The Daily Irrsinn

The Daily Irrsinn – Die harte Welt der Gummibälle


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Meine Herren, wie schnell man sich von jetzt auf gleich Sorgen machen kann um so ein kleines Würmchen. Er ist aber auch ein Chaot. Doch offenbar muss jeder meiner Hunde durch diese Schule, denn der gleiche Mist ist mir schon mit Mono und auch mit Mr.Clark passiert. Aber die beiden waren schon größer und konnten mehr wegstecken.

Heute morgen, als es noch kühl war, stand ich auf unserer Wiese und warf für Mono seinen Lieblingsball. Danny hüpfte um mich herum und fand alles wie immer lustig. Ich hielt ihn auf Abstand, damit ich richtig ausholen konnte. Das ging drei Mal gut. Beim vierten Mal machte es Klatsch. Der Ball traf Danny mit voller Wucht an der Schnauze. Er schrie wie Spieß. Mono preschte heran. Alles noch dran? Ich fiel auf meine Knie. Auge ‚raus? Kiefer gebrochen? Alle Zähne noch ‚drin? Immerhin kein Blut. Ich gab ihm einen Keks um sicher zu gehen, dass er noch kauen kann. Ach ne, der Hund kaut ja nicht, der schluckt gleich. Immerhin hörte er auf, so markerschütternd zu schreien.

Danny

Eine zweite Kanne Kaffee brauchte ich nun ganz sicher nicht mehr. Ich behielt Danny im Auge. Das schlimmste ist immer das Kopfkino. Läuft er noch geradeaus? Mein Puls war noch lange nicht unten, da hatte Danny die Gummikeule weggesteckt und taperte wieder fröhlich hinter Mono her. Zuvor hatte ich schon befürchtet, dass er sich umbringt, indem er die olle Plastikspitze einer Silvesterrakete verschluckt. Immerhin kann ich ihm diesen und ähnlichen Müll noch locker aus dem Maul puhlen.

Gestern auf dem Parkplatz unserer Halde ist mir ein riesiger Riesenschnauzer ins Auto gekrochen, so dass mir nicht anderes übrig blieb, als lauthals nach dem Besitzer zu brüllen. Helene hat es übrigens am Telefon mit angehört. Ein paar Stunden zuvor musste ich mit ansehen, wie so ein Mittzwanzigerschnösel seine zwölf Wochen alte Retrieverhündin durch die Gegend schliff, weil er wohl meint, dass Hunde von Geburt an funktionieren müssen. Anstatt meinen Impulsen freien Lauf zu lassen und meine Faust auszufahren, habe ich es später seiner Mutter, eine Nachbarin, gepetzt. Die wiederum ist die Züchterin dieses Labrador-Retriever-Ups-Wurfes, aus dem nun zehn Welpen unsere weitere Nachbarschaft bevölkern. Na dann Prost! Immerhin äußerte sie ernste Zweifel über die Fähigkeiten ihres Sohnes in Sachen Hundeerziehung. Und heute Morgen schlage ich dann fast Danny k.o. Ich glaube, ich bin zu weich für diese harte, grausame Hundehalterwelt.

Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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