Gut vier Wochen begleitet mich die Canon PowerShot G16 nun auf Schritt und Tritt. Mittlerweile wohne ich quasi in dieser Kamera und bediene sie fast blind. Es gibt kaum eine Gelegenheit, zu der ich sie nicht bei mir trage, selbst wenn die Große mit im Gepäck ist. Ohne sie fühle ich mich irgendwie unvollständig.
Nie wieder ungemachte Bilder
Oft hänge ich sie mir einfach um und stecke sie unter die Jacke. Wer weiß, wer oder was mir begegnen wird. Ohne sie wäre das Foto vom dicken Charly mal wieder ungemacht geblieben, ebenso wie das Titelbild und fast alle Bilder, mit denen ich seit Anfang Dezember daisycutting bestückt habe.
Überhaupt ist mir in den letzten Wochen klar geworden, wie viele Bilder ich in der Vergangenheit nicht gemacht habe. Unzählige Male habe ich mich grün geärgert, dass ich entweder gar keine Kamera dabei hatte oder die Brennweite an der Großen untauglich bzw. der ganze Aparillo viel zu auffällig gewesen wäre.

Gerade in Momenten, in denen es flott gehen muss, spielt die G16 alle ihre Vorteile aus. Raus, an, zack. Sie ist in Sekunden einsatzbereit. Bleibt keine Zeit für eine manuelle Einstellung, reicht ein Griff und die Automatik übernimmt zuverlässig. Der Autofokus ist sofort da.
In den ersten Tagen habe ich manchmal ohne es zu bemerken das Rädchen für die Über- bzw. Unterbelichtung verstellt und mich dann später über die absurden Ergebnisse gewundert. Ein kurzer Blick auf die Einstellung ist deshalb zu einer meiner Routinen geworden. Doch nötig ist er eigentlich nicht mehr, da sich meine Feinmotorik mittlerweile komplett an die Kamera angepasst hat.
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Zack, zack und schnell!
Die Canon PowerShot G16 ist extrem schnell. Darin besteht nach meinen letzten Experimenten wohl kein Zweifel mehr. Schärfe und Farbwiedergabe sind absolute Spitzenklasse. Ihr Bedienung ist klar strukturiert, die Menüs sind logisch und übersichtlich aufgebaut. Alle Einstellmöglichkeiten wie der Weißabgleich, Belichtungszeit, Blende, ISO sind flott und mit einfachen Handgriffen zu erreichen. Über WLAN sind die Bilder in ein paar Minuten ver- und geteilt. Auch das geht sehr unkompliziert, was mir und meiner Zeit sehr zu gute kommt.
Nicht nur deshalb schätzt auch der südafrikanische Fotojournalist und Canon Ambassador Brent Stirton die G16 als perfektes Backup in schwierigen Situationen :

- Diese Kamera ist kleiner, leichter und schlanker als alle Kompaktkameras der G Serie, die ich zuvor benutzt habe – und für mich sind das enorme Vorteile bei einer Reportagekamera. In meinem Beruf muss man diskret arbeiten können. Für einen Fotojournalisten in außergewöhnlichen Situationen, wo beispielsweise das Fotografieren verboten oder wo davon abgeraten wird, ist eine schnelle und diskrete Kamera ein echter Vorteil.
- Was mit weiterhin aufgefallen ist, ist die Fokussierung. Sie ist schneller, als ich je zuvor erlebt habe, sogar bei Weitwinkelaufnahmen mit 1:1,8 – einfach fantastisch. Nimmt man das zusammen mit der hohen ISO-Empfindlichkeit, hat Canon meiner Meinung nach ein bereits großartiges Konzept nochmals verbessert. Hätten Sie mir vor sechs Jahren erzählt, dass ich einmal Bilder in Profi-Qualität mit einer Kompaktkamera aufnehmen würde, hätte ich das niemals geglaubt. Aber jetzt ist es Realität.
Angesichts seiner oft sehr schockierenden, aber immer auf irritierende Weise hoch ästhetischen Fotos wäre jeder Scherz unangebracht. Ich meine es also durchaus ernst, dass ich froh bin, mich nicht existenziell bedrohlichen Situationen aussetzen zu müssen, um seinen Eindruck von der Canon PowerShot G16 fast uneingeschränkt teilen zu können.
Einzig bei der ISO-Empfindlichkeit sehe ich eine kleine Einschränkung. ISO 3200 ist für mich die Grenze. Darüber hinaus rauschen mir persönlich die Fotos zu stark. In dieser Beziehung bin ich allerdings mittlerweile sehr, sehr pingelig, es sei denn das Rauschen fungiert als fotografisches Stilmittel. Da die Optik der Canon PowerShot G16 extrem lichtstark ist, kommt man mit ihr in punkto Licht jedoch eher selten in Verdrückungen.
Sogar sehr diffuses Schummer- oder Kerzenlicht kann sie wunderbar verarbeiten, ohne sich groß anstrengen zu müssen. Der Autofokus packt dann immer noch sehr gut. Überrascht hat mich zudem, wie gut er starkes Gegenlicht meistert.
Ein hübsches Einzelkind
Eben weil die Canon PowerShot G16 Lichtstärke und Schnelligkeit verbindet, sind Bewegungsaufnahmen kein Problem für sie. Da die Jungs zu diesem Thema schon mehrfach als Testobjekte hergehalten mussten, sind heute mal Pferde dran, die sich auch nicht gerade langsam bewegen. Ein Gespann aus Rennpferd und Sulki ist zudem recht groß. Doch mit dem weiten Winkel des Objektivs kann ich sie komplett erwischen, selbst wenn sie sehr nahe kommen. Hier gehen sogar – wie man sieht – kleine Mitzieher bei 1/250 sek.. Dickes Plus!
Von Foto zu Foto wird mir plausibler, warum die Canon PowerShot G16 zunächst die Profis unter den Fotografen adressiert. Sie erfüllt tatsächlich die hohen Ansprüche, die Profis naturgemäß haben müssen. Doch ich sehe sie darüber hinaus auch als potentielles Einzelkind für Hobbyfotografen. Denn im Grunde kann sie alles, was man braucht, ohne dabei unhandlicher Ballast zu sein. Rund 520,- Euro sind dann richtig gut angelegtes Geld.
Ich fiebere nun dem Beginn der Rennsaison 2014 entgegen. Seit ein paar Wochen kochen nämlich schon ein paar Ideen in meinem Kopf, wie die G16 an den Startboxen zu ganz großen Ehren kommen kann.















