Fast täglich

Hidden Places – Ganz viel Grün und nur ein Hund

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Als Canon mich vor einigen Wochen nach Berlin zum Workshop „Hidden Places“ einlud, tanzten vor meinem inneren Auge sofort viele, kleine Bildfetzen hin und her. Leerstehende Gebäude, bröckelnder Putz, dunkle Winkel und Ecken, Graffiti und einsame Güterwagons. Warum? Keine Ahnung! Sie waren einfach da. Ich legte mir also ein paar Ideen zurecht und eine olle Jeans raus. Wer weiß, in welche Grotten wir krauchen werden, dachte ich.

Ohne eigene Kamera zu reisen, ist für mich sehr ungewohnt. Irgendwie fühlte ich mich unvollständig, war aber sehr gespannt auf die Modelle, die Canon uns für den Tag zur Verfügung stellen sollte. Besonders scharf war ich auf die spiegellose Canon EOS M3. Denn vor zwei Jahren hatte ich schon ihre Vorgängerin im Test und wollte nun natürlich ganz genau wissen, wie und wohin sie sich weiterentwickelt hat. Von ihrer Bildqualität war ich ja immer überzeugt.

Kleine Fingerübung aus dem Busfenster.

Welcome to the jungle

Was in Berlin so hidden ist, stellte sich schnell heraus als ein Reisebus 10 bis 15 Blogger aus ganz Deutschland in Berlin Neukölln auf die Straße spuckte. Dort warteten tatsächlich ein paar Graffitis an veranzten Häusern, doch die waren zu meiner Überraschung nicht gemeint. Vielmehr standen wir plötzlich in einem riesigen Hinterhof, der uns weder grau noch verfallen, sondern grün und wild blühend in Empfang nahm. Vom Martin Höffts wunderschönen, wildwachsenden Kräutergarten habe ich allerdings verdammt nochmal nur genau drei Fotos. Mein Lightroom weigert sich nämlich standhaft die RAW-Dateien aus der M3 zu lesen. Ja, es ist auf dem neuesten Stand und ich habe mich auf den Kopf gestellt, um sie irgendwie lesbar zu machen. Doch ohne Erfolg. Leider habe ich auch die Kamera nicht zur Hand. Den Rest des Gartens und das hübsche Café Botanico müsst ihr euch also einfach vorstellen. Zum Glück habe ich bald wieder auf JPGs umgestellt, sonst gäb’s hier nämlich gar nix zu sehen.

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Ein Schwenk durch die Straßen

Zum nächsten Hidden Place ging es zu Fuß. Unterwegs in Neukölln fand ich dann ein paar Fetzen von den Bildern, die mir zuvor im Kopf herumschwirrt waren. Sie waren nicht hidden, sondern für jedermann zugänglich, aber schräg genug für einen Stop. Ich gebe zu, dass ich mich an das Handling der M3 gewöhnen musste. Natürlich sah es mal wieder vollkommen Panne aus, wenn ich mir tief in Gedanken das Touchdisplay vor die Nase hielt und den Sucher suchte. Kein Sucher, nur Display. Ach so, ja stimmt, ich vergaß!

Ein Klapp- bzw. Schwenkdisplay stand noch nie auf meiner Wunschliste und ich habe es nie vermisst. Aber das an der M3 habe ich innerhalb von Minuten adoptiert. Meins! Denn es hat schon einen gewissen Charme, wenn ich die Kamera auf den Asphalt stellen kann und mich nicht direkt daneben legen muss um den Bildausschnitt zu kontrollieren. Das ist schlecht für die Kleidung und sieht auch irgendwie blöd aus, so mitten in der Einkaufszone. Es ist mir in der Vergangenheit nicht nur ein Mal passiert, dass jemand fragte:“Junge Frau, geht es ihnen gut? Soll ich einen Krankenwagen holen?“

On top of the world

Den RTW brauchten wir zum Glück nicht. Aber einen Fahrstuhl, der uns auf das Dach eines Parkhauses verfrachtete. Und wieder ganz viel Grün statt grau und rottig! Der Klunkerkranich hat wirklich überrascht. Der erste und einzige Gemeinschaftsdachgarten in Berlin bietet nicht nur eine umwerfende Aussicht auf Berlin, sondern auch ganz viel Anziehungskraft. Sitzen, Quatschen, Sonne Tanken – das Bloggergrüppchen wollte gar nicht mehr runter vom Dach. Der Sand, den der Wind uns aus dem Sandkasten für Kleinkinder zwischen die Zähne gewehte, hat uns nur wenig gestört.

Unterwegs hatte ich das EF-M 18-55 mm IS STM Kitobjektiv der M3 gegen das 22mm 1:2,0 Pancake ausgetauscht. Das brillierte ja schon auf der ersten EOS M und hat mich auch an diesem Tag nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil. Geiles Teil!

Böhmische Dörfer und die Sonnenallee

Im Böhmischen Dorf gab es später noch Fachwerkidylle und eine Schmiede. Dort habe ich mehr geguckt als fotografiert. Hirn und Augen hatten sich eine kurze Pause mehr als verdient. Und bei unserem letzten Stop auf der Hidden-Places-Tour habe ich die Kamera ganz weggesteckt. Die Wohnblöcke in der Sonnenallee – ganz offensichtlich ein sozialer Brennpunkt der zum Glück nicht ganz so harten Sorte – sind zwar architektonisch nicht ganz uninteressant, aber die gibt es auch hier im Ruhrgebiet in den wildesten Ausprägungen. 

Dort allein und diskret zu fotografieren ist in meinen Augen völlig in Ordnung. Schließlich kann man die Bewohner fragen, ob es ihnen recht ist und sich auf leisen Sohlen durch ihre mittelbare Privatsphäre bewegen. Doch in einer großen Gruppe aus einem Bus direkt in den Vorgarten der Leute einzufallen, halte ich für unpassend. Aber das muss und soll jeder für sich entscheiden.

Schickes Teilchen

Ich habe mich an diesem Tag ganz bewusst nur auf eine Kamera konzentriert. Leider, leider musste ich die Canon EOS M3 am Abend wieder abliefern. Sie hat mir wirklich gut gefallen. 24,2 Megapixel! Die Bildqualität ist der Hammer und sie ist deutlich schneller geworden. Besonders gepackt hat mich das Tempo mit der sie über WLAN ihre Fotos auf mein iPhone geschoben hat. Sehr genial. App installiert, verbunden und zack sind die Fotos in alle Himmelsrichtungen teilbar. Sie ist sogar vom Handy steuerbar. Das heißt ich kann sie irgendwo in die Ecke stellen und von Ferne auslösen oder filmen. Sie wäre das perfekte Back Up für meine Reise zum 24h-Rennen in Le Mans am nächsten Wochenende. Ich könnte Toms Live-Ticker nahezu in Echtzeit mit Fotos bestücken. Mhhmm!

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Über die Canon PowerShot N2, die Canon 750D und die Canon 760D könnt ihr ganz sicher bald auf den Blogs von Camillo, Milos, Sandra oder Nina (nur eine kleine Auswahl) nachlesen.

Vielen Dank an Canon für die Einladung nach Berlin. Immer gerne wieder!

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

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