Fast täglich

9 Gründe gegen einen Whippet

Anzeige:

Wir befinden uns im Jahre 5 „nach Whippet. Alte Hasen sind wir noch lange nicht, aber auch keine naiven Greenhorns mehr. Wir wissen nun, dass Whippets sich ihre Welt so drehen, wie sie sie gerade brauchen. Ob das ihren Menschen passt, ist erstmal ein ganz anderer Schnack.

Ich würde Mono und Mr.Clark gegen nichts auf der Welt eintauschen. Ich würde mich auch immer wieder für einen Whippet entscheiden, aber der leichtfertige Mensch sei gewarnt. Ein Whippet krempelt das Leben um, und zwar so, dass mit dem Einzug des  Welpen eine neue Zeitrechnung beginnt. Ich schöpfe nun aus meinen Erfahrungen und überspitze ein wenig:

1.Randalierer: So süß ein Whippetwelpe ist, er hat schon mit 12 Wochen Energie für zehn und wird das neue Cassina-Sofa für halsbrecherische Steilwandrennen missbrauchen. Die Bude kann dann kurzfristig aussehen, als hätte eine durchgeknallte Boygroup eine Whiskyparty gefeiert. Wer Angst um seine Komfort-Sitzlandschaft, sein Parkett und seine Teppiche hat, der halte also von der Rasse Whippet einen angemessenen Abstand.

2. Missfits: Whippet-Welpen spielen auf ihre Art. Ob das auch die Art anderer Rassen ist, ist ihnen vollkommen Latte. Der eine oder andere wird also achtkantig aus der Welpenspielgruppe fliegen, nachdem er diverse Fremdrassen nachhaltig traumatisiert hat. Wer Wert auf langfristige soziale Kontakte in einer Hundeschule legt, der schaffe sich besser einen Retriever an.

3. Rotzgören: Der wohlerzogene Junghund wird mit circa 10 bis 13 Monaten sein System rebooten. Der Festplattenreset hat zur Folge, dass er weder seinen Halter wiedererkennt, noch die zuvor erlernten Kommandos auch nur ansatzweise einordnen kann. Zugegebenermaßen schlägt die Pubertät bei allen Hunderassen zu, doch einen Whippet, der sich nicht anleinen lassen will, fängt selbst Usain Bolt nicht ein. Wer also eher zu der gemütlichen Fraktion gehört, sollte in sich gehen und seine Fitness kritisch prüfen.

4.Jagdsäue: Hat der Junghund dann endlich seine Festplatte neu konfiguriert und somit Gehör und Gedächtnis wieder, dann kann es sein, dass er bei Gelegenheit dennoch auf Durchzug stellt. Das kommt vor bei der Sichtung von Eichhörnchen, Mäusen, Ratten, Katzen, Kaninchen, Hasen, Rehen und allem Getier, was vier Beine und ein Fell hat.

Wessen Nervenkostüm kolabiert, wenn das eben noch so liebe Tierchen mit rund 50 km/h im Unterholz verschwindet, der genehmige sich einen Liter Baldrian oder erwäge besser den Kauf eines Bolonkas.

Armes Tuktuk

5.Opportunisten: Ist aus dem Junghund ein im besten Falle fitter und muskulöser Erwachsener geworden, kennt er bereits alle Knöpfe, die er zu seinem Vorteil drücken muss. Dem Fremden mit der köstlich duftenden Bratwurst wird ein Whippet seinen Leidensblick entgegenwerfen: Schau mich an! Siehst du meine Rippen? Ich habe Hunger! Wer es also nicht mag, als asozialer Tierquäler beschimpft zu werden, der seine Hunde hungern lässt, bis das Skelett aus dem Pelz sticht, der kehre schnell allen Windhundrassen den Rücken.

6. Sozialisolierer: Ein Whippet kann einen normalen Hund mit Leichtigkeit ins Koma spielen. Treten sie geballt, also im Rudel auf, mutieren Whippets schnell zu apokalyptischen Reitern. Denn sie wissen genau, dass sie schneller sind als jeder andere Vierbeiner. Der eine oder andere vermeindlich robuste Schäfermix wird nach der Begegnung mit fünf bis acht Whippets seine Lektion fürs Leben gelernt und diverse Sitzungen beim Tierpsychologen nötig haben. Man prüfe also genau, ob die eigene mentale Stärke ausreicht, wenn man nach einem Spaziergang mit anderen Whippethaltern auf seiner lokalen Hundwiese plötzlich gemieden wird wie die Beulenpest.

7.Faule Säcke: Im Haus sind körperlich ausgelastete Whippets mehr Dekoration als Hund. Jedoch dekorieren sie sich mit Vorliebe auf Sofas und Sesseln. Gäste müssen also meist zusehen, wo sie bleiben. Haben letztere Probleme, wenn sich beim Wein eine Langnase hemmungslos an den schwarzen Kaschmirpullover oder den neuen dunkelgrauen Boss Anzug lümmelt, dann sollte der geneigte Hundehalter entweder Fusselrollen verteilen oder gleich einen Nackthund ins Haus holen.

8. Schuldzuschieber: Regen mögen Whippets gar nicht. Hagel-, Graupelschauer und kalter Wind sind die Hölle. Doch die Natur will es, dass sie diesen Wettererscheinungen hin und wieder ausgesetzt sind. Dabei leiden sie demonstrativ. Sie blicken derart vorwurfsvoll und genervt, dass man sich als Mensch fast schuldig fühlt. Damit liegt man nicht ganz falsch, denn der Whippet an sich gibt seinem Menschen die Schuld am Wetter. Der Mensch ist überhaupt an allem Schuld. Man muss sich also daran gewöhnen können, die Inkorporation des Wettergotts zu sein und auch für alles andere Unbill verantwortlich zeichnen zu müssen.

9. Groschengräber: Die Haltung eines Whippets kostet grundsätzlich nicht mehr, als die jedes anderen Hundes. So denkt man zunächst naiv. Doch ein großer Teil aller Whippethalter rennt sehenden Auges in den finanziellen Ruin. Es sei denn natürlich, man hat es so dicke, dass es wurscht ist. Vereinsbeiträge, Ausstellungen, Ankörung, Coursingtraining, Renntraining, Lizenzgebühren, Meldegelder. Theoretisch liefe das Whippetleben auch ohne diesen ganzen Tullux rund, doch kaum ein Whippethalter kann sich dem entziehen. Das kommt von ganz alleine und schließlich gibt man – ganz freiwillig – nicht nur ein Vermögen für Schaffelle, Decken, Hundeschlafsäcke und Halsbänder aus, sondern buttert den Rest in die rassegerechte Bespaßung des zarten Hundes.

Wie eingangs erwähnt, der Whippet dreht sich seine Welt so, wie er sie haben will. Sein Besitzer dreht sich mit und merkt es erst, wenn es längst zu spät ist. Dann hängt er nämlich schon mitten drin in einer Parallelwelt, deren Existenz er sich in der Zeit vor Whippet im Traum nicht hätte vorstellen können. Und die neun Gründe gegen einen Whippet sind ihm dann auch egal. Es gib nämlich noch viel mehr, die für ihn sprechen.

82 Kommentare

  1. Absolut genial. Danke………….

  2. Toll geschrieben und so wahr. Ich hatte so bedenken, dass mein zierlicher kleiner Whippet in der Welpenspielgruppe von den böööösen Boxern und Labbis und Terriern gemobbt wird. Und dann sah ich meinen „Kleinen“ rumrennen immer im Kreis mit kleinen Unterbrechnungen, um den anderen ins Fell zu beissen. 😀 Ich möchte noch hinzufügen (ganz subjektiv, und gilt bestimmt nicht für alle Whippets):

    10. … neigen zum sinnlosen Herumstehen ind er Wohnung. Bevorzug vor dem Fernseher oder in der Tür. Und warum? Sie wissen es nicht! Vielleicht ist der Korb zu kalt, das Kissen zu hart oder einfach nur die Tür verschlossen, in dem das Bett steht.

    11. … sind entweder Futtermäkeler oder Fresssäue. irgendetwas dazwischen ist mir nicht bekannt. Gut gemeinte Ratschläge den Hund einfach hungern zu lassen, enden damit, dass man nochmal losfährt und ein teureres, noch besseres Futter holt. Die Optik des „armen dünnen Hundes“ wind durch den leidenen Blick unterstützt. Frauchen verbieten Herrchen das Zufüttern. der wiederrum schmeißt heimlich Käse hin.

    12. Verrichten ihr Geschäft ungern im Regen. Frauchen steht also draußen und bitte liebe voll den Hund nun endlich sein Geschäft zu machen. Doch der Whippet will nicht. Der Rasen ist nass und zudem viel zu hoch. Also geht er wieder in Haus, um nach 5 Minuten (wenn die ganze Regenkluft schon aus ist) jämmerlich wimmenrd vor der Tür steht, dass er raus muss. Draußen angekommen – gleichen Spiel wie vorher. 😀

    • Ja, die Futtermäkler und die Fresser. Ich habe von jeder Sorte einen. Und ich habe auch einen Käsewerfer. Das scheint wirklich symptomatisch zu sein und typisch männlich.

      Dieser Punkt ist sehr wichtig. Danke für die Ergänzung.

      Entspannte Grüße

  3. Wie wahr!! ….seufzt eine, die sich gerade den zweiten ins Haus geholt hat……

  4. Kurz gesagt: Ein Whippett ist eigentlich eine Katze! Sieht nur eher aus wie ein Hund. So in etwa wenigstens…

    Wir haben übrigens auch nach dem 271sten wheezy-wheezy-wheezy-whoosh Erbarmen gezeigt und Teppiche auf’s Parkett gepackt. Der Bodenbelag ist einfach zu fies für diese Rasse.

    Und beim Sofa hilft Büffelleder oder anderes Dickleder. Da können die lieben Kleinen wetzen bis der Arzt kommt: Man sieht nichts!

    Ansonsten stimme ich allen anderen genannten Aspekten voll und ganz zu. Dein Text hat diese wunderbare Rasse auf den Punkt gebracht.

    Vielen Dank für die erbauliche Lektüre =oD

  5. Hahahaha… perfekt geschrieben, danke 🙂

    Festplattenreset – also DAS erklärt dann doch so einiges. Lennox (s2) hat das gerade erst hinter sich „Sitz?`WER ist denn nur dieser SITZ? Kennicknich…“, und Barney (8 Monate) ist wohl auch bald dran, wobei er noch nach dem Motto „oh heiliges Frauchen, was kann ich für Dich tun?“ unterwegs ist… hach, goldene Welpenzeit… 😉

    Aaaaber: auf der „Gründe FÜR Whippets“ fallen mir mindestens …wenn nicht noch mehr ein… WhippeZZZZZ rule!!!! 😉

    • Offenbar sind die Zweiten oft so. Mono ist auch ein Streber. Er hat die Pubertät einfach übersprungen. Mr.Clark hingegen war mit 13 Monaten eine richtig harte Nuss. Aber man wächst ja an seinen Erfahrungen.

      Entspannte Grüße

  6. Es gab auch eine Zeit, da wollte ich mit meinem Programm „Jeder sollte einen Whippet haben“, auf Tourne gehen.
    Dann stellte sich jedoch herraus, daß er so penetrant und unverschämt im Bett, unter der Decke, zwischen uns schläft, daß ich mit Sicherheit nicht dafür bei anderen Familien verantwortlich ein wollte.
    Also stillschweigend hingenommen, daß man kläglich versagt hat bei dem Kampf um die Schlafstätte und nach einem zweiten Whippet Ausschau gehalten.

    • In Hotels und im Urlaub nehmen sich die beiden einfach das Recht heraus, im Bett zu schlafen, obwohl sie es zu Hause nicht dürfen. Aber auf die Dauer würde ich kein Auge zu kriegen mit diesen Gräten auf oder unter der Decke.

      Entspannte Grüße

    • …ja mit gutem Gewissen kann man keinen Whippet bei einem noch „intaktem“ Partnerleben empfehlen ;-)…. auch mein Whippchen ist unverschämt, wenn es um Bettgeschichten geht und möchte am Liebsten immer mittendrin sein…. ob ein zweites Whippchen dem Abhilfe schaffen würde – ich vermute es wären dann einfach zwei Schelme unter der Decke :-)…

      • Eben …. ein intaktes Partnerleben ist auch weiterhin mein Ziel. 😉 Und genau deshalb dürfen die Jungs auch nur manchmal unter die Decke.

        Entspannte Grüße

      • Wir haben 2 Jungs und beide auf meiner Seite unter meiner Decke, wenn Decke verrutscht wird Frauchen solange angestoßen bis sie mechanisch die Decke anhebt. Mein Partner ist morgens fit und ausgeruht , wohingegen ich aussehe wie gerade von der Nachtschicht gekommen. Der Versuch die Jungs aus dem Bett zu halten scheiterte daran , dass keiner im Haus mehr schlafen konnte. …

    • das ist cool. ich lach mich schlapp!
      Ich wollte auch einen Sau erzogenen Hund der nicht ins Bett kommt, Couch war ja okay. Ich habe auch nicht wirklich lange durchgehalten. Sie schläft jetzt bei Ihrem Herrchen unter der Bettdecke….herrlich

  7. …besser kann man einen Whippet wohl nicht erklären – kicher – kicher

  8. Einfach herrlich auf den Punkt gebracht – ich lese Deine Artikel so gerne, da sie so ehrlich wahr sind!
    Danke Karla

  9. Genial!!!!
    Aber ob ich wirklich mein Hirn bei der Entscheidung einschalten werde? Ich werds euch wissen lassen 🙂

  10. Hahaha, kann ich zu 100% unterschreiben!

  11. und mir fällt da auch noch ein weiterer Punkt ein liebe Karla, Whippets sind absolute Rassisten: oh toll ein anderer Ausserirdischer der Rasse Whippet; bäh ein was auch immer anders gearteter Canide, der dazu noch klein und langhaarig ist, schon wird die sanfte Langnase an unserem Leinenende zur reißenden Bestie, die jegliche Art von Erziehung vermissen lässt…
    Danke für die vorgenannten Gründe, ich werde jedem Welpeninteressenten diese Punkte gut vor Augen halten!

    • Die kleinen Wuschel sind in der Tat sehr gefährdet. Vor allem wenn sie ganz alleine an einem einsamen Strand hin und her taumeln. Von Weitem sehen sie dann sehr verlockend aus ….. 😉

      Entspannte Grüße

    • Stichwort Rassisten: Mich begleitet ein Jugendlicher auf einem Spaziergang mit meinen 4 Whippen. Uns kommt eine andere Hunderasse entgegen. Meine Meute kläfft, benimmt sich wie Sau. Der Jugendliche: „Warum sind deine Hunde so unfreundlich?“ „Sie mögen eben keine anderen Rassen.“ Pause – Nachdenken. Dann kam seine Erklärung: „Dann sind die Whippets wohl die Nazis unter den Hunden.“ (3. Reich war wohl gerade Unterrichtsstoff in Geschichte).

  12. absolut genial 🙂

  13. Genial geschrieben, ich kann 5, 7, 8 und 9 unterschreiben, wobei ich bei 9 die ganze Schuld auf mich nehme ….
    LG Sabine

  14. Einmal Whippchen immer Whippchen 🙂 – so treffend geschrieben!

  15. Fulminant, excellent, grandios, ehrlich und herzerwärmend die Beschreibung dieser so tollen Tiere.

    Alle Punkte – inkl. der Zusatzpunkte – treffen vollkommen zu!

    Wir haben zur Zeit 2 Whippet-Rüden und dies als unerfahrene Hundebesitzer.
    Eros ist 27 Monate, schwarz, eine Mimose, zwar elegant, aber eine volle Rennsau, aber auch stur und wählerisch.
    Chunni ist 15 Monate, braun gestromt, ein Halbstarker, rennt wie ein Bauer, hat vor nichts Angst, ein voller Kuschler und sonst brav.
    2 Hunde, so grundverschieden, Halbgeschwister (gleiche Mutter und die Väter sind auch Brüder) und doch eine Einheit.

    Wenn ich mit den Hunden angeleint spazieren gehen, werde ich oft angesprochen, weil diese Hunde so schön und doch hierzulande selten sind. Nur das Leinegehen macht erst Spass, wenn diese ausgepowert sind, sonst ist es eher müßig.
    Beim Kommando Leine ab, bekommen fremde Leute erst richtig Angst, wegen dem hohen Speed und dem Renntempo hautnah beim Herrl vorbei.

    Ein Whippet an der Leine ist schon fast wie Tierquälerei 😉

    Unser Fazit: Einmal Whippet, immer wieder Whippet!!!

    PS: Eine Fortsetzung der Beschreibung wird gewünscht!!! 😉

  16. Hm, ich könnte nocheinmal, wie Mona oben erwähnte, auf die manchmal abenteuerliche Fressgewohnheiten, auf den angepassten Fuhrpark und auf whippettypische Schrullen eingehen.

    Demnächst in diesem Kino. 😉

    Entspannte Grüße

  17. Als wir uns für einen whippet entschieden, hatten wir als erfahrene Hundebesitzer überlegt, ob bei so einem zarten Hündchen überhaupt eine Hunde Haftpflichtversicherung nötig sei….zum Glück siegte das Sicherheitsbedürfnis. Coco hat in der kurzen Zeit unserer Familienzusammengehörigkeit nicht nur meine Freundin wie einen Baum gefällt, indem sie torpedoartig in sie hineingerannt ist, sondern auch Innenohr Hörgeräte für Erdnüsse gehalten und geknackt. …..wir lieben sie…..immer wieder whippet!
    Vielen Dank für die originelle Warnung, sie kommt zum Glück zu spät…

    • Oh, Hörgeräte knacken ist aber kein Kavaliersdelikt mehr.

      Ich stelle mir immmer vor, meine Hunde sehen ein Eichhörchen, mir rutschen die Leinen aus der Hand, sie rennen auf die Straße, ein Tanklastzug muss ausweichen und fährt in einen Supermarkt. Führt man sich diese Kette ein einziges Mal vor Augen, dann gibt es plötzlich nichts Dringenderes mehr, als eine Haftpflichtversicherung.

      Entspannte Grüße

  18. Ha haaaaaa- sehr treffend geschrieben. Wunderbar beobachtet!

  19. Wie wahr. Respekt an alle glückliche Whippet-Besitzer! Wir unterschreiben auch alles, es ist noch zu ergänzen, dass die Whippets gern schnell die Düfte/Parfüms benutzen, die jeder Whippet-Besitzer so gern riecht – von totem Fisch bis Fuchskaki:-) So nichts für feine Nase!

  20. Wir holten unseren ersten Whippet vor fast 35 Jahren, so genial hat sie noch niemand beschrieben, ironisch und doch sehr, sehr treffend. DANKE!!!

    • Gern geschehen. 🙂

      Ich nehme also noch weitere Punkte auf:

      Die Fressgewohnheiten hatte ich ja schon oben.
      Das sinnlose Rumstehen kann Mr.Clark sehr gut.
      Wälzen in fiesem Zeug. Das können auch andere Rassen gut, aber bei den Whippets sieht es immer so elegant aus.

      Wenn ich die noch ergänze, werden demnächst alle Züchter auf ihren Welpen hocken blieben. Das hört sich alles zu schrecklich an.. 😉

      Entspannte Grüße

      • Bitte denke auch bei einer gelegendlich vorgesehenen Ergänzung an die bergige Wohnung.
        Wh sind in der Lage, jedweden eindringenden Sonnenstrahl als Lagerfläche zu nutzen. Daraus ergibt sich, bedingt durch das in der Wohnung bestehende Verharrungsvermögen der Wh, dass der Blick der Zweibeiner stets zum Fußboden gerichtet sein MUSS, damit man rechtzeitig über die Fellknäuell steigen kann. Ansonsten Dank für die treffliche Beschreibung.

  21. Könnte auch für Galgos zutreffen

  22. Gratuliere, toll geschrieben und so zutreffend. Nach einigen Jahren Whippetwelpen-Abstinenz wird mir das alles wieder bewusst mit meinem Energie geladenen 5 Monate altem Whippetgirl „Grace“. Was dem Whippikind Grace alles in den Sinn kommt (und auch ausführt!) ist meinen Galgos und Podengo Portugues nie in den Sinn gekommen, aber es macht doch Spass !

  23. So eine ehrlich tolle Beschreibung…diese trifft auch mit allen Ergänzungen auf meine beiden Damen zu. 5 und 3 Jahre alt. Nachdem ich nach 2 Jahren mit dem ersten Whippet einen neuen Partner kennenlernte, musste die Dame zu meiner Tochter ins Bett….Mein Mann hatte angst vor Hunden und liebte Katzen….als dann die Tochter auf Klassenfahrt war brauchte die Kleine ihn nur schmachtend ansehen…es sah aus als hätte sie tränen in den Augen ….schon ging die Bettdecke hoch und sie hatte ihren Platz wieder. Mittlerweile sind wir verheiratet und haben einen 2. der natürlich auch unter der Decke pennt. Selbst im Wohnmobil sind beide schneller im Alkoven als wir…

  24. Hallo, dieser Artikel ist so nett und genial geschrieben. Ich muss es immer wieder lesen und schmunzeln.
    Wir haben eine Whippethündin und sind total verliebt in die kleine, sie bereichert unser Leben so sehr. Sie ist jetzt 3 und wird nicht allein bleiben, da es jetzt beschlossen ist, ihr noch eine Spielgefährtin dazu zu holen. Ich als Frauchen verbringe irre viel Zeit mit ihr und es macht mir solchen Spaß.
    Aber ich mache nicht gern Werbung für diese Rasse, da ich keine Lust habe das der Whippet, wie z.B. Mops oder Retriever eine Modehund wird, da passt dein Artikel perfekt in mein Konzept
    Liebe Grüße aus dem Norden

    • Danke! 🙂

      Ich bin sicher, dass Whippets niemals zu Modehunden werden. Dazu sind sie viel zu speziell. Innerlich wie äußerlich. Es liegt aber auch in der Hand der Züchter, diese tollen Hunde nicht als butterweiche Schmusebacken zu bewerben. Das sind sie nämlich nur zu Hälfte. Die andere Hälfte hat es ganz schön in sich und wird für meinen Geschmack viel zu oft verschwiegen.

      Entspannte Grüße

  25. Liebe Karla, dein Schreibstil -wie immer- einfach nur köstlich und zum Vertiefen sämtlicher Lachfalten hervorragend geeignet !!! Perfekte Rassebeschreibung:-) Ich werde beim FCI beantragen, den internationalen Rassestandard um oben aufgeführte Punkte umgehend zu erweitern:-)
    Liebe Grüße aus der Nachbarstadt

  26. Hallihallo, nachdem Isabelle 4 Jahre in Gesellschaft mit Corgis und Katzen gelebt hat ist Ende Mai diesen Jahres ja eine bestechend süße Tochter von Mono eingezogen.
    Große dunkle Mondseen mit einem steinerweichenden Blick…
    Alles Tarnung kann ich nur sagen. Wie du schon sagtest, Aktivmonster erster Güte.
    Wenn sie nicht gleichzeitig soo lieb wäre und das auch immer wieder zeigt bevor die Nerven bluten wenn sie wieder mal mit einer Macke aus dem Unterholz kommt.
    Isabelle lag immer brav und selbstzufrieden auf der Couch. Tut Faye auch, nachdem sie besagte Achterbahn daraus gemmacht hat, die Couch ist zum Glück hundetauglich. Die kleineren Teppiche muss ich ja nur einfach wieder gerade ziehen wenn sie sich an den Wänden oder Möbeln hochgekrempelt haben. Bisher hat sie JEDEN Hund platt gespielt außer Tante Amelie und Vater Mono.
    Wir erwarten dann also in absehbarer Zeit die Pubertät und ich stähle bis dahin meine Nerven, vielleicht wird es nicht so arg.
    Wer zu uns kommt kennt die haarigen Corgis und die Katzen und sich muss sich halt entsprechend anziehen oder leise leiden…
    Regen? Schlamm? Für Faye gibt es nur Wetter und diese Rakete steigt immer!
    Da waren meine Doberdamen empfindsamer und auch Isabelle fand und findet Regen entwürdigend. Faye ist alles wurscht, Hauptsache Leine los.
    Nun ja, es gibt halt so viel nette Dinge für die lieben Kleinen, das muss jeder mit sich ausmachen ob der Liebling noch Halsband Nummer xund zwanzig braucht.:)))
    Hund im Bett? Never, nicht nach 28 Jahren mit Hunden.
    Isabelle schlief gleich in der ersten Nacht neben mir und Faye fand sich auch gerne in dieses Schicksal. Dank getrennter Schlafzimmer, bessere Hälfte zersägt nachts halbe Wälder, sind die nicht schnarchenden Whippen, incl. der Katzen, eher als wohltuend zu beschreiben.
    Resultat unter dem Strich: ich freue mich mehr über die beiden Grazien und bin froh das zweite mit dazu genommen zu haben. Meine bessere Hälfte war kritisch aber wenn ich sehe wie beide beschmust werden muss ich lächeln.
    Die Dünnen wissen wirklich wie sie einen kriegen!
    LG
    Michael

  27. 100 Prozent Zustimmung, ganz toll geschrieben, habe Tränen gelacht :))))
    Hab heut Geburtstag…das war mein schönstes Geschenk, Danke dafür !!!
    Liebe Grüße Vicky mit Bande ( Whippet im Rudel…lol )

  28. Klasse, dieser Artikel! Danke!

  29. Herrlich, köstlich und sonst noch alles – ich hab‘ mich einfach nur scheckig gelacht. Genauso san’s und treffender kann man es nicht beschreiben. Danke Karla für so viel Vergnügen am Abend.
    LG Monika

  30. Tanja und Macy

    Das haut zu 100% Prozent hin.
    Mit den Rasisten stimmt auch wir haben so eine.
    Zu andren total miss drauf (außer wenn der oder die jenige ein total Simpartisch ist denn nicht)
    Und zu anderen Whippets total freundlich außer wenn es ein aufdringlich Rude ist denn würde sie in schon mal die Meinung sagen.
    LG Tanja und Macy

  31. Whippets sind wohl die einzige Hunderasse, die auch bei 30 Grad Außentemperatur unbedingt in einem dickgepolsterten Hundebett mit zusätzlicher Schaffelleinlage unter dem darauf platzierten Steppbett schlafen müssen, um dann nach 10 Minuten wieder hechelnd aufzutauchen, 5 Minuten „Frischluft“ zu ziehen und wieder unter dem Steppbett abzutauchen.

  32. Punkt 5 passt nicht ganz. bei Fremden wird einfach die bratwurst o.ä. geklaut. 😉

  33. Hallo, wir leben ebenfalls im Jahr 5 „n.W.“ und können alles bestätigen. Ich würde noch einen weiteren Punkt aufnehmen (in der Hoffnung, dass es nicht nur bei uns so ist): Die Trinkwasserschüssel steht im Bad. Das hat auch seinen Grund, denn bei unserem Wippchen läuft es wie folgt: Möglichst viel Wasser aufschlabbern, ein bißchen runterschlucken, und den Rest langsam aus den Lefzen tropfen lassen, während man eine entspannte Runde im Bad dreht. Immer, wenn ich ins Bad gehe, habe ich nasse Socken. Grauenhaft!

  34. Was ist das eigentlich für ein Artikel wir haben auch einen whippet und werden uns bald den nächsten zulegen weil es eine tolle Hunderasse ist. Wir gehen jeden Tag mit ihm rennen er hört perfekt auf alle Befehle und Zuhause ist er einfach nur süß. Es ist ja klar des er ander spielt aber bei Hunden ist es so wie bei Menschen jeder ist anders ! Und wenn man sie gut erzieht sind sie ganz tolle Hunde !!!

  35. Wir haben unwissend so ein zartes abgemagertes und hilfloses Geschöpf aus Griechenland adoptiert. Wir befinden uns jetzt im 10. Monat und ich klammere mich noch an die sozialen Kontakte in unserem Wuselclub aus 25 cm hohen Strassenhunden. Heute hat sie uns, eine mit Matsch versiffte Tüte schüttelnd, allesamt zu Dalmatinern gemacht und direkt danach in einem der kleinen Freunde eine Beute erkannt. Mir wurden einige gute Hundeschulen empfohlen. Jetzt liegt sie, das 5. ihr angebotenen Hundebett missachtend, lang ausgetreckt auf dem harten Boden und schläft. Ich bin verloren 🙂

  36. Dirk Klostermann

    Ergänzend sei nicht verschwiegen, dass ein halbstarkes Whippet Mädchen keinerlei Respekt vor seinem Herrchen hat. Weder vor seinen Weihnachtsfrikadellen, noch vor seinem Navi – erst recht nicht vor seinem neuen Mercedes. Hier wird gefressen und zernagt, was das Gebiss hergibt. Dem anschließenden unschuldigen Blick kann Herrchen jedoch nicht widerstehen, erst recht nicht wenn er dann auch noch gnadenlos niedergeschmust wird. – Typisch Mädchen. Wie im richtigen Leben….

    • Hallo Herr Klostermann,

      das sehe ich anders. Solch zerstörerische Anwandlungen würde ich nicht dulden. Ebensowenig wie den Bulettenklau. Whippets können sehr, sehr dreist sein, aber wenn man ihnen klar macht, dass „Autofressen“ verboten ist, dann verstehen sie das relativ schnell.

      Entspannte Grüße

  37. Ich hab mich und unseren Turbo (13 Monate geballte Whippet-Power) wiedererkannt und herzlich gelacht! Sie treiben einen in den Wahnsinn, und man liebt sie doch bedingungslos 🙂

  38. Maja Wehmann

    Karla, so klasse geschrieben. Ich erkenn mich und meine beiden in ganz vielen Punkten wieder. Speziell eine meiner beiden hat einen amerikanischen Vater und ist ein Kamikazewhippet vor dem Herrn. Sooo gelacht. Danke

  39. ohhhh mein Gott!!! Wisst ihr welche Stichwort ich im Google eingegeben habe? Whippet, stur, jagen, rassist
    und was finde ich? die Erlösung!!!
    Vielen Dank liebe Karla. Wir waren ja so „nichtwissend“!! Erfahrene Galgo-Besitzer sind wir. Tja, die Kleinen sind aber auch noch süss dachten wir, als unsere Galga starb und unser Männchen danach mehrere Monate nichts mehr essen wollte. Und als Lilou im Internet ausgeschriebe war, haben wir uns sofort gemeldet. Klar, wir haben bei der Züchterin nachgefragt und ja, wir haben uns auch Literatur über Whippet reingezogen… Kurz auf den Punkt gebracht:
    Ich gehe seit letzten Sommer, als die liebe Lilou bei uns einzog (damals 6 Monate alt), jede Woche regelmässig einmal ins Hundetraining. Macht es ihr Spass? Ja. Macht es mir Spass? Ja natürlich. Gehörcht Madame? Ja und wie! Hält sie sich auch ausserhalb der Hundeschule an das gelernte? Pustekuchen!!!
    Ich finde dein Text ist der Hammer! Also ich hatte Tränen in den Augen. Jetzt bin ich total erleichtert. So sehr ich die Kleine liebe… ich habe total an mir selbst gezweifelt. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf der ganzen Linie versagt habe… Das ich alles falsch mache… ich schlage auch nie ein Tier (oder Menschen :-)) aber noch nie wurde ich so herausgefordert mit der Faust im Sack auf die Backenzähne beissend…
    Die Erlösung! Danke für eure Beiträge. Ich fühle mich grad 60 kg leichter!

  40. Thomas W.

    Danke! Danke! Danke!

    Etwas wehmütig habe ich den schönen, wohl sehr fundierten und sachlichen Bericht und die Kommentare dazu gelesen und habe dabei immer wieder gedacht: Was gibt es doch für problemlose, folgsame, konstruktive und zuverlässige Hunde – wie etwa die Whippets. Nun ist es nicht so, daß ich irgendwelche tiefergehenden Erfahrungen mit Hunden hätte – ich war lediglich mal für 23 Jahre der Sklave eines kleinen Rudels von egomanischen Bambikillern. Daß ich übrigens damals zufällig selbst der Jagdausübungsberechtigte war, hat die Sache für mich nur bedingt verbessert – für die Vierbeiner allerdings sehr. Insgesamt waren es fünf Individuen und gemeinhin nennt man solche Spinner: Saluki…

    Nun werde ich langsam alt, schwach und meine Nerven sind auch nicht mehr die besten. Aber ein kleines Hunderudel mit kleinen, braven und folgsamen Schmusehunden würde mir schon gefallen. Und ich habe mich – Hardcore-Whippetmenschen mögen es mir nachsehen – ganz einfach in die Silken Windsprites verguckt, ja verliebt. Nachdem was ich bis jetzt sehen konnte möchte ich sagen: Ja, mentalitätsmäßig können da schon 99% Whippet drin sein… …also ziemlich problemlos (? – gibt’s hier kein Smiley für „ich lach‘ mich tot“?).

    Vergeßt nicht Eure Hunde zu streicheln – und von allfälligen Beileidsbekundungen bitte ich Abstand zu nehmen!

    Grüße, Thomas

  41. Thomas W.

    P.S. Tippfehlerteufel: Die „Babikiller“ waren natürlich Bambikiller, nicht daß jemand noch etwas anderes denkt.

  42. Liebe Karla,

    selbst als zufriedener Halter einer Bouvierdame, die eher Ähnlichkeit mit einem zu klein geratenen Kuschelgrizzly hat, als mit einem Caniden, möchte man eigentlich Deine ganzen Gegenargumente umgehend in den Wind schießen, mindestens zwei Whippets kaufen und dazu ein Cottage an der englischen Küste mit 5 km Strand vor der Hütte. Die Bouvierdame könnte das Cottage bewachen, und ich könnte mich an der Energie der Whippets erfreuen. Wo kann man mal Whippets hier in der Nähe von Tübingen laufen sehen?

    Herzlich
    Norbert Kraas

  43. Evelyn SCHULZ

    Köstlich! Wir holen morgen 2 13Wochen alte Whippets in unser Parkettboden-Heim und sind mehr als gespannt!!?

  44. Kennt ihr auch den ich bin schon drei aber eigentlich noch Welpe Typ. Kleidung wird in der Wohnung verteilt. ..dass ist dann aufräumen. Und Frauchen kann weder allein zur Toilette, noch in den Keller, noch überhaupt irgendwo allein hin.

    Wenn der Kollege gestreichelt wird springe ich auf den Schoß des Menschen, weil ich im Vordergrund stehe…..

    Das Problem jegliche Gegenwehr und Strenge verfliegt , nach einem eindringlichem Blick. …

  45. Hallo, erkenne unsere Whippetdame in jedem Satz wieder. Herrlich. Da auf einen Windhund ein zweiter folgt, haben wir uns vor 1,5 Jahren für eine Silken Windsprite Hündin entschieden und sind nun dieser Rasse verfallen, hoffnungslos, so das nächstes Jahr No. 3, eine Langhaar Whippethündin einzieht. Eine gesunde, aber kostspielige Sucht!

  46. Wunderbar geschrieben! !!
    Jetzt weiß ich, warum ich seit 45 Jahren mit Sloughis zusammen lebe, da ist es noch 200 % schlimmer. ?

  47. Reni Thiedemann

    Der Artikel könnte auch heißen: “ Im Jahre so-und-so nach Galgo“, oder „Podenco“, oder „Greyhound“, oder “ „, oder “ „, oder “ „. Das gilt doch eingentlich für alle Windis. Ich hatte vor 9 Jahren bereits einen Whippet und wurde vor 2 Jahren von einem Galgo adoptiert und es gleicht sich eigentlich. Aber wer einmal dem Windhundvirus erlegen ist, der kann einfach nicht anders und die Langnasen finden immer wieder ihren weg zu einem. Windhundmenschen sind eben anders als andere Hundemenschen. Und das ist auch gut so.

  48. Wood Castle Typ

    Hallo liebe Mitinfizierten!
    Wir haben seit 1,5 Jahren unseren Whippet Conrad. Auch für uns gab es damit eine Zeitenwende – und (wie oben schon beschrieben) ist das auch gut so!!!
    Er ist aber leider ein Jäger vor dem Herren und schmeißt sich nach jeder „Jagdattacke“ in Erwartung des unausweichlich Folgenden vor mir auf den Rücken und ich kann außer Knurren und der „Ich bin das Herrchen“ – Pose nichts weiter ausrichten.
    Nun mein eigentliches Problem: Wir hatten bis zum Sommer 2015 eine Katze, es war keine wirkliche Liebe zwischen den Beiden. Im Garten hat er sie gejagt, im Haus hatten sie wenigstens Respekt voreinander. Nun haben wir uns auf innigsten Wunsch unseres Sohnes einen neuen kleinen Kater zugelegt.
    Wer kann mir hilfreiche Tipps geben, wie eine Annäherung ohne Totalschaden gelingen könnte?

    • Wood Castle Typ

      Hallo, die Annäherung Whippetrüde – kleiner Kater scheint zu gelingen. Am Anfang haben wir bei der Fütterung von Conrad den Kater in der Transportbox daneben gestellt. Die anfängliche Action ist dann der Irritation gewichen, jetzt wirds von der Whippetseite entspannter. Dafür geht das Katerchen Bruno spielerisch immer öfter auf Angriff. So lange bis es Conrad satt hat und in sein Bett geht. Wir hätten es nicht geglaubt aber es scheint zu gelingen. Dann wäre diese Strategie evtl. auch als Anleitung für andere geeignet. Wenn die beiden doch irgendwann gemeinsam schnarchen, mache ich ein Bild, wenn ihr wollt….

  49. Danuta Sayffaerth

    Bravo fantastisch geschrieben und beschrieben.Wir haben unseren ersten Whippet Woodstock seid 3 Jahren und erleben jeden tag neue Variante seines verhalten. Alles was du so wunderbar beschreibst trifft 100% zu.
    Ich habe die Seite per Zufall entdeckt es bleibt meine Lektüre .Vielen Dank und weiter so!!!!!!!!!

  50. Nachtrag zu meinem Beitrag vom 08. Juli vergangenen Jahres.

    Da war ich also Mitte letzten November an einem kalten Wochenende durch halb Deutschland gefahren um mir zwei Hunde aus dem Tierschutz anzuschauen. Ich fand zwei überaus freundliche Exemplare vor. Lieb, folgsam, aufs Beste erzogen und dann auch gesund und traumhaft schön. Auf den Feldern wurden sie abgeleint und kamen auf Zuruf immer (!) sofort zurück, spielten sanft mit anderen spielfreudigen Hunden, egal welchen Geschlechts, ließen von grummeligen Hunden sofort ab, gingen auch an der Flexileine bei Fuß wie ein Gebrauchshund. Der Zaun ihres Gartens war kein Meter hoch, sie dachten gar nicht daran da drüber zu springen, auch wenn sich interessante Kreaturen daran vorbei bewegten, sie jene auch mal anbellten. Dass es an diesem Wochenende in Norddeutschland auch noch permanent in Strömen regnete sei als Ergänzung dazu gesagt, einen Regenmantel trugen die Hunde nicht.

    Ich schwöre bei allem was mir heilig ist, genau so war es. Diese unkastrierten Wurfgeschwister, die mich auch gleich innig mochten, musste ich haben. Über Monate wurde dann viel telefoniert, E-Mails, ja sogar Briefe geschrieben. Ich bekam sie ohne Begründung nicht, sie sitzen noch immer auf ihrer Pflegestelle. Mir ging es dabei wirklich überhaupt nicht gut.

    Ach, habe ich das schon erwähnt? Es handelt sich um zwei … Saluki-Rüden… Und: es ist immer fraglich von „dem“ Saluki oder „dem“ Whippet zu sprechen.

    So hätte diese Geschichte also ein trauriges Ende finden können.

    Letzten Dienstag besuchte ich eine andere Windhund-Pflegestelle aus ganz anderen Gesprächsgründen. Dass sich dort auch eine Saluki-Hündin befindet war mir bekannt, hatte mich aber nicht sonderlich interessiert, weil ich eigentlich ein Paar Hunde suchte und die Hündin nur zu mindestens einem weiteren Windhund vermittelt werden sollte. Außerdem wollte ich mich nach der bitteren Enttäuschung so schnell nicht wieder in einen anderen Hund verlieben, den ich vielleicht auch wieder nicht bekommen würde. Da war sie also, ein Saluki vom alten Schlag, auch noch kurzhaarig, sehr zurückhaltend, vorsichtig ausgedrückt, den Eindrück äußerster Schüchternheit verbreitend, dabei hatte sie am Vortag noch eine vertraute Windhundkollegin tierarztreif gebissen. Völlig unerzogen, mit der Welt weitestgehend unbekannt und z.B. auch nicht stubenrein. Und dann kam sie zu mir, erst verhalten neugierig, dann ließ sie sich von mir ganz doll streicheln. Ich sei der erste Mann seit einem halben Jahr auf der Pflegestelle, der sie anfassen dürfe, meinte ihre Pflegemama. Und dann die Frage, ob ich mir vorstellen könne dieser Hündin ein Zuhause zu geben. Sofort. Amira, die Prinzessin, hatte sich mich ausgesucht… Wir sind sofort eine Lebenspartnerschaft eingegangen. Demnächst wird Amira ihren eigenen Blog bekommen unter amiras-saluki-blog.de . Übrigens: Amira ist eine Wurfschwester der beiden wundervollen Rüden in Norddeutschland…

    Das Glück – und der Wahnsinn – kann weitergehen.

    Grüße – und streichelt eure Hunde.

    Thomas und Amira. Wuff.

    • Hi, das selbe habe ich auch erlebt. Ich hatte mich auch um einen Windhund beworben und nicht bekommen. Begründung:
      1.
      Es geht nicht das ich den Hund nicht mir ins Bett nehme, (Bemerkung ich habe noch einen Dalmatiner und 2 Hunde im Bett ist einer zuviel. da kann man ja nicht schlafen) Und ich wollte nicht unterscheiden, wer darf und wer nicht.
      2. meine Arbeit. Ich arbeite, komme aber mittags nach Hause. Es geht nicht das man einen Hund so lange allein lässt, war eine Argumentation. ÄH, entweder ich arbeite und kann mir einen Hund leisten oder man hat einen reichen oder gut verdienenden Mann, was ich leider nicht habe.

      jetzt habe ich einen Whippet vom Züchter und er ist mein ein und alles neben der alten Dalmatinerdame. Schade für den Tierschutz solche Forderungen zu stellen

  51. Elfriede Schibgilla

    Ganz toll geschrieben, meine Frau und ich haben uns wieder erkannt. Barnaby so heisst unser Schlingel, weiss auch ganz genau wie er sein Ziel erreichen kann, wenn es heisst ein Leckerchen zu erhaschen. Mal ganz ehrlich wir lieben Whippets : – )

  52. Marion Eckardt-Grefermann

    Super beschrieben, und nun kommt erstmals ein ABER: Ich habe einen Junghund, der die Whippets ins Koma gespielt hat… Sowas gibt es! Eine Braque Du Bourbonnais Hündin, die die zukünftige Jagdgefährtin meines Mannes werden soll. Gerade mal ein Whippet kann da noch mithalten…. meine Tirza. Aber auch die guckt meist gequält: Mama nicht DIE schon wieder.
    Freundliche Grüße von der Ausnahmefront ;o)))

  53. Pingback: Schrankwand auf der Flucht - Doctor Speed

  54. So schön… Man erkennt seine Hunde wieder und ist froh nicht alleine zu leiden oder der einzig bescheuerte Mensch zu sein. Wir hatten einen Golden Retriever und als er 13 war, wollte meine Frau einen Hund, der von unserem Golden noch ein wenig mit erzogen wird, bevor….
    Meine Bedingung war, das der Hund nicht so schwer ist (Treppen tragen wenn krank) und nicht so fusselt (Anzüge). Präsentiert wurde mir ein unkomplizierte Whippet. Max 15 Kg, riechen nicht, kurze Haare. Ich durfte mich entscheiden ob ich ja oder ja sage. Ich entschied mich für Variante 1. Der erste Whippet zog dann bei uns ein. Der arme Hund weckte sofort mein Beschützerinstinkt. So ein armes Wauzi….. Unschuldiger Blick und kann sich so klein machen. Und Hunger hat der bestimmt auch. Und so kurze Haare und so handlich… – Ausnahmsweise stimmte ich der Anwesenheit des Hundes auf der Couch zu. Klar machte ich, das kein Hund ins Bett kommt. Nie und nimmer. – Das hielt ich auch konsequent 5 min durch. Da ich Mann bin und niemals aufgebe oder kapituliere galten die gleichen Regeln für Whippet Nr. 2, Nr. 3, Nr. 4 und dem letzten einem Langhaarwhippet.
    4 x Whippet und keiner ist wie der Andere und doch so viele Gemeinsamkeiten. Fasziniert sah ich immer dem Rotationsprinzip am Futternapf zu. Hin, rausholen, weitergehen, nächster Hund. Unser Golden hatte erste den Platz geräumt, wenn der Napf durchgelutscht war…. Hatte ich das Glück auf der Couch liegen zu können, gab es jedoch immer ein Handflächen großes Plätzchen, in dem genau ein Whippet Platz hatte. So ein Zufall. Lag ein Hund vor mir auf der Couch nahm er die Fläche eines Fußballfeldes ein und ich konnte mir eines der 100 Hundekörbchen aussuchen, die mind. genauso bequem waren. (Die Dinger sind echt praktisch. Man kann hinfallen wo man will und tut sich nicht weh – man braucht auch keine Angst zu haben, das da ein Whippet drin liegt. Die liegen nur auf Couch oder Bett). Und wie die Götter liegen… Entspannt auf dem Rücken. Schlafend für die Ewigkeit. Außer…. es knistert etwas. Wie eine Startglocke zum Rennen. Sofort standen alle parat und schauten einen Wehleidig an, als bekämen sie nie was zu futtern. Die andere Variante des Schnellstarts waren das vergessene Schließen des Gartentores, das Öffnen des Autos am Spazierweg. Die moderne Antriebstechnik der Raketenherstellung wurde 1:1 von den Whippets übernommen. Ich gebe zu, das dies zu den fantastischen Erlebnissen gehört und man nicht die Langeweile wie mit einem normalen Hund hat. Vor allem: Man kann ohne zu lügen sagen: „ich gehe jeden Tag mit meinem Hund bis der 20 KM runter hat“. Das das gerade mal 10 min. dauert ist nebensächlich. Auch sind es sehr soziale Tiere, die auf jedes Lebewesen freudig zugehen. Sie geben z.B. den Katzen des Ortes die faire Chance sitzen zu bleiben. Und wenn diese zu feige sind und wegrennen, dann sind die Whippets so fair und machen keinen Frühstart. Auch sind sie draußen großartige Helfer. Im Garten helfen sie immer beim Äste schneiden und auch das gelegentlich Umgraben des Gartens übernehmen Sie gerne und ohne x-fache Aufforderung. Ebenso zeigen Sie uns sofort an, wo gedüngt wurde.
    Doch mittlerweile kann ich verstehen, warum Whippets die Hunderasse ist, die oft zu zweit oder dritt gehalten wird. Dies Hunde haben einen einzigartigen Charm, dem kaum einer widerstehen kann. Unsere Whippets haben 1a draußen gehört und kamen auf dem ersten Pfiff wieder. Ein Futternapf reicht für alle zusammen. Da kommt es zu keinem Streit. Man sieht es ihnen nach, das sie Holzmöbel lieben und dies am liebsten in Spänchenform lieben. Whippets riechen nicht wenn sie im Wasser waren und auch das Düngerparfüm lässt sich mehr als schnell abwaschen mit einem feuchten Lappen. Auch das ständige im Weg stehen der Hunde nimmt man als endlose Anhänglichkeit hin. Auch das immerwährende Nerven wenn Sie unter die Decke wollen nimmt man im Winter dankbar als Wärmflasche an. Die ausgefressenen Stofftiere sind eigtl. auch sehr schnell wieder weggeräumt und schaffen Platz für Neuanschaffungen. Auch die Anteilnahme am Körpergewicht des Menschen stellt eine Aufopferung des treu ergebenen Whippets dar, wenn er mal von der Anrichte ein Steak nehmen sollte. Sicher will er seinem Frauchen/Herrchen nur die mühsame Arbeit des Kleinschneidens ersparen. Auch bei Keksen musste ich feststellen, dass Hunde sich aufopfern, das wir Menschen keine wertvollen Kekse entsorgen müssen, weil sie abgelaufen sind. Auch geben sie uns deutlich zu versteh was gut schmeckt und was nicht. Auch im Haushalt sind sie behilflich und säubern in mühevoller Kleinarbeit auch die letzte Ritze des Katzennapfes. Sie scheuen auch keine Hindernisse und zeigen ihre akrobatischen Fähigkeiten bis ins letzte. Auch verzeihen Sie uns Menschen, wenn wir sie nicht freiwillig auf die Straße lassen und das Gartentor verschlossen haben. Ohne zu Murren setzen sie dann über 1,60 m hohe Hindernisse und gönnen uns eine Ruhepause, bis sie wieder zurück sind – So geschafft, das sie es nur mit mit Mühe durch das dann offene Tor schaffen. Mit letzter Kraft schaffen sie es dann auf die Couch. Der selige Schlaf auf dem Rücken liegender Whippets lässt auch den Letzen dahin schmelzen und alles vergessen…

    • A.Lindhorst

      Hallo,
      ich bin noch etwas verdutzt über die „Eigenarten “ meiner Whippethündin ,die sich .mich aussuchte vor 2 Monaten. Meine Mutter hatte „Milli“ haben wollen ,aber wurde von Milli keines Blickes gewürdigt, Milli guckte nur zu mir rüber, ignorierte alle anderen Annährungsversuche, bis meine Mutter aufgab und sagte, der Hund will nicht zu mir. Seitdem ist es mein Hundemädchen, was sich ganz klein zusammenrollen kann,so klein ,das ich sie doch beschützen muss. Sie liegt auf dem Teppich vor dem Hundenapf ,schaut mich innig an ,dann den Napf, dann innig zu mir,dann auf den leeren Napf…..! Sie ruht auf dem Teppich sanft schlummernd und auf der teuren Felldecke die sie sich so lange zurechtzupft und dreht bis ein Nestchen entstanden ist in das sie sich dann reinwummelt,,ich habe gerade so über Andreas Text gelacht, Milli ruht,,schaut nicht hoch während ich über die Texte Tränen lachen muss, MiIlli hält die Augen fest geschlossen , liegt Engelhaft,,,sooo ein lieber Hund,,,aber das leiseste Rascheln einer Chipstüte würde sie umgehend wecken..Ich bin echt noch verdutzt über so einen Hund,,der weder mit unserem früheren Biegel noch mit meiner längst verstorbenen Schäferhundmischlingshündin zu vergleichen ist. und sie ist einfach so lieb und so wohlerzogen,, Nur wenn ich aus der Tür bin wird der Hund selbstständig und sass überall drauf überall drin ,,hat alles „benutzt“ was sie mir vorher abgeguckt hat und wird zur Diebin,,! Milli hat ein Versteck hinter dem Sofakisse,,von 2 meiner Hosen abgedeckt und einer weissen Bluse von mir die ich Weihnachten anhatte,,in ihrem Versteck fand ich ihre Kauknochen und eine CD in Weihnachtsgechenkpapier ,die Milli zu ihren Knochen gelegt hatte hinter die Kissen ,,so einen Hund hatte ich noch nicht

  55. Ich habe über all diese wundervollen Geschichten geschmunzelt und herzhaft gelacht! Es war ein
    großartiges Vergnügen diese wunderbaren Tiere zu lieben und zu bewundern!!!

    Ja, sie sind eine Lebensphilosphie !!! …. sie machen so viel Freude und ….!!!

    Ich hätte allem widersprochen, wenn ich nicht die Erfahrung hätte machen dürfen um meine Vorstellungen zu verändern. Hallo, danke Whippets! Ihr seit großartig!!!

  56. …ich lese es mir nun schon zum was weiß ich wie vielten Male durch und komme absolut jedes Mal so sehr ins Schmunzeln :)))
    Auch noch bevor meine zuckersüße, wunderbare und auch sehr „freche-verrückte-faustdick hinter den Ohren habende“ Whippet-Madame *Alba* durchgelesen und trotz allem war es um mich geschehen!!
    … und ich würde sie niemals mehr missen wollen, auch, wenn sie gerade mit ihren 12 Monaten sehr, seeeehr anstrengend sein kann… doch sie hat es bereits geschafft, dass ihr mein Herz gehört*

  57. Es liegt mir noch etwas auf dem Herzen,,wo ich unsicher bin ,da die Hunde die ich vorher hatte gehört haben beim Spaziergang ohne Leihne. Milli kommt vom Züchter und war sehr schüchtern und schreckhaft,sie ist sehr brav und folgsam und gut erzogen. Aber sie hat auch ihren „Dickkopf“ mit Angst gepaart. Sie ist 2 mal abgehauen,,das erste mal am 2.ten Tag in ihrem neuen Zuhause-400 Km. enfernt von ihrem alten Zuhause ,wo sie 5 Jahre lebte. Sie war meinem Vater weggelaufen, der sie von der Leine abmachte,, sie hörte erst aufs Wort und dann rannte sie davon ,,kein Rufen half ?,, ,Nach 2 Tagen hatten wir sie wieder. ,Man merkt dem Hund nicht wirklich an ,,was in ihr vorgeht,,sie wurde nach 2 Tagen gefunden und als sie entkräftet war ,,liess sie sich mitnehmen,,, aber Milli sucht sich die Menschen aus. Nach 3 Wochen ist sie mir weggelaufen ,,in der Zwischenzeit hatte ich sie nur an der Leine,,,ich machte sie von der leine ab ,,sie hörte super,,wollte irgendwann nicht mehr weitergehen und lief in die entgegengesetzte Richtung von mir weg,, je mehr ich rief .. um so schneller rannte sie! Stunden später trotte sie nach Hause ,,den Weg wusste sie glücklicherweise schon,, sie war wohl auf ihrem Ausflug von einem Hund gebissen worden. In die Kehle war sie gebissen worden und beide Ohren bluteten und hatten Bissspuren,, Ich lasse sie nicht mehr von der Leine,, was schade ist,, aber ich kann ihr da leider nicht mehr trauen ,ich weiss nicht was in ihr vor geht ,wenn sie wegrennt ? Hat jemand einen Tipp für mich?

  58. Danke für den Artikel! So treffend hat noch keiner die kleinen liebenswerten Biester beschrieben. Sie können einen zur Weißglut bringen und sind dann Sekunden später wieder dermaßen zum Verlieben, dass man Ihnen alles verzeiht. Ich habe zwei Rüden – damit ist der Wahnsinn garantiert.
    Während ich das schreibe, schlappert der eine gerade mal locker im Vorbeigehen mit der Zunge aus meiner Teetasse vom niedrigen Wohnzimmertisch – fahrlässig von mir…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.