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Gangwerk, Gangwerk!

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Flach, weit ausgreifend, schwungvoll und effizient soll das Gangwerk eines Whippets sein. So wenig Anstrengung wie nötig für so viel Fortbewegung wie möglich. Oft höre ich, wie seine Art des Trabens mit der von Pferden verglichen wird. Mein Gefühl sagt mir dann immer, dass dieser Vergleich hinkt. Doch meine Ahnung von Pferden und ihrer Art zu traben geht gegen Null. Deshalb nutze ich gestern die Chance, mir selber mein laienhaftes Bild zu machen.

Die Praxis unsere Tierarztes liegt auf dem Gelände der hiesigen Trabrennbahn. Viele Male habe ich mir schon vorgenommen, an einem Renntag dort Fotos zu machen, doch meistens hat es entweder zeitlich nicht gepasst oder ich habe es einfach vergessen.

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Gestern abend habe ich mich dann endlich mal an die Bahn gestellt und die Traber beoachtet. In der Tat sind mir einige Lichter aufgegangen: In der gestreckten Phase ist das Gangwerk der Pferde tatsächlich dem der Whippets recht ähnlich. Sie greifen weit aus und machen sehr viel Boden gut. Ziehen sie allerdings in der nächsten Bewegungsphase die Vorderläufe wieder an, endet die Ähnlichkeit zum Whippet schlagartig. Meine ich. Denn einen derart hochgezogenes Beinchen (wie unten) mag bei den Trabern richtig sein, möchte aber wohl kein Richter im Whippetring sehen, oder?

Hoch das Bein?
Hoch das Bein?

Die Fachleute mögen mir doch bitte sagen, ob ich total falsch liege. Bitte auf der erste Bild klicken, um die Galerie zu starten.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

4 Comments

  1. och, nachdem ich (z.B. als wir zusammen in Köln im März ausgestellt haben 😉 ) Whippete mit einem Gangwerk eines Paradepferdes gesehen hab, zweifel ich an nix mehr… 😉

  2. der vergleich stimmt dahingehend, dass sowohl pferde als auch windhunde galoppierende tiere sind und der trab nicht die hauptgangart ist. den trabrennpferden muss der trab richtiggehend an- und der galopp abtrainiert werden, ein normales pferd würde in dem tempo längst galoppieren … es eignet sich auch nicht jedes pferd zum traber.

    der vergleich hinkt dahingehend, dass sich reiterInnen ziemlich beschweren würden, wenn ein (galoppierendes) pferd die selbe beweglichkeit im rücken hätte, wie es ein windhund hat.

    als weiterführende lektüre zum thema bewegung von hunden empfehle ich „dog locomotion and gait analysis“. 😉

  3. Patricia Rippel Reply

    Um den natürlichen Bewegungsablauf von Pferden zu beobachten, ist eine Trabrennbahn wahrscheinlich die schlechteste Wahl 😉 Kein Pferd würde freiwillig in einem derart hohen Tempo traben anstatt zu galoppieren. Das funktioniert auch nur, indem man an den Pferden so genannte Aufsatzzügel anbringt, die verhindern, dass sie den Kopf senken, was zum angaloppieren nötig wäre. Sehr gut zu erkennen im Bild vier (der Lederriemen, der vom Genick zum Geschirr zieht). Das Resultat ist ein extrem schneller, unnatürlicher Trab auf Kosten von Ausdruck, Losgelassenheit und Entspannung. Sämtliche Pferde auf den Fotos sehen gestresst und verspannt aus, zu erkennen an den offenen Mäulern, durchgedrückten Rücken, hochgerissenen Beinen und festgehaltenen Schweifen. Der natürliche Bewegungsablauf zeigt sich am Besten im Freilauf auf einer Wiese. Dann würde ich sagen, man kann ihn durchaus mit dem eines Whippets vergleichen, denn auch Pferde als absolute Lauftiere sind auf effiziente und dennoch kräftesparende Bewegung eingestellt.

  4. Danke für deine Ausführungen Patricia.

    Ich stehe dieser Art von Rennen auch sehr kritisch gegenüber, doch man kann generell nichts beurteilen, was man sich nicht zumindest einmal angeguckt hat. Angesichts der Halfterkonstruktionen hatte ich heftige Bauchschmerzen. Da muss man glaube ich kein Kenner sein, um zu erahnen, dass die Pferde daran wohl den wenigsten Spaß haben.

    Entspannte Grüße

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