Fototerror? Von dem kriegen die Jungs sehr wenig mit. Denn in den seltensten Fällen lasse ich sie posieren, oder animiere sie, etwas zu tun. Ich spiele mit ihnen, oder gehe spazieren und schaue, was sie mir anbieten.

Natürlich lasse ich sie manchmal auf Baumstümpfe hüpfen oder kurz verharren, wenn an einer bestimmten Stelle das Licht besonders schön ist. Sie haben Spaß daran und verdienen sich gerne einen Keks. In unserem Wald erstreckt sich mittlerweile eine Art informeller Agility-Parcour, den sie ohne Aufforderung abturnen. Dabei mache ich je nach Licht mehr oder weniger Fotos, von denen natürlich nicht alle gelungen sind. Oft ist es genau nur diese eine Sekunde, die ich erwische, oder eben nicht. Davor und danach ist von absurd komisch bis komplett unscharf alles dabei. Schön liegt ganz nah an total bescheuert.  Natürlich wähle ich die meines Erachtens gelungensten Bilder aus. Andere verschwinden im Giftschrank oder gleich im Mülleimer.

Das nervt die Jungs absolut nicht. Aber mich nervt, dass manche Blogbetreiber immernoch nicht kapiert haben, dass sie selber Zeit und Arbeit investieren müssen, um ihre Seite am Laufen zu halten. Sogenannten Content schafft man hauptsächlich durch eigenes Engagement und nicht dadurch, dass man sich wie selbstverständlich bei Anderen bedient. Da hilft auch nicht die korrekte Nennung des Copyrights. Ich allein entscheide, wo meine Bilder veröffentlicht werden. Wer eines haben möchte, hat mich verdammt nochmal zu fragen. So und jetzt höre ich auf, sonst werde ich ausfallend.