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Das einemillionenundeinste Mal

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Tausend mal geht es gut und beim tausenundeinsten Mal eben nicht. Das sagt man doch immer. Wir hatten das einemillionenundeinste Mal, als Mono den halsbrecherischsten Überschlag hinlegte, den ich seit langem gesehen habe.

Auf dem Gelände, das wir zum Toben nutzen dürfen, gibt es eine Betonrampe, die aufmerksame Leser vielleicht von einigen Fotos kennen. Sie führt hoch zu einem Gebäude, ist umsäumt von einem massiven Stahlgeländer und an ihrer höchsten Stelle etwa 1,40 hoch.

Rampensau
Rampensau I – gemacht mit der Canon PowerShot G16, 1/1000sek., ISO 400, Blende f/1,8

Mono kennt sie von Baby an. Jeden Zentimeter. Ich kann nicht zählen, wie oft er darauf und darübergesprungen ist. Manchmal springt er in vollem Tempo unter dem Geländer her und nimmt die komplette Rampe in einem Sprung. Für Außenstehen sieht das mordsgefährlich aus, ich weiß aber, dass er es kann. Also alles grün.

Die angezogene Handbremse

Gestern fand in eben jenem Gebäude eine Fotosession statt. Teilnehmer hatten einen hochsympatischen Mops-Rüden mitgebracht, der für Mono ein willkommender Spielpartner war. Mr.Clark hatte nämlich Bürotag und war deshalb nicht anwesend. Mono schoss also ausgelassen über das Gelände und zog seine übliche Schau ab. Der Mops folgte im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dem Mopsbesitzer stand derweil der Mund offen. Mono läuft mit angezogener Handbremse, sagte ich, und der Kiefer klappte noch tiefer.

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Rampensau
Rampensau II – gemacht mit der Canon PowerShot G16, 1/1000sek., ISO 400, Blende f/1,8

Ich sprachs und das Mono-Tier kam im Vollspeed auf uns zu geschossen. Zu schnell, um noch vor der Rampe zu bremsen. Er sprang also und landete weich auf der anderen Seite. Der Mops versuchte es ihm gleich zu tun, prallte aber stumpf von der Rampenwand ab. So ist das mit kurzen Beinen.

Salto mit Doppelschraube

Mono lief zurück auf die große Wiese, zog noch eine fast peinliche Angeberrunde und kam wieder frontal auf uns zugelaufen. Wieder zu schnell für ein Bremsmanöver. Er sprang also mit enormer Überschussgeschwindigkeit, setze auf der Rampe auf, kam ins Ruschten und überschlug sich mit einer doppelten Schraube. Ich kenne Monos Stunts. Schocken kann mich also wenig, doch seine Landung auf der Wiese sah derart abstrus und verdreht aus, dass sogar ich mich erschreckt habe.

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Rampensau
Rampensau III – gemacht mit der Canon PowerShot G16, 1/1000sek., ISO 400, Blende f/1,8

Er rappelte sich auf, fiebte und zog seinen rechten Hinterlauf nach. Der Mops-Besitzer war kreidebleich. Doch schon ein paar Minuten später trat Mono wieder ganz normal auf. Stelle ich mir vor, ich knalle aus etwa 1,50m Höhe volles Pfund auf meinen Hintern, ich würde wohl auch fiepen. Die nächsten Stunden humpelte er noch ein wenig, aber am Abend war alles vergessen.

Zum Glück bewegt sich Mono sehr locker und entspannt, er ist top fit und sehr gut bemuskelt. Ich musste mir zwangsläufig vorstellen, wie dieser Überschlag wohl für einen untrainierten Hund ausgegangen wäre.

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Freie Autorin mit einem starken Hang zur Fotografie

2 Comments

  1. Langsam ist bei den Whippen genetisch nicht einprogrammiert;-)
    Ich wünsch euch schöne Feiertage
    Schöne Grüße aus dem Norden

  2. Nun ja, aber Sichtjäger sollten Hindernisse sehen und auch richtig einschätzen können. Wir üben dann mal weiter. 😉

    Schöne Feiertage zurück!

    Entspannte Grüße

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