Autor: Karla Schwede

  • Test: Besser drucken bei Photo Dose? Teil II

    Test: Besser drucken bei Photo Dose? Teil II

    Werbung – So, wir sind dann mal angekommen! Mit diesem Tempo habe ich nicht gerechnet. Denn der Onlinedialog von Photo Dose teilte mir bei meiner Bestellung mit, dass ich rund acht Tage Lieferzeit einrechnen muss. Donnerstag bestellt, Dienstag da. Reife Leistung Leute!

    In der letzten Woche habe ich bei Photo Dose drei Canon HD Poster im Format 60 x 30 und ein HD Fotobuch in 27 x 19,6 cm in Auftrag gegeben. Sowohl die Poster als auch das Fotobuch kommen aus dem Canon DreamLabo 5000, der mir die Sache persönlich so reizvoll macht. Das ist ein Tintenstrahldrucker wohlgemerkt. Aus dem wie angekündigt farbigen HD Fotobuch ist ein Druckwerk mit farbigem Cover und schwarz-weißem Inhalt geworden. Ich kann eben nicht aus meiner Haut. Nächte habe ich mit der Auswahl der Fotos verbracht, bis ich mich schließlich in diesem Buch komplett auf das Thema Ballett konzentriert habe. Zwei weitere Bücher sind in Arbeit. Darüber aber erst später mehr.

    Test: Besser drucken bei Photo Dose? Teil II
    Schwarz, Grau, Weiß – Schwarz-Weiß ist eben nicht nur Schwarz-Weiß, sondern auch Grau in unendlich vielen Variationen.

    Die Poster von Photo Dose

    Für die Canon HD Posterdrucke habe ich drei recht hochauflösende schwarz-weiß Fotos ausgesucht: Eins (Danny und das Flugzeug) mit fast klar weißem Hintergrund. Hier gibt es lediglich ein paar ganz zarte Wölkchen. Das zweite von Mono und Danny ist vorne rattenscharf und hat im Hintergrund ein wunderschön weiches Bokeh aus vielen hellen bis mittleren Grautönen. Das dritte ist aus dem Ballett, das ich Anfang des Jahres fotografiert habe. Auf dem nachtschwarzen Hintergrund kommen die feinen Details der weißen Tütüs besonders schön zur Geltung. (In der Galerie unten findet ihr noch einmal die Fotos.)

    Drucke dieser Art in Auftrag zu geben, ist denkbar einfach: Das größte Format der HD Fotoposter, das der Canon DreamLabo 5000 bei Photo Dose drucken kann ist 30 x 60 beziehungsweise 60 x 30 cm. Das ist ein recht ungewöhnliches, sehr hohes oder wahlweise sehr breites Format. Hierzu musste ich die Bilder natürlich passend auf 6 zu 3 beschneiden, damit keine weißen Ränder entstehen.

    Meine drei Fotos haben rund 5000 Pixel auf der langen Kante und sind als JPGs zwischen 1,5 und 3 MB groß. Das ist vergleichsweise klein. Farbige Landschafts- oder Architekturaufnahmen mit viel Detailtiefe bringen natürlich deutlich mehr auf die Waage. Die Dateien habe ich dann per drag and drop in den Bestelldialog gezogen, die Option matt gewählt und fertig war mein Auftrag. Stück 6,99 Euro finde ich gar nicht mal teuer.

    Test: Besser drucken bei Photo Dose? Teil II

    Nun habe ich sie hier vor mir liegen und kämpfe mit dem gleichen Problem, das ich schon neulich hatte. Wie mache in einem Online-Medium die Qualität eines Druckes deutlich? Glaubt mir, wenn ich nun sage, dass die Qualität irrsinnig gut ist. Es scheint, als ragten Monos Tasthaare über die Bildoberfläche hinaus. Die Wiedergabe ist unglaublich scharf und die Detailtiefe sehr schön. Schwarze wie weiße Flächen sind makellos. Sehr toll. Allerdings kommt es mir vor, als hätten die Drucke einen winzig, winzig kleinen Blaustich. Das mag an meiner Wahrnehmung von Schwarz-Weiß liegen, ist vermutlich meiner Pingeligkeit geschuldet und deshalb nicht weiter der Rede wert.

    Cover vom meinem Canon HD Fotobuch gedruckt bei Photo Dose auf dem Canon DreamLabo 5000
    Das Foto für das Cover habe ich passgenau auf 27 x 19,6 cm zugeschnitten und vollformatig in die Maske gesetzt. Für die Rückseite habe ich das Foto gekontert. Das Violett strahlt sehr schön.

    Die Canon HD Fotobücher von Photo Dose

    Kein Mensch braucht Fotobücher, hörte ich neulich. Wir haben ein iPad. Ja, das kann sein. Das dachte ich auch kurz, aber dann kamen mir ein paar Gedanken, die meinen Fotobüchern sehr schnell eine Daseinsberechtigung gaben. Sie liegen so schön auf dem Tisch. Jeder kann mal eben durchblättern. Das Format der Canon HD Bücher ist mit 19,6 x 27 cm handlich und passt in jede Tasche, ideal also, um es zum Anschauen mitzunehmen. Seid sicher, ich werde dieses Buch demnächst mit ins Aalto Ballett Essen nehmen und den Verantwortlichen zeigen, denn es ist in jeder Hinsicht auf vorzeigbarem Profiniveau.

    Druckprodukte von Photo Dose
    Produktion und Versand gingen sehr flott. Die Poster waren sicher in einer Rolle verpackt, das Buch war in eine Folie eingeschweißt.

    Wie bestücke ich mindestens 27 Seiten?

    Das Minimum von 27 Seiten muss allerdings erst einmal bestückt werden. Hierbei hilft Photo Dose mit einer Software, die ihr sowohl online nutzen, als auch auf euren eigenen Rechner downloaden könnt. Ich brauchte ein paar Takte, um mich zurecht zu finden, aber im Grunde ist die Software sehr leicht und intuitiv zu bedienen. Sie hilft mit einer großen Auswahl von vorgefertigten Layouts und zeigt zum Beispiel an, ob die Auflösung eines Fotos hoch genug für die Größe seiner Abbildung ist.

    Ich hatte bereits fünf Ideen wieder verworfen bis ich mich entschloss, ausschließlich Schwarz-Weiß-Fotos auf schwarzem Grund in ein farbiges Cover binden zu lassen. Matt. Ich habe das Layout Illustration an der einen oder andere Stelle abgeändert, aber grundsätzlich hat es mir bei der Gestaltung der Seiten wirklich geholfen. Wenn die Fotos in eine Maske passgenau einrasten, geht alles deutlich schneller. (An Screenshots habe ich während meiner fieberhaften Arbeit an dem Ballett-Buch nicht gedacht. Unten deshalb Screenshots von der Software, in der ich gerade an einem dickeren, farbigen Buch arbeite. Darüber werde ich natürlich auch berichten.)

     

    Ein feines Büchlein zum Vorzeigen

    Das Violett des Titelbildes strahlt sehr schön. Ich war wirklich platt, als ich das Buch aus seiner Hülle befreite. Aber Achtung, jeder kleine Fingerabdruck manifestiert sich gnadenlos als Fleck auf der Oberfläche. Bevor ich Fotos von dem Cover machen konnte, musste ich mit einem Mikrofasertuch ran. Lohnt sich das, fragte ich mich. Ja, es lohnt sich. Immer und immer wieder schlug ich Seite um Seite auf und freute mich. Wenn es eine Daseinsberechtigung für ein Fotobuch gibt, dann wohl diese. Ob ich nun Familienfotos sammle, eine Reisedokumentation erstelle oder ein Portfolio gestalte, ein perfekter Druck hat immer noch den Gänsehautfaktor, den viele Nerds ihm mit aller Macht, aber vergeblich absprechen wollen.

    Bis Weihnachten wird das mit der Produktion eines Canon HD Fotobuchs wohl nicht mehr klappen, aber nach den Feiertagen werdet ihr ganz sicher noch genug Anlässe und Gelegenheiten haben, eure Fotos für euch selbst oder als Geschenk auf einem Poster oder in einem Buch zu verewigen. Deshalb erhaltet ihr unter dem Gutscheincode AWWA31 zeitlich unbegrenzt 10% Rabatt auf alle Canon HD Produkte, die ihr bei Photo Dose drucken lassen möchtet.

    Wenn ihr das tut, dann lasst es mich wissen. Ich würde mich freuen, eure gedruckten Fotos zu sehen.

  • Ab in die Hölle! Bin ich die Antichristin?

    Ab in die Hölle! Bin ich die Antichristin?

    Eher nicht. Doch kurz vor Weihnachten scheinen bei einigen Menschen die Sicherungen durchzubrennen. Ob es am Wetter, an der allgemeinen Stimmung oder daran liegt, dass sich zu dieser Jahreszeit mit aller Macht das Sendungsbewusstsein nach vorne drängt, bleibt mir verschlossen.

    Unter Glöckchengeklingel und Leiserieseltderschneegeträller sucht eine von weltverbesserischen Krämpfen geschüttelte Kaste ganz offenbar ihre Opfer auf der Straße. Vor ein paar Tagen gerieten meine Hunde und ich nichts ahnend in die Fänge einer eben solchen schlagseitig auf Missionskurs schippernden Dame. Ich schildere nun die Szene so genau, wie es mir möglich ist:

    Hirnplatzer in der Schneewehe

    Eine Frau mit einer an Halsband und Geschirr doppelt gesicherten, sehr übergewichtigen Mischlingshündin warf ihren Blick auf Mono und Danny, die dick in ihre Wintermäntel eingepackt waren.

    Sie zu ihrer Hündin: „Ooooooooohh, schau maaaaal! Da sind Freunde von dir!“
    Ich schaute mich verwirrt um, verstand aber dann, dass sie uns meinte.
    Sie zu mir: „Schön, dass sie diese armen Wesen gerettet haben!“
    Ich kenne das und blieb deshalb sehr cool:“Nein, nicht gerettet. Von Babybeinen an ungequält!“
    Ich wollte flott weiter gehen, doch die Flexileine der Hündin versperrte uns den Weg.
    Sie ungläubig zu mir: „Wie meinen sie das?“
    Diese Frage ist eigentlich mein Part.
    Ich zu ihr: „Das sind Whippets von Züchtern.“
    Ich wollte nun sehr gerne weiter gehen.
    Sie zu mir und dann zu ihrer Hündin: „Waaaaaasss? Das kann ich nicht glauben. Meine ist aus Spanien. Ich hab sie endlich mal aufgepeppelt. Kein Mensch kauft Hunde von Züchtern!“
    Ich zu ihr: „Doch, ich! Und viele andere, die ich kenne auch.“
    Jetzt wollte ich wirklich gerne weiter gehen. Mono und Danny beschnüffelten die Hündin.
    Sie, also die Frau, atmete schwer und ätzte mich an: „Das hätte ich mir denken können. Sie tragen ja auch echten Pelz!“
    Sie zeigt auf meinen mittlerweile zwei Jahre alten Winterparka, der in der Tat sehr teuer war, seine Kosten aber längst wieder eingespielt hat. Er hält nämlich zuverlässig warm.
    Ich zu ihr: Ja, für das Futter meiner Kapuze sind mindestens sechs Kaninchen gestorben. Das ist ungefähr die Anzahl der Tiere, die meine Hunde so im Monat anschleppen. (Schamlos gelogen natürlich) Ihre Hündin ist eine Jägerin? Ich kaufe übrigens nicht von Unternehmen, die in China Schäferhunde aufschlitzen lassen. Ich investiere ein Mal viel in nachvollziehbare Qualität und dann lange nicht mehr. Das zieht sich durch mein Leben. Ich sehe gerade, sie tragen Schuhe aus Leder.
    Sie zu mir: Sie sind ein schlechter Mensch! Wie kann man nur …. !
    Mit hasserfülltem Blick zeigt sie auf Mono und Danny und brabbelt ihre Hündin an: „Dieses Schicksal habe ich dir erspart, Süße!“
    Häh? Mein Hirn drohte zu platzen.

    Ich zu ihr: „Sie haben ihrer Hündin das Schicksal erspart, bei einem Züchter geboren zu sein? Wie haben sie das hingekriegt? Das verstehe ich nicht.“
    Sie zu mir: „Nein, das – sie fuchtelt mit ihrem pädagogischen Zeigefinger vor mir herum – können sie auch nicht verstehen!“
    Ich zu ihr: „Das kann niemand verstehen!“ (mein Augenrollen wird niemand übersehen haben)
    Sie flippt aus. Ihre Stimme überschlägt sich schmerzhaft: „Sie, genau sie, sollten Tiere retten und nicht bei zweifelhaften Vermehrern kaufen.“
    Ich zu ihr: „Gute Frau, wie ich mein Leben gestalte, ist meine Sache. Da können sie so viel brüllen, wie sie wollen.“

    Scheißköter kommen in die Hölle

    Mittlerweile hatten sich einige Schaulustige um uns versammelt.
    Sie zu mir: „Nehmen sie ihre Scheißköter und leben sie ihr Scheißleben weiter!“
    Ich hörte meinen aus Kaninchenfell gedengelten Pelzkragen nebst Kapuzenfutter platzen: „Sie quatschen mich an, sie belästigen mich und haben noch die Dreistigkeit, mich zu beschimpfen? Meine Hunde sind Scheißköter? Ich dachte in ihrem Universum muss man jede arme Seele retten. (Ich gebe zu, ich war aufgebracht. Und zwar richtig.) Müssen meine Hunde gequält und misshandelt worden sein, um sich in ihren Augen ein gutes Leben zu verdienen? ….Ach …!“
    Ich machte eine wegwerfende Hangbewegung und ging weiter.
    Sie brüllt mir hinterher: „Sie kommen in die Hölle!“
    Ich zu ihr lachend: „Ne, die Hölle ist mein zu Hause. Ich bin die Antichristin und fresse zum Frühstück kleine Kinder.“

    Der Tierschutz an sich leistet viel, baut aber auch viel Mist. Aber bitte, ob ihr nun wichtige Dinge tut oder einen so ein bisschen bösartigen Hund mit aller Macht in eine Familie vermitteln wollt, haltet mir diese Uschis vom Leib. Denn genau diese Uschis sind eure Image-Broschüre. Sie tragen euer Konzept in die Welt. Es kenne welche, die keine Uschis sind. Sie sind klar im Kopf. Diese Tante war es nicht. Macht euch darüber mal Gedanken, wenn ihr die nächste Schiffsladung Köter (Auge um Auge … wenn wir schon kurz vor der Hölle sind) aus Spanien, Griechenland oder Rumänien rüber schafft. Für wie viele Hunde wollt ihr noch gute Menschen mit großem Garten, ohne Treppen, mit viel Geld und noch mehr Zeit finden? An Futter und medizinischer Betreuung zahlt ihr euch dumm und dämlich. Wählerisch könnt ihr also ganz sicher nicht mehr sein. Und dann kommt sowas dabei raus.

  • Schnee macht blöd!

    Schnee macht blöd!

    Jetzt mal unter uns Verschwörungstheoretikern: Das Schneechaos kann doch nur ein perfider Plan sein. Denn Schnee macht blöd. Insbesondere vor Weihnachten. Wann hatten wir das denn das letzte Mal hier im Westen? Vor hundert Jahren? Die letzten drei Dezember waren schließlich frühlingshaft mild. Also bitte, wer rechnet denn dann mit Schnee im Winter?

    Wenn Whippets ihre Fassung verlieren - Mono im Schnee
    Ich finde keine Worte für dieses Foto. Kaum liegt ein bisschen Schnee, wirft ein erwachsener, eleganter, souveräner Rüde all sein Hirn über Bord und flippt komplett aus.

    Pädagogisch wertvolles Wetter

    Ein paar Flocken so zwischendurch sind ja kein Problem, aber gibt es Mitte Dezember eine geschlossene Schneedecke im Ruhrgebiet und seiner Umgebung, dann naht eine vorweihnachtliche Apokalypse. Denn – ich erwähnte das oben wohl schon – Schnee macht blöd. Und zwar in jeder Hinsicht. Das heißt natürlich nicht, dass alle Finnen, Schweden oder Isländer blöd sind. Sie leben in und mit dem Schnee. Wohl auch deshalb kommen mit die besten Rennfahrer aus Finnland und nicht aus einer klimatisch gemäßigten Zone wie dem Ruhrgebiet.

    Hier reicht eine Flocke auf der Hauptstraße, um den kompletten Straßenverkehr zum Erliegen zu bringen. Testosteronbomben, die den Sommer über mit ihren AMGs und RSs bolzen wie die Geistesgestörten, mutieren im zarten Weiß zu rollenden Angstbündeln. Hutträger fahren wie immer und Fahranfänger lernen schnell, dass eine Vollbremsung auf Eis keine gute Idee ist und erhebliche Kosten zur Folge haben kann. Insofern könnte man dieses Wetter auch als pädagogisch wertvoll bezeichnen.

    Danny reißt beim Rennen immer die Klappe auf. Schneeflocken einzuatmen scheint einen heftigen Hustenreiz auszulösen, aber das Hundekind lernt nicht dazu.

    Eingelullt im Winter Wonderland

    Wir schüppen tonnenweise Schnee, graben und kratzen unsere fahrbaren Untersätze frei, hamstern warme Kleidung, Tee, Glühwein und diese niedlichen, kleinen Duftkerzen mit Sternchen drauf. Wir machen vollkommen sinnbefreite Schneespaziergänge und fotografieren wild in der Gegend herum. Und wenn wir nicht gerade Autofahren, dann grinsen wir blöd in uns hinein. Es sei denn wir haben einen Defender. Dann grinsen wir auch beim Autofahren und lassen die besagten AMGs huldvoll winkend hinter uns.

    Kann es sein, dass der Schnee uns Spaß macht? Auf jeden Fall lenkt er uns vom aktuellen Weltgeschehen ab. Beim Schüppen und Shoppen haben wir keine Zeit, über Politik, die Wirtschaft oder gar den Frieden auf unserem Planeten nachzudenken. Womit ich wieder zurück bei der Verschwörungstheorie wäre. Eingelullt im Winter Wonderland? Nein, das ginge wohl zu weit.

    Allrad gegen breit beschlappte Brüllelsen

    Mono und Danny denken nicht viel nach. Im Schnee sogar noch weniger als üblich. Allerdings drehen sie mehr auf als durch. Denn ihr Allradantrieb verschafft ihnen enorme Vorteile. Im Gegensatz zu den breit beschlappten Brüllelsen, können sie ihre Kraft selbst bei widrigen Wetterbedingungen auf die Straße bringen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie dabei ihr Hirn einschalten. Vielmehr scheint der Schnee die Verbindung zwischen Extremitäten und Hirn schlagartig zu kappen. Vielleicht bremst die Kälte an den Pfoten die Blutzufuhr? Nein, ich schlage jetzt keine Brücke zu den Finnen.

    Auf Sand benehmen sie sich schon bekloppt, aber der tiefe Schnee verwandelt sie in etwas, das einen nationalen Notstand rechtfertigen könnte. Niemand, aber auch wirklich niemand will geifernde, rasende Zombies in seiner Nähe wissen. Außer mir vielleicht, die stumm dort steht und das Schauspiel mit einem breiten Grinsen beobachtet. Millimeterarbeit im Vollspeed. Das schaffen die besten Formel 1 Piloten nur mit viel Training. Schnee mag blöd machen, aber wer könnte diesem hinreißenden Irrsinn widerstehen?

  • Test: Besser drucken bei Photo Dose ? Teil I

    Test: Besser drucken bei Photo Dose ? Teil I

    Werbung – Fotodrucke und Fotobücher sind sehr persönliche Geschenke, die zu Weihnachten immer gut ankommen. Mit ihnen würdigt man schöne Augenblicke und hält Vergangenes lebendig. Aber wo lässt man drucken? Schließlich soll ein großer Druck das Motiv und mit ihm die Erinnerung zum Strahlen bringen. Ich habe ein paar meiner Lieblingsfotos 2017 ausgesucht, um ihnen genau dieses Strahlen zu entlocken und mich für Photo Dose entschieden.

    Hier bietet man nämlich exklusiv Fotodrucke bis zum Format 60 x 30 cm aus dem Canon DreamLabo 5000 an. Ihr werdet euch erinnern, dass ich vor fast genau einem Jahr den Canon imagePROGRAF PRO 1000 hier im Test hatte. Ich war von der Qualität seiner Drucke derart überzeugt, dass ich seinem ganz großen Tintenstrahlbruder im Hause Dose durchaus Vertrauen schenke.

    Ich werde morgen drei Schwarz-Weiß-Drucke im Format 60 x 30 cm und ein farbiges Fotobuch in Auftrag gegeben. Seid sicher, die Auswahl ist mir schwer gefallen und ich werde sehr, sehr genau hingucken. Sobald die Papierversionen bei mir angekommen sind, werde ich über das Was und das Wie ausführlich berichten. Wer weiß, vielleicht inspirieren euch die Ergebnisse, kurz vor Weihnachten noch einmal richtig aktiv zu werden. Und dann gibt es für alle Leser auch noch ein kleines Goddie oben drauf. Also, stay tuned.

  • Stramm im Strumpf – die neuen Trainingsanzüge

    Stramm im Strumpf – die neuen Trainingsanzüge

    Jetzt ist es doch tatsächlich Winter. Oben auf unserer Halde war es in den letzten Tagen sehr windig und extrem matschig dazu. Damit Mono und Danny sich dort nichts wegholen, habe ich ihnen neue Softshell Trainingsanzüge von DogGear verpasst. Sie wärmen Rücken und Brustkorb und halten zur Not etwas Regen aus. Aber sie liegen so schön eng an, dass sie bei Ausflügen ins dichte Gestrüpp keine Behinderung sind.

    Wie auch die Pullis, habe ich die neuen Körperstrümpfe zum ganz normalen Preis gekauft. Bezahlt gemacht haben sie sich quasi von der ersten Minute an. Mono und Danny sind bei diesem Mistwetter nicht vollkommen schutzlos dem kalten Wind ausgeliefert, können sich aber trotzdem super bewegen. Die glatte Oberfläche dieser Jacken gleitet von Ästen und Gestrüpp ab. Anders als bei den Strickpullis muss ich mir also keine Sorgen machen, dass sie irgendwo hängen blieben.

    Gut zu sehen, die Größe M3 (wird bei Dog Gear für Whippet Rüden über 16 Kilo angegeben, Rückenlänge 61 cm) passt Mono wie angegossen. Danny füllt sein graues Modell auch perfekt aus, da er aber ein bisschen kürzer ist als Mono, habe ich sein Heck ein klein wenig mit dem eingenähten Gummiband zusammengezogen.

    Die zweite Haut für wilde Ausflüge

    Die Pullis sitzen eng am Körper, beim Anziehen muss man also ein bisschen mit den Pfoten aufpassen. Ich habe Mono neulich aus versehen sein Fesselgelenk leicht überdehnt, als ich versuchte sein Bein durch die passende Öffnung zu stecken. Aber wenn die Hunde ein Mal drin sind, dann verrutscht nichts mehr. Nach einer halben Stunde auf der matschigen Halde sahen sie zwar aus wie Sau – unten Matschspritzer oben grüne Flecken von den moosigen Ästen im Unterholz – aber nach einer Runde Kurzwaschprogramm kommen sie fast trocken wieder aus der Maschine. Das ist also das kleinste Problem.

    Zum Flitzen sind diese Dinger einsame Spitze und haben mit ihrem Kurs ab 25,- Euro (je nach Größe) ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Aber für winterkalte Leinengänge sind sie in meinen Augen vollkommen ungeeignet. Dafür sind sie einfach nicht warm genug und wenn sie unten herum nass werden, dann dürften nicht nur Whippets frieren wie die Schneider. In richtig böser Kälte könnte ich den Jungs sogar noch einen dicken Wintermantel darüber ziehen und bei Bedarf das Zwiebelsystem anwenden.

    Wir sind auf jeden Fall gut ausgestattet für den angeblich härtesten Winter seit Jahren.

  • Danny der Scroll Stopper

    Danny der Scroll Stopper

    Schöne neue Welt, schöne neue Wortspiele. Der Scroll Stopper ist gestern von Null direkt auf Platz drei meiner Liebligsworte aufgestiegen. Er rangiert ganz dicht hinter orthogonale Apperzeptionsstruktur und spezialbegabt. Danny vereint Platz eins und Platz drei sogar in sich. Er ist – wie ich gestern erfuhr – ein Scroll Stopper und spezialbegabt dazu.

    Die orthogonale Apperzeptionsstruktur hingegen ist ihm gänzlich fremd. Horizontalen und Vertikalen scheint er als solche nicht wahrzunehmen. Seine häufigen Kollisionen mit Treppen, Geländern, Schränken, Tischen und anderen harten, nicht beweglichen Gegenständen lassen keine andere Annahme zu.

    Der Begriff Scroll Stopper gefällt mir deshalb so gut, weil er sehr bildlich eine Handlung beschreibt, die heute wohl fast jeder kennt. Ich scrolle versonnen durch die neuesten Publikationen der FAZ, des Spiegels, bei Facebook und Instagram. Vieles fliegt einfach durch, doch plötzlich Oh! oder Hä? und stop. Ein Foto oder eine Headline treffen in diesem Moment so sehr meinen Nerv, dass ich die Maus oder meinen Finger gar nicht schnell genug stoppen kann und oft mit Überschussgeschwindigkeit über den Scroll Stopper hinaus jage. Vollbremsung und schnell zurück. Wer weiß, wie lange der visuelle Anker noch an seinem Platze ist.

    In der Galerie habe ich ein paar Fotos zusammengefasst, die die Außenwelt als den sogenannten Scroll Stopper wahrgenommen hat. Vielleicht liegt es daran, dass sie sehr klar bzw. clean sind und ihre Aussage deshalb schnell zu begreifen ist. Oft sind es die krassen Actionbilder die viel Aufmerksamkeit erregen, aber noch öfter sind es die ganz stillen Momente. Woran mag das wohl liegen? Nun ja, im Grunde habe ich keine Ahnung, was ein echter Scroll Stopper ist, aber Danny und das Flugzeug ebenso wie der fliegenden Mono scheinen welche zu sein.

  • Instagram – Quadratische Stimmungsschwankungen

    Instagram – Quadratische Stimmungsschwankungen

    Tag um Tag bin ich auf der fieberhaften Suche nach dem nächsten Foto für meinen Instagram-Kanal. Mittlerweile habe ich ein fast manisches Verhältnis zu den Quadraten, deren Auswahl ich im Rahmen eines sehr strengen Regelwerks rituell vollziehe. Merkwürdig? Anstrengend? Überspannt?

    Vielleicht. Man darf sich gerne die Frage stellen, warum ich mir die ganze Sache so kompliziert mache, wenn es doch einfach ginge. Foto machen, posten und fertig. Ich kenne viele Instagramer, die diese Unbeschwertheit haben und mit ihr auch sehr erfolgreich sind. Manchmal fühle ich sie selbst, immer dann z.B., wenn sich ein Foto geradezu anbietet. Doch meistens ringe ich lange mit mir.

    Die Quadratur einer Idee – Ob tief oder flach, jedes Fotos muss formal perfekt sitzen.

    Anfang dieses Jahres hatte ich ein paar kleine Rückfälle in die Farbe. Das war so nicht geplant, denn vom ersten Foto an wollte ich mich strikt an die strengen Regel der Schwarz-Weiß-Fotografie halten. Hell, Dunkel, Licht, Schatten, Struktur, Komposition, Schnitt. Dorthin habe ich dann auch sehr schnell und sehr reuig zurückgefunden.

    Denn mit diesen Rahmenbedingungen zwinge ich mich täglich aufs Neue, meine Fotos kritisch zu betrachten. Schaden kann das nicht. Allerdings möchte ich auch nicht in diese verkrampfte Edgy-Ecke geraten. Ich mache jetzt nur noch intellektuelle Streetfotografie entspricht nicht meinem Gemüt. Leichtigkeit und Humor dürfen in einem wie auch immer gearteten Konzept meines Erachtens nicht verloren gehen.

    Stimmungsschwankungen in Wort und Bild

    Das Sein oder Nichtsein eines Fotos unterliegt tagesaktuellen Stimmungen. Dann passt plötzlich eines, das noch vierundzwanzig Stunden vorher unbeachtet blieb. An meinen Fotos aus dem Aalto Ballet z.B. hänge ich wie Danny an seinem liebsten Spielzeug. Eins von ihnen geht nur dann raus, wenn ich mich danach fühle. Da ich so gut wie keinen Sachzwängen unterliege, so wie diejenigen, die auf ihren Kanälen viel Werbung machen, bin ich hier zum Glück frei in meinen Entscheidungen und in meinem Ausdruck.

    Meine Follower betrachten meine Fotos natürlich mit ihren eigenen Augen und überraschen mich deshalb immer wieder. Ein Foto, das ich nicht schlecht aber auch nicht exorbitant gelungen finde, kommt extrem gut an. An ein anderes, das mir sehr gut gefällt, wird nur von wenigen beachtet. Manchmal sind wir uns alle einig. Es ist niemals vorauszusehen, wie die Betrachter auf die Fotos reagieren. Und ich lerne sehr viel von ihnen. Jeder gibt und jeder nimmt. Genau das macht die Sache für mich so spannend. Und genau deshalb zermartere ich mir jeden Tag den Kopf. Es macht mir Spaß.

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    Danny der Scroll Stopper

  • Was habt ihr denn gegen Hippiepullover?

    Was habt ihr denn gegen Hippiepullover?

    Die World Dog Show 2017 in Leipzig ist nun mehr als eine Woche Vergangenheit. Aber nach der Show ist vor der Show und wir freuen uns jetzt schon auf Amsterdam 2018. Sowohl die Welt, als auch die Süddeutsche fanden allerdings nur vordergründig nette Worte in ihrer insgesamt recht ätzenden Berichterstattung über die größte Dog Show der Welt, zu der rund 31.000 Hund nebst ihren Besitzern oder wahlweise Handlern angereist waren. Beide Medien gehen erstaunlich konform sowohl in ihren Betrachtungen als auch in ihren Formulierungen. Ich sage nur „Hippiepullover“!

    (Ich schicke gleich voraus: Ich habe von dem Hersteller der Pullover weder ein Honorar noch sonst irgendwelche Zuwendungen erhalten habe. Sie sind gekauft. Mit Geld und in bar. Das ist bei Bloggern lange nicht mehr selbstverständlich und deshalb hier erwähnenswert. ) 

    Welt: „… zitternde Yorkshireterrier mit rosa Schleifchen im gelockten Fell, ein Windhund zappelt in einem Hippiepullover an der Leine herum, … “ 11.11.2017 

    Wir tragen auch Hippiepullover!

    Wie kommen bloß beide Online-Medien fast zeitgleich auf den Yorkshire, die Strassbroschen und den Windhund im Hippiepullover? Frage ich, ob die Welt bei der Süddeutschen abgeschrieben hat? Nein. Denn ich bin sicher, dass beide Texte vom gleichen Autor stammen. Macht nichts. Es ist durchaus üblich, dass Autoren ihre Arbeit in Variantionen an mehrere Medien verkaufen. Das ist praktisch, sorgt in der Landschaft aber auch für eine recht einseitige Betrachtung des behandelten Themas. Versuche ich nun den Autor zu verstehen, bin ich mit ihm d’accord, dass das aufwändige Groomen von Pudeln und allen anderen langhaarigen Rassen auf Außenstehende irgendwie abstrus wirkt. Aber auch diese Teams sollten nicht missverstanden und schon gar nicht missachtet werden. Denn viel Fell (Wärmedämmung bei der Jagd im Wasser wie zum Beispiel bei den Pudeln) heißt viel Arbeit. Bling-Bling ist wichtig, aber in seinem Ursprung mach das ganz Gedöns durchaus einen Sinn.

    Süddeutsche: „Auf den Gängen trippeln winzige Yorkshireterrier mit Strassbroschen und Schleifchen im gekämmten Fell an hippiehaften Pullis vorbei, … “ 9.11.2017

    Mono im Pulli
    Mono ist warm bis zu den Ohren. Sein Pulli ist kein Accessoire, sondern eine Notwendigkeit.

    Hirnschmalz und Kernkompetenz

    Niemand erwartet, dass die Hundeausstellungen an sich innerhalb der Kernkompetenz das Autors liegt, denn diesen Zirkus zu durchschauen, fordert schon Eingeweihten eine Menge Nerven und Hirnschmalz ab. Deshalb ist der Blick von ganz weit außen durchaus legitim und vielleicht ein bisschen heilsam. Denn Menschen, die nichts mit Rassehunden und noch weniger mit Ausstellungen zu tun haben, halten uns, mich, euch schlicht für bekloppt. Die arbeiten ihr Ego an den armen Tieren ab. Das scheint eine durchgängige Meinung zu sein, die die Mentalität vieler Teilnehmer tatsächlich gut beschreibt. Allgemeingültig ist sie allerdings nicht.

    Welt: „Sie alle haben eines gemeinsam: Aufs Präsentieren sind sie nicht besonders scharf. Ihre Besitzer dafür umso mehr.“ 11.11.2017 

    Danny im Hippiepullover
    Danny im „Hippiepullover“ – Türkis steht ihm gut.

    Pauschale Urteile gehen immer nach hinten los

    Wer die Szene nicht kennt, aber über sie schreiben muss, sollte natürlich seinen Eindruck schildern, sich aber mit pauschalen Aussagen tunlichst zurückhalten. Denn letztere können eigentlich nur nach hinten losgehen, weil sie von den Insidern schnell als falsch oder tendenziös entlarvt werden.

    Im Zitat oben lässt sich der Autor über die Lust der Hunde am Sich Zeigen aus und greift damit tief ins Klo. Denn es gibt ganz entgegen seiner Vermutung sehr viele Hunde, die großen Spaß daran haben, in den Ring zu gehen. Den gut trainierten Exemplaren sieht man das an jeder Faser ihres Körpers an. Sie sind souverän, aufmerksam und ohne Angst. Ein Hund, der keinen Bock hat, zeigt sich auch nicht und wird in der Folge keine Schnitte im BIS-Ring haben.

    Ich persönlich kenne sehr viele Hunde, die sobald man ihnen eine Showleine um den Hals legt, richtig hibbelig werden. Mein später, gesetzter Mr.Clark war so einer und Mono ist das Paradebeispiel schlechthin. Wäre es erlaubt, könnte ich mit ihm die komplette Choreographie ohne Leine machen (außer es sitzen standheiße Hündinnen am Ring). Er freut sich einfach, dass er mit mir ein Spiel spielen darf. Dabei ist er hoch konzentriert, selbstbewusst und fröhlich.

    Neben meinen Hunden gibt es viele weitere, die mit dem Showring ausschließlich positive Erfahrungen verknüpfen und Spaß daran haben, sich zu zeigen. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie deshalb auch gewinnen. Denn schlussendlich liegt es an den Richtern, die gegebenenfalls Angst und fiese Praktiken tolerieren. Davon, also von den Gezwungenen und den Ausstellern, die fiese Tricks zur Wissenschaft erheben, gibt es ebenfalls reichlich. Nur, damit mir hier keine rosa Brille unterstellt wird.

    Langnasen im Schlafrock. Der Kenner weiß, der Laie wundert sich.
    Langnasen im Schlafrock. Der Kenner weiß, der Laie wundert sich.

    Mach mich warm!

    Nun muss ich aber doch noch einmal zu den Hippiepullovern zurück, denn mit diesem Seitenhieb fühle ich mich und den Rest der Windhundgemeinde falsch verstanden. Der Hippiepullover (ich frage mich, welches Modell der Autor der beiden Artikel auf der Messe gesehen hat) ist kein schickes Accessoire, sondern eine Notwendigkeit. Whippets zum Beispiel (Windhunde FCI Gruppe 10) haben eine konstante Körpertemperatur von rund 39 Grad. In einer recht kalten Halle, wie hier bei der World Dog Show in Leipzig, kühlen sie extrem schnell aus. Um ihre lebenserhaltende Organe warm zu halten und dafür zu sorgen, dass sie sich wohl fühlen, ströppt man ihnen muckelige Pullover oder weiche Mäntel über. Das hat nichts mit Etepetete oder dem Schmuckbedürfnis der Besitzer zu tun. Natürlich gibt es diese Pullover auch in Schön. Schließlich sagt niemand, dass Nützliches zwangsläufig scheiße aussehen muss.

  • When you have two whippets and Scheißwetter!

    When you have two whippets and Scheißwetter!

    Seit Tagen regnet es. Ich weiß, im Sommer habe ich gejammert, dass es nicht regnet. Aber warmer Regen ist naturgemäß anders als kalter Regen in Verbindung mit einem bösen Wind. Der peitscht den Whippets nämlich um die zarten Beine. Das empfinden sie als ein von höheren Mächten geplantes Attentat auf ihre Luxuskörper. Je nach Tagesform kann es aber durchaus sein, dass ich die Schuld trage.

    Wenn der kalte Regen prasselt, dann mutieren meine beiden Rüden zu Meistern des passiven Widerstandes. Kaum zu glauben, wie schwer sie sich machen können, wenn sich eine Hand mit Halsband nähert. Dann wiegt die schmale Nase plötzlich fünf Kilo und liegt wie festgetackert auf bzw. unter der Decke. Letztere muss übrigens unbedingt plüschig sein. Kommt ein ignoranter Mensch auf die Idee, zum Beispiel unsere große schwarze Decke umzudrehen, so dass ihre nicht-plüschige Seite oben liegt, hagelt es vorwurfsvolle Blicke. Tja, und dann rennt man natürlich und drapiert das Lager wieder wie gewünscht. Nicht auszudenken, müsste das zarte Whippettier auf stumpfer Baumwolle oder gar mit einer Pfote auf dem kalten Leder liegen!

  • Out of sight – Grüße aus der Nebelbank

    Out of sight – Grüße aus der Nebelbank

    Die Kombination Morgen, Nebel und Whippets kann eine sehr heikle sein. Der Morgen, weil noch viel Getier unterwegs ist, der Nebel, weil ich in ihm nicht weit gucken kann und die Whippets, weil sie besser gucken können als ich und im Nebel genauso schlecht zu sehen sind, wie das Getier, das am Morgen noch unterwegs ist. Insgesamt vertrackt also.

    Ein Morgen in der Nebelbank
    Der Morgen im Nebel war kalt, aber sehr schön. Wir müssen uns an die Herbsttemperaturen wohl erst wieder gewöhnen.

    Bleiern und grell zugleich

    Aber ich mag Nebel so sehr, dass ich vor ein paar Tagen das Risiko einging und eine Flitzrunde durch die Waschküsche machte. Allerdings hört sich das leichtsinniger an, als es war. Auf Mono und Danny ist Verlass. Sie kennen das Gelände gut und Wild läuft uns dort nur selten über den Weg. Dennoch, die neulich noch gesichteten Wildschweine wollten mir nicht aus dem Kopf. Also schränkte ich den Wohfühlradius der Jungs ein wenig ein, indem ich sie öfter als gewöhnlich in meine Nähe rief.

    Üblicherweise lichtet sich der Dunst schnell, aber an diesem Morgen blieb er. Ganz oben auf unserer Halde bot sich mir ein unwirklich schönes Bild. Ganz merkwürdig dumpf und leise. Das Licht war bleiern und grell zugleich. Aber es war auch saukalt und die Feuchtigkeit kroch schnell durch jede Ritze. Also bloß nicht rumstehen und immer schön in Bewegung bleiben. Aber Zeit für die Panoramas musste sein. (Bitte auf die Galerie klicken, dann könnt ihr sie in der großen Version sehen.)