Autor: Karla Schwede

  • Test: Luftig leicht – das Canon EF 200mm 1:2,8L II USM

    Test: Luftig leicht – das Canon EF 200mm 1:2,8L II USM

    200mm sind eine tolle Brennweite. Sie ist nicht zu lang aber auch nicht zu kurz, will man sich z.B. intensiver mit der Sportfotografie beschäftigen. Ist diese Brennweite zudem noch mit einer luxuriösen Lichtstärke ausgestattet, wird es richtig interessant. Liegt der Preis des Objektivs zudem noch unter 1.000 Euro, dürfte es eigentlich kein Halten mehr geben. Ich habe das Canon EF 200mm 1:2,8L II USM für euch getestet und mich sehr schnell gefragt, warum ich diese Linse bisher gar nicht auf dem Schirm hatte.

    Achthundert Gramm gegen zweieinhalb Kilo

    Ja, warum eigentlich nicht? Die große Schwester in Gestalt des 200mm 1:2,0 kenne ich in und auswendig, kenne ihre beeindruckenden Stärken, aber auch ihre Schwäche. Obwohl, Schwäche ist hier der falsche Begrif, denn das Einzuzweikommanuller ist ein Hammer. Aber eben ein extrem schwerer Hammer, dessen mehr als zweieinhalb Kilo man nicht mal eben auf eine Morgenrunde mitnimmt. (Ich mache das hin und wieder, aber ich bin auch ein bisschen bekloppt.) Außerdem schlägt ihr aktueller Preis von rund 5.500 Euro kräftig in die Sahnetorte.

    Das Canon EF 200mm 1:2,8L produziert bei f/2,8 ein wunderschönes Bokeh
    Das Canon EF 200mm 1:2,8L stellt bei f/2,8 ein wunderschöne frei. Alle Testfotos habe ich mit der Canon EOS 1D X Mark II gemacht.

    Beziehe ich in den Vergleich noch ein Zoom bis maximal 200 Milimeter mit ein, dann komme ich an dem Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM nicht vorbei. Es ist das Allroundobjektiv schlechthin. Seine Abbildungsschärfe kann der einer Festbrennweite das Wasser reichen. Deshalb gehört es zurecht auf die Bestenliste, kostet aber nach wie vor rund 2.000 Euro. Ohne Bildstabilisator ist es übrigens schon für 1.300 Euro zu haben.

    Nun halte ich das 200er 1:2,8 in den Händen und kann nicht aufhören, mich zu wundern. Und ehrlich gesagt musste ich mich auch ein bisschen eingewöhnen. Denn in meiner Welt wiegen 200 Millimeter eineinhalb Kilo und mehr. Ist etwas leichteres vorne dran, sagt mein Kopf: „Du hast ein Weitwinkel. Gehe nahe ran.“ Das hört sich komisch an, war aber tatsächlich so.

    Schnell und ohne Zicken

    Ein neues Objektiv nehme ich zu allererst immer mit auf unsere Flitzrunden. Dort kann ich spielen und ausprobieren, wie ich möchte. Die Bewegungen der Hunde sind im Freilauf kaum vorhersehbar, grundsätzlich brauche ich dort also ein schnelles Objektiv, das bei abrupten Richtungswechseln keine Zicken macht. Schon am ersten Tag wurde mir klar, das Ding ist schnell. Es ist wirklich schnell. Das Objektiv spricht derart zackig auf Neufokussierungen an, dass ich mehrfach die Kamera herunternahm, es anschaute und murmelte: „Hallo? Du bist ja genauso schnell wie deine große Schwester. “ Das ist eine subjektive Empfindung, mag sein, aber sie sollte sich ein paar Tage später bestätigen.

    Das Medical Center des Nürburgsrings unterstützt ein Rettungshubschrauber der neusten Generation. Während ich den Turn unseres Sohnes beim Bundesendlauf des ADAC Youngster Slalom Cups fotografierte, hörte ich, wie der Heli plötzlich sein Triebwerk anwarf. Ich stand genau am entgegengesetzten Ende des Fahrerlagers, als er mit einer affenartigen Geschwindigkeit erst senkrecht nach oben startete und dann in einer Schleife davon donnerte. Ich hatte nur ein paar Sekunden, um mich um meine eigene Achse zu drehen und den Dauphin ins Visier zu nehmen. Es hat geklappt. Wie man sieht kann ich – zumindest in den RAWs – fast die Nasenhaare der Piloten zählen. Naja nicht ganz, aber fast.

    Luftig, leicht – Das Canon EF 200mm 1:2,8L II USM ist leicht und schnell genug für spontane Schüsse über Kopf. Ich habe mir mal den Spaß gemacht, die einzelnen Flugsequenzen des Falken zusammen zu basteln. Canon EOS 1 DX Mark II, 200mm 1:2,8L, 1/1000 sek., ISO 100, f/4,0

    Das Canon EF 200mm 1:2,8L II USM im Vergleich

    Bei der Menge an Objektiven, die durch meine Finger gehen, komme ich natürlich nicht umhin, sie auch unter anderen Gesichtspunkten als nur der Brennweite zu vergleichen. Das Bokeh des 200er 1:2,8 ist bei Offenblende wirklich sehr, sehr schön. Es stellt wunderbar frei, ohne das Wesentliche zu vermatschen. Und das macht es fast so schön, wie das des 135er 1:2,0, aber eben nur fast. Mit der überirdischen Schärfe des 200er 1:2,0 kann es nicht ganz mithalten. Letzteres ist allerdings auch eine Profi-Speziallinse, die wie oben erwähnt nicht nur in Kilos sondern auch im Preis gewichtig ist.

    Die Brennweite und die Lichtstärke des Canon EF 200mm 1:2,8L machen es überaus interessant für alle, die gerne Sport fotografieren, oder wie ich unter anderem Windhunde im Freilauf. Mit meiner vollformatigen 1D X Mark II habe ich echte 200 Millimeter. Auf einer Kamera mit APS-C Sensor sind es ja nach Sensorgröße 1,6 Mal so viel. Das heißt zum Beispiel auf einer 7D Mark II hätte ich dicke 320 Millimeter. Das ist ein echtes Argument für diejenigen, die gerne ein 300 1:2,8 hätten. In der Rechnung (inklusive Crop) fehlen dann zwar 100 Millimeter, aber darüberhinaus auch nicht zu unterschätzenden 6000 Euro.

    Bei der Auswahl der Fotos und ihrer Betextung habe ich mich immer wieder gefragt, warum mir das 200er 1:2,8L erst jetzt über den Weg läuft. Seine Abbildungsschärfe ist ganz Festbrennweiten typisch Spitze und es ist für seine Länge sehr leicht. Mitzieher, wie die vom beim Youngster Slalom am Nürburgring, gelingen auch bei sehr langen Belichtungszeiten ohne Stativ bestens, eben weil an der Kamera wenig Gewicht hängt. Es erlaubt sehr viel Spontanität, weil es sehr schnell ist. Sein Bokeh ist wirklich schön. Allerdings kommt es ohne Bildstabilisator, was den einen oder anderen Interessenten stören mag. Mich kratzt das nicht, weil ich ihn ohnehin nie nutze. Ich habe mit dem Objektiv bei strahlendem Sonnenschein, im dicksten Nebel und in sehr fragwürdigen Lichtverhältnissen fotografiert. Natürlich trägt die Kamera einen wesentlichen Teil bei, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis des 200er 1:2,8L ist mit rund 700 Euro in meinen Augen unschlagbar.

    Ich habe alle Beispielfotos mit der Canon EOS 1D X Mark II im RAW-Format gemacht. Die Fotos sind lediglich bearbeitet, wie man RAWs eben bearbeiten muss. Ein bisschen entrauscht und in der Ausgabe nachgeschärft. Keine Filter, kein Nix. 

    Keyfacts zum Canon EF 200mm 1:2,8L II USM :

    Typ – Festbrennweite Canon L-Serie
    Zielgruppe – ambitionierte Amateure / Profis
    Best for – Sport/ Natur /Streetfotografie
    Gewicht– 765 Gramm
    Lichtstärke – 1:2,8
    Bildwinkel diagonal – 10, 7, 12  Grad
    kleinste Blende
     – 32
    Naheinstellgrenze – 150 cm
    AF-Motor – USM
    Optischer Aufbau – 9 / 7
    Filterdurchmesser – 72 mm

    Best with – alle Spiegelreflexkameras

    My two cent – viel Festbrennweitenschärfe für wenig Geld – ein super Preis-Leistungsverhältnis

    Preis: rund 700,- Euro

  • Halloween Horror  – Angst vor der eigenen Courage?

    Halloween Horror – Angst vor der eigenen Courage?

    Auf unsere Nachbarn ist Verlass ist. Sie sind sehr liebenswerte Irre, die jedes Jahr zu Halloween ihren Garten in das Set eines Horrorfilms verwandeln und alle Welt einladen, sich gepflegt mit ihnen zu gruseln. Halloween Horror im Dienste der Nachbarschaft sozusagen.

    Halloween Horror beim Nachbarn
    Der Halloween Garten unserer Nachbarn. Jedes Jahr pilgert das ganze Viertel zu ihnen. Geschossen mit der Canon EOS 5Ds R und dem Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM, auf Einbein, 0,3 sek., ISO 200, f/3,5

    Der Pennywise von nebenan

    Der Plot ist recht simple. Man nehme einen großen Garten und statte ihn mit allem aus, was die morbide Gruselindustrie hergibt, füge eine Nebelmaschine und Gänsehautmusik hinzu. Fertig ist der Hollywoodalbtraum. Uns Erwachsene mag er längst nicht mehr schocken, aber die Kinder, die noch kurz zuvor in den Straßen die gefährliche Kleinstgeister mimen, knicken bei Steffi und Carlos regelmäßig ein. Ist schon ulkig, wenn hinter dem perfekten Zombie Make Up aus großen Augen die blanke Panik spricht. Schnell mal gucken und noch schneller wieder raus.

    Ich weiß aber auch nicht, ob es nötig ist, seinen Vierjährigen durch diesen ausgeklügelten Halloween Garten zu schleifen. Die einschlägigen Horrorfiguren wie Pennywise und diese Riesenklappe aus Scream musste ich tatsächlich erst einmal nachschlagen. Denn diese Filme sind rein gar nichts für mich. Die Kinder hingegen kennen sie offenbar alle. Manche Eltern hatten sogar ein Volloutfit springen lassen.

    Halloween Horror
    Carlos ist als Pennywise sehr überzeugend

    Eine schöne Gelegenheit für Experimente

    Für mich war dieser Abend wieder eine wunderbare Gelegenheit, mich dem allgemeinen Irrsinn vollkommen hinzugeben. Ohne irgendeinen Druck, ohne Plan, ohne Regeln konnte ich hemmungslos vor mich hin fotografieren, experimentieren und dem Anlass angemessen richtig bekloppte Fotos machen. Dieses Mal hatte ich zu der Canon EOS 5Ds R und dem Canon EF 16-35mm 1:2,8L III USM ein Einbein für die nötige Stabilität in der Dunkelheit dabei. Bei der Bearbeitung der Fotos hatte ich richtig Spaß. Obwohl oder vielleicht gerade weil ich absolut kein Horrorfan bin.

    (Für jeden Fotografen ist in so einem Falle natürlich auch beruhigend, dass die Kinder nicht zu erkennen sind und deshalb einer Publikation der Fotos nichts im Wege steht.)

  • Für immer ein Threewheeler?

    Für immer ein Threewheeler?

    Wenn zum ersten Mal in deinem Leben eine deiner Pfoten in einem Verband steckt, was tust du dann? Richtig. Leiden. Danny leidet aktuell nicht wie ein Hund, sondern standesgemäß wie ein Whippet. Denn er denkt, er wird für immer ein Threewheeler sein.

    Gaffa Tape für unterwegs
    Das Gaffa Tape über dem Verband nimmt Danny linksseitig den Grip auf der Hinterachse. Heute Morgen ist er ein oder zwei mal fast aus der Kurve geflogen.

    Ein Fitzelchen von Etwas piekst

    Vor einigen Tagen hat sich Danny irgendetwas in die linke Hinterpfote getreten. In der winzigen Wunde steckte offenbar eine kleine Scherbe oder ein Dorn. Ich schnappte mir also den Zwerg, säuberte das Löchlein und sah es mir sehr genau an. Nur ein kleines Steinchen pulte ich heraus, dann schien alles sauber zu sein. Also, zack ein Pflaster drauf damit kein Dreck reinkommt und abwarten. Auf weichem Untergrund lief Danny sauber, auf Asphalt und Schotter humpelte er. Klar, eine Wunde in der empfindlichen Pfote tut halt weh. Besonders in der Whippetpfote, die ja bekanntermaßen ein Heiligtum in sich ist. Doch so viel Wehleidigkeit man generell abziehen kann, als Danny einen Tag später gar nicht mehr auftrat, brauchte ich professionellen Rat.

    Gaffa Tape hält die Welt zusammen. Und Dannys Verband.
    Gaffa Tape hält die Welt zusammen. Und Dannys Verband. Kaum zu Hause von Tierarzt, versuchte er ihn abzukauen. Ein scharfes Nein reichte und er ist nicht mehr dran gegangen. Er ist aber auch ein lieber Kerl!

    Das kleine Loch war pico bello sauber, aber der Ballen hatte sich ein wenig entzündet. Salbe drauf, Verband drum, eine runde Antibiotika (die Danny ebenfalls das erste mal überhaupt in seinem Leben bekommt) und fertig. Nur leider meinte der Hund, dass sein Fuss nun ab sei und er den Rest seiner Zeit als Threewheeler verbringen wird. Weidwund höppelte er neben mir her, während Doktor Mono ihn ständig inspizierte.

    Wenn wir schon beim Threewheeler sind - hier sind zwei Einohrer (einer mit Klumpfuß) unterwegs in ihrem Lieblingsrevier.
    Wenn wir schon beim Threewheeler sind – hier sind zwei Einohrer (einer mit Klumpfuß) unterwegs in ihrem Lieblingsrevier.

    Laufen lernen leicht gemacht

    Das ging mir ziemlich auf den Keks, aber Danny ist zum Glück extrem fressintelligent. Um ihm zu zeigen, dass sein Bein noch dran ist und er gefahrlos auftreten kann, ging ich mit ihm schließlich sehr, sehr langsamen Schritt. Einen Fuß vor den anderen. Sobald er seine verbundene Pfote aufsetzte, gab es ein Stück Trockenfutter. Es hat ungelogen nur knapp zwei Minuten gedauert, bis er mit dem dicken Verband an der Pfote einen makellosen Trab hinlegte. Da sag nochmal jemand, dieser Hund sei dösig!

     

    Unser Tierarzt riet, den Verband zwei Tage dran zu lassen und dann zu gucken. Also machten wir heute morgen eine Verbandsabschiedsflitzetour. Das Ding durfte ruhig nass werden, da ich Danny danach ohnehin vom ihm befreien durfte. Er hatte endlich Vertrauen in seinen Klumpfuß gefasst, lief also Attacke wie immer. Ihm war nur nicht klar, dass sich das Gaffa Tape an seiner Pfote wie ein komplett profilloser Rennreifen verhält. Auf nassen, glitschigen Untergrund bietet er null Grip. Das Geiere wird man sich wohl lebhaft vorstellen können.

    Ein kleiner Verband haut einen Whippet nicht um.

    Zu Hause nahm ich Danny sein lästiges Anhängsel sofort ab. Die Antibiotika (Amoxiklav, die er sehr gut verträgt) haben die Entzündung tatsächlich innerhalb von 48 Stunden fast komplett vertrieben und nun läuft er wieder unten ohne. Noch nicht ganz rund, aber fast.

    (Fotos von dem kleinen Cut kann ich nachreichen. Fotos von der Entzündung habe ich leider nicht gemacht. Ich gelobe Besserung, denn ich kann mir vorstellen, dass es die Leser interssiert, wie sowas aussieht.)

  • Wie eine Tüte Chips – 0,0165 Euro für ein Foto?

    Wie eine Tüte Chips – 0,0165 Euro für ein Foto?

    Wie bemisst sich der Wert eines Fotos? Hat ein Foto heute überhaupt noch einen Wert? Schließlich hat sich die Wahrnehmung der Macher wie auch der Konsumenten in den letzten Jahren dramatisch verändert. Denn Fotos werden konsumiert wie eine Tüte Chips. Hastig und gierig. Kaum ist die Tüte leer und zerknüllt, sind sie bis auf ein paar wenige vergessen.

    Wieviel ist ein Foto wert? Oder eine Malerei?

    Emotional, sentimental, werbewirksam, aktuell

    Foto haben einen sentimentalen Wert, sie haben einen emotionalen Wert, einen Erinnerungswert, einen dokumentarischen und informativen Wert. Und sie haben einen Werbewert. Denken wir nur an das kleine Fotos von Kate Moss in Gummistiefeln von Hunter. Kaum war das Foto an der Öffentlichkeit, ist die Nachfrage nach den Botten durch die Decke geknallt.

    Kleben sie in einem Fotoalbum, haben Fotos einen persönlichen, hoch emotionalen Wert, der mit Geld nicht zu bezahlen ist. (Man betrachte sich bitte den Instagram-Account eines römischen Arztes, der anhand von alten Bildern die Geschichte seiner weit verzweigten Familien aufarbeitet.) Reportagefotos zeigen uns die Welt und was in ihr passiert. Ihr hoher Wert ist die Information. Hier bestimmt neben der Aktualität und Qualität natürlich die Nachfrage und die Garantie auf Aufmerksamkeit den Preis.

    Im Vergleich, bemisst sich der Wert einer Malerei an ihrem dekorativen Nutzen, ihrer in der Kunstgeschichte revolutionären Kraft oder gar nach den für sie verwendeten Materialien? 120 Euro für die Farbe, 60 Euro für die Pinsel, Spatel, 200 Euro für den Grund (Papier, Holz, Leinwand etc.) plus 20 Stunden Malen a – sagen wir – 100 Euro macht 2380 Euro. Für ein Original, das physisch einmalig und anfassbar ist. Eher nicht. Und überhaupt, was ist dekorativ?

    Eine lächerliche Rechnung

    Wie könnte ich aber analog den Wert eines Fotos ausrechnen? 6.600 Euro für die Kamera, nochmal rund 6.000 Euro für das top Sportobjektiv. Die superschnelle Speicherkarte kostet nochmal 100,- bis zu freundlichen 500,- Euro, der Rechner, an dem die Bearbeitung stattfindet rund 2.600 Euro, die Programme für die Bearbeitung im Monat rund 12 Euro.

    Gehen wir mal davon aus, dass eine Profi-Kamera auf 400.000 Auslösungen ausgelegt ist. Dann müsste ich zunächst 6.600 Euro durch 400.000 teilen. Macht 0,0165 Euro pro Bild. Das Objektiv, den Computer und die Programme nehme ich besser nicht mehr in Rechnung auf, sonst wird das Ganze lächerlich. Wer ein Studio betreibt, wird über diese Liste ohnehin nur müde grinsen können. Denn dann potenzieren sich die Kosten. Ich belasse es hier lieber bei der kleinen technischen Basis, die man selbstredend nicht in den Wert/Preis eines Fotos einrechnen kann. Sie ist schlicht die Grundausstattung, ohne die das Bild nicht möglich wäre.

    Im Atelier. Gemacht mit der Canon EOS M 10
    Im Atelier.

    Keins unter vielen – viele Fotos schnell vergessen

    Das ist genau das Foto, das ich seit Jahren machen will! So legt der Fotograf selbst den emotionalen Wert eines Fotos fest. Es ist ihm/ihr viel wert. Das heißt allerdings nicht zwangsläufig, dass alle Betrachter dieses Fotos genauso schätzen. Es mag ein paar wenige geben, aber für viele wird dieses Bild nur eines unter vielen bleiben. Und die Vielen sind genau die, die eine sowohl visuelle Abstumpfung als auch einen Verlust der Wertschätzung vorantreiben.

    Nur ein Beispiel: Von einem Event werden von einer Person mehr als hundert Fotos in ein Album auf Facebook geladen. Weder der unbeteiligte Betrachter noch die anvisierte Zielgruppe haben einen Überblick. Kaum einer wird sich die Zeit nehmen, jedes Bild einzeln und aufmerksam zu betrachten. Das einzelne Foto verliert somit komplett an Bedeutung und damit auch an subjektivem Wert. Sind ja genug da! Lediglich die Person, die unmittelbar inhaltlich mit einem dieser Fotos zu tun hat, wird es auf irgendeine Weise wertschätzen. Und wenn es nur gerade zum spontanen Teilen taugt. Nach zwei Tagen ist es vergessen.

    Im Atelier.

    Kraftfutter für das Phrasenschwein

    Zum Glück gibt es noch genug Fotografen und auch Rezipienten, die genau das Gegenteil tun. Sie erkennen die Kraft eines einzelnen Bildes und können es im wahrsten Sinne wertschätzen. Das ist die Klasse statt der Masse. Der Spruch ist alt, ausgelutscht und im Grunde für das Phrasenschwein, aber er ist nach wie vor wahr. Heute vielleicht mehr denn je.

    Das bedeutet allerdings nicht, dass nun jedes frei produzierte Bild, sei es ein Foto oder eine Malerei oder eine Zeichnung, von epochaler Bedeutung sein muss. Viele dienen zur Illustration, einfach so, weil sie vielleicht ganz hübsch sind. Viele markieren Etappen auf einem Weg, zeigen einen Ausschnitt aus einer künstlerischen Entwicklung oder machen einfach nur Spaß. Den will ich hier ganz sicher nicht vergessen. Ihre Bedeutung als Einzelbilder mag objektiv gering sein, aber an ihrem Ort erfüllen sie eine Funktion. Das ist doch auch was.

    Das Foto ist untrennbar mit seinem Macher verbunden

    Schlage ich nun den Bogen zurück auf meine Frage, wie der objektive Wert eines Fotos denn heute überhaupt noch zu bemessen ist, dann komme ich wieder auf den alles entscheidenden Betrachter. Lassen wir mal Auftragsarbeiten für die Werbung, Dokumentationen für die Presse und ähnliches außen vor, denn dafür gibt es Richtlinien. Allein der Betrachter eines Bildes wird den Wert für sich festlegen können.

    Im Atelier. Gemacht mit der Canon EOS M 10
    Im Atelier.

    Und jeder Betrachter wird es anderes bewerten, sei es nun emotional oder analytisch. Es gibt nur wenige Bilder/Fotos auf der Welt, die universell lesbar sind, also von jedem Betrachter gleich verstanden und gleich bewertet werden. Fakt ist aber, dass sie immer untrennbar mit ihrem Macher verbunden sind. Mit dem Erwerb eines Bildes kauft man in erster Linie die Bildsprache seines Machers und nicht einen Anteil an der zu seiner Herstellung verwendeten Materialien.

    Deshalb muss der Macher eines Bildes den Wert seiner Bildsprache einschätzen können und der Betrachter beziehungsweise Käufer diesen Wert anerkennen. Sonst läuft gar nichts. Sonst heißt es nämlich: „Was? Für den Preis kann ich mir ja ne eigene Kamera kaufen!“ Ja, dann mach doch. Dann kannst du dich selber fotografieren. Von Ferne, in Action und scharf. Viel Spaß dabei!

  • Herbstlicht – Unkraut aus fernen Galaxien

    Herbstlicht – Unkraut aus fernen Galaxien

    7:30 Uhr am Morgen. Das Herbstlicht verwandelt herkömmliches Kraut beziehungsweise Unkraut in Organismen, die in einer fernen Galaxie uns vollkommen unbekannte Planeten bevölkern könnten.

    Bei Tageslicht sind diese Gewächse unscheinbar. Gerade jetzt im Oktober. Sie sind vertrocknet, blütenlos und schon sehr nahe an ihrem Wintertod. Abgesehen von den bis an die Zähne bewaffneten Brombeerbüschen, die vermutlich jede anzunehmenden Katastrophe locker überstünden. Sie wüchsen und wüchsen einfach immer weiter.

    Im Herbstlicht zeigen sich hoch komplexen Strukturen, die einer Abhörstation gleich kommen. Hier eine 1:1 Vergrößerung
    Im Gegenlicht zeigen sich hoch komplexe Strukturen, die einer Abhörstation gleich kommen. Dieses Gebilde könnte aber auch ein ganze Stadt sein. Hier eine 1:1 Vergrößerung

    So gut getarnt, wie sie am Tage in ihrer Durchschnittsgräue sind, so spektakulär gegeben sie sich in der tief stehende Sonne. Einige sind fast kugelrund wie Abhörstationen. Kleine Tautropfen leuchten im Sonnenlicht, als sendeten sie unablässig verschlüsselte Botschaften tief ins All. Andere wiederum können spielend leicht von einem Aggregatzustand in den anderen wechseln. Es gibt Weise und Wächter, Extrovertierte und Bescheidene. Sie sind miteinander verbunden, kommunizieren, empfangen und senden. Lichtsignale, Telepathie, hochfrequente Töne? Wie sie sich austauschen, wird uns – wenn wir aktuellen Enthüllungen Glauben schenken wollen – wohl bald etwas verständlicher werden.

     

  • Strong Dogs – Eine Zugnummer!

    Strong Dogs – Eine Zugnummer!

    Wir Windhundleute wissen, dass „schnell“ ein sehr relativer Begriff ist, besonders dann wenn einer unserer Hunde mal wieder Kreise um einen „Normalo“ gelaufen ist. Doch bei den Strong Dogs auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn, waren zwei Teams dabei, die richtig Dampf gemacht haben. Und die hatten neben sich selbst noch einen Menschen auf einem Roller nach vorne zu bringen.

    Für alle Fotos gilt wie immer: Bitte respektiert das Copyright!

    Das Wetter war mies. Aber die Gelsenkirchener Trabrennnbahn liegt fast vor meiner Haustür, also gab ich dem Tag und meiner Neugier eine Chance. Zum Strong Dog Biathlon waren am Sonntag rund 140 Zughundgespanne am Start, die ich mir gerne ansehen wollte. Sie sind so anders als unsere Flitzpiepen. Obwohl, wenn ich mit Mono Fahrradfahren gehe, dann klappt er die Ohren an und gibt so viel Gas, dass ich kaum hinterher komme. Trabend wohlgemerkt.

    Strong Dogs – Bikejöring, Dogscooter, Canicross

    Die Gelsenkirchener Kiesbahn auf der üblicherweise die internationale Haute Volée der Traber ihre Runden dreht, ist 1200 Meter lang. Der anhaltende Regen hatte den Boden durchgeweicht. Zwei Runden, also 2,4 Kilometer mussten die Team mit dem Fahrrad, dem Scooter oder joggend mit ihren Hunden überwinden. Das war hart für alle Beteiligten.

    Den Anfang macht das Bikejöring – Mensch auf Fahrrad, Hund an der Leine. Am Start war nicht zu überhören, dass die Hunde richtig Bock hatten, zu laufen. Jodelnd und bellend zerrten sie in ihren Geschirren. Ganz ähnlich wie sich die verrückten Renner in der Startbox aufführen.

    Laufen, nicht Hetzen!

    Auf einer Website über diesen Sport – die ich jetzt verdammt nochmal nicht wieder finde – las ich, dass ihn ausübend neben der Lauflust auch der Hetztrieb eines Hundes befriedigt wird. Das sehe ich, als mittlerweile erfahrene Hetzjägerhalterin ganz anders. Denn Hetzhunde brauchen immer ein Hetzobjekt, dessen Auftauchen beim Radfahren mit einem Hund generell unerwünscht ist. Während der Jagd ist ein Hetzjäger für Kommandos nicht empfänglich. Er entscheidet allein, welchen Weg er einschlägt, um seiner Beute zu folgen. An einem Fahrrad hinten dran zu hängen, ist dann kein Spaß. Reduzieren wir das Bikejöring also auf die Arbeit mit Zughunden, auf die Lauflust und das Ausdauertraining. Dann ist es eine feine Sache.

    Die Scooter, schlicht Roller darf man die Dinger ja nicht mehr nennen, fand ich sehr lustig. Das Prinzip ist das gleiche wie beim Bikejöring. Der Mensch muss sich nur anders bewegen, um dem Hund / den Hunden die nötige Hilfe zu geben. Zuggeschirr und eine flexible Antenne für die Leine sind hier ebenso Pflicht, wie bei der Fahrradtour.

    Der Strong-Dog-Biathlon wurde veranstaltet von dem Zughundezentrum Oberland „Der Hundling“ und dem Magazin "dog & sport", Hausponsor ist die Agila
    Der Strong-Dog-Biathlon wurde veranstaltet vom Zughundezentrum Oberland „Der Hundling“ und dem Magazin „dog & sport“, Hausponsor ist die Agila Haustierversicherung.

    Flötentöne vom Sportsfreund

    Als die Gespanne mit zwei Hunden starteten, hatte ich schnell meine fotografischen Lieblinge des Tages entdeckt. Das waren nämlich genau die, die mit einem irrsinnigen Tempo locker alle anderen überrundeten. German Trailhounds – bis gestern wusste ich noch nicht einmal, dass diese Art von Zucht existiert. Der FCI erkennt die „Rasse“ nicht an, die ursprünglich eine bunte Mischung aus Pointer, Alaskan Husky, Deutsch Kurzhaar und Greyhound ist. Heute in Linie gezogen, werden die Hunde stark auf den Sport selektiert. Es mag ja sein, dass diese Tierchen hart im Nehmen sind, aber ich habe mit ihrer Haltung, zumindest bei diesem Sportsfreund das eine oder andere Problem. Da helfen auch die Flötentöne nichts. Doch das sind ganz sicher nur die persönlichen Befindlichkeiten einer Whippethalterin sein.

    Nasse Füße und Nieselregen

    Die Kulisse an Start und Ziel war mir viel zu unruhig für ordentlich Fotos, deshalb begab ich mich flott zu einer der leicht überhöhten Kurven. Beim Trabrennen ist es aus gutem Grund streng verboten, im Infield zu fotografieren, doch am Sonntag konnte ich die Gelegenheit nutzen und mich direkt an die Bahn hocken. Einige Gespanne zogen mit hohem Tempo an mir vorbei, anderen wiederum wurde die Strecke ganz offensichtlich sehr lang. Das mochte einerseits an dem schweren Boden und andererseits an der in wenigen Fällen sehr unglücklichen Gewichtsverteilung zwischen Hund und Mensch gelegen haben. Aber jeder in seinem Tempo. Durchhalten war die Devise und Ankommen natürlich.

  • Der Belcando Langzeittest – Teil 12

    Der Belcando Langzeittest – Teil 12

    Er ist ja schon fast ein Senior. Wenn ich das höre! Mono ist zwar mittlerweile sieben Jahre alt, aber ein alter Sack ist er noch lange nicht. Er ist im besten Alter und top fit. Als Belcando mir das neue Trockenfutter Finest GF Senior zum Testen schickte, wusste ich also erst einmal gar nichts damit anzufangen.

    Gut in Form mit dem Belcando Finest GF-Senior Mono, Conte del Aqua semper-crescendo, 27.06.2010
    Mono, Conte del Aqua semper-crescendo, geboren am 27.06.2010. Offiziell ist er zwar schon fast ein Senior, sieht aber absolut nicht danach aus. Das Foto ist von gestern. Er ist top fit.

    Das brauchen wir doch gar nicht, dachte ich. Niemand ist hier alt oder übergewichtig. Naja, außer Danny vielleicht machmal letzteres, aber er ist erst zarte Drei. Und für den Normalo sind die paar hundert Gramm zu viel auf seinen Rippen sowieso nicht sichtbar. 19,5 % Protein und nur 12 % Fett? Fett ist ein Geschmacksträger. Ob die Jungs das überhaupt anrühren? Ich war mir sicher, dass sie nur die Nasen rümpfen würden.

    Die Rentnerkroketten – wenig Fett, viel Überraschung

    Wie immer hatte ich die beiden vorwitzigen Whippetnasen neben mir, als ich neugierig, aber ohne große Hoffnungen den Sack mit dem neuen Belcando Senior-Futter öffnete. Danny frisst fast alles, was aus einem Beutel kommt. Dass er zumindest probiert, war klar. Mono ist und bleibt der Knackpunkt. Ich nahm eine Hand voll von den merkwürdig geformten Brocken und hielt sie den Jungs hin. Dann passierte etwas, was so noch nicht da war. Mono gab Danny einen Schubs und beanspruchte die komplette Portion für sich. Oha, was ist denn hier los? Ich war wirklich überrascht.

    Naja, neu ist neu und verliert sehr schnell seinen Zauber. Wenn ich den Jungs das Futter in ihren Näpfen kredenze, wird die Begeisterung wahrscheinlich schlagartig verflogen sein! Mitnichten. Trocken, nackt und ohne alles verschlangen beide Whippets ihre Abendration. Nur nebenbei, Mono verschmäht generell fast jedes trockene Trockenfutter. Es muss zumindest ein bisschen Wasser und ein Fitzelchen von seinem Lieblingstopping drauf. Leute, was habt ihr da untergemischt? Die Jungs sind total jeck auf das Zeug!

    Der ganz harte Härtetest

    Jeck sind Whippets allerdings oft und ebenso schnell wie ihre Begeisterung kommt, geht sie auch wieder. Es kam, dass ich kurzfristig ein paar Tage nach Frankreich fahren musste. Unser Futter war fast alle und so beschloss ich ob der hohen Akzeptanz ein paar Kilo von dem Belcando Finest GF Senior mitzunehmen. Das war riskant, denn es konnte durchaus passieren, dass Mono am nächsten Tag nach seinem üblichen Futter verlangt. Das gibt es dort auf dem platten Land aber nicht zu kaufen.

    Doch sie fraßen. Beide mit großen Appetit und ohne zu mäkeln. Verdauungsprobleme beim Futterwechsel kennen wir hier sowieso nicht. Mit Freude konnte ich zudem beobachten, dass Danny ein wenig abnahm. Das kam zwangsläufig, denn 19,5 % Protein und nur 12 % Fett reichen für ihn über längere Zeit nicht aus. Mit zarten drei Jahren ist ein Whippetrüde schließlich noch in der Entwicklung.

    Die Mutation zum dreisten Bettler

    Schnell wurde auch bei Mono offensichtlich, dass die Inhaltsstoffe des Futters den Bedarf eines aktiven Hundes seines Kalibers nicht decken können. Obwohl er zwei Portionen Belcando Finest GF Senior a 100 Gramm (mit Finest Selection oben drauf) täglich verschlang, nahm er recht zügig ab und hatte irgendwie immer Hunger. Nach ein paar Tagen mutierte er zu einem dreisten Bettler, der alles in sich hinein schlug, was greifbar war.

    Mono der dreiste Bettler im Test des Belcando Finest GF Senior
    Das Belcando Finest GF Senior wird als Leckerchen extrem gerne genommen. Ich frage mich immer noch, was diese Mischung trotz ihres niedrigen Fettgehaltes so attraktiv macht.

    Danny ist immer extrem gierig. Bei ihm konnte ich keine wesentliche Verhaltensänderung feststellen. Zurück zu Hause war er allerdings zunächst entsetzt, dass er nun wieder sein altes Futter vorgesetzt bekam. Er lies es tatsächlich rund fünf Minuten stehen und dachte nach. Dann fraß er wie immer. Nach ein paar Tagen gab Mono dann auch das dreiste Betteln auf. Alles wieder im Lot.

    Belcando Finest GF Senior – Für alte Recken und Pläutzchenträger

    Die restlichen Kilos der Rentnerkroketten nutze ich als kalorienarme Leckerchen für unterwegs. Beide lieben sie nach wie vor. Ganz sicher werde ich Mono und Danny auch zwischendurch mal eine Portion geben, zum Ausgleich von vorangegangener Völlerei oder an Tagen, an denen sie sich wenig bewegen. Mangel werden sie ganz sicher nicht leiden.

    Für alte, nicht mehr ganz so aktive Hunde und solche die ein Pläutzchen mit sich herum tragen ist das Senior ganz sicher eine super Sache. Soweit sind wir aber noch nicht. Danny hat mindestens sieben Jahre Zeit, aber wenn Mono seinen zehnten Geburtstag feiert, dann klopfen wir ganz sicher wieder an.

  • Neblig trüb! Die EM-Revanche 2017 in Gelsenkirchen

    Neblig trüb! Die EM-Revanche 2017 in Gelsenkirchen

    Bis zum Mittag hielt sich der Nebel über der Gelsenkirchener Sandbahn. Das Licht war diesig und grell zugleich am Morgen der EM-Revanche 2017. Als läge eine hauchdünne Schicht Watte vor der Sonne. Zunächst dachte ich, das wird nichts mit den Fotos, aber dann gefiel mir die trübe Suppe doch ganz gut.

    EM-Revanche 2017

    Meine Sorge um das Licht verflog so schnell, wie eine dumpfe Angst um manch Whippet auf der Bahn kam. Ich erinnere mich gut, dass ich noch vor drei, vier Jahren dachte: „Was für Brocken!“ Die Hunde waren für meinen Geschmack viel zu schwer. Am Sonntag dachte ich genau das Gegenteil. Neben den tatsächlich im Vergleich noch moderaten Rennwhippets, scheint eine neue Generation unterwegs zu sein, die zwar auch hoch, aber gleichzeitig sehr lang und sehr schmal ist. Sie haben wenig Brustkorb und sehr feine Knochen.

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    Zerrbilder – Extreme auf beiden Seiten

    Ich werte nicht, das steht mir auch gar nicht zu, aber ich schildere, was mir aufgefallen ist. Ich stellte mir die Frage, wo wohl in dieser Enge das große Sprinterherz seinen Platz findet. Wie halten die zarten Pfoten unter den zarten Beinen die enormen Kräfte aus, denen sie in den Kurven ausgesetzt sind? Klar, weniger Gewicht bringt mehr Antrittsschnelligkeit. Allerdings mag ich mir nicht vorstellen, was mit den Knöchelchen bei einem schweren Sturz oder einer Kollision passiert.

    Die schnellsten Whippets Europas auf der Bahn

    Im Vergleich – manch tumber, viel zu schwerer, rundknöchiger, taubenbrüstiger, plattrückiger, überwinkelter Showie wirft bei mir Fragen in die genau andere Richtung auf. Diesen Whippets fehlt es nicht nur an Eleganz, sondern an fast allem, was die Rasse ausmacht. Sie können vielleicht mehr recht als schlecht geradeaus laufen, aber ihre ursprünglich in ihnen angelegte Funktion haben sie fast gänzlich bis komplett eingebüßt.

    Erfolg vernebelt den Blick

    Dennoch möchte ich der unter den Whippetleuten permanent schwelenden Diskussion ein bisschen die Spitze nehmen. Der Leistungssport an sich war noch nie ein Ort der moderaten Töne. Man schaue sich nur die Leichtathleten an, die auf Weltniveau gewinnen. Sie sind hoch spezialisierte, ihrem Sport perfekt angepasste Maschinen. Vom Kugelstoßer bis zum Marathonläufer. An dem einen Ende erfordert es eine ausgefeilte Technik und viel Kraft um erfolgreich zu sein, am anderen Leichtigkeit und Ausdauer.

    Hat der Marathonläufer mit ein paar Kilo weniger auf den Rippen Erfolg, so wird er auch weiterhin Diät halten. Hat der Kugelstoßer mit seiner großen Muskelmasse Erfolg, wird auch weiterhin Gewichte stemmen. Läuft ein extrem leichter Whippet Fabelzeiten, wird man ihn zur Zucht einsetzen, um mehr von diesen leichten Exemplaren auf die Bahn zu bringen. Gewinnt ein plattrückiger, schwerer, überwinkelter Whippet ohne Unterlinie alle Shows des Jahres, wird die Nachfrage nach seinem Ebenbild steigen. Schließlich zählt nur der Sieg. Erfolg fixt an und vernebelt den Blick.

    Aber, Whippets sind keine Marathonläufer und auch keine Kugelstoßer. Sie sind Kurzstreckensprinter, die bei der Jagd explosives Tempo und große läuferische Geschicklichkeit auf virtuose Weise vereinen müssen. Weder das aktuelle Rennextrem eines Whippets, noch sein Showextrem könnten diese Funktion auch nur ansatzweise ausfüllen.

    edit: Ich war viel zu beschäftigt mit meinen Fotoideen, um „Beweisbilder“ zu machen. Aber ich hätte ohnehin keine gemacht, denn es ziemt sich nicht, einzelne Hunde öffentlich als Beispiel heranzuziehen. 

  • Alarmstufe Rot – Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

    Alarmstufe Rot – Wer lesen kann, ist klar im Vorteil.

    Du musst deinen Hund lesen können! Diesen Satz beten Millionen Hundetrainer und solche, die es gerne wären, Hundepsychologen und solche, die es gerne wären Tag ein Tag aus hinunter. Duuu, wenn du deinen Hund lesen kannst, nöö, dann seid ihr eine Einheit im Geiste.

    Wenn diese Hundeversteher ihren Jüngern auch noch erklären würden, wie sie was zu lesen haben, dann würde da auch voll ein super Schuh draus. Nur leider setzen sie zu oft auf das gute Feeling: Duuu, das wird dir dein Tier schon kommunizieren. Du musst dich in deine Fellnase einfühlen, nö, dann sprecht ihr auf einer höheren Ebene miteinander. (Ich kann nicht glauben, dass ich das Wort Fellnase tatsächlich geschrieben habe.)

    Mono und Danny im Jagdmodus
    Kurz vor dem Abzwitschern. Hier ist ein Rückruf dringen nötig.

     

    Fühl dich mal ein, dann klappt das schon!

    Im Grunde ist das so, als setzte man einem deutschen Native Speaker ein Buch in Altgriechisch mit der Bemerkung vor: Du fühlst dich da schon ein, nö!

    Mit dem Altgriechisch geht das nicht ganz so schnell, doch kurze, knappe Erklärungen würden zumindest den Fellnasenbegleiter – Besitzer sagt man ja nicht – enorm weiter bringen im Lesen eben jenes Geschöpfes, das er ein Stück weit begleiten darf. Ich versuche das mal.

    1. Wenn sich dein Augenstern zum Beispiel in Gestalt eines Malinios-Rüden steif macht, entgegenkommende Hunde fixiert und dann auf gleicher Höhe angekommen in die Leine springt und komplett ausrastet, dann will er nicht spielen. Dann hört er auch nicht, wenn du säuselst: Ja ja, wieder große Fresse! Er will das dann gar nicht hören. In diesem Falle redet ihr schlicht aneinander vorbei. Du willst nicht sehen, dass dein Augenstern ein Drecksack ist. Dein Drecksack findet es super, dass er auch weiterhin ein Drecksack sein darf. Ihr habt auf eurer höheren Ebene also sehr laute Störgeräusche.

    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil!

    1. Wenn deine Fellnase (es tut fast nicht mehr weh) dir den Hintern zudreht und im Gebüsch verschwindet, obwohl du ihr gerade deinen Wunsch kommuniziert hast, sie möchte doch bitte bei dir bleiben, dann lotet sie nicht eure Aura aus, sondern ist schlicht und ergreifend weg. Eure Aura ist ihr dann scheiß egal. Offensichtlich ist das, was du ihr zu erzählen pflegst strunz öde. Deshalb sucht sie sich eine spannendere Aura. Mit Kaninchen kann man auch prima abhängen. Zumindest labern die nicht ganz so viel.

    Alarmstufe Rot! Die läufige Hündin im Funkloch

    1. Eine läufige Hündin ist eine läufige Hündin. Egal welcher Rasse sie anzugehören geruht. In den Stehtagen macht sie selten einen Unterschied zwischen Jack-Russel Terrier und Bullmastiff. Und wäre sie zufällig ein Bullmastiff, dann würde sie dem Jack-Russel Terrier mit großer Freude eine Leiter anreichen. Noch nicht einmal auf eurer höchsten Kommunikationsebene wirst du deiner hochläufigen Fellnase (langsam gewöhne ich mich daran) einflüstern können, dass sie sich doch bitte nur Artgenossen ihrer Rasse zur Begattung auszusuchen hat.Wenn du sie von der Leine lässt, dann reißt mit ihr eure Leitung ab. Ihr habt dann kein Netz bzw. sie geht einfach nicht ans Rohr. Aus hundert Metern Entfernung zu brüllen: Nein, meine Süße, das ist die falsche Rasse! kommt bei ihr schlicht nicht an. Eine Hündin in den Stehtagen erkennt man übrigens daran, dass sie Rüden gegenüber unangemessen aufdringlich ist und ihre Rute auffällig zur Seite dreht. Dieses Verhalten müsste jeder Depp lesen können. Ja, auch du mit der Pekinesenfellnase, die eigentlich nur Chinesisch spricht.
    Alarmstufe Rot! Standheiße Hündin? Nehme ich!
    Standheiße Hündin? Nehm ich!
    1. Wenn deine einstmals als Welpe so süße Fellnase – hier in Gestalt eines handlichen Windhundmischlings – nun erwachsen ist und noch immer nicht locker und ordentlich an der Leine läuft, dann hat sie keine überbordenden Expansionsgedanken. Dann ist sie auch kein außergewöhnlicher Freigeist, wie du es ihr auf der Basis deines gefährlichen Halbwissens über Windhunde unterjubeln willst. Nein, sie hat es einfach nicht gelernt. Freilauf? Himmel, nein! Dann müsstest du mir ihr ja noch ein Gespräch über das Zurückkommen an sich und im Besonderen führen. Stattdessen – das ist jetzt gar nicht witzig – zwingst du das arme Wesen erst in ein vollkommen überdimensioniertes Halti und dann in ein Geschirr, dessen dünne Kordeln bei Zug scharf unter den Fellnasenachseln einschneiden. Das Schreien deines vierbeinigen Begleiters ist kein Jubel über die Begegnung mit anderen Fellnasen. Das Schreien drückt Schmerz aus. Wenn du schon nicht lesen kannst, hören kannst du ja wohl. Jetzt mal ganz unentspannt, ich könnte jedes Mal kotzen, wenn ich dir und deinem zum Rollbraten verschnürten Opfer begegne.

    Schuld sind immer die anderen

    1. Jetzt bist du aber nicht schuld! Der andere hat angefangen. Das versteht dein Cattle Dog nicht, wenn er gerade dicke Löcher in einen überaus defensiven und komplett harmlosen Chihuahua gebissen hat. Du sprichst eine für ihn fremde Sprache. Du hättest auch Blablabla oder Donald Trump ist ein aufgeblasener Idiot sagen können. Er checkt das einfach nicht. Houston, er hat hier ein Problem. Wenn aber Houston nicht das allzeit verlässliche Houston, sondern ein chaotischer Haufen grenzdebiler Flyovers ist, dann kann der Hund nix dafür. Dann ist Alarmstufe Rot. Empfänger sucht Sender. Immer das gleiche doofe Problem.
    Alarmstufe Rot!
    Ich nix verstehen!
    1. Wenn dein vier Jahre alter Cairn Terrier kaum hundert Meter laufen kann, weil die kleinen Beinchen seine unfassbar tief hängende Wampe nicht tragen können, dann hilft es nicht, seinen schrundigen Bauch mit Salbe einzuschmieren, damit selbiger leichter über den Schotter gleitet. Noch weniger hilft es, einen Kinderwagen anzuschaffen – kein Scherz -, um das Tierchen in den naheliegenden Park zu chauffieren. Und wenn dir deine süße, kleine Terrierfellnase aus dem Wägelchen heraus mitteilt, dass es gerne einen Snack für den Weg hätte, weil sie sonst schlagartig und sofort ins Hungerkoma fällt, dann nimmst du mal nicht ab. Durchzug, kein Amt, kein Netz, allgemeiner Kommunikationsabbruch auf allen Ebenen. Lies deinen Hund, du dumme Kuh! Er ist nicht faul, er ist nicht gemütlich, er ist fett.
  • Wecke die schlafenden Hunde – Schwarz-Weiß ist das andere Bunt

    Wecke die schlafenden Hunde – Schwarz-Weiß ist das andere Bunt

    Neulich sagte jemand zu mir: Fotos in Schwarz-Weiß? Das sind meine schlafenden Hunde! Warum weckst du sie nicht, fragte ich. Ich traue mich nicht! Dabei ist die monochrome Welt viel ungefährlicher als man denken mag, wenn man ein paar kleine Regeln beherzigt.

    Wir sehen täglich großartige Fotos, die durch ihre Farbe leben. Landschaften, Tiere, Architektur, Reportage – rechnete ich sie in Schwarz-Weiß um, verlören viele ihren Zauber. Ebenso eindringlich sind aber auch viele schwarz-weiß Bilder, die in ihrer farbigen Version ganz sicher flau, mau und kraftlos wären. Beide Sichten auf die Welt haben ihre Berechtigung und beide ihre Faszination.

    Farbe oder schwarz-weiß? Es gibt kein besser oder schlechter!

    Mit besser oder schlechter hat das nichts zu tun. Sie sind anders, lenken den Blick auf andere Weise auf das Sujet. Farben setzen in Fotos inhaltlich wie gestalterische Schwerpunkte, ebenso wie das Licht und Schatten tun. Beschränkt man sich allerdings auf die Grauskala, so muss man vielleicht noch ein bisschen pingeliger in Bezug auf Komposition, Perspektive, Lichtverteilung und Struktur sein.

    Die alte Phrix Papierfabrik in Hattersheim am Main
    Licht, Licht, Licht! Die alte Phrix Papierfabrik in Hattersheim am Main, Canon EOS 5Ds R, Canon EF 24mm 1:1,4L II USM

    Außerdem muss ich mir immer wieder die Frage stellen, wie viel Informationsgehalt die Farbe in einem Fotos hat. Wie wichtig ist sie für den Inhalt. Fotografiere ich zum Beispiel eine Erdbeere, dann ist ihre sattes Rot von wesentlicher Bedeutung. In schwarz-weiß kann die gleiche Erdbeere vielleicht kurzfristig ganz interessant sein, ihr wahrer Charakter käme aber nicht zur Geltung. Bewegt sich eine Tänzerin in einem weißen Kleid vor einem dunklen Hintergrund, dann spielen die Farben bzw. Nichtfarben dieser Szene keine Rolle. Es geht ausschließlich um die Bewegung im Raum, das Hell vor dem Dunkel. Eine konsequente Reduzierung darauf bringt das Foto auf den Punkt.

    Es taugt nicht immer alles – das andere Bunt

    Natürlich fotografiere ich immer erst in Farbe. Doch manchmal weiß ich schon beim Abdrücken genau, dass das eine oder andere Foto ein schwarz-weißes sein wird. Und zwar genau dann immer, wenn Lichtsituation und Szenerie schon starke Kontraste vorgeben. Wenig Helles vor viel Dunkel oder umgekehrt. Ich achte zudem immer sehr genau darauf, dass das Sujet sich möglich stark von einem ruhigen und detailarmen Hintergrund abhebt. Denn zu viele kleinteilige Strukturen hinten drin machen ein Schwarz-Weiß Foto extrem unruhig und unklar. Das Sujet kann sich schließlich nur durch sich selbst und sein Licht, nicht durch seine Farbe abheben. Ganz anders muss der Fokus natürlich liegen, wenn es um tiefe Räume geht. In ihnen zählt jedes Detail, die Klarheit des Aufbaus sollte allerdings – wie immer – erhalten bleiben. Hierzu gibt es ein paar Beispiele in der Architekturfotografie, die einem den Mund offen stehen lassen.

    Hin und wieder stellt sich im Nachhinein heraus, dass ich unrecht hatte. Dann sind die Farben doch so schön gelungen, dass es eine Schande wäre, sie herauszunehmen. Ein anderes Bild wiederum, das mir in der farbigen Version so lala daher kommt, ist in starken hell-dunkel Kontrasten plötzlich genau mein Ding.

    Und dann mache ich folgendes:

    1. Ich schaue mir in Lightroom die hellsten und die dunkelsten Partien des RAWs an. Bei Danny (oben) auf dem Sofa z.B. sehr genau die Weißanteile im Fell. Ich hasse nichts mehr, als überstrahltes Weiß, bei dem man nicht den Hauch einer Struktur mehr sehen kann. Deshalb belichte ich meine Fotos lieber unter als über. Gerade weißes Fell ist sonst schneller Matsche, als man gucken kann und dann ist das Foto für die Tonne. Der Hintergrund hingegen darf in manchen Fällen ruhig komplett wegsuppen (siehe schwarze Felldecke und ihre geringe Zeichnung).

    2. Hat das Bild die erste Phase überlebt, dann kommt der Schnitt. In meinen Augen so ziemlich das wichtigste, das man einem Foto antun muss. Manchmal ergibt sich der Schnitt von selbst, manchmal hadere ich Stunden mit der Balance. Der goldene Schnitt ist hierbei nicht immer die goldene Regel, hat aber nicht ohne Grund seinen festen Platz in der Kunstgeschichte.

    3. Dann nehme ich mit dem Korrekturpinsel falls nötig Lichter heraus. Ein wenig, damit hinterher die Kontraste nicht zu hart werden. Dann gehe ich gegebenenfalls auch an die Tiefen, damit dort die Strukturen sichtbar bleiben. Ich verwende keine Presets, Masken oder Filter. Ich bearbeite jedes Foto einzeln und von – virtueller – Hand. (In Lightroom habe ich zwar alle VSCO-Filter, verwende sie aber eher selten und wenn nur für Farbfotos.)

    4. Dann öffne ich das RAW in Photoshop. Dort habe ich ein kleines Zauberwerkzeug, das ich mir in meinem Sinne zurechtgebogen habe. Die kostenlose Nik-Collection beinhaltet auch Schwarz-Weiß Filter, die nicht unbedingt der Burner sind. Aber einer ist dazwischen (Push Process), der pur zwar viel zu krass ist, stark abgemildert allerdings genau die Hell-Dunkel-Verteilung hinkriegt, die ich mag. Hier kann ich auch noch die Farbkanäle (also Grün, Rot usw. dunkler oder heller ziehen) bearbeiten und die Struktur verstärken oder abmildern. Vorsicht mit der Struktur! Zu viel davon und die Fotos kriegen diesen grauenhaften HDR-Effekt. Ich verwende diesen Filter nicht immer, aber recht oft.

    Mein Schwarz-Weiß

    5. Ich drücke auf den Knopf und schaue, ob meine Vorarbeit in Lightroom Früchte getragen hat. Nicht selten sind mir die Kontraste immer noch zu hart. Gerade bei den feinen Wischspuren in meinen Mitziehern muss ich höllisch aufpassen. Theoretisch könnte ich in Photoshop nachbelichten, mache ich aber nicht. Ich gehe also zurück zu Lightroom und fange von vorne an. Dem Betrachter wird der Unterschied im Tutu oder in Dannys Fell oder im Auge eines Pferdes nicht auffallen. Mir aber. Das mag ausgefuchsten Workflowern bescheuert vorkommen, aber ich mache das so.

    6. Sitze ich nun endlich vor einem fertigen Foto wie zum Beispiel aus der 5Ds R im Format 8000 x 5000 Pixel, dann muss ich es für eine Online-Publikation selbstredend nachschärfen und klein rechnen. Das Nachschärfen ist so eine Sache. Oftmals sehe ich Fotos bei Facebook oder Instagram, die so extrem nachgeschärft sind, dass ich beim Betrachten Kopfschmerzen kriege. Das tut nicht nur in den Augen weh, sondern sieht auch übel aus. Deshalb bin ich sehr, sehr vorsichtig. Denn ein richtig scharfe Foto wird mitunter schlechter, wenn ich zu stark am Rädchen drehe.

    Letztendlich ist die Entstehung eines Fotos, mit dem ich zufrieden bin, ein recht kurzer Prozess. Denn zufrieden bin ich genau dann, wenn ich so gut wie nichts daran machen muss. Dann geht das zack, zack. Das bedeutet, dass es aus der Kamera perfekt sein muss. Manchmal klappt das, manchmal nicht. Aber einfach wäre ja auch langweilig!