Fotos von Danny haben eine Haltbarkeit von maximal zwei Tagen. Ein Bild von Montag ist mittwochs schon nicht mehr aktuell. Manchmal wächst er über nacht. Dann sind die Beine am Morgen länger als noch am Abend zuvor. Erstaunlich, was so ein kleiner Körper leistet.
Auch Dannys Ohren machen nun alle Phasen durch, die ordentliche Whippetohren eben so durchmachen. Bis zur zehnten Lebenwoche saßen sie perfekt gefaltet. Dann lief erst das eine aus dem Ruder, ein paar Tage später das andere.
Ganz normal. Jugend hat schließlich auch immer etwas mit Identitätsfindung zu tun. Der Look Manchester Terrier ist seit ein paar Tagen out. Dafür ist jetzt Sloughi im Sommerwind angesagt. Davon habe ich leider noch kein Foto.
Mittlerweile frisst er die gleichen Mengen wie Mono, würde aber ohne zu zucken deutlich mehr verknusen können, wenn ich ihn ließe. Die Zeiten, in denen wir irgendein Nahrungsmittel rumstehen lassen konnten, sind nun endgültig vorbei. Danny findet es. Immer!
Bei Spaziergängen musste ich zwar schon mehrfach mein Schlüsselbund neben toten Keksen und Dönerresten fallen lassen, aber seine Verfressenheit hat im Alltag eigentlich nur Vorteile. Denn sie macht jedes Training leicht. Danny muss nur die vage Ahnung haben, dass ich eventuell demnächst an den Schrank gehe, wo die Leckerchen versteckt sind, dann steht er schon stramm. Rückruf – mit wehnenden Ohren. Ordentlich an der Leine gehen – kein Problem, wenn es keine wesentlichen Ablenkungen gibt. Stehen Üben – super. Für ein mikroskopisch großes Stück Käse gibt er alles.
Wir nennen ihn unsere Freumaschine, denn er begeistert sich für alles und jeden. Er ist die Inkarnation der guten Laune in einem gestreiften Flitzbündel. Mono musste ihm schon ein paar Male ordentlich was auf den Deckel hauen, aber noch ist er unendlich geduldig mit ihm, fordert ihn seinerseits sogar oft zum Spielen auf. Und dann sehe ich, dass ein halbes Jahr nach Mr.Clarks Tod mein Mono wieder zurück ist. Der gutmütige, manchmal übermütige, aber immer fröhliche Mono. Gut so!







