Fast täglich

Never feed the troll

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Das Leben kann ja sowas von absurd sein. Oft mit einem Lachen tragen mir Leser meiner UW-Kolumne zu:“Puh, zum Glück bin ich nicht gemeint.“ Natürlich nicht. Aber neuerdings gibt es Menschen, die unbedingt gemeint sein wollen, obwohl sie es gar nicht sind.

Sie lesen sich in einen Text hinein, der mit ihnen absolut nichts zu tun hat. Sie wollen unbedingt der Angelpunkt, der Aufhänger, der Aufreger sein. Sogar noch wenn ihnen deutlich mitgeteilt wird, dass sie für die festgehaltenen Gedanken so wenig verantwortlich sind, wie ein Goldfisch für das Ozonloch, bestehen sie darauf. Es kann gar nicht anders sein! Wie soll das gehen? Wer denn sonst?

Sie wollen es so sehr, dass sie mit Blindheit für die Textpassagen geschlagen sind, die klarer nicht seien könnten. Halb gelesen, halb verstanden und gleich interpretiert. Natürlich nur im Rahmen des eigenen, in diesem Moment sehr auf sich bezogenen und damit sehr eingeschränkten Horizontes. Die Tatsache, dass sie unbeteiligt sind, macht sie viel wütender, als die Haue, die sie – wären sie denn gemeint – mit dem Text hätten einstecken müssen.

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Obwohl – meinte ich sie tatsächlich, wäre das natürlich auch ein Aufreger. Ein eitler zwar, ein toller Anlass, sich endlich mal richtig aufzuplustern. Beachtung. Schaut, ich bin ein Opfer. Dabei habe ich doch ein so edles Ansinnen. Nicken von rechts, Nicken von Links. Bestätigung.

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Tut mir leid, von meiner Seite waren nie Schläge in diese Richtung geplant und werden es auch nie sein. Allerdings muss ich jetzt erstmal verarbeiten, dass jemand so inständig danach verlangt.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

4 Comments

  1. Den Kleingeist, der sich hinstellt und öffentlich nach Prügel schreit finde ich weniger bedenklich, als die Brandstifter dahinter.

    • Oskar von Treten Reply

      Wie meinen Sie das liebe Helene? Hinter dem Kleingeist, der gemeint sein will und es gar nicht ist, stehen andere? Wenn ja, wer? Mögen Sie das ausführen?

      • Oskaaar! Du sollst doch nicht immer provozieren. Das habe ich dir jetzt schon drei Mal gesagt. Ab auf die stille Treppe! 😉

        Entspannte Grüße

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