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Back to the eighties – CAC in der Zeitblase

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Oh nein, ich werde nicht die nächste Größendiskussion anstoßen. Doch Frau Machs Methode, die Whippets bei der CAC in der Castrop-Rauxel zu messen, fand ich eher oldschool. Das Zentimetermaß muss sie aus der gleichen Zeitblase mitgebracht haben, wie die Olympia Schreibmaschine, die während des Richtens monoton vor sich hin klackerte.

Die jährliche CAC-Ausstellung des WCD in Castrop-Rauxel gehört irgendwie dazu, weil sie den Beginn einer Ausstelllungssaison markiert. Und jedes Jahr fühle ich mich in meiner Entscheidung bestätigt, dort nicht zu melden. Der Boden war dieses Jahr genauso glatt wie im letzten, die Ringe waren genauso klein und das Gewusel genauso groß.

Neben der schmalen Zahl von 27 Whippets waren im Rahmen der Veranstaltung 140 Pudel gemeldet, die irgendwo gegroomt werden wollten. Das sind immer wieder sehr tolle Fotomotive, doch mich überkam die Angst, es könnte sich irgendein Süchtel heimlich eine Zigarette anstecken und uns alle mit einem lauten Knall über die Regenbogenbrücke schicken. Denn die Pudelbesitzer pumpten ungefähr die Menge Haarspray in die stickige Hallenluft, die bei der New York Fashion Week konsumiert wird. Kawumm! Irgendwie wollte das nicht aus meinem Kopf.

Frau Mach/SchweizEin tolles Team

In Bezug auf Frau Machs Messmethode wollte mir hingegen nicht aus dem Kopf, dass die Tankanzeige unseres 1980er Mini Special vermutlich mit der gleichen Präzision arbeitet, wie ihr stylisches, gelbes Rollschätzeisen. Es wunderte mich also nicht wirklich, dass die Schweizerin fast alle Rüden als zu groß einstufte und ihnen in der Konsequenz auch fast alle Anwartschaften verweigerte. Ein CAC gab es nicht.

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Monos Tochter First Love semper-crescendo schien sodann die Jugendklasse so gut zu bekommen, dass sie spontan mindestens dreieinhalb Zentimeter wuchs und mit einem sg den Ring verließ. Das CAC der Hündinnen  erhielt Whipcat Geenie in the Bottle. Das BOB gab Frau Mach schließlich an den Veteranen Ch.Shalfleet Silken Shadow.

Frau Mach, ihr Maßband und die Olympia Schreibmaschine waren ein tolles Team. Alle drei schienen in den frühen Achtzigern steckengeblieben zu sein, vollkommen unbeeinflusst von dem, was die letzten 30 Jahre um sie herum passiert ist. Ich habe im Grunde nichts dagegen, wenn eine Richterin streng nach Standard vorgeht. Doch wenn sie es tut, dann bitte auch sehr genau. Denn dann gibt es nur Null oder Eins. Drin oder Draußen. Aber nicht soungefährdrin oder einbisschensehrvieldraußen, nur weil sie die Knicke aus ihrem Vintage-Maßband nicht mehr herausgebügelt kriegt.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

2 Comments

  1. Der Bericht ist ja wieder mal der Hammer , habe ich mich köstlich amüsiert ! Ich kenne Frau Mach ja schon seit vielen Jahren und sie ist immer wieder für Überraschungen gut ! !
    Das letzte mal habe ich bei ihr vor etlichen Jahren ausgestellt und das war ein Azawakh !
    Sie kam mit einem Quitschie auf meine Hündin los . . . . . . . und das war’s dann ! Da habe ich mir geschworen , das tue ich mir nicht mehr an ! !
    LG Ruth

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