Fast täglich

Der Hund, der einsam macht

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Wenn vier erwachsene Whippets und drei Welpen eine riesige Haldenlandschaft für sich ganz alleine haben, dann ist das paradiesisch. Wenn der große Regen in den Senken auch noch kleine Tümpel hinterlassen hat, dann ist das nicht zu toppen.

Safarifeeling

Einzig das nach wie vor sehr hoch stehende Gras stört. Allerdings nur mich beim Fotografieren. Die Hunde lieben es durch die „Savanne“ zu rasen. Hang ‚rauf, Hang ‚runter. Dazu muss man wohl auch nicht viel Worte machen. Sie genügen sich selbst. Sie brauchen weder Ball noch Frisby um in die Gänge zu kommen. Sie laufen aus Spaß und geben alles. Und ich bin nach wie vor fasziniert, wenn eine Gruppe Whippets richtig Gas gibt.

Gestern hockte ich mit der Kamera in der Nähe von Danny und seinen beiden Schwestern Turtle und Pina, die in einem der Tümpel tobten. Ich schaute kurz auf und sah über den oberen Weg einen Mann mit einem Hund kommen. Obwohl Hund eigentlich das falsche Wort ist. Mit einem Koloss. Wir hatten diesen Mann noch nie vorher dort gesehen, fischten also flott die Kleinen aus dem Tümpel und riefen die Großen ‚ran. Zack, zack, zack Leinen dran. Besser ist das, so dachten wir.

Riesen in freier Wildbahn

Der Mann näherte sich. Er wurde immer kleiner und sein Hund immer größer. Als er vor uns stand, muss mir wohl der Mund offen gestanden haben. Der braun-beige Riese hatte etwa die Größe eines mittleren Ponys und zog beängstigend heftig an der Leine. Wer Irische Wolfshunde kennt, den beeindrucken große Hunde nicht wirklich, aber dieses Exemplar war monströs. Der nette, kleine Mann hatte natürlich bemerkt, dass wir unsere Hunde eingesammelt hatten und sie gewissenhaft festhielten. Der ist ganz freundlich und sanft, sagte er, erst 19 Monate alt. Wir grinsten und erklärten ihm etwas von Gewichtsklassen und Welpen. Das Übliche.

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Einen Mastin Espagnol hatte ich nir zuvor gesehen, und hätte ich nicht alle Hände voll mit Leinen gehabt, dann hätte ich ihn ganz auch sicher fotografiert. Aber alles geht eben nicht. Dreißig Kilo nimmt er wohl noch zu, sagte der nette Mann. Er wird dann um die hundert Kilo wiegen. Ah ja! Als der Mann langsam weiter ging, sagte Liane: „Mit dem Hund ist es mit Sicherheit nicht einfach, Kontakte zu knüpfen.“ Ne, ganz sicher nicht. Ich stellte mir vor, wie dieser Riese mit seinen Pranken meine Whippets in den Acker stampft.

Das sind diese Momente, in denen ich es noch mehr als gewöhnlich zu schätzen weiß, gesellige, freundliche und handliche Hunde zu haben. Mit ihnen kann ich mich nämlich einfach auf eine Wiese stellen und ganz entspannt zuschauen, wie sie sich austoben. In den seltensten Fällen leinen Passanten hecktisch ihren Vierbeiner an, weil sie Angst haben, er könnte erdrückt, gefressen oder einfach eingeatmet werden. Obwohl das auch ein grober Fehler sein kann, denn die Dynamik eines Whippetrudels, so habe ich gelernt, ist nicht zu unterschätzen.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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