Ausprobiert

Test: Die Canon 7D Mark II – Teil 2

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Kann sie nun oder kann sie nicht? Dieses Frage haben sich viele vor dem Verkaufsstart der Canon 7D Mark II gestellt. Wie wird sie wohl schlechtes Licht meistern. Ich gebe zu, ich war auch sehr, sehr gespannt. Denn sie ist genau mein Beuteschema.

Wer sich eine Canon EOS 7D Mark II anschafft, tut das auch bzw. hauptsächlich weil sie schnell ist. Wer eine schnelle Kamera braucht, hat naturgemäß viel mit bewegten Motiven zu tun. Davon gehe ich mal aus, sonst wäre die Anschaffung nämlich am Bedarf vorbei.

Canon EOS 7D Mark II

Schnelle Motive bewegen sich aber nun leider nicht immer nur in der Sonne, sondern oftmals auch in schlechterem Licht – bei diesigem Wetter z.B. oder in Hallen mit übler Beleuchtung.  Für schnelle Motive braucht man aber in der Regel kurze Belichtungszeiten und somit viel Licht. Gibt es nur wenig, dann kann nur noch eine hohe ISO-Zahl den Ausgleich schaffen. Wenn die Kamera aber schon bei ISO 1000 starkes Rauschen produziert, dann kann man die ganze Sache auch gleich lassen. Deshalb ist es so wichtig, dass eine schnelle Kamera, die hauptsächlich für Action ausgelegt ist, auch bei hohen ISO-Zahlen rauscharme Fotos produziert.

ISO 1250, 1:1 Vergrößerung
ISO 1250, 1:1 Vergrößerung 1200 x 800 Pixel aus 5472 x 3648 Pixeln. Alle Fotos zu diesem Test habe ich mit dem Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM gemacht.

Wie in Teil I angekündigt, tue ich jetzt mal Butter bei die Fische und gucke ganz genau hin. Die Fotos in diesem Beitrag sind unbearbeitet aus der Kamera, nicht nachgeschärft, ohne Alles. Sie sind lediglich beschnitten. Das Titelbild habe ich mit ISO 1250 (1/200 sek., f/2,8) gemacht. Über diesen Wert diskutiert die Mark II gar nicht. Zack und weggesteckt. In der 1:1 Vergrößerung sieht man zwar das Rauschen in den unscharfen Partien, es ist aber in keiner Weise störend.

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Ich denke, unter ISO 1000 müssen wir gar nicht das Reden anfangen. Die waren nämlich nach meinem Empfinden die absolute Schmerzgrenze der alten 7D. Für Pingelköpfe wie mich zumindest. Interessant sind deshalb nur die höheren Zahlen.

Bei der Auswahl der Fotos habe ich mit Schrecken festgestellt, dass ich bei den Outdoor-Actionfotos noch gar nicht über die ISO 2500 hinaus gekommen bin. Dafür habe ich es in grottenschlechtem Licht immerhin bis ISO 6400 geschafft.

Natürlich lässt sich die ISO-Empfindlichkeit bei der Canon 7D Mark II kleinstufig einstellen und bei Auto-ISO beliebig nach oben abriegeln. Da für meinen Geschmack viele Bilder mit Auto-ISO etwas zu hell werden, kommt mir das sehr gelegen. Dennoch ist diese Funktion Gold wert, wenn es Situation mit krassen Lichtwechseln gibt. Insgesamt leistet hier die 7D Mark II fabelhafte Arbeit. Bis ISO 6400 sind die Fotos tatsächlich gut zu gebrauchen. Bei 6400 würde ich keine starken Ausschnitte mehr machen und auch keine großformatigen Poster drucken, aber für Web-Publikationen sind sie prima. (Für Fotos zum Hauswände tapezieren gibt es jetzt übrigens etwas ganz, ganz Brand heiß Neues. Aber davon ein anderes Mal.)

ISO 6400, 1/500 sek., f/4
ISO 6400, 1/500 sek., f/4,0

Zwischen ISO 100 und etwa 1600 bis maximal 2500 sind die Bilder spitze, schön scharf und nicht schwammig im landläufigen Sinne. Man kann also getrost die Belichtungszeiten kürzer machen, wenn es mal wieder dunkler ist als erwartet.

Im nächsten Teil gehe ich noch einmal genauer auf die Serienbildfunktion der Canon 7D Mark II ein und stelle noch ein paar mehr Features vor. Bis dahin.

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Die Keyfacts zur Canon 7D Mark II

  • 20,2 Megapixel APS-C CMOS Bild Sensor
  • Dual DiGC 6 Bildprozessor
  • 10 Bilder pro Sekunde (JPEG L 1090 Bilder-, RAW 31 Bilder in Folge)
  • 65 Messfelder Autofokus System (mit AI Servo III), 65 Kreuzsensoren
  • ISO 100 – 16.000 (erweiterbar ISO 25.600 & 51.200)
  • Dual Pixel CMOS AF im Live/Movie Mode Betrieb
  • Neue Kreativ Foto- / Bildervergleich Taste (HDR + Mehrfachbel.) + neuer AF-Bereichs-Auswahlhebel
  • In-Kamera Vignettierungs-, Farbfehler- und Verzeichnungskorrektur während der Aufnahme
  • Doppeltes Kartenfach (CF + SD)
  • Preis: rund 1.700,- Euro

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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