Als sich dieses Foto vor meinen Augen aufbaute, war ich begeistert. Bisher habe ich Barsois immer mit einem gewissen Argwohn betrachtet, aber dieser Kopf fasziniert mich. Er nimmt mich mit auf eine Reise in die Vergangenheit.
Denn jedes Mal, wenn ich ihn ansehe, muss ich an Ilustrationen aus dem Art Déco denken. Unglaublich elegant, sehr klar und grafisch zugleich – der Kopf von Ischyma Primus könnte ohne weiteres in einem Buch zur Stromlinienform abgebildet sein, das ich seit Jahren hüte wie einen Schatz.
Was bei einem Windhund logisch erscheint, war in den 30er Jahren eine Mode. Die Streamline erfuhr einen gestalterischen Hype, der weit über ihre Nützlichkeit hinaus ging. Autos, Züge, Flugzeuge erschienen in der schnittigen Tropfenform, die der Luft, wie man damals dachte, den geringsten Widerstand bieten würde. Was in der Fortbewegung logisch ist, setzte sich schnell im Design von Alltagsgegenständen vollkommen unlogisch fort. Ein Bügeleisen, eine Teekanne, eine Kommode oder ein Wolkenkratzer mussten sich nicht schnell von A nach B bewegen, sahen aber so aus, als könnten sie.
Dieser Barsoikopf hat natürlich keine Tropfenform. Würde aber seine Form nicht schon seit Jahrhunderten seiner Funktion folgen, könnte er glatt ein Erfindung dieser Zeit sein.
