebt nicht, um sich jeden Tag in perfekter Pose im Social Network zu präsentieren.
Wildes Hupsi! Dieser kleine Whippet ist eine Bereicherung. Jeden Tag, 24 Stunden lang.
Ich verabscheue diese fast pathologische Fehlersuche, die sich in der virtuellen Whippetszene festgesetzt hat, wie eine fette Schnecke. Ja, ganz hübsch, aber …. So viel Amiblut! Der wird zu groß! Orakel, Orakel! Schöne Brust, aber zu breit, zu schwer zu lang, zu kurz, zu alles! Ich gestehe, es ist mir vollkommen Hupe, was hinter vorgehaltener Hand gequatscht wird. Ich lebe 24 Stunden am Tag mit meinen Hunden. Ich schätze sie sehr und ich kenne sowohl ihre Stärken, als auch ihre Schwächen in und auswendig. Kritik? Ich bin offen, doch leider sind das die selbsternannten Kritiker noch nie gewesen.
Die Canon PowerShot G1 X Mark III hat mich fast zwei Monate begleitet. Mittlerweile habe ich also eine ganze Menge über das Flaggschiff der kompakten Canon G Serie zu sagen. Tom und ich haben im März eine kleine Tour durch Berlin gemacht. Wir hatten großartiges Licht aber grauenhafte Temperaturen, die eher suboptimal für einen entspannten Stadtbummel waren.
Mit meinem Bericht über diese Kamera habe ich also gewartet, bis das Leben wieder draußen stattfinden kann und alle so richtig in Urlaubsstimmung sind. Denn für eure Reisen – egal wohin sie gehen – kann die G1 X Mark III in jeder Hinsicht eine Bereicherung sein. Anhand meiner Fotos aus Berlin möchte ich euch nun die Kleine mit dem großen Wums ein bisschen näher bringen.
Mit Tom in Berlin. Der März brachte dort -5 Grad mit noch kälterem Wind. Ohne Handschuhe froren mir innerhalb von Minuten die Finger ab. Einen Touchscreen kann ich bei solchen Temperaturen nicht mehr bedienen.
Schütze deine G1 X Mark III – Eine Tasche für die Tasche
Meine Taschen sind Gräber. Tief auf ihrem Grund gibt es alles, was das Herz begehrt. Kaugummis, mein Portmonnaie aus dem ständig das Kleingeld herauspurzelt, kleine Plastiktüten, mein Schlüsselbund, mein Handy, Visitenkarten, irgendwelche Bons, Quittungen, Notizen, Lippenstifte, eine Tube Handcreme und drei Millionen winzige Krümel.
Grundsätzlich gehe ich mit meinen Kameras und Objektiven sehr pfleglich um, aber sie sind auch Arbeitsgeräte, die viel aushalten müssen. Regen, fliegender Sand, Schlammspritzer und einen Kurzzeitparkplatz in der feuchten Wiese müssen sie ohne zu Mucken wegstecken können. Doch die Großen sind keine Taschenkameras. Die G1 X Mark III ist eine. Ich tue sie – schwupp – rein in den Lederbeutel, in dem sie sich zu vielen anderen nützlichen Dingen gesellt. Leider aber auch zu den vielen oben erwähnten Krümeln, die sich dort mit der Zeit ansammeln. Diese mikroskopisch kleinen Lästigkeiten schaden der Mark III zunächst nicht, sehen aber blöd aus, wenn man sie wie ich fotografieren muss. Natürlich putze ich das Schmuckstück bevor ich sie ablichte, dennoch bleiben immer kleine Placken.
Die Canon G1 X Mark III, hat einen 3 fach optischen Zoom, 15-45 mm decken eine für den Alltagsgebrauch perfekte Brennweite ab.
Die Canon PowerShot G1 X Mark III hat einen kleinen elektronischen Sucher. Die beste Steuerung hat der Nutzer allerdings über das große, sehr scharfe Display.
Das Display ist schwenk- und drehbar. Über das Display lassen sich per Touch alle Einstellungen vornehmen. Wahlweise stehen die Rädchen zur Verfügung.
Mein Lightroom hat sich kategorisch geweigert, die RAWs aus der G1 X Mark III anzuzeigen. Trotz aller Updates. Ich habe alles versucht, aber ich konnte lediglich JPGs machen. Natürlich hätte ich auch die Canon Camera RAW
Das Drehrad rechts ist in meinen Augen bei allen PowerShots eine Unwägbarkeit. Dann viel zu oft drehe ich ihn ohne es zu merken und zack belichte ich meine Fotos unter oder – wie es meistens passiert – über. Es wäre schön, wenn Canon diese Funktion noch einmal überdächte.
Im Highspeed-Modus macht die Canon PowerShot G1 X Mark III 7 Bilder die Sekunde. Die Anordnung der Drehräder ist gewohnt übersichtlich.
Das Wählrad für die Programme. Um ungewollte „Drehungen“ zu verhindern ist es mit einem Knöpfchen gesichert. Neben dem internen Blitz hat sie auch einen Blitzschuh für einen Aufsteckblitz. Das ist mal richtig klasse.
Langfristig denken, bitte!
Man denke also bitte langfristig und leiste sich eine kleine Tasche für die Taschenkamera. Denn Dreck in kleinster Form setzt sich geballt irgendwann in die Bedienelemente und dann ist Schluss mit „Raus und Klick“. Mein zweiter Tip für den ganz sicher wiederkehrenden Winter sind Handschuhe, mit denen man ein Touchdisplay bedienen kann. Dann klappt das auch bei Temperaturen unter Null mit der G1 X Mark III ganz ohne Schmerzen. Angesichts des aktuell sehr sommerlichen Lüftchen scheint dieses Gefühl sehr weit weg. Doch eine Kamera dieser Klasse ist ja kein Billiglatschen für eine Saison, sondern bringt einen deutlich längeren Lebenszyklus mit. Sie ist wie ein richtig, ich meine ein richtig, richtig gutes Paar Schuhe, das wie massgefertigt nicht am Fuß, sondern in der Hand liegt. Ich habe da ein paar Stiefeletten von Gianvito Rossi! Aber das führt zu weit.
Detailtiefe, Detailtiefe – bei Blende f/5,0 brilliert die kleine Kompakte in jeder Hinsicht. Hier 1/640 sek., ISO 100
1/30 sek., ISO 400, f/2,8 – der Stabilisator macht sich bemerkbar
Canon PowerShot G1 X Mark III – Profiqualität handlich verpackt?
Was also gefällt mir an der Canon PowerShot G1 X Mark III so gut? Ganz weit oben, mit 100 von 100 Punkten steht die Abbildungsqualität. Man stelle sich das mal vor: In der Canon EOS 1D X Mark II wohnt ein Vollformat-Sensor mit 20,2 Megapixeln, die G1 X Mark III hat einen APS-C Sensor und bringt 24,2 Megapixel auf die Waage. Die Dateien aus der 1D X Mark II – immerhin das oberste Topsportmodell bei Canon – sind 5472 x 3648 Pixel groß, die aus G1 X Mark III 6000 x 4000. Die Größe der Dateien sagt natürlich zunächst nichts über die Qualität aus, aber mein lieber Schwan, die Detailtiefe ist wirklich toll. Nein, man darf einen Spiegelreflexboliden nicht mit einer Kompaktkamera vergleichen, aber wenn ich schon mal dabei bin.
Schaut euch bitte in der Galerie an, was das Zoom der G1 X Mark III leistet. Die Fotos vom Reichstag und vom Brandenburger Tor sind beide jeweils aus der gleichen Position fotografiert. Die Bilder von der Quadriga sind schon schick, aber die vom Reichstag finde ich deutlich aussagekräftiger, da ich mit 15 und 45 mm die kürzeste und längste Brennweite der Kamera genutzt habe. Die Schärfe der Details finde ich richtig beeindruckend.
JPG aus der Canon PowerShot G1 X Mark III, 15 mm
JPG aus der Canon PowerShot G1 X Mark III, 45 mm
JPG aus der Canon PowerShot G1 X Mark III, 15 mm
JPG aus der Canon PowerShot G1 X Mark III, 30,812 mm
Display oder Suchertyp?
Das dreh- und schwenkbare Touchdisplay der G1 X Mark III bietet die Möglichkeit, aus sehr tiefen Positionen zu fotografieren. Ich muss mich nicht auf den Bauch werfen, sondern kann von oben gucken und den Ausschnitt in aller Ruhe exakt auswählen. Das beugt verdreckter Kleidung und bösen Unterkühlungen vor. Ebenso kann ich über das Display alle Einstellungen der Kamera vornehmen. Ich bin allerdings ein „Suchertyp“. Oft habe ich den Bildausschnitt ganz wie gewohnt über den kleinen, elektronischen Sucher ausgewählt, dann aber schnell gelernt, dass das über das Display deutlich besser geht. Ein Fingertip, piep und fertig. Immerhin hat der Fotograf die Wahl zwischen Display und elektronischen Sucher. Ich habe ein paar Probleme mit letzterem, was aber ganz sicher der Macke einer Puristin geschuldet ist.
Ich habe die Canon PowerShot G1 X Mark III auf den Boden gestellt und den Ausschnitt über das Display gewählt. 1/15 sek., ISO 100, f/4,5
1/15 sek., ISO 100, f/4,5
Wie Canon verspricht, fokussiert die G1 X Mark III tatsächlich sehr schnell. Im Highspeed-Modus macht sie dann locker 7 rattenscharfe Bilder die Sekunde. Der vierstufig Bildstabilisator erlaubte mir zudem lange Belichtungszeiten aus der Hand zu fotografieren. Das kommt mir persönlich natürlich sehr nahe. Ich muss allerdings zugeben, dass ich einerseits aus purer Bequemlichkeit und andererseits aus blanker Neugier fast nur im Automatik-Modus fotografiert habe. Ich wollte mal ganz genau gucken, was die Kompakte aus verschiedenen Lichtsituationen macht. Und ich habe – ganz gegen meine Gewohnheit – ausschließlich im JPG-Format fotografiert. Schließlich wollte ich abends im Hotel die Fotos sofort auf mein iPad Pro ziehen. RAWs hätten selbst dessen Speicher zum Platzen gebracht. Außerdem haben RAWs in meinen Augen wenig mit Mobilität, sondern viel mehr mit stationärer Arbeit zu tun.
In der U-Bahn: 15mm, 1/30 sek., ISO 500, f/2,8
Kompakt und mobil
Eine kompakte Kamera, die unserem Wunsch nach Mobilität in jeder Hinsicht entspricht, sollte auch als solches genutzt werden. G1 X Mark III lässt sich über Bluetooth so nett und einfach über die Canon Camera App (kostenlos im App Store) mit meinen mobilen Geräten verbinden, dass ich nach unserem ersten Tag in Berlin noch vor dem Abendessen alle Fotos auf meinem iPad zur Weiterverarbeitung liegen hatte.
Viel machen musste ich an den JPGs ohnehin nicht mehr. Ich habe sie lediglich beschnitten und fertig. Das ist der große Vorteil des Automatik-Modus und der JPGs, die „echte Fotografen“ oft so sehr verpönen. Mit gerümpfter Nase. Ja, ich fotografiere auch fast nur RAWs. Aber in Bezug auf die kompakten Kameras ist das in meinen Augen sehr kurz gedacht. Motiv und Ausschnitt wählt schließlich immer noch die Person hinter der Kamera. Dann ist es vollkommen wurscht ob sie ein JPG oder ein RAW fotografiert. Die RAWs bieten lediglich mehr Spielraum in der Nachbearbeitung. Die JPGs – immer nur solche, die aus einer wirklich guten Kamera kommen – sind fix und fertig. Und vor allem wunderbar leicht hin und her zu schieben. Und das wollen wir doch alle, wenn wir unterwegs sind. Mit der G1 X Mark III kann ich quasi im Vorbeigehen Facebook und Instagram mit Fotos auf höchstem Niveau bestücken.
Am Kanzleramt. Die detailreichen Spiegelungen gefallen mir sehr gut. 1/320 sek., ISO 100, f/5,6
Alexanderplatz im kalten Wind. 15mm, 1/1250 sek., ISO 100, f/5,0
Schön, wie scharf die Details im oberen Teil des Fernsehturms zu sehen sind. 15mm, 1/1250 sek., ISO 100, f/5,0
Die Weltuhr am Alexanderplatz ist ein sehr beliebter Punkt für Selfies. 15mm, 1/1250 sek., ISO 100, f/4,0
Spiegelung – Ein Boutique hat ihre Fenster rund herum mit alten Nähmaschinen dekoriert.
Das Pergamon Museum musste leider auf uns verzichten. Mehr als eine Stunde Schlage Stehen konnten wir uns beim besten Willen nicht vorstellen.
Wieder viel Detailtiefe.
Unter den Linden – Direkt neben der russischen Botschaft fuhr uns ein Stretch-Trabbi vor die Nase.
Unter den Linden – Bei Mercedes war es immerhin warm.
Der Blick aus unserem Hotelzimmer.
Schon schick für das Abendessen im i31 – Unser Hotel in „Mitte“
Frühstück auf Kurland von KPM. Ich habe nicht schlecht gestaunt, dass diese Kostbarkeit als Hotelgeschirr verwendet wird.
Schließlich erfuhr ich, dass der Besitzer der Königlichen Porzellan-Manufaktur auch der Besitzer des i31 ist. Da machte das plötzlich Sinn.
Die Lobby des i31 – die G1 X Mark III leistet auch bei difusem Licht eine tolle Arbeit.
Guten Morgen. Ein Blick aus unserem Hotelzimmer.
Eine der unzähligen Baustellen in Berlin
Der Treppenabgang zu den Toiletten des Adlon Kempinsky in Berlin. Womit sich der Kreis zum Titelbild schließt.
Warum nun die G1 X Mark III?
Weil sie das Canon-Topmodell der Kompakten ist? Weil sie neu ist? Monatlich kommen neue Kameras auf den Markt, die immer ein bisschen mehr können, als ihre Vorgängerinnen. Theoretisch käme ich aus dem Kaufen nicht mehr heraus. Fakt ist, dass eine neue Kamera ihr älteres Schwestermodell nicht schlechter macht, sie bietet nur ein bisschen mehr an. Die Canon PowerShot G7 X Mark II z.B. ist immer noch genauso gut wie vor knapp zwei Jahren und bietet auch schon die Connectivity für den Post von unterwegs. Mit rund 600,- Euro ist sie deutlich günstiger als neu G1 X Mark III, die um die 1000,- Euro kostet. Allerdings ist sie einen Tick kleiner, hat „nur“ 20,1 Megapixel, einen internen Blitz aber keinen Blitzschuh, wie sie die G1 X Mark III zu bieten hat. Darüberhinaus gibt es viele, kleine Details, die sie unterscheiden.
Ich meine, wer jetzt eine kompakte, wirklich aktuelle und hochwertige Kamera für seine Reisefotografien, für Reportagen oder für die Alletagefotografie sucht, der sollte etwas tiefer in die Tasche greifen und sich für die große G1 X Mark III entscheiden. Sie produziert eine sagenhafte Bildqualität. Farben, Schärfe, Detailtiefe – alles da. Und das ist doch das, was hinten raus kommen muss.
Keyfacts zur Canon PowerShot G1 X Mark III :
Typ – Digitale Kompaktkamera Zielgruppe – anspruchsvolle Amateure, Profis Best for – Reportage, Reise Gewicht– 765 Gramm Sensor – APS-C CMOS-Sensor Pixel effektiv – 24,2 MP Bildprozessor – Digic 7 Zoom – 3 fach optisch Brennweite – 15 bis 45 mm Höchste Blendenzahl – 1:2,8 bis 5,6 Reihenaufnahmen – 7 B/s Movie: – Full HD 60 p ISO-Empfindlichkeit – Auto ISO 100 – 25.600 Sucher – elektronisch Touchscreen – 3 Zoll, dreh- und schwenkbar Kartenschächte – 1 x SD Connectivity – WLAN, Bluetooth Kartenslot – 1 SD Gewicht – rund 400 Gramm
My two cent – Eine fabelhafte Kompaktkamera für Reise und Reportage
Der High Goal Cup 2018 in Düsseldorf war für mich kein Pflichtprogramm, sondern eine Kür. Eigentlich hatte ich das Finale der dreitägigen Veranstaltung schon abgewählt, weil ich mir nicht vorstellen konnte, mich innerhalb von sieben Tagen ein zweites Mal sechs Stunden lang in die brütende Sonne zu setzen. Schließlich hatte ich mir schon beim Rhein Polo Club rote Ärmchen geholt.
High Goal Polo in Düsseldorf
Doch das Kribbeln in den Fingern kam trotz der angesagten 31 Grad. „Los! Ist doch nur kurz über die A 52.“ Gegen alle Vorsätze fuhr ich also doch und landete nur knapp 20 Minuten später auf dem riesigen Feld nahe des Düsseldorfer Flughafens, wo ich schon im letzten Jahr das Team Land Rover begleitet hatte. Das Match um den dritten und vierten Platz (Land Rover – Hajo) sowie das Finale (Ullrich – Bucherer) standen an.
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Ismael Iraizoz (+3)
Tito Ruis Guignazu und Ismael Iraizoz (+3)
Im Gewusel – Tito Ruis Guignazu
Miguel Duggan spielte dieses Jahr für Team Ullrich.
Patrico Lalor (+4) Patrick Maleitzke (+3)
Patrick Maleitzke ist Spieler der deutschen Polo Nationalmannschaft.
Patrick Maleitzke
Patrick Maleitzke
Miguel Duggan
Miguel Duggan
Ismael Iraizoz
Marco Riglos
Vor dem Tor
Tito Ruis Guignazu
Marco Riglos im Kampf mit dem Steigbügel
Die lange Kante
Im letzten Jahr war der beste Platz zum Fotografieren an der langen Kante des Spielfeldes direkt neben dem Moderator Jan-Erik Franck. Für die Mitzieher kann ich nämlich weder einen Krankenwagen noch Stallungen oder hässliche Hochspannungsleitungen im Hintergrund gebrauchen. Die dunklen Bäume auf der gegenüberliegenden Seite hingegen bieten mir das perfekte Bühnenbild.
Nachdem ich mich etwas eingegrooved hatte, war ich happy, doch gefahren zu sein. High Goal ist schließlich sowas wie die Champions League des Polo. Ich habe ein paar Fotos mitgebracht, die mir sehr gut gefallen, denn sie sind sowohl formal als auch farblich genau mein Geschmack. Farblich? Polo ist eigentlich Farbe. Die Helme, die Trikots, die Pferde. Doch nachdem ich eines meiner Lieblingsfotos mal kurz in Schwarz-Weiß umgewandelt hatte, war es erneut um mich geschehen. Ich verbrachte also weitere Stunden, die bereits in bunt fertigen Foto in monochrom umzurechnen.
Das beste Pony des Turniers.
Die Mark II muss in die Badewanne
Die sehr feinen Verläufe, die durch die langen Belichtungszeiten (alle Fotos betoniert 1/40 sek. aus der Hand, Canon EOS 1D X Mark II und Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM) entstehen, sind einerseits wunderbar, andererseits aber auch verräterisch. Denn sie bringen jeden noch so winzigen Fleck auf der Linse, dem Spiegel der Kamera oder gar ihrem Sensor wie kleine, böse Plagegeister ans Licht. Mein lieber Schwan! Entweder hat mir jemand auf die tellergroße Linse des 300ers geniest oder die Mark II muss dringend in die Badewanne. Da ich am Sonntag Morgen das 300er ordentlich geputzt habe, befürchte ich Letzteres.
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Patrico Lalor und Patrick Maleitzke
Schnell und eng. Das Tempo in den Matches war teilweise atemberaubend.
Tito Ruis Guignazu (+8)
Maximilian Singhoff (0)
Santiago Marambio (+6)
Philipp van der Kloot Meijburg (+1) und Eduardo Anca (+5)
Patrico Lalor und Patrick Maleitzke
Patrick Maleitzke
Marcos Riglos (+5)
Miguel Duggan gehört offenbar auch zu den Freunden des kleinen Tattoos.
Tito Ruis Guignazu und Ismael Iraizoz (+3)
Öfter mal spontan sein
Das ist nun meine dritte Polo-Saison. Mittlerweile kenne ich viele Gesichter. Doch am Sonntag haben die Spieler der einzelnen Teams offenbar fröhlich die Trikots durchgetauscht, so dass ich mich beim Betexten der Fotos nicht auf den offiziellen Spielplan verlassen konnte. Zum Glück gibt es bei Google die gute, alte Fotosuche. Ich hoffe also, dass ich niemanden verwechselt habe.
Rückblickend auf das letzte Wochenende bin ich sehr froh, spontan gewesen zu sein. Vielen Dank für den herzlichen Empfang! Und danke an die nette Hut-Dame. Ich habe endlich die Stetson Kappe, die ich schon immer haben wollte.
Schirri, ich weiß, wo dein Haus wohnt! Die beiden britischen Schiedsrichter sind die coolsten unter der Sonne.
Der Argentinier Titu Ruiz Guignazu ist mit Handycap +8 einer der besten Polo-Spieler der Welt.
Einer der Grooms kühlt das beste Pony des Turniers ab. Es ist das Pony, auf dem nach Gleichstand im fünften Chucka das golden Goal geschlagen wurde. Ich weiß leider nicht mehr von wem.
Miguel Duggan (+4) wie immer nachdenklich. Sein Großvater gewann mit seinem argentinischen Team das Turnier der Olympiade 1936.
Ein kleine Dusche für das Publikum.
Profile! Team Land Rover mit Maximilian Singhoff. Philipp van der Kloot Meijburg, Patrico Lalor und Marcos Riglos
Nasse Nase
Zwei Argentinier: Miguel Duggan und Tito Ruiz Guignazu
Spaß bei der Siegerehrung – Patrico Lalor (+5) und Philipp van der Kloot Meijburg (+1)
Der kleine Große. Die Spielkünste vom Marco Riglos (+5) durfte ich schon im letzten Jahr bewundern.
Land Rover Taxi
Das Team Ullrich landete trotz seiner hochkarätigen Besetzung auf Platz 2. Hier Tito Ruiz Guignazu und Patrick Maass
Endlich wieder Polo! Donnernde Hufe, brüllende Spieler, Sand und Gras in den Ohren. Nachdem der Platzregen die Freitagsspiele des Wein & Polofestivals Düsseldorf 2018 unmöglich gemacht hatte, ging es Samstag und Sonntag dann richtig los. Ich war am Sonntag zu den Final-Chuckas beim Rhein Polo Club.
Es war brütend heiß und ich Trine hatte meine Kappe vergessen. Zum Glück schoben sich immer wieder kleine Wolken vor die Sonne, so dass es sich am Spielfeldrand einigermaßen aushalten ließ. Komisch, wenn ich zum Polo fahre, vergesse ich immer irgendetwas. Beim letzten Mal war es der Akku der 5Ds R. Das war blöd aber nicht dramatisch, da die 1D X Mark II ohnehin mein Hauptkamera für die rasenden Ponys ist. Ohne Hut oder Kappe in der Hitze sitzen zu müssen, ist – zumindest an diesem Set – deutlich schlimmer.
Zu nah, aber ich mag es trotzdem.
Und man glaubt es kaum, es war dort tatsächlich keine Kappe aufzutreiben. Niemand hatte in der Hitze eine übrig. Üblicherweise gibt es zur Not an irgendeinem Stand eine Kappe oder einen Hut zu kaufen, doch am Sonntag gab es nur Wein, Sekt, Cocktails, Eis und Burger. Auch schön, aber ich blieb bis zum Abend hutlos. Nun, offensichtlich hat es mich nicht umgebracht. Zudem kann ich ein paar Fotos zeigen, die mir sehr gut gefallen.
Zum Eingrooven habe ich mit 1/60 sek. angefangen und den Stabi des 300er 1:2,8L ausnahmsweise mal angemacht. Die Stufe 3 hat sich tatsächlich bemerkbar gemacht, als ich dann recht schnell auf 1/40 sek. verlängert habe. Ich, die das vibrierende Krrrt des Stabilisators gar nicht mag, habe ihn am letzten Sonntag tatsächlich zu schätzen gelernt. Natürlich habe ich wieder ein paar Lieblingsfotos, die auch in Schwarz-Weiß funktionieren. Die kommen dann demnächst in meine Polo-Galerie.
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Es ist wohl üblich, dass die mitspielenden Frauen Amazonen genannt werden. Das tat zumindest der Moderator. Mich hat der Begriff auf die Dauer genervt.
Dunstige Wiesen, 17 Grad. Was für ein herrlicher Morgen! Endlich konnte der Regen die drückende Schwüle vertreiben. Alle Mann raus also zum Flitzen. Doch der frühe Morgen garantiert nicht nur angenehme Temperaturen, sondern auch für das eine oder andere Reh, das unmotiviert im hohen Gras herumsteht.
Flötentöne im Grastunnel
Das hohe Gras an sich ist ja gar nicht schlecht. Ganz im Gegenteil. Es nimmt den Hunden die Sicht in die Ferne und verschafft uns Zweibeinern endlich mal einen Vorteil. Wir können über das Gras hinwegsehen und zur Not schnell handeln. So geschah es an diesem kühlen Morgen als Mono, Danny und Hudson wie die Irren durch die Grastunnel – ehemals Wege – bolzten. Links von mir vernahm ich ein lautes Rascheln, drehte mich und sah direkt in die Augen eines Rehs. Es zuckte kurz mit den Ohren und bahnte sich dann gemächlich seinen Weg den Hang hinauf.
Hinsetzen und nachdenken. Worüber auch immer.
Ich verbiete das wilde Toben auf Schotterwegen, denn Danny rempelt Hudson gerne mal um.
Kein Wasser. Seit Monaten sind unsere tollen Teiche trocken.
Mal gucken.
Danny und Hudson in ihrem rituellen Spiel,
Sie lieben das hohe, weiche Gras.
Und ich muss hinterher die drecks Zecken absammeln.
„Moooonooo!“ Ich flötete so gut wie ich eben konnte. Mono schaute misstrauisch. Hatte ich doch ein leichtes Zittern in der Stimme? Nein! Ich war bombensicher, dass nicht. Er kam. Ich ströppte ihm schnell die Leine über und wartete bis das Reh ganz außer Sichtweite war. Hätte Mono das Tier gesehen, wäre er schlau genug gewesen, das hohe Gras zu umgehen und über den Weg nach oben zu laufen. Danny und Hudson spielten unterdessen unbeeindruckt weiter. Das war vorgestern.
Mono immer auf Scheibe.
Mono und Hudson.
Wunderschöner Danny! Er weiß gar nicht, wie hinreißend er ist.
Hudson wächst und wird seinen Großvater Ronndal Zinedine Zidane immer ähnlicher.
Die Schnute muss noch ein bisschen länger werden. Dann passen auch die Lefzen.
Wo ist das Reh? Wir alle sind nasenblind
Heute Morgen war ich die Blinde. Sowohl optisch als auch olfaktorisch. Ich war nasenblind. Mono nicht. Eigentlich war es um 8:00 Uhr schon zu warm zum Flitzen. Wir dümpelten also vor uns hin. Sogar Hudson hatte weniger Energie als üblich. Plötzlich stand Mono taufrisch und kraftstrotzend auf den Hinterläufen und hielt seine Nase hoch. „Mono!“ Null Reaktion. Das Reh stand für mich zunächst unsichtbar nur wenige Meter von uns entfernt im Gestrüpp. Einen riesigen Satz ins mannshohe Gras und einen plötzlich verschwundenen Hudson später sah ich es im weiter unten gelegenen Gehölz verschwinden. Mono weg, Hudson weg! Hudson? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Ich kochte. Danny stand neben mir und blinzelte mich an, als wollte er sagen: „Tsss, die beiden! Ich bleibe bei dir! Gibt’s jetzt einen Keks?“
Danny kann auch spähen. Ihm ist jedoch die Gesellschaft seiner „Freundinnen“ wichtiger als das Jagen.
Danny und seine Halbschwester Gianna.
Hudson und seine Halbschwester Gianna. Er ist nach wie vor kleiner als sie.
Toben mit den Mädels.
Im Rudel gleich mehrfach gefährlich. Wenn einer losrennt, gehen sie alle hinterher. Nur ein paar von ihnen lassen sich „zurückbrüllen“.
Zum Glück waren beide Jecken schnell im dichten Gras stecken geblieben und bahnten sich nun langsam ihren Weg zurück zu mir. So und jetzt mal das ganze Etepetete mit „Oooh, wie fein, dass du da bist!“ zur Seite. Meine Hunde wissen, dass sie „fein“ sind, wenn sie auf Ruf zu mir kommen. Aber wenn sie Mist bauen, muss ich ihnen das ebenfalls sehr deutlich kommunizieren. Es gab also den Anpfiff des Jahrhunderts, natürlich auch verbeugend. Ein fünfeinhalb Monate alter Junghund hat nicht vom seinem großen Kumpel zu lernen, dass Rehe spannend sind. Weiter ging es dann mit angeklebten Ohren und ein paar Rückrufen mehr als üblich.
Ich habe keinen Ahnung, was Mono sieht, aber er sieht etwas.
Für uns ist das nur hohes Gras. Für meine Hunde ist das ein Füllhorn an Geräuschen und Gerüchen. Mäuse, Maulwürfe und das besagte Reh finden dort Unterschlupf.
Zu viel im Kopf, zu wenig Weitsicht
Mir wanderte währenddessen vieles durch den Kopf: Niemals, aber auch wirklich niemals sollte ein Mensch glauben, dass er in einer Situation wie dieser einen wie auch immer gearteten Vorteil gegenüber seinen Sichtjägern hat. Natürlich haben wir einen höheren Standpunkt und können über das Dickicht oder das hohe Gras hinwegsehen. Doch sehen wir nichts, heißt das noch lange nicht, dass auch nichts da ist. Denn unsere Nasen sind nutzlose Gurken, die der Hunde sind ihre verlängerten Augen. Sozusagen. Unsere Ohren sind schlechter und wir sind deutlich langsamer. Außerdem haben wir den Kopf voll mit vielen andere Gedanken, nehmen unsere Umgebung also vollkommen anders wahr. Mono fragt sich niemals, was er kochen will, ob er noch tanken, die Wäsche aufhängen, Fotos bearbeiten oder Mails beantworten muss. Er geht niemals verträumt durch seine Welt. Er ist immer voll da. Mit all seinen Sinnen.
Natürlich hat Mono den sogenannten Grundgehorsam intus. Er hängt sehr an mir, entfernt sich nie besonders weit und hört wirklich gut auf mich. Ich bin fast sicher, dass er einem Reh kein Haar krümmen würde, weil es eindeutig eine Nummer zu groß für ihn ist. Doch er ist und bleibt ein beinharter Jäger. Heute hat er mich wieder sehr nachdrücklich daran erinnert.
Marathon! 42 Kilometer Laufen im Geiste des Pheidippides muss man wollen. Ich will das nicht. Schon gar nicht bei 32 Grad. Ich sitze lieber an der Straße und mache Fotos von denen, die sich mehr oder weniger flott über den Asphalt schinden. Barfuß, im Hasenkostüm oder im Anzug, Auffallen und vor allem Ankommen zählt. Gut gelaunt und farbenfroh machten sie sich auf den Weg durch die glühenden Häuserschluchten des Ruhrgebiets.
Alle Fotos, die hier zusehen sind, habe ich mit der Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM, 1/10 sek., ISO 100, f/18
Schnell bin ich von einer 1/13 sek. auf eine 1/10 umgestiegen.
Es gab so viel Licht – Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Die Bilder mit dem ruhigen dunklen Hintergrund gefallen mir eigentlich am besten – Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Der Hintergrund weiße Mauer plus Graffiti war meine zweit Wahl, hat aber dann doch en paar schicke Fotos gebracht – Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018 – Den Marathon hat übrigens Elias Sansar in einer Zeit von 2:26:16. Hut ab!
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Beim VIVAWEST Marathon 2018
Eingekesselt und abgeschnitten
Im Jahresrhythmus kesselt uns der VIVAWEST-Marathon ein. Um uns herum sind alle Straßen gesperrt. Niemand kommt rein, niemand raus. Aus Erfahrung wissen wir, dass wir für diesen einen Sonntag im Jahr besser nichts planen, was ein Auto benötigen würde. Ich finde das gar nicht schlimm und genieße die früh morgendliche Stille in den Straßen, wenn ich mit den Hunden einen kühlen Spaziergang mache. Ab 9:30 geht dann gar nicht mehr. Tausende Teilnehmer sammeln sich am Theater und machen sich dann in Gruppen auf den Weg. Entweder zum echten Marathon, zum Halbmarathon oder zum 10 Kilometer Lauf.
Ein Polizist bolzt auf seinem Motorrad die gesperrte Straße hinunter. Er und seine Kollegen haben die Spitze der Läufer des VIVAWEST-Marathons gesichert.
Schwitzende Versuchskaninchen
Ich habe großen Respekt vor den Läufern, nutze sie aber jedes Jahr gnadenlos als fotografische Versuchskaninchen. Und es ist jedes Mal sehr lustig. Am letzten Sonntag saß ich mit ein paar Ideen und dem Weitwinkel kurz nach dem Start an der Straße, zwischen Straßenbahnschienen und dem Asphalt auf einem winzigen Grünstreifen. Ich wollte ganz nahe ran. Nach gerade mal 200 Metern sind die Läufer noch frisch und gut gelaunt. Entsprechend verhielten sie sich. Sie winkten mir zu, hielten ihre Daumen hoch, blieben sogar stehen, um sich fotografieren zu lassen. Einig beschwerten, dass ich bei ihnen nicht die Kamera hochzog. Das ist natürlich süß, weil sie nicht wissen konnten, was ich wollte. Stehende und winkende Menschen waren es ganz sicher nicht.
Dieser Mann hat beim VIVAWEST Marathon 2018 einen Weltrekord aufgestellt. Er ist der schnellste Mann, der einen Halbmarathon im Anzug gelaufen ist. Ich frage mich, wie man auf eine solche Idee kommt.
Die Personen, also die Individuen, waren mir wie so oft leidlich egal. Das meine ich gar nicht böse. Mir geht es grundsätzlich um die Bewegung und an diesem Tag um die Farben. Ich bin ganz glücklich mit den Ergebnissen, auch weil ich ganz wunderbare Ausschnitte aus den Fotos machen kann, die fast gegenstandslos sind. Die langen Belichtungszeiten machen die laufenden Menschen durchsichtig. An der ein oder anderen Stelle habe ich die Abstraktion noch nicht weit genug getrieben, aber die Kombi Canon EOS 1D X Mark II und Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM hat sich mal wieder fantastisch gezeigt.
Ein, zwei, drei, weg! Seit dem 09.Mai 2018 ist das neue Belcando Mastercraft im Handel erhältlich. Mono und Danny dürfen das neue Premium-Futter aus dem Hause Bewital schon seit fast sechs Wochen testen. Ich hatte also ausreichend Zeit, mir ein sehr genaues Bild zu machen. Und die Jungs natürlich auch.
Belcando Mastercraft Fresh Duck
Belcando Mastercraft Fresh Beef, Fresh Duck und Fresh Turkey
Belcando Mastercraft Fresh Salmon liebt Mono sehr. Das erstaunt mich sehr, denn alle anderen Trockenfutter mit Fisch lehnt er nach kurzer Zeit ab.
Belcando Mastercraft Fresh Lamb mit dem passenden Topping.
Hupsi ist mit seinen fünf Monaten noch zum klein für das Belcando Mastercraft. Das ist ihm allerdings leidlich egal. Er liebt es sehr.
Wenn Mono was mag, was er sonst nicht mag
Ich fange mal hinten an. Mono liebt die Sorte Fresh Salmon. Das ist deshalb der Rede wert, weil er Trockenfutter mit Fisch zwar einen Tag lang mag, es aber am nächsten Morgen dann wiederum kategorisch ablehnt. Wenn Fisch, dann bitte frisch in Butter gebraten! Doch dieses Futter mit dem passenden Topping dazu ist genau sein Ding. Er nimmt die anderen vier Sorten genauso gern, aber sein Streben an die Fischtheke ist außergewöhnlich.
Das ist ganz offensichtlich ein leerer Napf.
In ihn gebe ich 100 Gramm Belcando Mastercraft Fresh Salmon.
Darüber hier nun eine komplette Tüte von dem passenden Topping aus Lachs, Brühe und Broccoli. Im Normalbetrieb teile ich eine Tüte pro Mahlzeit unter drei Hunden auf.
Schwupp und weg!
Der Chef frisst Fisch, ohne Reste zu hinterlassen. Hört, hört! Aber er lässt sich beim Fressen nicht fotografieren. Sein Napf hat in der Küche zu stehen. Es muss schließlich alles seine Ordnung haben.
Seit vielen Monaten bekommen die Jungs kein anderes Futter als Belcando Lamm und Reis mit einem Klecks Finest Selection darauf. Ich weiß mittlerweile genau, dass die Umstellung von einem Belcando Trockenfutter zum anderen für meine Hunde absolut keine Problem darstellt. Als das Paket mit dem neuen Mastercraft eintraf, stellte ich mir also nur eine Frage: Welches füttere ich zuerst? Frech Salmon, Turkey, Duck, Beef oder Lamm? Fisch? Ne, damit warte ich mal! Ich wählte Fresh Turkey mit dem passenden Topping aus dem Tütchen.
Mono, fast acht Jahre alt, nach vier Wochen Belcando Mastercraft sieht er einfach umwerfend aus. Er hat ein wenig abgenommen und es steht ihm gut.
Fünf Sorten Belcando Mastercraft für wählerische Langnasen
Ich habe meinen Whippets beigebracht, an einem bestimmten Ort zu warten, bis ihr Futter fertig ist. Doch der Duft des Toppings ließ sie jede Erziehung vergessen. Trippeln standen sie neben mir und 30 Sekunden später waren die Näpfe leer. Hudson ist noch zu jung für ein Adult-Futter, aber er würde sich die komplette Portion einverleiben. Soviel ist mal sicher. Wenn er sein Welpenfutter weggeputzt hat, wartet er immer und schaut, ob Mono ein paar Brocken liegen lässt. Oft scheint das so. Mono frisst sehr langsam und macht kleine Pausen zwischendurch. Dann muss ich den Zwerg kurz in Haft nehmen, damit er nicht Rest macht. Bei Danny gibt es ohnehin nichts zu holen.
Belcando Mastercraft Fresh Duck mit dem passenden Topping aus Entenfleisch, Brühe und Süßkartoffeln.
Belcando Mastercraft Fresh Turkey mit dem passenden Topping aus Truthahnfleisch, Brühe und Petersilie
Die Meisterstücke von Belcando bestehen zu achtzig Prozent aus frischem Fleisch und zu zwanzig Prozent holistischen Zutaten. Kein Getreide, keine Kartoffeln. Dafür gibt es Kichererbsen, Favabohnen und Obst. Erbsen und Bohnen? Menschen die gerne Erbsensuppe oder Chili con Carne essen wissen, welche akustischen und olfaktorischen Folgen der Genuss dieser Gerichte haben kann. Doch Fehlanzeige bei den Whippets. In sechs Wochen Mastercraft hatten wir kein einziges Pupskonzert. Erstaunlich! Zudem haben die Jungs einen festen Output in kleinen Mengen, der dafür spricht, dass sie das Futter sehr gut verwerten. Es mag fast absurd anmuten, aber dann ist ein Hundebesitzer auch mal stolz und zufrieden, wenn die eleganten Tiere auch elegante Haufen legen und nicht so monströse Flatschen wie der Nachbarsfiffi. Hier geht alles schwupp rein in die Tüte, ohne dass verräterische Spuren bleiben.
Danny und Hudson spielen viel und ausgiebig.
Hudson ist noch zu jung für das Belcando Mastercraft. Was nicht heißt, dass er es nicht fressen würde.
Danny in seinem Element.
Wieviel wovon? Wir teilen auf.
Ich habe zwei erwachsene Whippets und einen Junghund. Alle drei sind im Whippet-Sinne sehr aktiv und haben viel Freilauf. Das heißt sie können je nach Jahreszeit und Temperaturen ordentlich Futter vertragen. Aktuell ist es sehr warm. Unsere Flitzrunden habe ich in den frühen Morgen verlegt. Der Rest ist Dösen und Gammeln. Doch als ich mit dem Mastercraft-Test angefangen habe, war es noch recht kühl. Mono und Danny haben gefressen wie die Scheunendrescher. Hupsi sowieso. 27 % Protein und nur 15 % Fett tuen ihnen offensichtlich sehr gut.
Danny darf die Foto-Portion Belcando Mastercraft Fresh Beef mit einer Tüte Topping oben drauf auffuttern.
Und der Nachwuchs wartet schon. Hudson robbt sich an mein Fotofutter heran. Hier das Belcando Mastercraft Fresh Lamb mit dem passenden Topping aus Brühe, Lammfleisch und Erbsen.
Vom ersten Tag an habe ich das Futter folgendermaßen eingeteilt: Danny, 4 Jahre alt und rund 16,5 Kilo schwer (er neigt ein wenig zum Übergewicht) zunächst einmal 90 Gramm Mastercraft am Morgen mit einem Schuss von dem wirklich gut riechenden Topping oben drauf. Mono, fast 8 Jahre alt und rund 16 Kilo schwer bekommt 100 Gramm plus einem größeren Schuss Topping aus der gleichen Tüte. Den Rest gieße ich Hupsi, nun 5 1/2 Monate alt, über sein Welpenfutter. Am Abend gibt es das gleiche nochmal. Zwischendurch verteile ich Kekse oder Kaninchenohren zum Kauen.
Futter für die Nase. Der Geruch des Belcando Mastercraft Toppings wirkt auf meine drei Whippets sehr anziehend.
Das Belcando Mastercraft Topping gibt es in fünf verschiedenen Sorten passend zum Trockenfutter. Die Kombination aus Fleischbrühe, Fleisch und Gemüse sieht sogar für menschliche Augen recht appetitlich aus.
Danny könnte noch ein paar Gramm abnehmen, aber er ist auf einem sehr gute Weg. Das viele Toben mit Hudson zeigt seine Wirkung.
Oft gebe ich morgens die eine und abends eine andere Sorte. Morgens Turkey, abends Beef. Oder morgens Lamm und abends Ente. Bisher ist jeder der drei Näpfe in kurzer Zeit leergeputzt. Futterbezogene Ermüdungserscheinungen gibt es mit dem Mastercraft hier nicht. Die Fotos zeigen jeweils eine Portion Trockenfutter mit einer ganzen Tüte Topping oben drauf. Das findet hier im Normalbetrieb nicht statt. Ich teile eine Tüte Topping pro Mahlzeit auf drei Hunde auf. Vorsicht übrigens beim Aufreißen der Tüten. Die Brühe spritzt ein wenig heraus, was dumme Fettflecken auf der Kleidung zur Folge haben kann.
Belcando Mastercraft Fresh Beef mit dem passenden Topping aus Rindfleisch, Brühe und Karotten.
Belcando Mastercraft Fresh Lamb mit dem passenden Topping aus Lammfleisch, Brühe und Erbsen
Premium Futter und die berühmte Kosten-Nutzen-Frage
Belcando hat mir zum Testen jeweils die 2,2 Kilo Beutel Trockenfutter, sowie fünf Sätze der passenden Toppings zur Verfügung gestellt. Ich konnte wechseln und ausprobieren, wie ich lustig war. Langfristig ist dies allerdings sowohl für Mehr- und auch Einzelhundhalter eine teure Lösung. Denn der 2,2 Kilo Beutel kostet bei Futterclick 22,99 Euro, der 10 Kilo Sack 72,99 Euro. Rechne ich die Toppings dazu, also für drei Hunde mindestens zwei Tüten Topping pro Tag, dann kommen 2,58 Euro oben drauf. Eine Tüte kostet 1,29 Euro. Auf einen Monat zusammengezählt habe ich – in Zukunft wenn Hupsi das Futter auch fressen darf – 600 Gramm Trockenfutter pro Tag plus 2 Tüten des Toppings. Mit einem 10 Kilo Sack käme ich also nicht über den Monat. Das Futter für meine drei mittelgroßen Windhunde läge locker bei 5,50 pro Tag. Knapp aufgerundet.
Mono feiert im Juni seinen achten Geburtstag. Seitdem ich Belcando füttere, hat seine Mäkeligkeit ein Ende. Er liebt das neue Mastercraft und sieht dabei super aus.
Das ist teuer. Oder nicht? Premium an sich hat seinen Preis. Das ist bei Kleidung, Autos, Möbeln und auch Futter so. Der Begriff teuer setzt sich hierbei jedoch immer aus Wollen und Können zusammen. Natürlich ist das viel Geld im Monat. 165 Euro grob gerechnet nur für Hundefutter muss man sich erst einmal leisten können. Ich kenne allerdings viele Hundehalter, die lieber auf die Disco, das Kino oder das romantische Abendessen verzichten, wenn sie sicher sein können, dass es ihren Schützlingen gut geht. Aber bleiben wir mal auf dem Teppich. Wer sich dieses Futter leisten möchte, der tue das. Ich kann aber auch jeden verstehen, der hier die Bremse zieht. Doch für wählerische Hunde, die die Abwechselung lieben ist das Mastercraft perfekt. Mein Mäkelheini Mono ist ja immer das Zünglein an der Waage. Er frisst. Immer und mit großem Appetit. Sein Fell glänzt in der Sonne und er sieht einfach toll aus. Was will ich mehr?
Es ist heiß! Sehr heiß! Im Mai. Drinnen, draußen, egal wo. Drei Whippets liegen herum wie ersoffene Fliegen. Noch nicht einmal Hupsi kann sich zu irgendeiner Form von Bewegung aufraffen. Und das will verdammt etwas heißen.
Anstatt wie ein frisch aufgezogenes Duracell-Häschen den Tag zu verspielen, zeigt er sehr anschaulich, wie lang sich ein fünf Monate alter Whippet machen kann. In komplett ausgestreckter Haltung sagt das Zentimetermaß mir wahnwitzige 1,10 m an.
Hupsi wechselt kurz die Position. Aber nur ganz kurz.
Er ist übrigens der erste Whippet in diesem Hause, der um bequem und entspannt zu liegen, die Froschhaltung einnimmt, seine Hinterbeine also komplett hinter den Körper legt. Das ist gut. Denn Hupsi hat sich in den letzten Wochen so viel gekugelt und ist so viel gekugelt worden, dass ich eine Sitzung beim Physiotherapeuten schon fest eingeplant hatte. Doch um das Iliosacralgelenk muss ich mir ganz offensichtlich keine Sorgen machen. Das sitzt.
Langes Liegen. Mit drei Whippets in dieser Haltung ist das Sofa voll.
Workshops machen Spaß! Neue Leute, neuer Input. Was machen die anderen und wie machen sie das? Fotografische Horizonterweiterung hat schließlich bisher niemandem geschadet. Der Fotograf Sascha Hüttenhain gibt im Rahmen der Canon Academy viele Workshops zu unterschiedlichsten Themen. Am Samstag war die Ballettfotografie dran. Mein Ding!
Ich mag es klar und einfach. Dieses Foto von Valeria gefällt mir besonders gut. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Die Füße der Tänzer sind wie die Reifen eines Rennwagens. Ohne sie geht gar nichts. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 320, f/4,0
Schwebephase. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 320, f/4,0
Ohne Tamtam. Ganz still und leise. Valerias Ausdruck gefällt mir sehr gut. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 320, f/4,0
Locker und entspannt
Fünf Teilnehmer sitzen an dem großen Tisch in Saschas Studio in Siegen. Große Fototaschen stapeln sich. Zwei Herren sind extra aus Luxemburg angereist. Ein anderer war gerade drei Wochen in der Antarktis. Alle sind fotografisch versiert bzw. auf professionellem Niveau. Es gibt Kaffee, Schokoriegel und erste Gespräche. Wo kommst du her, was machst du so? Die Atmosphäre ist sehr entspannt und locker. Sascha Hüttenhain widmet sich seinen Workshopteilnehmern sehr aufmerksam und freundlich. Im Hintergrund macht sich die für diesen Tag gebuchte Tänzerin warm. Valeria wird mich später mit ihrem Durchhaltevermögen schwer beeindrucken.
Wie sprechen über das Ballett und die wesentlichen Aspekte, die es bei der Ballettfotografie zu beachten gibt. Valeria grinst um die Ecke, als ich sage, dass es im Ballett kein naja, geht so gibt. Es gibt nur perfekt. Alles andere zählt nicht. Soviel haben alle Tänzer und nicht wenige Fotografen gemeinsam. Die permanente Suche nach der Perfektion – wie auch immer sie in ihren Augen aussehen mag – eint sie. Und genau deshalb bin ich in diesem Moment sicher, dass dieser Tag ein guter werden wird.
Im Rahmen der Canon Academy gab der Fotograf Sascha Hüttenhain in seinem Studio in Siegen einen Workshop zu Ballett-Fotografie. Sein gutes Händchen für Leute, seine unbeschwerte Freundlichkeit und seine Geduld haben den Tag spannend und rund gemacht.
Plan und Struktur
Da die Studiofotografie eine vollkommen andere ist als meine oft sehr spontane und unter Zeitdruck stattfindende Arbeit mit der Kamera, war ich sehr gespannt auf Saschas Ausführungen. Er betreibt eine sehr streng geplante und strukturierte Fotografie, bei der das Setzen von Licht über Leben und Tod entscheidet. Weiches Licht, hartes Licht, diffus, punktgenau – im Grunde simuliert seine riesige Lichtanlage lediglich unterschiedlichste Situationen des Tageslichts. Der eine Sonnenstrahl, der draußen genau eine Minute im richtigen Winkel einfällt, ist im Studio jederzeit und perfekt modellier- und reproduzierbar.
Sascha Hüttenhain zeigt uns eine Reihe seiner Tanzfotos, beschreibt wie er das Licht gesetzt hat und welche Posen er für spannend oder besonders dynamisch hält. Insbesondere seine Mehrfachbelichtungen gefallen mir gut. Diesen technischen Kniff hatte ich im letzten Jahr schon bei 3 BY EKMAN ausprobiert und war sehr fasziniert von den Ergebnissen. Ich freue mich also sehr auf den Programmpunkt „geplante Mehrfachbelichtung“.
Die Kommunikation zwischen Tänzerin und Fotograf ist alles.
Valeria konnte sehr viel aus dem klassischen Repertoire anbieten.
Kraftvoll und ausdauernd war sie bei der Sache. Immer konzentriert und auf Perfektion bedacht.
Während ein anderer Fotograf den Fernzünder für die Blitzanlage nutzte, habe ich versucht, genau diesen Augenblick zu treffen. Manchmal hat es geklappt, manchmal nicht.
Der Blitz der anderen. Ich habe räubernd am Rand gesessen.
Valeria braucht eine kurze Pause.
Das Team! Vielen Dank. Ich hatte großen Spaß. Geschossen mit meiner Canon EOS 5Ds R mit Selbstauslöser. Wie peinlich, dass ich den erst nicht gefunden habe. Aber wann nutze ich den Mal? Dafür wusste ich im Schlaf, wo im Menü man die Mehrfachbelichtung einstellt.
Entzauberung – Wie entsteht ein Foto?
Wallende Tücher. Hier habe ich die Helfer weggeschnitten.
Eine Libelle. Es ist faszinierend wie unglaublich detailreich und scharf die Bilder mit der Blitzanlage werden. Toll!
Pose, Pose, Pose!
Ein perfekter Sprung!
Fernzündung – Finde den Moment
Abwechselnd stecken wir die Fernzündung für die Blitzanlage auf unsere Kameras. Der erste Schritt für alle Workshopteilnehmer ist klar. Entwickle ein Gefühl für die Situation, modelliere dein Foto in Zusammenarbeit mit der Tänzerin. Finde das richtige Timing für eine perfekte Pose oder einen spannungsgeladenen Action-Shot. Darin habe ich massenhaft Übung, deshalb schnappe ich mir mein 16-35er und konzentriere ich mich auf Perspektiven, die ich beim Ballett-Training oder an der Bühne nicht fotografieren kann. Das Foto unten war tatsächlich eine recht knappe Kiste. Valeria ist aus einem Sprung knapp vor meinem Gesicht gelandet.
Ich liebe das Weitwinkel so sehr! Für dieses Fotos ist mir Valeria fast ins Objektiv gesprungen. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 320, f/4,0
Mit einer Canon EOS 1D X Mark II sind diese Fotos generell kein Problem. Sie ist so unglaublich schnell, dass sie jede Flugphase festnagelt. Romain, einer der Herren aus Luxemburg, bringt zu meinem Erstaunen eine Phase One mit ins Studio. Diese Kamera habe ich zuvor noch nie live gesehen und bin extrem neugierig. 100 Megapixel Mittelformat! Alter Schwede! Dieser Brocken – der in Romains Kombi locker so viel kostet wie eine gut luxuriös ausgestattete Limousine – fordert eine ganz andere Art der Fotografie, als ich sie mache. Langsam, alles langsam und mit viel Geduld. Action-Fotos plant man mit ihr quasi am Reißbrett. Ich bin begeistert, wie gut Romain zu seiner Kamera passt. Leise, entspannt und sehr ruhig macht er sich an die Arbeit. Das Foto unten zeigt, wie das Autofokus Hilfslicht der Phase One das Motiv aufs Korn nimmt.
So sieht das aus, wenn die Phase One ihr Autofokus Hilfslicht aussendet. Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 1/25 sek., ISO 320, F/3,5
Lieblingsfoto – Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 1/25 sek., ISO 320, F/3,5
Mehrfachbelichtungen – Wie auf dem Spielplatz
Während die anderen fotografieren, versuche ich genau den Moment zu erwischen, in dem sie die Blitzanlage auslösen. Ein paar Mal ist mir das tatsächlich gelungen. Außerdem wollte ich entzaubern, also dokumentieren, wie ein perfektes Studio-Foto entsteht. Nun mag ich die Making-Ofs wie immer so sehr, dass ich sie hier gleichwertig neben die geplanten Bilder setze.
Die typisch pudrigen Ballett Farben – Mehrfachbelichtung, 3 Bilder, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Eine Pause und zwei Bananen später machen wir uns schließlich an die Mehrfachbelichtungen, auf die ich mit Spannung gewartet habe. Die DSLR Kameras der Canon Profiserie bieten diese Funktion an. Sowohl die Anzahl der Fotos, die schließlich übereinander gelegt werden, als auch die Helligkeit kann man individuell einstellen. Zwischen den Einzelfotos kann ich mir theoretisch alle Zeit der Welt lassen, bis die Kamera sie kombiniert. Bin ich fertig, rödelt selbst die 1D X Mark II beim Speichern ein paar Sekunden. Das darf man nicht vergessen.
Canon Academy – Kooperation und Austausch
In Kombination mit der Blitzanlage herrscht zunächst leichte Verwirrung, wie nun genau die optimale Einstellung sein muss. Zack, da ist ein Foto gut, aber keiner weiß mehr ob nun hell, dunkel oder additiv eingestellt war. Die Exif-Daten zeigen das nicht an. Aber der Versuch macht klug. Jeder hilft jedem und schließlich sind alle zufrieden. Genau das macht einen Workshop aus.
Mehrfachbelichtung, 3 Bilder, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Diese Fotos brauchen ihre zarten Farben. Mehrfachbelichtung, 3 Bilder, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Ausschnitt aus der Mehrfachbelichtung, 3 Bilder, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Ausschnitt aus der Mehrfachbelichtung, 3 Bilder, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Mehrfachbelichtung, 3 Bilder, Canon EOS 1D X Mark II, Canon EF 16-35mm 1:2,8L II USM, 125 sek., ISO 100, f/5,6
Mehrfachbelichtung, 4 Bilder, Canon EOS 5Ds R, Canon EF 50mm 1:1,2L USM, 1/100 sek., ISO 100, f/11
Mehrfachbelichtung, 4 Bilder, Canon EOS 5Ds R, Canon EF 50mm 1:1,2L USM, 1/100 sek., ISO 100, f/11
Kooperation und Austausch bringen jeden Fotografen weiter, egal auf welchem Niveau er sich gerade befindet. Ich prösel ja viel für mich alleine herum, aber Veranstaltungen dieser Art heben mich auf eine neue Ebene. Sowohl technisch als auch menschlich. Sie holt mich aus meiner Ecke des Einzelkämpfers. Eine Person, eine Kamera. In einer entspannten Atmosphäre kann der Austausch unter mehreren Einzelkämpfern sodann Früchte tragen. Wenn sie denn offen und kommunikativ sind. Das Bad in den eigenen Eitelkeiten sollte hier nicht eingelassen werden. Nur dann nimmt jeder Teilnehmer, bewusst oder unbewusst, etwas mit.