Fast täglich

Der urinfreie Sektor

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In unserer Gegend gibt es ja schon eine Menge Leute die ’ne Macke haben, aber in Duisburg scheint der eine oder andere schwerer beeinträchtigt zu sein, als man landläufig denken mag.

Meine Lieblingsnachrichtenquelle WAZ berichtet über ein Ehepaar, das endlich mal nicht nur jammert, sondern – wie man hier im Ruhrgebiet sagt –  Nägel mit Köppe macht und sich wehrt. Lange, lange waren sie machtlos gegen den Feind, der bösartig, heimtückisch und mit Vorsatz ihren Zaun besudelte.

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Beim Pissen vom Blitz erschlagen

Ihr Verteidigungswall zum Schutze des urinfreien Sektors sollte ein Zeichen setzen. Ein Fanal des aufrechten Bürgers, der seinen Grund und Boden gegen marodierende Vierbeiner und ihre asozialen Halter entschlossen und mit aller Härte verteidigt. Kollateralschäden, so haben sie von den Amerikanern gelernt, müssen in Kauf genommen werden, wenn es um die Freiheit geht. Kriegt also das nächste Kind nach einem Elektroschock einen Heulkrampf und wird der nächste Kleinsthund beim Pissen förmlich vom Blitz erschlagen, dann opfern sie sich heroisch für das große Ganze.

Leider spitzte das Duisburger Bauordnungsamt wohl schnell seine – denkt man an das große Ganze – kleinkarierten Ohren und schaltete den Schutzwall ab. Keine Baugenehmigung! Aber die reicht das tatkräftige Ehepaar nach. Und dann ist bald wieder alles blitzeblank im urinfreien Sektor.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

3 Comments

  1. Ich habe den Bericht gestern in der „Aktuellen Stunde“ gesehen und muss ganz ehrlich sagen, dass ich die Leute ein bisschen verstehen kann. Auf der anderen Strassenseite ist ein Grünstreifen.
    Respektvolle Hundebesitzer hätten es leicht, auf die andere Seite zu gehen und ihre Hunde dort machen zu lassen. So brauchen die Kinder der Familie, die ihren Sandkasten und Co direkt an dem Zaun haben, im Sommer nicht in einer Urin-Wolke spielen.
    Zumal ein bepinkelter Zaun auch nicht gerade schön aussieht.

    Meine Hunde schaffen es aus unserem Wohngebiet raus zu gehen, ohne an fremde Autos, Zäune, Hecken oder Mülltonnen zu pieseln oder noch besser, in fremde Vorgärten zu „häufeln“ und anschließend zu scharren.
    Unsere Nachbarhunde bzw. deren Besitzer habe ich mittler Weile soweit, dass ihre Hunde nicht mehr in unseren Vorgarten ihr Geschäft erledigen. Allerdings habe ich das mit der Waffe der Sprache geschafft und nicht mit einem Elektrozaun.
    Die Nummer ist dann doch zu hart.

    lG Sandra

    • Eben! Es geht um die Verhältnismäßigkeiten und ein rücksichtsvolles Miteinander. Wir haben hier auch ein paar Kernassis, die nicht verstehen wollen, dass Kinder nicht gerne in Hundekacke spielen. Aber willst du deshalb eine Selbstschussanlage installieren?

      Entspannte Grüße

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