Mono ist nun fast vier Jahre alt und noch fast so verspielt und lustig wie vor drei Jahren. Doch den Verlust seine Freundes hat er noch lange nicht verdaut. Das ist nicht zu übersehen. Denn was noch nie ein Problem war, führt nun zu Sorgenfalten. Mono frisst sehr schlecht, Kaukram jeder Art bleibt liegen oder wird nur in Gesellschaft angeknabbert.
Für seine Verhältnisse ist er richtig rippig geworden. Um ihn zum Fressen zu animieren, habe ich das Trockenfutter gewechselt. Doch ich werde nicht anfangen, hier die Hundemenüs ‚rauf und ‚runter zu kochen, damit er mit vollem Magen schlafen gehen kann. Denn jeden anderen Happen, sei es Käse, Fleischwurst, Waffeln, Eier und Ähnliches nimmt er gern. Sobald er in Hundegesellschaft ist, passt ausnahmslos alles zwischen die Zähne. Er ist also nicht mit kompletter Appetitlosigkeit geschlagen. Er mag nur nicht alleine Fressen und mäkelt ‚rum. Genau so wie Mr.Clark es oft tat, bevor Mono kam.
Mono ist in der Gesellschaft von Mr.Clark aufgewachsen. Er kennt den Status Einzelhund also gar nicht. Von heute auf morgen musste er damit klar kommen, solo zu sein. Das fällt einem sensiblen Hund wie ihm mit Sicherheit schwer. Regelmäßiges Flitzen mit anderen Whippets tut ihm gut, doch zu Hause ist er nun mal wieder ein einzelner Hund unter Menschen. Ich habe schon von mehreren sehr mäkilgen Einzelwhippets gehört. Die Gesellschaft eines Artgenossen scheint ihnen also tatsächlich ein Lebenselixier zu sein.
