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Großer Preis von Gelsenkirchen – Zähneknirschen inklusive

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Ja ich weiß! Ich habe immer gesagt, ich fotografiere keine Rennen. Es gibt an den Bahnen genug Fotografen, die sensationelle Bilder machen, da muss ich mich nicht auch noch ‚reinhängen. Aber eine fremde Macht hat mich ferngesteuert. Das Wetter war perfekt, das Rennen direkt um die Ecke und es hat mir so entsetzlich in den Fingern gejuckt, mein Besucherobjektiv dem absoluten und ultimativen Härtetest zu unterziehen.

Im Grunde kann ich also gar nichts dafür, dass ich am Sonntag Morgen um 9:00 an der Bahn des WRV-Gelsenkirchen auf dem Bauch im Sand lag. Dort war ich schnell in guter Gesellschaft. Denn gerade bei Titelrennen liegen die Fotografen wie kleine, ölige Sardinen nebeneinander an der Strecke. Darunter sind immer Experten, die seit Jahren leidenschaftlich Windhundrennen fotografieren, das wirklich können und gerne und großzügig Tips geben. Ich habe es aber ersteinmal auf meine Weise versucht und mich langsam herangetastet.

Im Verhältnis zur Größe der Bahn sind insbesondere die Whippets und die Greyhounds so unglaublich schnell, dass zum Nachdenken keine Zeit bleibt. Zum Vergleich stelle man sich einen Formel1 Wagen in einer großen Suppenschüssel vor. Ich habe mich also vor eine Kurve gelegt, mir einen Punkt gesucht, die Luft angehalten und auf die Meute gewartet.

Das Canon 300mm 1:4 L bietet hier natürlich ein noch kleineres Fenster, als ein langes Zoom. Lediglich am Ende der langen Geraden konnte ich ein bis zwei Sekunden durchatmen, da ich mir die frontal auf mich zulaufenden Hunde einigermaßen zurechtlegen konnte. Mitzieher waren gar nicht möglich, da für diese Brennweite die Bahn zu schmal ist. Ich hätte mir ein großes Loch in die Hecke schneiden, oder den kleinen Zaun abreißen müssen.

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Mein Antrag, kurzfristig einen Baum zu fällen, der einen bösen Schatten auf die Bahn warf, wurde zwar von den meisten Fotografen unterstützt, konnte aber leider nicht zeitnah in die Tat umgesetzt werden. Doch der Baum konnte mir in dem Moment egal sein, als das Objektiv, nebst Kamera und meinem Kopf fast bis nach Tatschikistan geflogen wäre. Ein Greyhound-Rüde trieb nämlich im vollen Lauf so nah an die Bahnbegrenzung, dass ich den Luftzug spüren konnte. Der Streckensprecher bemerkte durch sein Mikro: „Das war knapp!“

Dennoch freue ich mich über ein paar gelungene Bilder und stelle fest, dass im Teamwork mit dem rattenschnellen Autofocus der Canon 7D die 300er Festbrennweite mal wieder gezeigt hat, dass Schärfe nur durch mehr Schärfe zu ersetzen ist.

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Bitte respektiert das Copyright. Wenn ihr Interesse an einem der Bilder habt, schreibt mich bitte kurz an. Please respect the copyright. If you are interested in one of the picture please contact me.

Bitte auf das erste Bild klicken, um die Galerie zu starten.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

6 Comments

  1. Uffff, die Kraft der Hunde ist förmlich beim Betrachten der Bilder zu spüren. Irre!
    Mein Fav.: Bild 11, auch wenn es nicht das „typische“ Rennbild ist.

    vlG Sandra

  2. Ich finde den Greyhound so genial, weil mehr Kraft fast nicht geht. Der fliegende Sand bringt noch mehr Energie in das Bild. Über dieses Foto habe ich mich gefreut wie ein kleines Kind. 🙂

    Entspannte Grüße

  3. Hi Karla,
    ich melde gleich zwei Favoriten an.:)))
    Das erste Foto mit dem fliegenden Duett, da sieht man den beiden richtig in die Augen, faszinierend. Wie wenn sie gleich zum Sprung über deine Kamera ansetzen würden.
    Und dann der Grey…..So ein Ausdruck von Kraft, Energie und Willen.
    Wäre es nicht ein künstlicher Hase, ein echter würde bei dem Anblick vor Schrecken das Atmen vergessen. So ginge es zumindest mir als Hase.
    Selbst wenn man selber neben der Bahn steht bekommt nicht solche Bilder zu sehen, großartig.
    LG
    Michael

  4. Oh danke Michael!

    Bei einigen Bildern hab‘ ich echt Gänsehaut gekriegt. Dafür, dass ich zum ersten Mal an der Bahn war, bin ich ganz zufrieden. 🙂 Und der Grey wird zu einem meiner alltime favourites!

    Entspannte Grüße

  5. Prima geworden!
    Whippen oder Greys beim Rennen/Coursing sehr gut zu fotografieren ist m.E. die Königsdisziplin 😉

  6. Helene, ich bin ganz deiner Meinung. Es braucht wahnsinnig viel Übung, um die Hunde richtig zu erwischen. Ich habe ja den verfluchten Ehrgeiz, dass die Bilder sitzen müssen und nicht erst durch Nachbearbeitung ansehnlich werde. Entsprechend viele wandern nach so einer Premiere in die Tonne. 🙂
    Entspannte Grüße

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