Entweder stockduster oder komplette unscharf – das sind in der Regel die Ergebnisse, versucht man, schnelle Bewegungen in sehr schlechtem Licht zu fotografieren. Für die schnelle Bewegung braucht man eine kurze Belichtungszeit, um das schlechte Licht zu kompensieren aber eine lange. Geht also nicht. Macht man darüberhinaus noch die Blende zu, dann braucht es noch mehr Licht.

Etwas retten kann dann nur noch eine sehr hohe ISO Zahl. Bei den meisten Consumer-Kameras ist allerdings bei ISO 6400 Schluss. Dann gibt es außer rauschendem Matsch gar nichts mehr zu erkennen, was auch nicht Sinn der Sache ist. Wie man es also dreht und wendet, stellt man gewisse Ansprüche an ein Foto, ist „schnelle Bewegung in realtiver Dunkelheit ein hoffnungsloses Unterfangen.

1/2500 sek., ISO 25.600, Blende f/4,0
Starke Ausschnittvergrößerung – Canon EOS-1D X, Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM, 1/1250 sek., ISO 25.600, Blende f/4,0

In den letzten Monaten konnte allein die Canon 5D Mark III in dieser Disziplin bei mir Punkte sammeln. Fast rauschfreie Bilder bei ISO 12.400 sind ein echter Luxus. Doch was die 5D Mark III kann, muss die 1D X auch können, dachte ich mir. Mit dem Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM nahm ich mir die käbbelnden Jungs vor – im Dämmerlicht, ohne zusätzliche Beleuchtung. Bei einer Belichtungszeit von 1/1250 sek (ein total illosorischer Wert bei diesem Licht), Blende f/4,0 damit ich auch beide scharf kriege und Auto ISO. Die Fat Lady stellte mir sodann ohne zu Mucken den Mondwert von ISO 25.600 ein. Theoretisch könnte sie übrigens laut Canon bis ISO 51.200. Das Rauschen ist deutlich zu erkennen, aber die Bilder sind absolut brauchbar. Irre!

Die Foto sind unbearbeitet. Ich habe sie lediglich beschnitten und nach der Kompremierung ein kleines bisschen nachgeschärft. Bitte das erste Bild anklicken, um die Galerie zu starten.