Die Canon PowerShot G16 hat wie eine Bombe eingeschlagen. Anders kann ich das nicht bezeichnen. Ich weiß, dass viele Leser lange auf eine Alleskönnerin dieser Art gehofft haben, doch dass sie derart gut ankommt, konnte ich natürlich nicht voraussehen. Und sie zieht immer weitere Kreise. Je mehr neue Besitzer begeistert ihre ersten Fotos präsentieren, desto mehr Leute werden aufmerksam. Klar, Gutes versteckt man schließlich nicht.
Zugegeben, es ist denkbar leicht über die Canon PowerShot G16 positiv zu schreiben. Sie ist und bleibt ein tolles Produkt. Doch meine Testreihe zu dieser Kamera ist wohl das beste und prägnanteste Beispiel dafür, dass Blogger wie ich sich ruck zuck ihr eigenes Grab schaufeln würden, wären sie ihren Lesern gegenüber nicht aufrichtig. Das mag pathetisch klingen, doch im Grunde ist das der zentrale Punkt.

Stellt euch mal vor, ich hätte diese oder irgendeine andere Kamera schönschreiben müssen, hätte also lediglich Werbung gemacht, weil man mich gut dafür bezahlt. Stellt euch mal vor, ich hätte mich mit der PowerShot G16 oder irgendeiner anderen Kompakten gar nicht ernsthaft beschäftigt, sondern nur Werbematerial in ein neues Textkleid geschnürt. Stellt euch vor, diese Kamera wäre für meine Leser und ihre speziellen Wünsche gar nicht gemacht und meine Funktion wäre lediglich eine kurzfristig verkaufsfördernde.

Ihr hättet meinen Texten und Bilder getraut, wärt losgelaufen und hättet 500 Tacken für eine Kamera ausgegeben, die meine Versprechen gar nicht halten kann. Was wäre dann? Ihr wärt enttäuscht und sauer. Ihr hättet viel Geld für etwas durch den Schornstein gepustet, das letztlich euren Anforderungen nicht gerecht werden kann. Statt Fotospaß gäbe es dann nur Fotofrust. Und wer würde dann bei nächster Gelegenheit geteert und gefedert? Ich. Und das zu Recht. Meine Glaubwürdigkeit wäre für immer zum Teufel. Ich könnte feststellen, dass der Himmel blau ist, ihr würdet zur Kontrolle aus dem Fenster schauen.
Ich werde also auch weiterhin versuchen, so objektiv wie möglich, aber auch so begeistert oder verärgert wie nötig zu sein. Vielen Dank für euer Vertrauen.
