Alle zwei Jahre lockt die Photokina Foto- und Filmfreaks aus der ganzen Welt nach Köln. Geht es um das Bild an sich, ob still oder bewegt, ob gedruckt oder gebloggt, geht an dieser Messe kein Weg vorbei. Sie ist ein Muss.
Ich hatte mir fest vorgenommen, schon am Eingang ein paar Fotos zu machen, doch ich kam nicht dazu. Vor der Treppe zum Portal sind Zelte aufgebaut, in denen jede einzelne Tasche eines jeden einzelnen Besuchers kontrolliert wird. Niemand maulte oder beschwerte sich. Ich auch nicht, denn die Kontrollen dienen auch meiner Sicherheit.
Leichter gucken mit der Kleinen
Viele Besucher schleppten mit dem vollem Spiegelreflexequipment herum. Ich war froh, das nicht zu müssen. Leichte Tasche, leichte PowerShot – ich würde schließlich viele Kilometer in den Hallen machen müssen.
Vom Eingang fiel ich quasi direkt in die monströse Canon-Halle. Das ist ein bisschen wie nach Hause kommen und ein Blick in die großen Vitrinen sagte mir:“ Mensch, die hast du ja schon fast alle in den Händen gehabt!“ Aber eben nur fast.
An die neue Canon 5D Mark IV kam ich überhaupt nicht heran. Man drängelte sich mit derart viel Ellbogeneinsatz um die Neue, dass ich schon eine Massenschlägerei kommen sah. Ich konnte sie später dann ganz in Ruhe anschauen und in ein paar Wochen werde ich die Gelegenheit haben, sie hier genauer vorzustellen.

Neugier genügt!
Brennend interessierte mich auch die neue Leica SL. Den schnellsten Autofokus der Welt soll sie haben und 11 Bilder die Sekunde machen. Sagt man. In der Leica Professional Lounge habe ich dann so viel gequatscht, dass ich vollkommen vergessen habe, Fotos zu machen. So kann’s gehen. Auf einer Foto-Messe vergesse ich im Wahn der Neugier, die Messe in Fotos abzubilden.
Das mag auch daran gelegen haben, dass ich um die Mittagszeit dramatisch ausgehungert war. Ein Sandwich für freundliche 5,90 Euro rettete mich schließlich vor der Ohnmacht, obwohl ich beim Bezahlen der pappigen Zumutung fast in eben jene gefallen wäre. Die Cateringpreise in Köln sind eine absolute Frechheit!
Alles so schön bunt hier!
Zur allgemeinen Belustigung gab es in einem der Innenhöfe ein Fahrgeschäft, Karussell, Folterinstrument – wie auch immer man das nennen mag. Ich würde das Ding niemals betreten, aber ich hatte großen Spaß daran, ein paar Bilder zu machen. Außerdem sollte die kleine PowerShot G7 X Mark II mal richtig zeigen, was sie kann. Beim Mitziehen mit diesem Höllengefährt wurde mir zwar fast so schlecht, als hätte ich selber in einer der Gondeln gesessen, doch die Ergebnisse finde ich klasse. Nicht ein einziges Mal habe ich die Große vermisst. Und ihr Gewicht erst recht nicht.
Es gibt so wahnsinnig viel Neues zu sehen. 8K Kameras, der Foto-Holodeck für zu Hause, jede Arte von Druck- bzw. Reproduktionstechnik, Filter, Stative und vor allem alle Kameras und Objektive, die heute schon zu haben oder für die Zukunft geplant sind. Die großen Hersteller überbieten sich gegenseitig mit Workshops und Vorträgen.
Wer nicht von einem Termin zum anderen hetzen muss, der sollte sich die Zeit nehmen, die zahlreichen Ausstellungen anzuschauen. Der Sony World Photography Award hat ebenso seinen Stand, wie National Geographic und der Canon Profifoto Förderpreis. Es lohnt sich.
Die Photokina 2016 findet von 20. bis zum 25. September in der Messe Köln statt. Ab dem 24.09.2016 kostet ein Tagesticket für 12,- bzw. 18,- Euro, am Samstag und Sonntag gibt es Familientickets für 25,- (Vorverkauf) bzw. 36,- Euro. Die Messe ist für Besucher täglich von 10.00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.


























