Fast täglich

Kuno kommt nicht mehr

Anzeige

Die Kreise schließen sich. Immer. Und wenn es mehr als ein Jahr dauert. Irgendwer weiß immer irgendetwas. Und da innerhalb des erlauchten Hundehalterkreises ohnehin viel geredet wird, fügt sich schnell ein Informationsschnipsel zum anderen.

Im November 2011 begegnete ich in unserem Wald einem Herren, der seinen enormen Missionarsgeist nur schwer zu zügeln wusste. Seinem überbordenden Wissen um Windhunde und ihr Verhalten habe ich die Erkenntnis zu Verdanken, dass man mich bei der Wahl meiner Hunde schwer gelinkt hat. Ein wahrhaft erleuchtender Moment.

Als ich neulich mit dem kaum noch humpelnden Mono und Mr.Clark eine kleine Fototour durch eben jenen Wald machte, traf ich ein Frau mit ihrer Labradorhündin. Wir sehen uns des öfteren und kamen in Gespräch. Ach, warum hat er denn einen Schuh an …? Wir hielten den klassischen Smalltalk über verletzte Pfoten, den schönen Wald, das Wetter und über Kuno. Kuno hatte nämlich vor kurzem auf dem Waldparkplatz einen kleinen Hund angefallen und ihm die Halsschlagader aufgerissen. Die verzweifelte Besitzerin stürzte in genau die Tierarztpraxis, wo meine Gesprächspartnerin gerade auf die Impfung ihrer Labradorhündin warten musste.

Anzeige

Tarnen und Täuschen

Kuno hat wohl schon mehrere kleine Hunde auf dem Gewissen und deshalb einen amtlichen Maulkorbzwang. Sein Herrchen sieht das irgendwie nicht ein und bliebt bei seiner Version: Der arme Kuno wehrt sich nur. „Was ist Kuno denn für ein Hund?“, fragte ich die Dame mit der Labradorhündin. „Ein Deutsch Drahthaar. Der ist durch die Jagdprüfung gefallen und seitdem überzieht sein Besitzer den Züchter des Hundes mit Klagen.“

Anzeige

Darauf muss man erst einmal kommen, dachte ich mir und in meinem Hinterkopf fing es an zu klingeln. Deutsch Drahthaar … Anwalt … total bescheuert? Die Rede war genau von dem Mann, der mir vor mehr als einem Jahr erzählen wollte, dass ich keine Ahnung und keine Whippets, sondern eindeutig Mischlinge hätte. Ich bin nachträglich sehr froh, dass wir damals ausreichenden Abstand vom killenden Kuno gehalten haben. Wahrscheinlich hätte mich sein hellsichtiger Besitzer noch wegen Renitenz und Hochstapelei verklagt. Schließlich gebe ich meine Hunde nach wie vor als Whippets aus.

Anzeige
[amazonhinweis]

Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

Write A Comment

Rechtlicher Hinweis

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen. Zudem löschen wir Links, die mit dem Kommentar übermittelt werden, wenn wir diese SEO-Agenturen zuordnen.