Süßliche, klebrige Dutzi-Hundefotos mochte ich noch nie. Die mit den Schleifchen und den Blümchen und dem ganzen Dekokrempel, hinter dem man den Hund gar nicht mehr sehen kann. Seifenblasen, Farbpulver, vierzig Glanz- und Schimmerfilter – alles nicht meins. Aber … Kreisch …, sind diese Welpen nicht süß. Es ist vollkommen unmöglich von ihnen keine niedlichen Fotos zu machen. Da hat sogar mich das Kindchenschema fest am Wickel.

Guckt, wie er ist. Lieb.

Ich muss einfach. Alle paar Tage rücke ich Liane auf die Pelle und bade in den kleinen Ivy-Kindern. Frech sind sie geworden, fast richtige Whippets. Anfassen kann man sie nun auch, ohne Angst haben zu müssen, sie kaputt zu machen. Zwar noch ein bisschen ungelenkt, aber mit viel Selbstvertrauen hopsen sie über die Wiese. Jeder in seinem Tempo. Ganz erstaunlich, wie jetzt schon die Charakterunterschiede deutlich werden. Der eine plärrt, sobald ihm irgendetwas nicht passt, der andere beoachtet still. Eine der beiden gestromten Hündinnen ist der Entdeckergeist in der Bande. Sie erkundet alleine jeden Winkel, und das tut sie mit einem Gangwerk, das jetzt schon sehr viel verspricht. Mein lieber Schwan!

Die drei Rüden sind – typisch männlich – gemütlicher, bzw. sind das, was man im Zusammenhang mit Whippets als gemütlich bezeichnen kann. Die Zwerge sind gerade fünf Wochen alt. Ihre Flitzattacken sind also noch kleine Attäckchen und wenig spektakulär. Aber das wird sich sehr schnell ändern.

Einer der drei Rüden wird demnächst Monos Leben auf den Kopf stellen. Liane Bertlich (Whippets of Little Goblin) lässt mir, das heißt meiner Familie und mir, die erste Wahl. Gerade bei diesem Wurf ist das eine große Ehre. Deshalb bedanke ich mich jetzt schon bei ihr für den vielen Kaffee, den Kuchen, ihre Geduld und vor allem für ihre Freundschaft.

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