Im April war es das hunderteinste Foto, heute ist es der tausendundeinste Follower. Ich gebe zu, ich bin ganz vernarrt in meine kleinen „monochromen“ Quadrate. Denn manche Fotos, die in Farbe so lala sind, bekommen in Schwarz-Weiß eine neue Qualität.
Die Anzahl meiner Follower war mir im Grunde immer völlig egal. Viel wichtiger ist mir ihre Qualität bzw. die Qualität dessen, was sie fotografisch auf der Pfanne haben. Das kann sehr interessant und in jeder Hinsicht inspirierend sein. Blümchen waren z.B. noch nie mein Ding, aber das ist ein Japaner, der Blüten auf eine Weise fotografiert, die umwirft. Seitdem ich seine Fotos gesehen habe, betrachte ich Pflanzen ganz anders. Ein Amerikaner fotografiert Häuserschluchten. Davon gibt es tausende, aber seine sind großartig.
Ein anderer Amerikaner fotografiert Wellen und Surfer. Clark Little ist in diesem Metier wohl einer der Gurus, aber rsmallcheck, wie er sich nennt, macht es anders mit seinen Langzeitbelichtungen und Mitziehern. Ganz mein Geschmack, und es ist tatsächlich ein netter Ausstausch entstanden. Am interessantesten sind ohnehin immer diejenigen, die sich wie kleine Pittbulls an einem Thema festbeißen und nicht mehr loslassen. Je nach dem wie alt die Instagram-Feeds sind, kann man teilweise die Entwicklung zum eigenen Stil nachvollziehen. Sehr spannend.

