Fast täglich

Von Tomaten und anderem Gemüse

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Ich freue mich sehr, dass meine UW-Kolumne so aufmerksam gelesen wird. Dafür schreibe ich sie schließlich. Darüber hinaus freue ich mich natürlich über das meist sehr positive Feedback. In der Welt des mehr oder weniger feinen Humors ist es allerdings naturgemäß unmöglich, ausnahmslos jeden Lacher auf seine Seite zu kriegen.

Das ist auch nicht der Sinn der Sache, denn wollte ich nur Zückerchen verteilen, dann würde sich schnell tödliche Langeweile breit machen. Dennoch – so paradox es klingen mag – bin ich ein harmoniesüchtiger Mensch. Ich hasse Streit, muss aber immer wieder feststellen, dass er manchmal nötig ist. Das mag vielleicht auch an meiner Neugier liegen. Kommt mir etwas unlogisch oder merkwürdig vor, dann frage ich nach. Bekomme ich keine oder eine meines Erachtens unbefriedigende Antwort, frage ich ein zweites oder auch ein drittes Mal. Manchmal ist das bestimmt sehr unbequem, vielleicht sogar nervig. Und manchmal fahre ich damit jemandem vor den Koffer, bzw. jemand fühlt sich von mir vor den Koffer gefahren.

In der aktuellen UW (Dezember 2012) reagiert z.B. der Richtervertrauensmann im DWZRV Elmar Sistermann auf meine Kolumne in der UW vom Oktober 2012:

[…] Ebenso wird in der Kolumne „fett und hässlich“ hinterfragt, welche Sorte von Tomaten Messrichter auf ihren Augen hätten.

Auch hier stellt sich die Frage, ist eine solche Äußerung eine Form sich wichtig zu machen und in den Vordergrund zu spielen oder ist dies einfach nur ein bösartiger Kommentar der Verfasserin, um Unmut, Unzufriedenheit und Ärger zu provozieren?

Mir ist kein Rasseclub bekannt, der in seinem Rassejournal (und glauben Sie mir, ich kenne sehr viele davon) eine solche Art von Provokation seinen Richtern und Funktionären gegenüber akzeptieren würde. […]

Nein, sehr geehrter Herr Sistermann, ich muss mich nicht wichtig machen. Ich bin nur ein winziges Licht innerhalb des Verbandes, ein stink normales Mitglied, ein Krümel in der breiten Masse sozusagen. Ich spiele mich auch nicht in den Vordergrund. Ich bin lediglich gefragt worden, ob ich eine Kolumne schreiben möchte. Die Veröffentlichung derselben hat zwangsläufig zur Folge, dass mein Name an dieser Stelle erwähnt wird.

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Mein Einfluss auf die Whippetszene, ob nun auf die Show- und noch weniger auf die Rennszene, ist gleich Null. Unmut und Ärger sind schon da. Da braucht es nicht mich kleine Lampe, um sie zu schüren. Ich habe nur das Pech und/oder Privileg, dass ich meine manchmal etwas flapsigen Fragen öffentlich stellen darf. Und fragen darf ich doch, oder? Die Redewendung Tomaten auf den Augen ist hierbei in etwa auf dem gleichen freundlich neckenden Niveau wie Brokkoli in den Ohren, Wolldecke im Mund oder Knoten im Hirn. Das kann jedem mal passieren, ist aber nur selten chronisch.

Ich unterstelle der Richterschaft durchaus genug Selbstbewusstsein und Autorität, ein System durchsetzen zu können, dem sie sich verpflichtet haben. Und sie wird es bestimmt nach bestem Wissen und Gewissen tun. Ich bin die Letzte, die etwas gegen good will hat und eigentlich ist es mir auch vollkommen egal, ob ein Whippetrüde mit 51 oder 56 Zentimeter aus der Box geschossen kommt. Ich bin nur oft sehr, sehr verdutzt. Und dann piesacken mich diese blöden, bohrenden Fragen, die ich gerne beantwortet hätte.  Können Sie mir diese Fragen beantworten, Herr Sistermann?  Dann geben Sie mir bitte ein Interview.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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