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Es ist heiß! Sehr heiß! Im Mai. Drinnen, draußen, egal wo. Drei Whippets liegen herum wie ersoffene Fliegen. Noch nicht einmal Hupsi kann sich zu irgendeiner Form von Bewegung aufraffen. Und das will verdammt etwas heißen. Anstatt wie ein frisch aufgezogenes Duracell-Häschen den Tag zu verspielen, zeigt er sehr anschaulich, wie lang sich ein fünf Monate alter Whippet machen kann. In komplett ausgestreckter Haltung sagt das Zentimetermaß mir wahnwitzige 1,10 m an. Er ist übrigens…

Manchmal sorgt ein einziger Sonnenstrahl am Morgen für viel Dramatik. Licht und Schatten. Ich muss dann einfach nur dasitzen und abwarten, was passiert. Hudson ist beleuchtet wie Greta Garbo in ihren besten Filmen, Dannys Zähne blitzen beim Spielen und Mono genießt die Wärme. Ich mag es, wie sich kleine Details aus der Dunkelheit schälen. Die 1D X Mark II mit dem 70-200er 1:2,8L drauf liegt fast immer griffbereit, so dass ich recht schnell reagieren kann.…

So, jetzt habe ich einen Blitz. Tom konnte wohl mein Genöle endgültig nicht mehr hören: „Hmm, ich brauche einen Blitz, aber ich brauche ihn nicht so oft. Aber ich brauche einen. Dringend! Zumindest neulich hätte ich dringend einen gebraucht.“ Ich kann verstehen, dass selbst ein Mann mit Nerven aus Stahl irgendwann den Papp auf hat und loszieht, einen Blitz zu kaufen, damit das Gejammer endlich ein Ende hat. In den letzten Wochen hatte ich mich…

Tag um Tag bin ich auf der fieberhaften Suche nach dem nächsten Foto für meinen Instagram-Kanal. Mittlerweile habe ich ein fast manisches Verhältnis zu den Quadraten, deren Auswahl ich im Rahmen eines sehr strengen Regelwerks rituell vollziehe. Merkwürdig? Anstrengend? Überspannt? Vielleicht. Man darf sich gerne die Frage stellen, warum ich mir die ganze Sache so kompliziert mache, wenn es doch einfach ginge. Foto machen, posten und fertig. Ich kenne viele Instagramer, die diese Unbeschwertheit haben…

7:30 Uhr am Morgen. Das Herbstlicht verwandelt herkömmliches Kraut beziehungsweise Unkraut in Organismen, die in einer fernen Galaxie uns vollkommen unbekannte Planeten bevölkern könnten. Bei Tageslicht sind diese Gewächse unscheinbar. Gerade jetzt im Oktober. Sie sind vertrocknet, blütenlos und schon sehr nahe an ihrem Wintertod. Abgesehen von den bis an die Zähne bewaffneten Brombeerbüschen, die vermutlich jede anzunehmenden Katastrophe locker überstünden. Sie wüchsen und wüchsen einfach immer weiter. So gut getarnt, wie sie am Tage…

Polo ist nichts für Nasenbohrer. Das kann man wohl als gegeben stehen lassen. Polo ist hart, schnell und nicht selten dreckig. Hier wirft man nicht mit Wattebäuschchen, sondern vergisst hin und wieder seinen Gentlemanstatus und kriegt sich gepflegt in die Haare. Aus Spielern und Pferden presst dieser Sport gnadenlos den letzten Schweißtropfen heraus. Aber wer nicht schwitzt, bewegt sich auch nicht. Das gilt nahezu uneingeschränkt für jede Sportart. Wenn die Bilder endlich sprechen Ich gebe…

Über Jahre haben wir das kleine Hotel Le Bordeaux ignoriert. In der Gegend kannte man es schon immer als solides Mittelklassehaus, doch sein Biergarten wirkte nie einladend. In diesem Jahr hat das kleine Städtchen Lucon die Innenstadt förmlich umgegraben, Straßen umgelegt und neue kleine Plätze geschaffen. Zwanzig Jahre lang war diese Gegend unser zweites zu Hause, doch erst in diesem Sommer saßen wir das erste Mal an einem Tischchen vor dem Hotel Le Bordeaux. Moules-Frites…