Facebook ist ein extrem dynamisches und spontanes Medium. Was drin ist, ist drin und auch nicht mehr so leicht wieder herauszubekommen, wenn es sich einmal verbreitet hat. Hier treffen sich Menschen aus der ganzen Welt. Das kann nicht immer gut gehen, insbesondere dann, wenn es um vollkommen unterschiedliche Auffassungen darüber geht, wie man ein Lebewesen – in diesem Falle einen Whippet – zu behandeln hat.
Autor: Karla Schwede
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Se vuol ballaaare signor contino …
Mozart passt eigentlich immer irgendwie. Doch nie hat er besser gepasst, als heute. „Will der Conte ein Tänzchen wagen?“ – In der Oper Le nozze di figaro will Figaro dem Conte di Almaviva die Stirn bieten.
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Das war’s dann wohl!
Achtung! Das ist ein Aprilscherz! – Schade! Ich hatte gehofft, dass der FCI und der VDH sich eines Besseren besinnen, doch nun ist es endgültig offiziell. Blaue, „doppelt verdünnte“ Whippets haben ab 2013 striktes Ausstellungs- und Zuchtverbot. Zur Erhaltung des Pigments in der Rasse, wie sie behaupten.
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Das war's dann wohl!
Achtung! Das ist ein Aprilscherz! – Schade! Ich hatte gehofft, dass der FCI und der VDH sich eines Besseren besinnen, doch nun ist es endgültig offiziell. Blaue, „doppelt verdünnte“ Whippets haben ab 2013 striktes Ausstellungs- und Zuchtverbot. Zur Erhaltung des Pigments in der Rasse, wie sie behaupten.
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Gestern viel Federlesen
Da liegen sie nun, als könnten sie kein Wässerchen trüben, die sanften, zarten, anschmiegsamen Wesen. Aber ich lasse mich nicht mehr blenden! Sie sind mindestens zwei von den vier Apokalyptischen Reitern. So viel ist nun klar.
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Der Zwei-Zentimeter-Aufreger
Mal wieder schlagen die Wellen hoch, und mal wieder geht es um wenige Zentimeter. Dieses Mal erhitzt allerdings nicht ihre vertikale Ausdehnung die Gemüter, sondern ihre An- bzw. Abwesenheit.
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Die Eisprinzessin
Erst vorgestern ist Ivy, Skyborn The Room Of My Life, aus dem noch tief verschneiten Schweden hier in Deutschland angekommen. Sie ist eine Tochter des schönen Markus, Weltsieger 2011, Multi Ch.Aberdeen Remarkable in Paris und Saga, Nor & Swe Ch. Play A While A Room With A View.
Liane Bertlich, Whippets of Little Goblin, hat Ivy am Donnerstag in Östersund bei Ursula Andersson abgeholt. Gerade 10 Wochen alt, kannte Ivy bisher nur den schwedischen Schnee. Die grüne, fast schon frühlingshafte Ruhrgebietswiese scheint sie allerdings nicht zu schrecken. Ganz im Gegenteil – mit unglaublich viel Energie, Mut und Ausdauer ist es die kleine Puppe nun der Schreck der erwachsenen Hündinnen. Dotti und Elsa haben ihre liebe Mühe, den schwarzäugigen Wirbelwind unter Kontrolle zu halten.
Doctor Speed wünscht Liane Bertlich viel Spaß bei der Aufzucht der kleinen, blonden Schwedin.
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Meine ist echt schnell!
Die können super zusammen laufen. Meine ist echt schnell, sagt der Besitzer einer drahtigen Mischlingshündin, der noch nie einen Whippet im Freilauf gesehen hat. Jetzt ist er um eine Erfahrung reicher, hat seinen Horizont erweitert und muss seinen Standpunkt zwangsläufig überdenken.
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Taraly Whippets – Back in Black
Welcher Züchter träumt wohl nicht davon, dass eines Tages ein World Supreme Champion aus seiner Zucht hervorgeht. Den Weltsieger gleich aus dem ersten Wurf picken zu wollen, ist jedoch ein wohl viel zu hoch gestecktes Ziel. Tamara Howarth hatte dieses Ziel noch lange nicht vor Augen, als sie 1996 in Orly-sur-Morin, östlich von Paris, einen kleines, rabenschwarzes Whippetbündel in ihre Arme schloss. Spike, Taraly Melcolm X, sollte 5 Jahre später in Portugal Weltsieger werden. Was für ein Auftakt für eine Zucht, die heute für exquisite Whippets aus Frankreich steht.
Ich möchte Tamara Howarth, Taraly Whippets, herzlich für ihre fantastische Zusammenarbeit danken. Trotz eines Kankenhausaufenthaltes hat sie mit unsäglicher Energie, beeindruckendem Sachverstand und viel, viel Humor an diesem Interview gearbeitet. Das Titelfoto zeigt den wunderschönen Multi Ch.Taraly Stairway to Heaven, fotografiert von Kirsi Aalto.
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Sie sind doch total verkrampft!
So sagte neulich jemand zu mir, als sich seine Rottweiler-Mischlingshündin Zähne fletschend aus dem Nichts kommend auf den angeleinten Mr.Clark stürzte und ich wagte, meinen Unmut darüber zu äußern. Die ist nur scheiß dominant.
Der gute Mann musste dann wohl oder übel erfahren, wie dominant ich sein kann, wenn ein Subjekt seiner Sorte versucht, mich über Rudelverhalten zu belehren. Er wurde immer kleiner neben seiner scheiß dominanten 50-Kilo-Brumme, die fortwährend weiter knurrte, ohne auch nur den Hauch einer Konsequenz spüren zu müssen. Ja, tut mir Leid. Das hat die schon oft gemacht. Aha, und warum läuft die vierbeinige Hardcore-Domina dann frei?Ach, iss doch nix!
Es ist noch nicht lange her, da hätte ich vielleicht verständnisvoller reagiert. Bin ich wirklich verkrampft, wenn es um meine Whippets geht? Nein, ich denke nicht. Ich schätze es nur überhaupt nicht, wenn sie von schlecht erzogenen Kötern angefallen werden. Und ich schätze es noch weniger, wenn ich dann auch noch beschimpft werde, weil ich das nicht klasse finde.
Es gibt so viele nette Hundehalter mit wirklich netten Hunden. Absolut großartig ist die kleine Parson-Jack-Russel-Hündin, die auf den Hauch eines Handzeichens ihres Besitzers vor der Tür des Bäckers wie angewurzelt stehen bleibt und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt – an einer Hauptverkehrsstraße wohl gemerkt. Das kriege ich mit meinen Jungs nicht hin. Ich habe es ehrlich gesagt auch noch nicht versucht und werde es wohl auch niemals in Betracht ziehen.
Beeindruckend!
Die beeindruckendste Erscheinung ist allerdings der nun schon 10 Jahre alte Husky, der uns fast täglich begegnet. Er ist so sehr ein Alpha, wie ein Hund es nur sein kann. Ruhig, absolut gelassen, vollkommen frei von Aggression, aber immer so anwesend, als richte jemand einen Strahler auf ihn. Dieser Hund lässt keinen Zweifel. Mr.Clark liebt ihn seit der ersten Begegnungen. Und das will was heißen. Mono macht sich stets klein wie eine Wanze, wenn er ihn begrüßt. Auch dieser Rüde – wie die kleine Terrier-Hündin – läuft immer ohne Leine. Gehen wir ein Stück zusammen und es kommen uns fremde Hunde entgegen, stellt er sich vor Mono und Mr.Clark quer auf den Weg. Er steht einfach nur da und Artgenossen, die vorher noch angegeben oder gestänkert haben,verstummen und drehen ab. Dieser Husky hat Gänsehautpotenzial.
Angesichts der vielen sehr positiven Kontakte frage ich mich, ob ich mir von ein paar wenigen Idioten die Tagesstimmung versauen lassen muss. Tobsuchtsanfälle könnte ichjedes Mal kriegen, wenn immer der gleiche Nullchecker sich einen Spaßdaraus macht, seinen Bearded-Collie volle Möhre in meine angeleinten Whippets rennen zu lassen. Leinen sie ihre armen Hunde doch ab.Der tut doch nix! Ich muss mich nicht dafür rechtfertigen, dass ich in einem Park, in dem strenger Leinenzwang herrscht und die Kaninchen winkend auf den Wiesen sitzen, meine gequälten Geschöpfe nicht frei laufen lasse. Ich meine auch, dass ich ein und dem selben Mann nicht 10 Mal sagen muss, dass er verdammt nochmal seinen Hund zurück zurufen hat.
Und wieder was gelernt.
Immerhin haben wir endlich dem lieben Tyson eine Lektion erteilt. Sein Besitzer weiß das nicht, denn er war mal wieder nicht dabei, doch er wird bemerken, dass sein Schätzchen uns in Zukunft ausweichen wird. Wir haben ihm kein Haar gekrümmt – nur damit das nicht falsch verstanden wird. Mono hat nur mit ihm gespielt. Monos Art zu spielen ist zwar etwas ruppig, aber für Terrier durchaus überlebbar. Tyson wollte partout nicht verstehen, dass er besser stehen bleibt, als jedes Mal wieder hektisch loszurennen, wenn Mono ihn von den Beinen geholt hatte. Nachdem er etwa fünf bis sechs Mal über die Wiese und den Schotterweg gekullert war, tat er mir dann doch ein bisschen Leid und ich brach die Lektion ab. Soweit die Beinchen tragen – Tyson war wohl nie schneller wieder zu Hause.
Die Jungs haben viel Freilauf und sehr viele Hundebegegnungen. Ich werde nicht gleich hysterisch, wenn ein Schäferhund und die Ecke kommt, aber ich beobachte genau. In den seltensten Fällen muss ich eingreifen, denn Mono und Mr.Clark wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Ärger gibt es immer nur dann, wenn die Halter die Körpersprache ihrer eigenen Hunde nicht deuten können oder es ihnen gar völlig egal ist, was ihre Lieblinge anzetteln. Ich bin ja versichert! kommt dann oft oder Ihre sind ja schnell genug, um wegzulaufen.
Ich brauche keine Löcher in meinen Hunden, weil der süße Aussie auch so gerne mal hetzen will, egal ob sein Besitzer versichert ist oder nicht. In diesen Momenten kann es dann durchaus sein, dass ich zur Spaßbremse werde. Und wenn man mich verkrampft nennt, weil ich verhindern möchte, dass zwei durchgeknallte Boxer klein Mono mobben, dann kann ich sehr gut damit leben.
