Fast täglich

Yoga für die Schokoladenseite

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Endlos viele Fotos und Anzeigen bevölkern das Netz. Sie zeigen perfekt gestellte Hunde in mehr oder weniger schöner Umgebung, die die vergangenen und aktuellen Erfolge ihrer Aussteller und/oder Züchter dokumentieren.

Was die Handler bzw. Besitzer alles anstellen, damit der Hund schön steht, bekommt man in der Regel gar nicht zu sehen. Oft steht außerhalb des Bildausschnittes noch eine Person die animiert, die ein Spielzeug oder ein Leckerchen wirft. Dabei entstehen oft sehr schöne Fotos, die gar keinen Hehl daraus machen, dass der Hund an einer Showleine in Positur gerückt wurde. Hässlich wird es jedoch dann, wenn zwar eine Leine auf digitalem Wege aus dem Foto verschwindet, aber die tiefen Würgestriemen am Hals noch deutlich zu sehen sind.

Doch selbst wenn ein Foto gut gelungen ist, kann es nur eine Idee von z.B. den Umrisslinien, den Winkelungen und dem Ausdruck eines Hunde geben. Es bildet nur die eine Sekunde ab. Manchmal zeigt diese Sekunde tatsächlich die beste Seite eines Tieres, manchmal nicht. Die Aussagekraft dieses einen Moments ist also nur sehr gering und deshalb mit Vorsicht zu genießen.

Wenn der Fotograf seinen Standpunkt nur um ein paar Zentimeter verändert, wirkt ein Hund kürzer oder länger. Je nach Perspektive wirken seine Beine kürzer oder länger, sein Hals dicker oder wahlweise schlank, eine Rückenlinie flach oder stark gewölbt. Der Bruchteil einer Sekunde reicht aus, um einen Gesamteindruck komplett zu verändern. Es ist also nicht ganz einfach, genau den Schokoladenmoment zu erwischen.

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Auf der Jagd nach letzterem waren Sandra Biesenbach, Liane Bertlich und ich vor ein paar Tagen. Man könnte zwar meinen, wir hätten uns zu einer Stunde Freiluftyoga verabredet, aber das täuscht. Wir wollten vielmehr schicke Fotos vom Jungvolk in Gestalt von Nelly (In Vita semper-crescendo), Fee (Fairytale of Little Goblin), Turtle (Estelle of Little Goblin) und Danny (Enjoy The Silence of Little Goblin) machen.

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Turtle, Estelle of Little Goblin
Estelle of Little Goblin – Die besten Portraits entstehen sowieso immer, wenn sich der/die Portraitierte unbeobachtet fühlt.

Was mit erfahrenen und gut trainierten Hunden ratzfatz geht, dauert mit hibbelnden Teennies natürlich deutlich länger und erfordert viel Humor und Geduld. Aber einfach wäre ja auch langweilig. Wir hatten zumindest großen Spaß und die jungen Whippets eine Lektion, wie sie ihre Energie in die Konzentration auf eine Keks umwandeln können. Zwei Sekunden Stillstehen? Schaffst du schon!

edit: Solche Fotos sind immer Produkte einer tollen Teamarbeit, bei der die Kamera natürlich herumgereicht wird. Vielen lieben Dank also an Sandra und Liane! 

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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