Ich muss feststellen, ich bin mal wieder irritiert. Ich bin irritiert angesichts einer Informationspolitik, die mehr Verwirrung, Zweifel und Häme stiftet, als dass sie Fakten kommuniziert. Ein ganz normales, zahlendes Mitglied, das weder ein Amt bekleidet, noch organisatorisch involviert ist, muss den Eindruck gewinnen, dass sich das Tagesgeschäft des DWZRV nun bald in Gänze auf die Austragung von Schlammschlachten reduziert. Life und in Farbe.

Von allen Mitgliedern des DWZRV wird selbstverständlich Loyalität und Respekt gegenüber dem Verband und seinen Funktionären gefordert. Doch wie sollen die Mitglieder diesen Respekt aufbringen, wenn sie immer und immer wieder Zeugen von internen Querelen, von Desinformation und der konsequenten Vermischung von Fakten und Meinungen werden?

Jedes zahlende Mitglied des DWZRV hat ein Recht auf sachliche Informationen über alles, was den Verband und somit das Mitglied selbst betrifft. Es ist die Aufgabe des Vorstandes bzw. seiner Mitarbeiter diese Informationen zusammenzustellen und an die Mitglieder weiterzugeben. Das erfordert natürlich Teamarbeit, gut funktionierende, kurze Kommunikationswege und vor allem die Fähigkeit der Faktensammler, sich selber von den Inhalten zu distanzieren. Denn tendenziöse und zugunsten der Interessen Einzelner gefärbte Propaganda im News-Mäntelchen braucht kein Mensch. Dabei ist es vollkommen egal, von welcher Partei sie nun gerade gestreut wird.

Wo viele Menschen aufeinander treffen, wird es zwangsläufig immer irgendwo krachen. Es wäre fast gruselig, wenn 4.000 oder mehr Menschen alle einer Meinung wären. Doch die, deren Aufgabe es ist, den Laden zusammen und am Laufen zu halten, die rasseln doch bitte hinter verschlossenen Türen mit den Säbeln. Sonst könnten nämlich die geneigten Matrosen schnell dem Verdacht erliegen, dass ihre Kapitäne mehr Energie und Zeit in den Erhalt ihrer eigenen Pfründe, als in die Aufgabe stecken, zu der sie sich freiwillig zum Wohle des Schiffes und der gesamten Besatzung verpflichtet haben.