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Slow food and fast dogs

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Ich könnte jetzt behaupten, dass die Maus schon tot war, als Mono zufällig über sie gestolpert ist. War sie aber nicht. Denn die Jungs haben sie nach allen Regeln der Kunst ausgebuddelt.

Von dem, was dann vor sich ging, habe ich noch viel ekligere Bilder. Doch die sind nichts für einen entspannten Nachmittag. Also bleiben sie im Giftschrank, wo sie in guter Gesellschaft mit einigen anderen Close-ups sind, die ganz bestimmt niemand sehen will. Das ist wohl der einzige Nachteil von 300 Millimetern mit einer irren Schärfe. Unschöne Details hat man später am Rechner ebenso bigger than life wie alle anderen. Ob man will oder nicht.

Dotti und Ivy - mit dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/800 sek., ISO 320, Blende f/2,8
Dotti und Ivy – mit dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM, 1/800 sek., ISO 320, Blende f/2,8

Tunnelblick

Gerade mit den Festbrennweiten habe ich immer eine Art Tunnelblick. Wenn sechs Whippets im weiten Gelände wild durcheinanderlaufen, muss ich mir zwangsläufig einen Hund oder eine Szene herauspicken. Alles geht so wahnsinnig schnell, dass ich Kleinigkeiten wie Wasserspritzer, Sabberfäden oder blanke Zähne nicht wahrnehme. Und eben auch nicht das unappetitliche Ableben einer Maus. Erst am Monitor entfalten die Bilder ihren enormen Detailreichtung.

Beide 300er, also das Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM und das 300mm 1:4,0L IS USM, sind bei ungefähr den gleichen Lichtbedingungen, am gleichen Ort mit nahezu der gleichen Hundekonstellation zum Einsatz gekommen. Das schreit förmlich nach einem Vergleich, doch der wäre nicht fair. Denn die beiden Objektive spielen in unterschiedlichen Ligen.

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Mono - mit dem Canon EF 300mm 1:4,0L IS USM
Mono – mit dem Canon EF 300mm 1:4,0L IS USM. 1/800 sek., ISO 200, Blende f/4,0

Must Buy

Das Canon EF 300mm 1:4,0L IS USM braucht naturgemäß mehr Licht als das 1:2,8er. Aber es ist deutlich handlicher und kostet weniger als ein Fünftel seiner großen Schwester. Im Augenblick bekommt man es für rund 1300 Euro. Für ambitionierte Hobbyfotografen ist das im Grunde ein must buy, denn dieses Objektiv ist ganz große Klasse für alle, die immer nach mehr Brennweite jaulen, wenn es mit den Hunden ins Gelände oder zum Coursing geht. Es bringt superscharfe und farblich bestechenden Ergebnisse, mit denen man richtig angeben kann.

Perlweiß - mit dem Canon EF 300mm 1:4,0L IS USM
Haarklein – mit dem Canon EF 300mm 1:4,0L IS USM, 1/320 sek., ISO 100, Blende f/4,0

High End

Das Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM ist und bleibt das High End. Es adressiert Profis, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als durch den Sucher zu gucken. Obwohl ich schon seit ein paar Wochen das Glück habe, mit diesem Objektiv fotografieren zu dürfen, haut mich so manches Bild immernoch vom Stuhl. Am liebsten würde ich es dann in der höchsten Auflösung veröffentlichen, damit alle sehen können, wie jeder einzelne Wassertropfen in der Sonne glitzert und jedes einzelne Häarchen im Winde weht. Bei Blende f/2,8 stellt es so perfekt frei, dass einem die Tränen kommen. Nachbearbeitung? Vollkommen unnötig!

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Laura Beauchamp, die Vollblüter in ganz Europa fotografiert, schrieb vorgestern auf Facebook zu meinem Foto von Ivy (Bild Nr.2 in der Galerie) : This lens is a dream. Pauline Oliver gestern zum meinem Foto von Nigel (Bild Nr.13 in der Galerie) etwas drastischer: That lens is a killer. Und sie haben so verdammt recht.

In der Galerie habe ich ein paar Bilder vom Wochenende zusammengefasst, die ich mit dem Canon EF 300mm 1:2,8L IS II USM gemacht habe:

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

4 Comments

  1. Toll der Bursche, der Momo, könnte ihn gebrauchen als Verstärkung für die Schärmausjagd mit Tante Judy in unserer Prärie. Judy und bereits auch Laudes sind gefährliche Killer. Bei den Mäusen spricht sich das bereits um. Nur: Sie haben keine Chance.

    • Eva, ich kann dir die Jungs ja mal ausleihen. Dann musste du aber hinterher eine Lastwagenladung Muttererde ankarren, um die Krater in deinem Schlossgarten wieder zu schließen. 😉

      Entspannte Grüße

      • ha, ha, was denkst du, was ich öfters mache. All die tollen Löcher stopfen, damit die Whippets sich beim Rennen nicht die Haxen brechen. Stimmt natürlich nicht ganz, ich schaffe es gar nicht, soviel ist bereits gegraben worden.
        Grüsse aus dem gebeutelten Frankreich

        • Ich kann mir vorstellen, dass du auf deinem Grundstück nur schwer nachkommst mit dem Löcherstopfen. 🙂

          Entspannte Grüße

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