Autor: Karla Schwede

  • Ein Maulkorb für die Kolumnistin?

    Ein Maulkorb für die Kolumnistin?

    Wie ich eben von Angelika Heydrich, der leitenden Redakteurin der DWZRV-Verbandszeitschrift Unsere Windhunde erfuhr, hat der Richtervertrauensmann und Vorsitzende des Zuchtrichterausschusses sie offiziell aufgefordert, meine Kolumne einzustellen. Im Namen der DWZRV-Richterschaft.

    Angelika Heydrich wird das zunächst nicht tun. Meine Kolumne für die Ausgabe Mai 2013 liegt der Redaktion schon vor. Seit heute morgen hat sie fast prophetische Züge, denn ich habe sie geschrieben, bevor ich von dem Ansinnen erfuhr.

    Ich muss davon ausgehen, dass die Richterschaft des DWZRV auf der letzten Richtertagung einstimmig oder zumindest mehrheitlich beschlossen hat, mich in der UW nicht mehr lesen zu wollen. Sonst hätte sie wohl kaum den Richtervertrauensmann beauftragt, in ihrem Sinne zu handeln und Frau Heydrich ihre Forderung zu unterbreiten.

    Nun frage ich mich, was an meinen Kolumnen so gefährlich ist, dass die Richterschaft sie verbannen und somit allen anderen Lesern entziehen will? Wie viel Kritik, Satire, Humor, Wahrheit oder wie man es auch immer nennen will, können der Verband bzw. die Richterschaft vertragen, wenn sie nach ein paar kleinen Spitzen schon mit dem Maulkorb winken?

  • LCO Coursing in Gelsenkirchen

    LCO Coursing in Gelsenkirchen

    Auf dem Gelände des WRV Westfalen-Ruhr in Gelsenkirchen starteten heute bei traumhaftem Wetter – wer hätte gedacht, dass ich das in diesem Monat noch schreiben würde – Afghanen, Whippets und Windspiele zum LOC Coursing.

    Ich schaue Afghanen zwar gerne an, würde aber keinen haben wollen. Die Fellpflege triebe mich an den Rand des Wahnsinns. Vermutlich hätte ich schnell einen Rastafari in Hundegestalt in meiner Begleitung. Deshalb überlasse ich Haltung und Pflege lieber den passionierten Bürstenschwingern, die dafür sorgen, dass das Fell ihrer großen Jäger luftig, leicht und fotogen im Winde weht.

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    Immer gut für eine coole Frisur.

    Das Morgenlicht war toll, seine Nutzung hingegen nicht ganz einfach. Denn dort wo wir Fotografen uns in die Wiese werfen durften, kam es aus einer ungünstigen Richtung, dort wo es perfekt gewesen wäre, hätten wir die Hunde irritiert. Also verbrachte ich eigentlich mehr Zeit damit, die unterschiedlichen Standorte zu testen, als damit die Hunde abzulichten. Eine kleine Ausbeute habe ich dennoch mitbringen können. Die Coursing-Spezies Stefan Schawo und Jürgen Bürger haben mit Sicherheit ein paar Bilder mehr, denn sie waren bei den zweiten Läufen auch noch dabei.

    Bitte respektiert das Copyright. Wer Interesse an einem der Bilder hat, schreibe mir bitte eine kurze Mail.

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  • Markier mir – Kacke-Aktion in New York

    Markier mir – Kacke-Aktion in New York

    DOG POOP PROJECT – Mit ein paar Dosen Sprühkreide und einer Schablone unter dem Arm wandert Jang Cho durch Queens, New York. Er markiert – wie passend – die Hinterlassenschaften der vielen dort lebenden Hunde und ihrer Besitzer, die es offenbar schwer im Kreuz oder leicht an der Birne haben.

  • Die Rippe an sich

    Die Rippe an sich

    Täglich, immer wieder, überall. Die Ausnahme ist zur Regel geworden. Es gibt deutlich mehr dicke, als normal gewichtige Hunde. Längst hat der Teufelskreis zugeschlagen, der bestimmt, dass die Masse recht hat. Fast alle sehen so aus, deshalb ist das richtig.

    Viele Windhundbesitzer werden diese Frage kennen: „Die müssen so sein, ne?“ Hundeliebhaber, die sich mit anderen Rassen auskennen oder auch nicht, vermeiden die Bezeichnung zu dünn, um höflicherweise ihrem Gegenüber nicht auf die Füße zu treten. Doch schwingt manchmal mit diesem die müssen so sein ein Unterton mit, der eine deutliche Sprache spricht. Das ist nichts für mich. Das macht gar nichts! Ich könnte mir kein Leben mit einem Schäferhund oder Labrador vorstellen. Jeder wie und was er möchte.

    Da ist doch was faul

    Doch in viele Köpfe haben sich schlimme Bilder eingebrannt. Bis auf die Knochen abgemagert Wesen, vergessen, geschunden, gequält. Tierschutzvereine sorgen täglich für den Nachschub von entsetzlichen Bildern, damit auch ja niemand vergisst, dass das Elend allgegenwärtig ist. Schließlich lässt nur Mitleid die Spenden fließen. Das hat zur Folge, dass sich dünn im Verständnis der Allgemeinheit untrennbar mit sträflicher Vernachlässigung und Tierquälerei verknüpft. Die Rippe an sich wird zum Indikator für einen schlechten Charakter. Denn ist sie sichtbar, dann ist etwas faul. Dann kommen all die schlimmen Bilder hoch, die täglich serviert werden. Und in die Schublade will nun wirklich keiner.

    Die Rippe

    Wohl genährt müssen sie sein. Besser etwas zu rund, als zu schlank. Denn welcher Hundehalter will sich schon vorwerfen lassen, er vernachlässige seinen geliebten Gefährten, spare am Futter und seiner Versorgung. Hauptsache das Tier wird satt, selbst wenn der Mensch dann nichts zu Beißen hat. So wird es zumindest vollmundig behauptet. Ein wohl – bis überfütterter Hunde soll augenscheinlich von dem Wohlstand und der Tierliebe seines Halter zeugen. Denn ist der Hund schon klapprig ist, dann geht es bestimmt richtig bergab.

    Zu viel gewollt

    Da Windhunde nach wie vor im Straßenbild recht selten sind, fallen sie natürlich auf. Sie heben sich aus der Masse der Labradore, Jack-Russel-Terrier, Boxer, Huskies usw., denn im Vergleich polarisieren sie. Zwischen vielen Komplimenten, Bewunderungsbekundungen und begeisterten Kommentaren blitzen immer wieder die von kompletter Ahnungslosigkeit angetriebenen Vorwürfe durch. Zu dünn, unterernährt, also vernachlässigt. Ganz ohne Absicht hat der Tierschutz hier ein Zerrbild geschaffen, das sich sogar im Lebensentwurf von Windhundbesitzern spiegelt. Sehr oft treffe ich eine Dame mit mehreren adoptierten Galgos. Sie hat ihr komplettes Rudel derart fett gefüttert, dass ich mich jedes Mal frage, wie sich die im Grunde zarten Wesen auf ihren Beinen halten können. Ihre Begründung: „Denen ging es früher so schlecht. Bei mir sollen sie es besser haben.“

  • Bekloppten-TV

    Bekloppten-TV

    Ich sehe dieses Programm zwar jeden Tag, aber auf den Rheinwiesen ist das Bekloppten-TV immer noch einen Zacken irrer. Anders kann man das einfach nicht nennen, was die Jungs dort abziehen, denn sie pflügen derart den Acker um, dass der Staub noch Stunden später in großen Wolken flussabwärts zieht.

    Dabei ist es immer wieder spannend zu beobachten, wie sich das Hundevolk im Freilauf verhält. Mr.Clark achtet penibelst darauf, dass ihm kein Junggemüse zu nah auf die Pelle rückt. Er würde auch Mono am liebsten verbieten, sich mit ihm abzugeben, doch das hat er nicht zu entscheiden.

    Frosch mit Fell

    Hündinnen werden schleimerisch wedelnd begrüßt, erwachsenen Rüden nach klaren Kriterien geduldet. Wer mittelgroß bis klein ist und auf dicke Hose macht, hat ein Problem. Souverän, freundlich und mit Ausstrahlung wird hingegen gerne genommen. Alles andere ignoriert man  zugunsten der Mäusejagd.

    Mono betrachtet jeden Vierbeiner zunächst einmal als Flitzpartner. Seine Antennen melden ihm allerdings recht schnell, ob sein Gegenüber dafür taugt oder nicht. Kleine, wuschelige Fußhupen nutzt er gerne als Ping-Pong-Bälle. Je panischer sie flüchten, je lauter sie quieken, desto besser. In solchen Momenten braucht sogar der immer gutmütige Pazifist eine klare Ansage.

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  • Vatergefühle?

    Vatergefühle?

    Seine Welpen hat Mono noch nie gesehen. Sie können also nicht die Ursachen seiner Anwandlungen sein. Oder doch? Natürlich hat er seine Babies an mir gerochen. Aber löst dieser Geruch eine Übersprungshandlung im Rüdenhirn aus?

    Den Fuchs pflegt er zumindest so, als wäre er einer Seinesgleichen. Er wird betüddelt, beknabbert, abgeschleckt und bis ins letzte Kunstpelzhaar gereinigt. Kommen wir zurück nach Hause, müssen Aufenthaltsort und allgemeiner Zustand sofort gecheckt werden.

    Mono und der Fuchs

    Ich habe gestern abend einen Testballon gestartet, indem ich ihm den Fuchs streitig gemacht und ihn knurrend verteidigt habe. Mein für den außenstehenden Betrachter mit Sicherheit urkomisches Gebahren hat Mono fast in die Verzweifelung getrieben. Als ich seinen Fuchs wieder frei gab, spulte er das komplette Kontrollritual von vorne ab: Alles dran? Alles in Ordnung?

    Mono und der Fuchs

    Ulkig. Ich dachte immer, dieses Verhalten sei den Hündinnen vorbehalten. Aber vielleicht ist Mono einfach nur ein besonders sozialer Whippet.

  • EU beschließt das Verbot von Hundebier

    EU beschließt das Verbot von Hundebier

    Das ist mal ein Schluck aus der Pulle! Die Hersteller laufen Sturm. Gerade haben sie ihre Produktion auf reißenden Absatz eigestellt, da kommt der Hammer aus Brüssel. Irreführender Etikettenschwindel sei ihr Gebräu. Schließlich darf nur dort Bier ‚draufstehen, wo Bier drin ist. Die Tassen hoch auf das deutsche Reinheitsgebot!

    Mr.Clark leicht angeschickert

    Nun mag so manches Herrchen schwer enttäuscht sein. War es doch so heimelich, wenn sich neben ihm auch noch sein geliebter Hund beim Fussballgucken ordentlich die Kante geben konnte. Doch ich persönlich begrüße das Verbot, denn Mr.Clark ist mir schon viel zu sehr auf den Geschmack gekommen. Nicht ganz unschuldig daran ist die freundliche Dame an der Kasse unseres Futter- und Ball-Dealers. Jedes Mal steckt sie ihm ein Fläschchen zu. Und jedes Mal haben wir den Salat.

    Mr.Clark außer Kontrolle

    Eine paar Schlucke reichen und Mr.Clark fängt an zu pöbeln. Schmuzige Lieder folgen auf leicht dämliches Grinsen und unkontrolliertes Sabbern. Das in der Regel kontrolliert erhabene Tier mutiert zu einer Lachpille. Jetzt ist zum Glück Schluss mit dem heimlichen Bierchen.

    Hatte man nach der Krümmung der Gurken noch das Gefühl, dass die in Brüssel tödliche Langeweile herrschen muss, darf zu dieser Entscheidung Beifall geklatscht werden.

  • Mono wird Bester Rüde in Köln

    Mono Bester Rüde in Köln
    Mono, Conte del Aqua semper-crescendo, erhielt heute in Köln von der schwedischen Richterin Ingela Kyrklund das CAC und wurde Bester Rüde. Den Bericht und mehr Fotos von der Ausstellung gibt es morgen.
  • Frohe Ostern, oder?

    Frohe Ostern, oder?

    Ich wünsche allen Freunden und Lesern frohe Osterfeiertage. Ob sie allerdings so froh wie in den letzten Jahren werden, bleibt abzuwarten. Denn den Osterhasen hat es beinahe dahingerafft. Hier direkt vor unserer Haustür. (Alle Kinder jetzt bitte mal wegschauen!)

    Die Kälte, die Anstrengungen der letzten Tage und die Tatsache, dass das Osterwochenende im Schneechaos versinken wird, haben ihn in eine tiefe Depression gestürzt. Alle Aufmunterungsversuche seitens Mr.Clark prallten ab. Monos eher forsche Art mit Langohren umzugehen, hätte ihn sogar fast wieder vertrieben. Nur geduldiges, sanftes Zureden konnte ihn überzeugen, noch zu bleiben.

    Der Osterhase in Nöten
    Och wie herzig!

    Doch die Bemühungen der Whippets um ihn muteten ihm bald zu aufgesetzt und vor allem zu aufdringlich an. Schnell dämmerte es dem ohnhin schon überaus paranoiden und melancholischen TIer, dass die Jungs mehr von ihm wollten, als nur seinen üblichen Osterdienst.

    Der Osterhase in Nöten
    Dieser Hase lässt sich sträflich hängen. So ein Schlaffsack!
    Osterhase
    Vorne schmeckt besser, als hinten …
    Osterhase
    Oder ist es vielleicht doch umgekehrt?

    Natürlich haben weder Mono noch Mr.Clark unserem geschätzten Jean-Marie Le Champ ein Hasenhäarchen gekrümmt. Schließlich gehört er zur Familie. Außerdem fehlt ihm ein ganz wesentliches Feature: Er kann nicht weglaufen. Das macht ihn für die Jungs – zu seinem Glück – auf die Dauer uninteressant.

  • Hallo Mini-Monos

    Hallo Mini-Monos

    Das haut den stärksten Eisenbieger aus dem Anzug! Alle Welpen von Eve und Mono haben Monos Farbe. Zwei Hündinnen und zwei Rüden kamen am 26.März 2013 im Hause semper-crescendo zur Welt und sie sehen allesamt aus wie winzige Klone ihres Vaters.

    First-Litter semper-cresendo Whippets
    First Love semper-crescendo – Die Hündin hat ein weißes Herz auf dem Popo. Aus Karasar’s Jaama Quiddity und Conte del Aqua semper-crescendo, geboren am 26.März 2013.

    Nicht nur ich war sehr gespannt, wie die Farben der Welpen werden würden. Viel weiß, so dachte ich, ganz sicher mit schwarzen Augen, vielleicht sandfarbene oder orange Platten in allen möglichen Verteilungen, ein oder zwei mit schwarzer Maske. Aber dass sich alle vier Welpen für den Panzerknacker-Look entschieden haben, ist eine echte Überraschung. (Mit Monos Farbe und ihrer Herkunft hatte ich mich schon vor längerer Zeit beschäftigt.)

    Der schwarze Überflug ist deutlich zu sehen, ebenso wie die schwarzen Ohren und die schwarze Maske. First Choice ist jetzt schon sehr hell, richtig gold-blond. Er wird also ganz sicher noch heller sandfarben werden, als Mono es jetzt ist. Die Hündin First Class semper-crescendo hat wie Mono eine Welle auf dem Po, First Love (Hündin) ein weißes Herz, First Choice (Rüde) hat ein Jäckchen an und einen dicken Punkt auf dem Rücken, First Knight (Rüde) einen weißen und ein sandfarbenen Hinterlauf.

    Alle Welpen sind sehr propper und fit, genauso wie Eve, die mit Argusaugen über sie wacht. Danke Sandra, dass ich bei der Geburt dabei sein durfte.