Fast täglich

Irgendwie anders

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Ich lebe nicht im luftleeren Raum. Umschauen ist Pflicht, gerade wenn es um die zwar sehr subjektive, aber doch immer möglichst sachliche Beurteilung eines Produktes geht. Dann stelle ich immer wieder fest, dass meine Herangehensweise an Objektive und Kameras eine ganz andere ist, als die vieler anderer.

Nehmen wir mal die Canon PowerShot G16 als Beispiel: Die an Technik interessierten und in der Technik generell sehr versierten Blogger wie z.B. Thomas Reimann oder Milos Willing nehmen sie die Hand und ordnen sie ein. Wo kommt sie her, zu welcher Produktgruppe gehört sie, was kann sie, was unterscheidet sie von der Konkurrenz oder ihrer Vorgängerin, was hat sie für Features, Daten, Fakten, Zahlen. Sie bieten dem Leser ad hoc das volle Pfund an Informationen und Eckdaten.

whippet

Ich hingegen halte – hier im Falle der G16 – eine kleine schwarze Kiste in der Hand, die Fotos machen kann. Ich schaue und fühle sie an, vollkommen isoliert von allem, was ich kenne. Dann probiere ich sie aus, gehe die Funktionen durch und fotografiere so, wie ich sonst auch immer fotografiere. Ich taste mich nicht an Grenzen heran, sondern steige ganz oben ein, ganz ähnlich wie mein Sohn beim Kartfahren. Er nimmt eine Kurve immer erst voll. Wenn er sich dreht, dann weiß er, dass er zu schnell war. Wenn nicht, dann geht die Kurve auch noch schneller.

Trail and error

Mit jedem Foto, mit jedem Erfolg, Misserfolg oder Aha-Erlebnis lerne ich das Gerät besser kennen. Ich wühle mich sozusagen von innen nach außen. Schicht für Schicht, Bild für Bild. Kann sie das, was ich brauche? Kann sie sogar mehr, oder kann sie vielleicht das, was ich nicht unbedingt brauche, aber vielleicht Fotointeressierte mit anderen Schwerpunkten. Genau an diesem Prozess möchte ich meine Leser teilhaben lassen. Sie sollen mitwühlen, an jedem Experiment teilhaben und mit mir zusammen eine Kamera kennenlernen.

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Saluki

Erst wenn ich meine, das zu testende Produkt einigermaßen im Griff zu haben, schau ich von ihm hoch und fange an, zu vergleichen. Dann nehme ich die Daten, die Fakten, das Umfeld und meine Erfahrungen mit anderen Kameras oder Objektiven zur Hilfe. Hierbei verweise ich gerne auf diejenigen, deren Kerngeschäft darin besteht, Fototechnik in nackte Zahlen aufzudröseln. Die können das eindeutig besser als ich.

Ob man von außen oder von innen guckt – besser oder schlechter gibt es hier nicht. Nur anders. Mit einem anderen Ansatz, für andere Leser. Das bleibt auch 2014 so und ich bin sehr gespannt, was mir in den nächsten Monaten in die Finger fallen wird.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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