In einem Beet direkt am Wegesrand sitzt eine mikroskopisch kleine Meise. Zwar schon befedert, aber offensichtlich noch nicht flügge, ist sie wohl aus ihrem Nest gefallen. Ein paar gierige Elstern hocken oben im Baum und lassen sie nicht aus den Augen. Mono schnüffelt den winzigen Vogel ab. „Nein Mono! Lass ihn!“
Heulkrampf beim Lieblingsfilm
Ich drehe mich zu Danny um und sehe, dass sich der Karabiner seiner Leine in der Öse des Halsbands verdreht hat. Ich richte ihn also und setzte unseren Spaziergang durch den Park fort. Die Natur ist immer wieder grausam, denke ich, und muss an den Film „Die Wüste lebt“ denken. (Oder war das ein anderer Lieblingsfilm?) Als ich klein war, hatte ich nach der Szene mit dem verwaisten Pelikanbaby einen Heulkrampf. Und schaute ich dieses Epos heute noch einmal, bräuchte ich ganz sicher wieder ein Taschentuch.
Mono geht ruhig und entspannt an meiner rechten Seite. Hin und wieder schaut er etwas scheel zu mir hoch. Was hat er bloß? Er guckt, als hätte er ein Gewissensproblem, soweit Hunde so etwas haben können.
Mono ist hin und her gerissen! Einerseits will er alles richtig machen. Andererseits steuern ihn seine Instinkte. Ein klassisches Dilemma. Besonders für die Meise.
Rüden verraten sich immer!
Ein paar hundert Meter weiter setzt Mono zum Markieren an einem Baum an. Er wendet und dreht mir dabei seine rechte Seite zu. „Stop! Mono, was hast du da?“ ( Nach den letzten Meldungen bin ich recht rigoros.) Aus seinem Maul ragen die Spitzen zweier winzig kleiner Federn. Sein Blick wandelt sich von scheel zu verstockt. „Mono! Aus!!“ Er zögert ein paar Sekunden, spuckt mir aber dann artig ein kleines Bündel vor die Füße. Die Meise!
Ich tottere: „Mono! Kann ich dir nicht eine Sekunde den Rücken zu drehen? Wolltest du Sterbehilfe leisten oder was?“ Nahezu verzweifelt schaut er immer wieder auf den winzigen Vogel. Dann zu mir. Dieser Whippet will immer alles richtig machen, hört aber auch auf die Stimme in seinem Kopf. Könnte er sprechen, dann wäre seine Stimme tief und sanft: „Ja, Mist ne! Der blöde Instinkt!“
Am 17.04 und am 23.04 haben die ersten Trainingsrunden auf der Sandbahn in Gelsenkirchen stattgefunden. Ich habe ein paar meiner Fotos dieser beiden Tage zusammengefasst.
Natürlich waren weder Mono noch Danny dabei, aber ich bin gerne hin und wieder dort, um ein paar Experimente zu machen. Denn mein Vater lehrte mich, ein Konzept über seine Grenzen hinaus zu treiben. Er lehrte mich, eine Idee immer und immer wieder in Frage zu stellen und sie in jede erdenkliche Richtung zu erweitern. Denn nur so könnte ich ihre Grenzen kennenlernen.
Respekt the copyright. Don’t download, don’t copy.
Ohne Kopf aber trotzdem klasse. Ich mag die Farben und den scharfen Popo
Eines meiner Lieblingsfotos der letzten beiden Wochenenden. Ganz hart an der Grenze und wohl genau deswegen.
Umgekehrt – Ich mag das Foto, weil es mal nicht ausschließlich den Hund, sondern hauptsächlich die Situation bei seinem Start zeigt.
Die Flugphase ist nicht die schönste. Das ist ein Bild, das ich mit „geht so gerade noch“ bezeichnen würde.
Ein Brett – die Canon EOS 5DsR erlaubt mir krasse Ausschnitte. Allerdings ist sie nicht die Schnellste und kann mir deshalb nicht jede Flugphase zeigen. Aber die ist gut.
Auch ein Grenzfall. Scharfer Körper – unscharfer Kopf
Knackpopo! Das mag ich.
Geht so. Könnte besser sein.
Hier ist der Grenzbereich erreicht. Maximaler Speed. Ich mag das Foto, aber zielgruppentauglich ist es ganz sicher nicht.
Geisterfahrer! Sehr schön und auch schon bei Instagram gepostet.
Eine scharfe Pfote. Ich liebe, liebe, liebe diese Windspiel. In Schwarz-Weiß ist es noch besser.
Perfekt bei 1/60 sek. Die Faustregel sagt, Brennweite gleich maximale Belichtungszeit.Who cares? Ich hatte die 200mm 1:2,0 Festbrennweite
Geil, aber auch ganz hart an der Grenze.
Eines meiner Lieblingsbilder bei 1/60 sek.
Recht hat er. So wie die eines Rennwagens z.B., dessen Grenzbereich sein Fahrer genau ausloten muss, damit er ihn zu hundert Prozent im Griff hat. Wer niemals aus der Kurve fliegt, wird niemals wissen, wo Schluss ist. Schließlich geht es allein um das Gefühl für den Punkt, der exakt die Kante des Machbaren beschreibt. Aber den muss man erst einmal finden.
Dieser Punkt ist allerdings ein sehr subjektiver. Nicht im Motorsport, denn abgeflogen und eingeschlagen ist objektiv Mist. In der Fotografie hingegen hat er immer mit der persönlichen Sicht auf die Wirklichkeit zu tun. Diese ist meine.
edit: Meine Gedanken zu den Fotos entnehmt bitte den Bildunterschriften.
Jetzt geht es wieder los. Das Gras wächst höher und höher. Spätestens im Juli reicht es mir dann bis zur Hüfte. Mono und Danny toben täglich darin herum, gehen also das Risiko ein, sich Zecken ohne Ende zu einfangen.
Milos, seine Schäferhündin Mina und ihr neues Bernsteinhalsband brachten mich darauf, dass ich mal wieder über einen adäquaten Schutz meiner Hunde gegen Zecken nachdenken muss. Bernsteinhalsbänder haben wir nicht, da ich sie für eine schlichte Glaubensfrage halte. Sie sind hübsch und glaubt man nur fest genug an ihre Wirkung, dann wirken sie. Oder auch nicht.
Mono kommt jetzt inklusive Zeckenschild von AniForte.
Natur gegen Chemiekeule?
Seit Jahren verzichte ich zudem auf die handelsüblichen Chemiekeulen und setze stattdessen auf mein gutes Auge. Denn zum Glück kann ich im kurzen, hellen Fell meiner Hunde die fiesen Viecher recht leicht entdecken, noch bevor sie irgendwo angedockt haben. Dennoch sind mir im letzten Jahr zwei oder drei Zecken durchgeflutscht, weil sie an ganz gemeinen Stellen saßen. Eine versteckte sich genau zwischen Monos Hoden. Man stelle sich das vor, der arme Kerl hat ganz ruhig auf dem Rücken gelegen, während ich ihm das Biest heraus operiert habe. Danny hatte sich eine unter der Achsel gefangen. Mein System ist also durchaus fehleranfällig.
AniForte Zeckenschild – eine natürliche Abwehr gegen Zecken und andere Parasiten. Ich bin gepannt, wie es wirken wird.
Eine Kapsel pro Tag baut einen für Menschen nicht wahrnehmbaren Geruch auf der Haut des Hundes auf, der Parasiten vertreibt.
AniForte Silberwasser zur Versorgung von kleinen Wunden kommt direkt mit in den Test.
Abwehr von Innen – das Zeckenschild auf Hefebasis
Nun probiere ich es mit dem Abwehrgestank von innen. Und wenn ich schon etwas Neues probiere, dann sollen meine Leser daran teilhaben, denn ich weiß, dass ihr zum Großteil auch gerne auf Chemie verzichtet. Das sogenannte Zeckenschild von AniForte verspricht mir, mit Hilfe eines speziellen Vitamin B-Komplexes auf dem Fell meiner Hunde einen Geruch zu schaffen, der sowohl Zecken als auch Flöhe und andere Parasiten von ihnen fern hält. Und nur die. Für Mensch und Hund ist der Geruch nicht wahrnehmbar.
Eine Kapsel pro Tag. Die Wirkung tritt – so AniForte – innerhalb von zwei Tagen ein und hält durchgehend, solange die Kapseln verabreicht werden. Ich bin sehr gespannt, ob das Produkt sein Versprechen hält. Sehr! Denn Zecken sind richtig fiese Viecher.
Und weil Danny ja vor kurzem beschlossen hat, zum Kamikazepiloten zu werden, versuche ich auch gleich das AniForte Silberwasser und noch zwei weitere Produkte, auf die ich demnächst eingehen werde. Auf jeden Fall zähle ich in den nächsten Monaten für euch die Krabbelviecher und mache eine Strichliste.
Letzten Monat durfte ich die Hauptprobe des neuen Balletts 3 BY EKMAN von Alexander Ekman im Aalto Theater Essen fotografieren. Das fertige Produkt in all seiner Perfektion mitzuerleben, ist toll. Mich interessiert aber auch immer die Atmosphäre dahinter. Außerdem schwebten mir seit Wochen ein paar Bilder vor, die ich unbedingt machen wollte.
Am letzten Donnerstag dann gab mir das Haus die Gelegenheit, mich während einer Vorstellung hinter der Bühne herumzutreiben und die für den Zuschauer üblicherweise unsichtbaren Pendants zu den Szenen festzuhalten, die ich bereits veröffentlicht habe. Die ersten beiden Akte verbrachte ich auf einem Feuerwehrsitz am linken Bühnenrand, versteckt hinter einer Kulisse. „Laufen sie bloß nicht auf die Bühne!“ gab man mir scherzhaft mit. Ne ne, keine Sorge!
In der Pause – Die Tänzer halten sich warm und gehen immer wieder ihre Choreografien durch.
Die Haare müssen sitzen, lockere Strähnen wären nur störend.
Training, Training, Training. Auch wenn eine Bewegung hundertprozentig sitzt, muss sie immer wieder wiederholt und geschliffen werden.
Die Stimmung hinter der Bühne ist ausgelassen und fröhlich.
Auf dem kleinen Schleudersitz
Von dem kleinen, ich nannte ihn Schleudersitz aus machte ich die Mehrfachbelichtungen, die mir die ganze Zeit im Kopf herumgegeistert waren. In Zuge meiner Testerei hatte ich dieses Feature immer vernachlässigt, obwohl es so viel Potenzial birgt. Learning by doing dachte ich mir also, doch das Einstellen der Kamera im Stockfinstern bzw. die Kontrolle dessen, was ich da verzapfte, war trotz der Mark II internen Beleuchtung nicht ganz einfach. Die Tänzer warteten schließlich nicht auf mich, bis ich mich entschieden hatte, wie viele Bilder ich wie in eine Datei schreiben wollte.
Ich musste erst einmal ein Gefühl dafür bekommen, in welchem Takt, das heißt wie klein oder großschrittig ich die Bewegungssequenzen festhalte. Zu klein, das weiß ich jetzt, ist nicht gut. Zu groß auch auch. Der Effekt ist irre, aber ich muss ihn dringend ausfeilen. Denn da geht noch mehr, wie der Motorsportler zu sagen pflegt.
Mehrfachbelichtung mit der Canon EOS 1D X Mark II und dem Canon EF 24-70mm 1:2,8L II USM
Learning by doing –
Nach einer Serie von 4 Bildern braucht sogar die 1D X Mark II ein paar Sekunden, um die Datei fertig zu machen. Das hier finde ich übrigens sehr gelungen.
Putzkolonne – Ich liebe dieses Foto!
Pausenplausch mit einem Bruder im Geiste
In der Pause verlies ich meine kleine Ecke und setzte mich nah an den seitlichen Bühneneingang. Und ich war nicht allein. Ein Fotograf kam auf mich zu und stellte sich mit einem freundlichem Lächeln vor. Das kenne ich auch anders und war deshalb besonders erfreut.
Mein erster Blick fiel, klar, auf seine Kamera und ich war entzückt einen Bruder im Geiste zu treffen. Seine 5Ds ruhte sicher in einem dicken Gummigehäuse. Yes, entfuhr es mir, der Mann versteht mich! Und wir verstanden uns. Kiran West fotografiert am Hamburger Ballet und hat selbstredend in diesem Genre mehr Erfahrung als ich. Schaut euch seine Fotos an. Besonders die analogen sind sehenswert.
Gleich ist Schluss!
Warten auf den Einsatz.
Beine im Gegenlicht.
Sichtbar – unsichtbar. Das Publikum sieht nur den Tänzer im Sprung. In der Dunkelheit warten die anderen auf ihren Part
Warmhalten
Tütü!
Warten
„Tyll“ im Gegenlicht – Backstage bei Ekman
Während des dritten Aktes „Tyll“ konzentrierte ich mich auf die Kommenden, die Gehenden und die Wartenden. Die Bühne war hell erleuchtet, der Backstagebereich finster. Ein Fest für Gegenlichtaufnahmen, die ich ohnehin sehr mag. In der Nachbearbeitung habe ich dann versucht, den Fotos eine kinematografische Aura zu geben. Mein Titelbild erscheint mir nämlich nicht als Einzelfoto. Es könnte gut eine Szene aus einem Kinofilm sein. Das bilde ich mir zumindest ein.
Filmreif war später auch der Applaus nach der Vorstellung von 3 BY EKMAN. Die Tänzer kamen gar nicht mehr herunter von der Bühne. Ich habe nicht exakt mitgezählt, aber sie hatten mindestens fünf Vorhänge. Das Publikum johlte. Schön, dachte ich mir und freute mich für alle Beteiligten. Harte Arbeit, Engagement und Hingabe werden irgendwann belohnt.
Herzlichen Glückwunsch an Alexander Ekman und seine Companie für dieses mitreißenden Ballett. Mehr Infos zum Spielplan gibt es beim Aalto Ballett Essen.
Der Belcando Langzeittest geht in die zehnte Runde. Es ist schon wieder Frühling und somit Zeit für die Futterumstellung. Um nämlich dem heimtückischen Taillenschwund vorzubeugen, müssen wir nun von unserem Winter- auf das Sommermenü umstellen. Denn obwohl ich Monos und Dannys Futtermenge stark reduziert habe und Kekse nur noch abgezählt verabreiche, stehen beide für meinen Geschmack mal wieder ein bisschen zu stramm im Strumpf.
Im nehm alles! Danny im Belcando Langzeittest
Die Jungs sind fit, könnten aber noch fitter sein.
Mono auf Diät.
Im Winter hat uns das Belcando Finest Croc (20,0 % Fett, 29 % Protein) zur Befeuerung des Whippet internen Heizkraftwerks wirklich gute Dienste leistet, doch nun muss ich es zur Seite legen. Gefüttert wird ab sofort – wie auch im letzten Frühling – das gute Määähh, also das Belcando Finest GF Lamb (14,5 % Fett, 25,0 % Protein).
Ich gehe davon aus, dass Mono zunächst etwas sparsam gucken wird, aber auch er wird es irgendwann verstehen. Aktuell bekommt er nämlich so kleine Portionen (rund 90 Gramm pro Mahlzeit), dass er eigentlich immer Hunger hat und zum dreisten Bettler mutiert ist. Am Finest GF Lamb kann er sich satt fressen und trotzdem eine gute Figur machen. Im wahrsten Sinne. Danny wird wie fast immer alles fressen, was es gibt. Darauf verwette ich meinen letzten Keks!
Canon feiert den 30. Geburtstag seines EOS-Systems. Einen ganz besonders herzlichen Glückwunsch von mir, denn es gibt kaum eine Marke, mit der ich persönlich enger verbunden bin.
Die EOS-Kameras haben mich dort hin gebracht, wo ich heute bin. Seit vielen Jahren sind sie meine täglichen Begleiter. Ich habe mit ihnen angefangen zu fotografieren, mit ihnen täglich geübt und experimentiert. Ich habe an und mit ihnen alles gelernt, was ich heute über fotografische Techniken weiß. Das setzt sehr präzise und vor allem dicke Schweißnähte.
Zwei Boliden des EOS-Systems: Die Canon EOS 1D X und die Canon EOS 5Ds. Das EOS-Systems ( Elektro Optical System) führte Canon 1987 mit der Canon EOS 350 ein. Sie hatte den weltweit ersten voll elektronischen Objektivanschluss, dessen Prinzip mittlerweile von allen Kameraherstellern weltweit verwendet wird.
Ich piesacke sie, treibe sie an ihre Grenzen, schleppe sie durch Hitze, Kälte und Regen. Ich verlasse mich blind auf sie und sie haben mich – bis auf ein einziges Mal – noch nie im Stich gelassen. Dieses einzige Mal hauchte meine ein Jahr zuvor gebraucht erstandene EOS 7D mit einem bösen Knirschen ihr Leben aus. Nach monatelangem Highspeed-Fotografieren schwenkte der Verschluss die weiße Fahne. Ich gebe zu, eigentlich hatte ich schon viel eher damit gerechnet und war erstaunt, dass sie so lange durchgehalten hat.
Die Göttin der Morgenröte gibt ihr Debut
Als Canon 1987 sein EOS-System (Electro Optical System) einführte, war ich gerade im ersten Semester meines Studiums. Ich hatte zu dieser Zeit zwar viel mit Fotografen zu tun, doch womit sie fotografierten interessierte mich nicht die Bohne. Der Spaß am Selbermachen packte mich erst viel später.
Mono am Strand mit Der Canon EOS 1D X und dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM
Vermutlich haben schon damals die Fotografen, mit denen ich regelmäßig zusammenarbeitete, die bahnbrechende Entwicklung eines voll-elektronischen Objektivanschlusses und der dazu passenden Linsen mit sabberndem Nägelkauen quittiert. So wie ich heute Neuerscheinungen namens 5D Mark IV oder 1D X Mark II wahrnehme. Realisiert habe ich das damals nicht, aber ich bin sicher, dass es so war.
Die Initialzündung kam mit der Canon EOS 300D
Hier hat alles mit einer Canon EOS 300D angefangen, die mein Mann erstanden hatte, um an der Rennstrecke zu fotografieren. Als vor fast 10 Jahren unser erster Whippet einzog, begann ich mit dieser Kamera seine Entwicklung zu dokumentieren. Ich erinnere mich gut, dass Tom und ich uns oft um die Kamera stritten. Wer darf sie wohin mitnehmen? Erhalten geblieben sind mir aus dieser EOS leider nur sehr wenige Fotos. Das ärgert mich heute richtig böse.
Donaueschingen 2011 – Der italienische Züchter Arnaldo Cotugno (Sobresalto Whippets) läuft mit seinem Rüden Festiva’s Been There Done That um den „besten Rüden“. Gewonnen hat schließlich der junge Sobresalto Kest’e im Hintergrund.
Die Canon EOS 300 D kam 2003 auf den Mark und begeisterte als erste DSLR unter 1.000 Euro, Foto: Sven Storbeck
Die Canon EOS 20 D, Foto: Sven Storbeck
Mono 2013 mit der Canon EOS 20D – das ist gerade mal 4 Jahre her. Seitdem ist viel passiert.
Die Canon EOS 30 D, die Fotos aus dieser Kamera finde ich nicht wieder. Schade! Foto: Nebrot
Dann kamen die EOS 20D und die EOS 30D
Weiter ging es mit der EOS 20D, die wir refurbished erstanden hatten und zu der sich bald eine 30D hinzu gesellte, damit wir uns nicht länger um die 20er in die Haare kriegen mussten. Doch der liebevolle Kleinkrieg ging weiter. Denn ich wollte für meine Zwecke unbedingt die 30D, weil sie schneller war. Tom meinte, dass er für den Motorsport die fixere Version bräuchte, aber irgendwie haben wir uns schließlich immer geeinigt. Und dann über Stunden nicht miteinander gesprochen. Ich kann es nicht leugnen: Von Beginn an war die Fotografie für mich eine sehr wichtige und vor allem sehr emotionale Sache.
Viele Originale konnte ich nicht wiederfinden. Wie das hier von Jimmy. Das ist ebenfalls aus der Canon EOS 20D und nach wie vor eines meiner Lieblinge.
Die Canon EOS 7D für den Speed
Ich gewann den Kampf um die 30D, hatte aber recht bald ihre Grenzen erreicht. Ich wollte eine schnelle EOS 7D und kaufte sie gebraucht zu einem gute Preis. Mann, was war ich stolz!
Zusammen mit unserem 70-200er 1:4,0, das nach wie vor ein spitzenmäßiges Objektiv ist, fühlte ich mich endlich standesgemäß ausgestattet. Der kleine Funke Fotografie hatte sich längst zu einem lodernden Feuer ausgedehnt. Im gleichen Jahr durfte ich das erste Mal eine Kamera von Canon ganz offiziell testen. Die handliche EOS M war so ganz anders als die 7D, machte mir aber großen Spaß. Ihre Nach-Nachfolgerin die EOS M5 hatte ich erst vor ein paar Monaten in den Fingern.
Komplett auf links gedreht
Die Canon EOS 7D habe ich dann innerhalb eines Jahres komplett auf links gedreht. Mit ihr und den unterschiedlichsten EF-Objektiven habe ich alles fotografiert was nicht bei Drei auf dem Baum war. Ich war mit ihr das erste Mal an der Windhundrennbahn, habe am Nürburgring bis wörtlich zum Erbrechen Mitzieher geübt (man stelle sich vor: Ich habe mich über Stunden immer und immer wieder um meine eigene Achse gedreht. Boah, was war mir schlecht!) und ein paar Lieblingsfotos von meinen Hunden am weiten Atlantikstrand geschossen. Sie wuchs mir sprichwörtlich an den Händen fest, bis ihre Zeit schließlich gekommen war.
Der Canon EOS 7D ewig dankbar! Mit ihr habe ich die Grundlagen gelernt.
Die EM-Revanche 2013 in Gelsenkirchen, der der Canon EOS 7D und dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM
Die EM-Revanche 2013 in Gelsenkirchen, der der Canon EOS 7D und dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM. Ich war vollkommen baff, dass ich dieses Foto gemacht haben soll. Ich liebe es immer noch!
Meine beiden Whippets Mono und Mr.Clark. Mit der Canon EOS 7D und dem Canon EF 70-200 1:4,0L USM
Am Strand – Die 7D hat sogar einen Sturz in den Sand überlebt. So robust muss eine Kamera erst einmal sein.
Ein empfindlicheres Modell wäre im Zuge meiner Eskapaden wohl viel eher gestorben. Hier Mr.Clark mit dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM
Ölspur in der Mercedes-Arena. Schnell bekam ich auch Spaß am Motorsport.
Die historischen Formelwagen haben es mir besonders angetan. Mit der Canon EOS 7D und dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM
Das Arbeitstier! Die Canon EOS 7D war meine robuste, stahlharte, geduldige Mentorin. Sie hat sich in jeder noch so abstrusen Lebenslage als zuverlässig erwiesen. Foto: Canon
Der nächste Schritt: Vollformat!
Der Wunsch nach dem Vollformat gärte schon lange tief in mir. Die Canon EOS 1D X war genau das, was ich brauchte. Schnell, schneller und ausgestattet mit einem Autofokus, der der Göttin alle Ehre macht. Sie, also die EOS 1D X in Personalunion mit unserem guten alten 70-200er 1:4,0L, brachte meinen Ideen und mir eine Platzierung beim Sony World Photography Award 2015. Es ist schwer zu beschreiben, wie heftig die Schnappatmung war, als ich die Nachricht von der WPO bekam.
Beim Sony World Photography Award platziert. Canon EOS 1D X, Canon EF 70-200mm 1:4,0L USM
Später hob mich dann die Canon EOS 5Ds auf eine weitere, nie geahnte Ebene. Weg vom Tempo, hin zur Tiefe. Weiter denken, weiter lernen! Fieberhaft versuchte ich, dieses Pixelmonster in den Griff zu kriegen. Fotografiere nicht spontan, sagte ich mir immer wieder. Sei analytisch! Ihre Schwester, die 5Ds R lässt mir neuerdings nur noch den Mund weit offen stehen.
Der dritte Akt „Tyll“ – mit viel Ironie bezieht sich Ekman auf das klassische Ballett. Geschossen mit der Canon EOS 5Ds R und dem Canon EF 11-24mm !:4,0L USM
Es mag einem Technokraten merkwürdig vorkommen, aber ich habe eine sehr enge und vor allem sehr emotionale Beziehung zu den Kameras der EOS-Reihe. Ich bin mit ihnen gewachsen. Von der kleinen 300D bis zum ganz großen Profiequipment. Die Spiegelreflexkameras dieser Reihe gaben mir die Möglichkeit, meinen Stil zu finden und geben mir heute die Freiheit, die ich mir vor fünf Jahren nicht ansatzweise hätte vorzustellen können. Was zur Hölle will ich mehr?
Deshalb nochmals ganz herzlichen Glückwunsch zum runden Geburtstag. Die Göttin der Morgenröte und des Neunanfangs wird auch weiterhin meine Schutzpatronin sein.
Vor ein paar Tagen sagte ich noch: „Danny ist ja super über seine ersten drei Jahre gekommen!“ Er hat nicht einen einzigen Riss in seiner gestromten Pelle. Wir brauchten keine Tierarztbesuche, keine Tackernadeln, keine Verbände. Und das obwohl er fast täglich wie ein Stealth-Bomber durchs Unterholz kachelt. Doch ganz offenbar hat er nun vor, alles nachzuholen, was Mono ihm voraus hat.
Kleines Stillleben mit Wasserstoffperoxid. Als ich die Blutung endlich im Griff hatte, sah es bei uns aus wie in einem Feldlazarett.
Kopflos in die Dornen
So sehen nämlich kleine Whippets aus, die ganz gegen meine Erwartungen nicht schlau genug sind, Brombeerbüsche zu meiden. An einer Stelle, an der wir bisher niemals Katzen gesichtet haben saß plötzlich eine. Dick, schwarz, glutäugig. Noch bevor ich überhaupt pfeifen konnte, tauchten zwei vollkommen kopflose Köter ins von stahlharten Dornen verseuchte Gehölz ein. Die Katze flüchtete seitwärts raus auf einen Baum zu. Mono, aus Erfahrung klug, duckte sich und versuchte hinterher zu kommen. Danny ging einfach gerade aus, volle Möhre durch die Dornen. Als er vor dem Baum eine Vollbremsung machte, tropfte schon das Blut.
Jeder weiß, wie stark Extremitäten bluten. Seid sicher, Whippetohren bluten noch mehr. Ich fing meine immer noch hysterischen Jäger ein und rief meinen Sohn an: „Wasserstoffperoxid, Mullbinden, Schere und Pflaster bitte schnellsten rauslegen. Wir sind gleich da.!“
Dieses Foto entstand nachdem wir versucht hatten, Danny ein bisschen sauber zu machen. Er war über und über mit Blut besudelt. Mono stand seinem Kumpel die ganze Zeit zur Seite. Feiner Kerl.
Ein Mal erfolgreich die Gegend vollgeblutet
Auf dem kurzen Weg nach Hause blutete Danny fröhlich die Landschaft voll. Sein Halsband war in Sekunden durchgesuppt, darunter sah sein Hals aus, als hätte ihm der Kangal des entfernten Nachbarn die Kehle aufgerissen. Passanten sprangen zur Seite. Zum Glück lief mir nicht die dumme Tuse mit dem Schäferhund über den Weg. Das wäre ein Spaß geworden.
Erst vorgestern hat sich Danny auf unserer Halde das Fesselgelenkt angerammt.
„Müssen wir jetzt zum Tierarzt?“, fragte mein Sohn. „Warte mal ab“, sagte ich und schaute mir Dannys Ohr genauer an. Schüttel dich jetzt bloß nicht! Der Cut im Ohr ist tief, aber nicht dramatisch. „Wir müssen nur warten, bis es aufhört zu bluten.“ Eine halbe Flasche Wasserstoffperoxid, ein Pflaster und einen Verband später entspannten wir uns. Die Wunde war desinfiziert und abgedeckt.
Kurz darauf gab das Ohr Ruhe und ich konnte den Verband wieder abnehmen. Ein kleines Pflasterchen reichte. Dann zerrte ich die Jungs noch fast eine Stunde durch den Park, damit Luft an die Wunde kam und Danny keine Gelegenheit hatte, den Riss wieder aufzukratzen. Erst viel später fiel uns auf, dass auch Mono sich das Ohr aufgerissen hatte. Nicht so doll, aber sichtbar. Der arme Kerl, er hat nichts gesagt und seinem Kumpel tapfer beigestanden.
Obwohl ich sie täglich vor mir habe, bin ich immer wieder beeindruckt, mit welche enormer Eleganz Whippets faulenzen können. Mono kann das besonders gut. Als würde er geduldig für eine Malerei Model liegen. Oder ist es umgekehrt? Ich empfinde das, weil der Anblick so wunderbar ist? Im Grunde ist es egal. Ich schaue einfach gerne hin.
Das Adjektiv elegant für ‚geschmackvoll, gewählt, modisch‘ wurde im 18. Jahrhundert vom französischen élégant ‚geschmackvoll‘ entlehnt. Mit dem Substantiv Elegant wurde um 1800 auch ein ‚nach letzter Mode gekleideter Mann‘ bezeichnet. In der französischen wie in der deutschen Sprache charakterisierte das Adjektiv elegant ab dem 16. Jahrhundert die „Formvollendung sprachlicher und künstlerischer Darstellung, später auch die äußere modisch-geschmackvolle Erscheinung von Personen und Dingen“. Zunächst stand elegantia als der Rhetorik entlehnter lateinischer Ausdruck für ‚geschmackvolle feine Wahl, Feinheit insbesondere des Ausdrucks, Anstand‘; ebenso wie im Französischen änderte sich die Bedeutung seit dem 18. Jahrhundert zum heutigen Sinn.
Mono und Danny vollkommen gelassen und entspannt.
Eleganz hat in meinen Augen immer etwas mit Gelassenheit zu tun, mit einem sehr entspannten Ruhen in sich selbst. Eleganz ist immer dezent und leise, niemals überkandidelt und laut. Whippets sind elegant bis in ihre letzte Faser, nicht zuletzt weil sie eben diese zutiefst entspannte Attitüde haben, die ich manchmal gerne hätte.
Ihr Charakter ist der Schlüssel
Ihr Körperbau, ihre Erscheinung und ihr Ausdruck tragen wesentlich zu diesem Eindruck bei. Sie sind schlank, muskulös und lässig. Sie feiern sich und ihren Körper während sie einfach nur in der Sonne liegen. Den Eindruck bekommt der menschliche Betrachter zumindest. Dabei sind sie einfach nur wie sie sind. Nicht allein ihr athletisches Äußere macht aus ihnen die Wesen, die wir in ihnen sehen und sehen wollen. Ihr Charakter ist der Schlüssel. Sie sind in jeder Hinsicht menschenbezogen, doch ihr lässiges Liegen versprüht viel Selbstbewusstsein und einen Hauch von Arroganz. Das macht sie für mich besonders anziehend.
Ich kann gut verstehen, warum Windhunde in der Geschichte immer wieder in Gemälden auftauchen, sei es als Statussymbol oder als Allegorie. Sie haben so viel von der lässigen Eleganz, die wir Menschen uns oft wünschen. (Ich krame jetzt nicht die Mutter aller Mono-Fotos hervor, obwohl genau das Foto alles enthält, was ich mit Worten kaum beschreiben kann. )
Es gibt Tage, an denen schäme ich mich, eine Vertreterin der Presse zu sein. Es gibt Momente, in denen ich mich bei den Gebern einer Veranstaltung dringend für ein paar Asphaltcowboys entschuldigen möchte. „Die sind nicht alle so!“ liegt mir dann auf der Zunge, aber ich verkneife mir das natürlich jedes Mal.
Seit meiner Studienzeit besuche ich Pressekonferenzen, Presseveranstaltungen, Previews, Premieren und Präsentationen. Schon früh hatte ich die Chance, berühmte Maler, Bildhauer und Fotografen persönlich kennenzulernen und mit ihnen ein paar Worte zu wechseln. Ich war immer sehr dankbar für diese Gelegenheiten und nicht selten ehrfürchtig bescheiden vor z.B. Richard Serra, Helmut Newton oder Gerhard Richter. In den letzten Jahren durfte ich mit Top-Rennfahrern Kaffee trinken, mit hoch dekorierten Designern plaudern und mich – nicht zuletzt – im klimatisierten Pressebereich von Veranstaltungen mit Weltruf erholen. Das ist nicht selbstverständlich und mir persönlich sehr viel wert.
Es gibt leider auch die Anderen
Im Rahmen dieser mittlerweile unzähligen Meetings habe ich sehr kluge, freundliche und interessante Journalisten mit spannenden Lebensläufen kennengelernt. Alt wie jung eng verbunden mit ihrer Aufgabe, enthusiatisch und vor allem kompetent. Aber es gab und gibt auch immer die Anderen. Diese Anderen kratzen eifrig am Ruf der Presse. Und das nicht nur ein bisschen, sondern gleich mit der rostigen Axt. Denn sie verhöhnen diejenigen, die einen kleinen Teil zum Gelingen eines Großen beitragen und erwarten dann noch freundliches Entgegenkommen.
Machos! Die spanischen Reiter haben im Rahmen der Equitana ihr Können gezeigt.
Sie sind immer da. Wie auch am letzten Wochenende auf der Equitana. Es sind die, die den Ordner vor dem überfüllten Parkhaus anpöbeln, weil sie zu spät sind und ihr Karre nicht unterkriegen. Sie machen den armen Mann für ihr Problem verantwortlich und werden ausfallend. Ich bin wichtig, du bist ein Wurm!
Besagter Ordner hat sich dann bei mir über die Typen von der Presse im wahrsten Sinne ausgekotzt und mir dann, – so wörtlich, weil ich ja endlich mal ne Nette bin – Einlass in das begehrte Parkhaus gewährt. Der Pöbler kreist auf der Suche nach einer Lücke vermutlich immer noch im Großraum Essen. Das nennt man wohl Karma!
Großmaul mit Delle
Niemals werde ich eine Vor-Vor-Vor-Pressebesichtigung eines unfassbar wertvollen Einzelstücks vergessen, das auf der Techno Classica in Essen gezeigt werden sollte. Der Wagen hatte beim Transport leichten Schaden genommen, was alle Beteiligten in gut gezügelte, aber doch offensichtliche Hysterie hatte ausbrechen lassen. Dieses nun leicht angedellte Juwel stand draußen am Blumenhof der Gruga. Ich machte brav meine Fotos, als ein Typ mich rüde zur Seite schubste und brüllte: „Jetzt macht mal alle Platz! Ich brauche einen Mitzieher! Fahr mal hier auf und ab. So mit 30 km/h!“ Er gängelte den Fahrer des Wagen wie einen Lakaien. Sein Ton war in jeder Hinsicht unverschämt.
Ein echtes Großmaul. Der Lamborghini Miura dient nur zur Illustration.
Ich war einerseits froh, dass ich nach seinem Stoß nicht bäuchlings auf mein Equipment gefallen war und andererseits stocksauer. Als ich mich wieder gefangen hatte, fragte ich ihn: „Wie lange wollen sie bei diesem Tempo belichten, um einen Mitzieher zu kriegen? Zwei Minuten? Das laufen ja meine Hunde im lockeren Trab?“ Er ignorierte das wütende Mädchen und winkte wichtig den Wagen in Position. Später pampte er mich vor versammelter Mannschaft lauthals an: Was willst du denn eigentlich? Ich grinste nur und sagte: „Jeder, wie er kann. Und jetzt nehmen sie ihre Kinderknipse und gehen mir aus der Sonne!“ Wie man in den Wald ruft, gell!
Asphaltcowboys an Heringssalat
Typen dieses Kalibers gibt es überall. Solche, die schon vor der Presskonferenz den fünften Wein intus haben und dann während des Vortrags an ihrem Tisch einpennen. Es gibt solche, die sich durch das Buffet fräsen, als gäbe es bei ihnen zu Hause nie etwas zu Essen. Sie nötigen Kellner im Despotenton zackzack den sechsten Wein zu bringen, nehmen jede Annehmlichkeit in Kauf, schießen dann zwei lapidare Fotos für irgendeine Gazette und sind wieder weg. Ist das nur die blöde Routine? Ist das Frust? Ist das Arroganz? Ich wüsste es gern.
Wie schmerzfrei muss man sein, die Häppchen tragenden Kellner direkt vor der Küche abzupassen, sich gleich fünf Teller vom Tablett zu bunkern und einen nach dem anderen gierig leer zu machen. Wie unreflektiert ist ein Mensch, der mit einem aus der Hose hängendem Hemd und dem aus dem Rübezahlbart tropfenden Heringssalat Sylter Lust den Lauten macht und dann noch ernst genommen werden will? Ganz zu schweigen vom dauerfeuernden Schmierlapp, der die Messehostessen konsequent mit mach ma deine Bluse weiter auf begrüßt. Alles schon erlebt.
Blogger mit rudimentärem Wortschatz?
Witzigerweise sind es zu achtzig Prozent Vertreter der alt eingesessenen Printmedien, die sich daneben benehmen, die pöbeln, die rempeln, die sich wie die sprichwörtliche offene Hose benehmen. Der Konkurrenzkampf muss erdrückend sein. Es wird wohl auch an letzterem liegen, dass genau jene nimmer müde auf die Blogger schimpfen, die ihrer Meinung nach weder schreiben noch fotografieren können. Ich will nicht einseitig sein. Es gibt auch zahlreiche Blogger, die keine Grenzen kennen, die vollkommen überzogene Ansprüche stellen, aber mit dem Wort an sich nur rudimentär umgehen können. Doch die verachtende Arroganz gegenüber z.B. Mitarbeitern eines Veranstalters verpestet in der Regel aus dem oben genannten Lager die Luft.
Vielleicht sind wir Blogger einfach noch nicht so satt und so gelangweilt. Vielleicht wissen wir Einladungen zu Presseevents tatsächlich noch zu schätzen und freuen uns sogar darauf. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir uns aussuchen können, welche wir wahrnehmen und welche nicht. Schließlich schickt uns keine Redaktion. Wir entscheiden ganz allein. Wir verantworten unser Tun allein und haben tatsächlich Spaß daran.