Manchmal frage ich mich, welche Pillen wohl in den Gestaltungslaboren der Haustierindustrie verteilt werden. Das müssen schon ziemlich schwere Geschütze sein, denn ein nüchterner Geist kann sich diese Flut von Absurditäten nicht ausdenken.
Vor zwei Jahren, auf der CACIB in Rheinberg gab es ihn zur Begrüßung dazu. Seitdem lag er ‚rum. Er wurde ab und zu hin und her geworfen, aber für die Jungs war er nicht der Brüller. Dafür aber für uns Menschen. Denn jedes Mal wenn er uns in die Hände fiel, fragten wir uns, wer sich so einen unterirdischen Blödsinn ausdenken kann.

Wer stopft eine Bulldogge in einen Cowboystiefel – mit Radspore wohlgemerkt -, setzt ihm einen lächerlichen Hut auf, bindet ihm ein Pünktchentuch um und gibt ihm zwei Revolver in die Hand? Wer? Entweder ist dieser Mensch vollkommen gaga oder so kreativ, dass er gar nicht mehr weiß, wie er sich austoben soll. Vielleicht war beim Hersteller gerade Cowboy-Woche und er warf gar eine ganze Serie schießwütiger Hängebacken auf den Markt. Fressnäpfe, Halsbänder, Decken, Kotbeutelhalter – weiah ne! Das wäre nicht auszuhalten.
Immerhin hat es Mono geschafft, das Teil einseitig zu entwaffnen. Das ändert allerdings nichts daran, dass die Töle samt Stiefel relativ unkaputtbar ist. Sie steht da und schaut uns aus ihren Triefaugen grimmig an. Vermutlich wird sie ewig leben.
edit: Ok, der grüne Glupschwurm, den Frau Ludolf irrtümlich für ihren Welpen hielt, ist ganz nah dran.
Author
Karla Schwede
