Fast täglich

Voll der Knaller

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Mittlerweile werden ja schon drei Tage vor der Jahreswende die Raketenbatterien Express to Hell testgezündet, so dass die Nation in den letzen 36 bis 72 Studen bis Zwölf rhythmisch von Explosionen jeder Lautstärke erschüttert wird. Ich lese und höre dann immer wieder mit Schrecken, wie viele Hunde in der Zeit um Silvester kaum noch geradeaus gehen können vor Angst.

Silvester

Geballte Böller

Etwa achtzig Prozent der Hundehalter, die ich hier regelmäßig treffe, haben mir schon an den Weihnachtstagen ihr mehr oder weniger schlimmes Leid geklagt. Oh je, das wird wieder schlimm! Ich kann dann immer nur artig zuhören und hier und da ein Ach! einflechten, aber nachvollziehbar ist das für mich zum Glück nicht. Denn hier ist alles entspannte Coolness. Mr.Clark hat sich nie die Bohne gestört an der Knallerei, obwohl wir in einem Ballungsraum leben, in dem in der Silvesternacht nicht nur ein paar Raketen fliegen, sondern kawummstechnisch richtig die Post abgeht. Mono stört sich an dem Getöse noch weniger, vermutlich auch, weil Mr.Clark ihm gezeigt hat, dass man sich nicht stören lassen muss. Und Danny? Ich wusste es natürlich nicht und war sehr gespannt.

Locker bleiben

Am Silvestermorgen waren wir wie immer spazieren. Hier und da knallte es kräftig. Mono war ruhig wie immer. Danny schaute sich ab und zu um, weil er die Geräusche nicht einordnen konnte, hatte aber zu keiner Sekunde echte Angst. Ich tue dann generell immer so, als wäre nichts. Nur zwei Teenies, die auf der Straße mit kleinen Böllern hantierten und hämisch grinsend andeuteten, sie in Richtung der Hunde zu werfen, musste ich leider Prügel androhen. Ich fügte an, dass ich mir dabei auch gar nicht die Hände verletzten müsste, denn die Messingkarabiner meiner Leinen könnten diesen schmutzigen Job ganz gut alleine erledigen.

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Aus dem Munde einer Frau klingt das markig, aber Wutkraft kann auch vom Teufel besessene Foxterrier zurück in die Hölle jagen. Also besser ich sorge vor, als dass mir zwei Spackos die Hunde für immer verängstigen.

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Letztere blieben allerdings so cool, dass ich fast geplatzt bin vor Stolz. Sie blieben den ganzen Tag cool, sie blieben bei der letzten Pipirunde um 23:00 Uhr cool und auch die ganze Nacht. Danny hatte sehr schnell verstanden, dass die Knallerei nichts zu bedeuten hat und auch keine Bedrohung für ihn ist. Er kuschelte sich wie immer in die weiche Decke an Monos Seite und schlief tief und fest während der Express to Hell an unseren Fenstern vorbei schoss. Das Jahr fängt gut an!

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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