Warum guckt das liebe Monolein denn plötzlich so komisch? Das denke ich nur ganz kurz und dann ist er auch schon mit Überschallgeschwindigkeit und qualmenden Hacken aus meinem Fokus verschwunden. Exakt eine Sekunde nachdem dieses Titelbild im Kasten war.

Mist, aber beim Fotografieren bin ich oft so konzentriert ist, dass ich nicht mal mitkriege, was einen Meter neben mir passiert. Nur das hätte ich nicht voraussehen können! Wie kernblöd muss denn eine Katze sein, die sich verträumt in die Bäume starrend auf nicht mal fünf Meter an zwei Whippets heranwagt.

Mono, Whippet, Windhund, Ballen, Verletzung
Mit Wasserstoffperoxyd sauber gemacht, leicht antibiotische Salbe drauf, Kompresse und Tape drum. Fertig! WIr haben da Übung.

Jetzt habe ich hier einen Whippet mit nur noch einem halben rechten Ballen. Wo der Rest geblieben ist, kann ich nicht nachvollziehen. Ich fand Mono hirnlos hopsend an einem Baum. Die Katze wird sich also dorthin gerettet haben. Ob sie was abgekriegt hat, weiß ich nicht.

Danny lief Mono zwar erst hinter, ließ sich aber dann erstaunlicherweise zurückpfeifen. Er konnte sein Glück kaum fassen, denn ich stopfte ihn mit allen Leckerchen voll, die ich in meinen Taschen finden konnte. Jetzt hält er sich für König Kallewirsch.

Mono, Whippet, Windhund, Jagd
Und weg!

Monos Adrenalinspiegel war so unter der Decke, dass die Wunde erst zu Hause anfing richtig zu bluten. Der fette Kratzer auf seinem Nasenrücken ist im Vergleich dazu nicht der Rede wert.

So ein Mist passiert natürlich nicht bei einer großen Flitztour, bei der ich auf alle Eventualitäten eingestellt bin, sondern dann, wenn ich nur mal eben ganz kurz ein paar Portriatfotos machen will. Die habe ich immerhin, aber nun auch wieder den Mono, der meint, das ein Verband das Ende seines Daseins bedeutet.