Fast täglich

Überschossen!

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Als einziges weibliches Wesen in einem testosterongesteuerten Haushalt, muss ich mir Fragen stellen, die sich hier sonst niemand stellt. Phänomene werden als naturgegeben hingenommen, weil sie analog auch z.B. auf dem in einen Rundkurs gegossenen Asphalt in der Eifel zu beobachten sind. Doch in mir gärt seit Monaten eine Frage, die sich sowohl den männichen Zwei- als auch den Vierbeinern ganz offenbar komplett verbietet.

Kommt ein Wagen von hinten angerast und fährt vor einer Kurve entweder einem anderen ins Heck oder geradeaus ins Kiesbett, dann kam er mit sogenannter Überschussgeschwindigkeit. Diese ganz offensichtliche Fehleinschätzung der Situation hat meist viel Bruch und damit das höchst ärgerliches Ende eines Rennens zur Folge.

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Auch wenn der Vergleich etwas hinkt – Whippets scheinen die Könige der Überschussgeschwindigkeit zu sein. Ein Frisbee fliegt recht langsam und kann elegant aus der Luft gefangen werden. Mit Bällen ist das schon etwas ganz anderes. In den seltensten Fällen nehmen Mono oder Mr.Clark sie aus der Luft oder – sehr lässig – im Vorbeilaufen vom Boden. Als wären sie nicht darauf eingestellt, dass eine Beute plötzlich stumpf liegen bleibt, donnern sie immer und immer wieder daran vorbei. Stets folgen spektakuläre Wenden und Sprünge.

Mit der Zeit – so sollte man meinen – müsste doch eigentlich ein gewisser Lerneffekt eintreten. Schließlich verpufft viel Energie vollkommen ungenutzt. Ihr Erfahrungsschatz müsste ihnen sagen, dass der Ball liegen bleibt, er also mit angepasster Geschwindigkeit angesteuert werden muss. Aber nichts dergleichen passiert. Zu neunzig Prozent laufen sie zu schnell, um noch rechtzeitig den Anker werfen zu können. Auf der Rennbahn und beim Coursing funktionieren die Bremsen bei den meisten Hunden ja offenbar ganz gut. Aber im Spiel? Können oder wollen sie keine Punktlandung?

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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